• Das dritte Date: Was nun?

    1. Date Blinddate mit ihr und ihrer Mutter am Stadtfest. War lustig, haben uns amüsiert und bis spät in die Nacht Bier getrunken. Begrüssung: Mündliches Hallo, winken. Verabschiedung: Bei der Mutter ein gewunkenes Tschüss und bei ihr die obligaten drei Küsschen. 2. Date Haben uns am Bahnhof getroffen, sind in meine Stammbar und haben da bis zur…
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    jemand hat ja geschrieben, dass man in amiland nach dem 3. date ne beziehung hat. somit wären wir bald mal beim ersten kind. nach 6 dates. also wärs kaum zu früh für ne rose ;-)


    nö ... sie hat erwähnt, dass sie am mittwoch frei hat. hab ich gedacht, dann wär das ne gelegenheit, ihr was zu schicken, das sie daheim in empfang nehmen muss. ;-)


    aber vielleicht hast du recht ... ich warte mal. sie wollte meine adresse, damit sie mir auch was schicken kann. ich hab ihr ja schon drei postkarten aus den ferien geschickt (konnte mich nicht entscheiden, welche, drum grad alle, die infrage kamen) ;-)

    Ich hatte letztens auch einen Typen, den ich wirklich gerne hatte. Wir waren viel unterwegs und haben telefoniert, sms geschrieben. Als ich dann erwähnt habe, dass ich demnächst Urlaub habe, meinte er, er könne ja abklären, dass er auch Urlaub bekommt. Der hat schon halb gemeint, wir sind zusammen nur weil ich ein paar Mal mit ihm weg und es ein netter Abend war. Als er dann mit ner Rose vor mir stand wars mir eindeutig zu viel und ich hab den Abgang gemacht.


    Weiß nicht ob Du Dir aus diesen Treffen nicht immer alles rosarot malst. Und die Sache mit den Postkarten find ich mehr als übertrieben. Mich als Frau würdest Du damit eher in die Flucht schlagen!!!

    naja, ich "such" mir meine begehrenswerten damen schon so aus, dass sie meinen humor teilen. und das mit den karten fand sie toll. weil ich das wusste, hab ichs gemacht. sonst hätt ich natürlich drauf verzichtet.

    Ok, dann ist es ja gut.


    Trotzdem würd ich mal noch mit der Rose warten. Generell sollte mehr von ihr kommen, find ich. Du erzählst immer was Du alles machst, nie was sie dafür tut...

    die ganz kleinen Gesten...

    Herr Koch, damals mit der -nachmaligen- Connaisseuse hatte ich auch ein Date, an dem ich auf alles gefasst war und nichts passiert ist. Eine Woche darauf haben wir uns wieder gesehen, bei einer Horde Freunde von ihr, die Dias von einer Exkursion zeigten. Da ich sonst niemanden kannte, war klar, dass ich neben ihr sass. Was sich dann im Halbdunkel ereignete, kam mit sehr wenig Worten und keinen grossen Gebärden aus:


    Die Connaisseuse mochte kein ganzes Bier. Lieber eine Flasche mit mir teilen. Also holten wir uns eine Flasche und reichten sie hin und her. Jetzt war es halt so, dass wir beide auch etwas von den Dias sehen wollten, deshalb kam es vor, dass wir nicht so genau hinguckten und versehentlich statt nach dem kühlen Glas der Flasche nach der Hand fassten, die sie hielt. Das war bestimmt Zufall, fühlte sich aber gut an. Die Flasche wurde entgegengenommen, aber nicht hastig. Ob ichs wohl beim nächsten Schluck auch wieder zu einer Zufallsberührung kommen lassen kann? Der Kontakt der Hände häufte sich. Offenbar tat der andere gar nichts, um präziser an die Flasche zu fassen. Und die Berührungen dauerten immer ein wenig länger. Als die Flasche leer war, stellten wir sie auf den Boden. Sie war beim Händchenhalten im Weg.


    Solche Situationen kann man nicht planen. Nur ausnutzen. Eigentlich habe ich da nur versucht, eine durch "Ungeschicklichkeit" zustandegekommene Berührung ein klein wenig länger dauern zu lassen. Wenn zwei sich wünschen, dem anderen näher zu kommen, ist jeder Anlass recht. Was ich dir wünsche, herr koch, ist: ganz von deinem Wunsch nach Nähe durchdrungen zu sein und damit empfänglich für die kleinen Zufälle.


    Weiteres Beispiel?


    Drei Jahre vor dem Bier hat meine körperliche Nähe zu einer Frau auch damit angefangen, dass wir einen vielleicht zweistündigen Nachtspaziergang durch die Stadt unternommen haben (sie war meine Nachbarin, da waren solche Spontanaktionen drin). Der Spaziergang war ganz platonisch, ich in geziemendem Abstand neben ihr. Reden konnten wir schon lange gut. Auf dem Nachhauseweg setzten wir uns auf einen Betonklotz am Rande einer grossen Terrasse. Das heisst, sie setzte sich dann nicht, sondern legte sich auf den Rücken, den Kopf nicht allzu weit von meinem Oberschenkel weg. Und räkelte sich ein wenig, reckte die Arme in die Luft.


    Alles, was ich tat, war: den Zeigefinger leicht in ihre mir entgegen ragende Handfläche legen.


    Alles, was sie tat, war: die Hand um den Zeigefinger schliessen.


    Dann ergab wortlos das eine das andere, streicheln und zuletzt sogar küssen.


    Ich hatte es während anderthalb Stunden Spazieren nicht auf die Reihe gekriegt, den Arm um sie zu legen, obwohl ich das zu gern gewollt hätte. Die Geste war einfach zu gross, zu dramatisch und wäre zu plangesteuert ausgefallen. Der Finger war harmlos, gab ihr aber doch einen Anlass, auch etwas zu tun ohne aus heiterem Himmel einzufalllen.


    Und noch zu unseren Schweizer Begrüssungsküsschen: Meine erste Freundin hatte das in der allerersten, noch nicht klar definierten Anfangsphase drauf: die klassischen drei Küsschen, dann, aus der gleichen Bewegung heraus, einen vierten, ebenso kurzen Kuss mitten auf den Mund. Wenn du dir unbedingt was vornehmen willst (und bereit bist, bei der nächsten Begrüssung im entscheidenden Moment die Führung zu übernehmen), kannst du ja das nächste Mal das ausprobieren. (Ich hätte mich damals nicht getraut, aber das will nicht viel heissen;-))


    Lass dich doch nicht fertigmachen, dass es das letzte Mal mit der Umarmung nicht geklappt hat, sondern pfeif drauf, herr pfeife.


    Und nenn dich wieder koch.

    herr koch

    Zitat

    möchte sie nicht verlieren

    Du hast nichts zu verlieren, weil du noch nichts gewonnen hast!


    Pass auf deine Gefuehle auf! Mach dich nicht abhaengig von ihr!


    Die Geschichte ist noch offen, es kann was daraus werden, oder auch nicht. Sich innerlich darauf zu versteifen, macht dich verspannt.


    Uebrigens finde ich, je nach Typ der Dame, die Idee mit der Rose gar nicht so verkehrt. Ich glaube, dass strawberry-ice dagegen ist, weil sie eine Rose von einem bekam, der eh bei ihr keine Chancen hatte und auch auf andere Weise nicht haette gewinnen koennen (oder irre ich mich? Vielleicht sind Kerle mit solchen rosigen Ideen grundsaetzlich eh nicht ihr Typ). Das muss fuer deine Geschichte gar nichts bedeuten. Sie in dem Fall, dass sie eh nicht die Richtige ist, "in die Flucht zu schlagen" ist auch nicht falsch, weil das wenigstens eine Entscheidung bringt.


    Allerdings ist es insofern vielleicht schon zu spaet aus deiner Sicht, weil du die Sache nicht einfach unbefangen riskiert hast, sondern schon angefangen, sie breit im Internet zu diskutieren... einfach mal handeln, statt immer zu fragen, was "das Richtige" ist...

    etwa so in der art hab ichs gedacht, carambols ;-)


    ich merk grad, bei euch sind die rosen günstiger :-o


    naja. egal.


    hm. das mit dem essen "müsste" eigentlich von ihr kommen. haben wir so besprochen. und da möcht ich jetzt nicht dagegen verstossen, weil sie sonst ein schlechtes gewissen haben könnte ... aber zum dvd-abend könnt ich sie so einladen. aber ich wart mal noch etwas. die nächste woche wird sehr stressig für mich und ich möchte den kopf frei haben.


    connaisseur


    ja ... wir haben uns schon berührt. aber halt eher an den armen und nicht an den händen. ein bier haben wir auch schon geteilt, aber s war hell, daneben greifen geschah nicht. ;-)


    lewian


    ich hab nichts zählbares, das stimmt schon ... aber ich hab wieder etwas, das ich gern haben kann. an das ich vor dem einschlafen denken kann.

    Na wenn du Lust hast sie zum Essen einzuladen tu es einfach!


    Mach dir doch keinen Kopf darüber das sie ein schlechtes gewissen haben könnte.


    Oder glaubst du das sie dich gleich sausen lässt nur weil du ihr mal ein schlechtes gewissen verpasst hast???


    :=o

    nö. aber einmal hatte sie kein geld dabei und dann hab ich halt bezahlt. und s war ihr nirgends recht, hat sich tausendmal entschuldigt und immer wieder betont, dass sie dafür dann das nächste mal bezahlt usw. und da gings um ein paar franken. da kann ich mir ausrechnen, wies dann sein würde, wenns um ein essen geht ... aber ich lass jetzt die woche mal verstreichen, dann seh ich auch klarer.

    Achso


    Naja du kannst sie ja auch einladen und dann bezahlen lassen wenn sie so scharf darauf ist schulden zu begleichen;-D

    hm. das hingegen wär ne idee. merci ;-D


    eine einladung zum eingeladen werden. hat was vom nichtgeburtstag bei alice im wunderland. hehe.

    nochmal zum Berühren

    Jetzt habe ich meine Schilderung viel präziser gefasst als sie gedacht war ;-D


    Mir geht es nicht darum zu sagen "du musst es so machen wie ich". Ich wollte in der Diskussion um Rosen, Essenseinladungen und Umarmungsvorhaben nur meine eigene Position markieren. Die Rosen und das Essen, wie auch die spontanen Verabredungen, die leichten Berührungen am Arm, der etwas schalkhafte Ton und die Geschenke mit Augenzwinkern gehören zu den 90%, die du richtig machst, wie ich glaube.


    Mein Punkt war: vielleicht hilft es, sich die vermissten 10% nicht als Ansammlung dramatischer Grossereignisse vorzustellen (von denen jedes eine grosse Hürde an Überwindung erfordert, die man im Zweifelsfall dann eben doch nicht nimmt), sondern eher als einen kleinen Schritt mit Eskalationspotenzial. Weil sich das so theoretisch anhört, wollte ich zwei Beispiele anfügen. Nicht zum Nachspielen. Höchstens um deinen Blick in deiner eigenen Situation auf eine Sorte von Gelegenheiten zu lenken (so unbescheiden sich das jetzt liest;-))


    Ich denke da beispielsweise an verschüttete Salatsauce, die man zur Schaffung von grösserer Nähe "missbrauchen" könnte.


    Es geht nicht ums Planen sondern ums Erkennen und Aufgreifen von Möglichkeiten, auf deren Zustandekommen man oft keinen Einfluss hatte.


    Nur eine von vielen Theorien. Aber meine. Deshalb mag ich sie.:-D


    Und wegen Einladen: Ihre Situation, kein Geld dabei zu haben, ist sehr unangenehm. Da hat sie dir quasi keine andere Wahl gelassen als sie einzuladen, und ausserdem konnte es aussehen, als habe sie genau darauf spekuliert. Klar, dass ihr das nirgends Recht ist. Das muss nicht heissen, dass sie sich nicht auch mal von dir einladen lassen würde, wenn es deine freie Entscheidung war.

    ich fands ja auch ok, sie einzuladen. so konnte ich den abend verlängern ;-)


    ich denk schon, dass ich ihr das gefühl gebe, gerne zeit mit ihr zu verbringen. jetzt muss ich nur noch das mit den gelegenheiten etwas besser in griff bekommen :-D