Das leidige Thema: Zu wenig Sex in der Beziehung

    Guten Abend zusammen,


    in vielen Beziehungen lässt nach einer gewissen Zeit die Sexualität nach. Oftmals ist es jedoch so, dass einer viel weniger Sex als der andere möchte, oder sogar gar nicht. Ich lebe auch in einer solchen Beziehung die einseitig sexlos ist. Ich leide sehr stark darunter und bin auch schon mehrfach fremd gegangen. Nun könnte man sagen: Trenn Dich doch einfach. Klar das wäre eine Lösung; einfach Neu starten. Der Haken daran ist aber, dass ich meine Partnerin liebe und die Beziehung bis auf diesen Punkt sehr gut funktioniert. Wie passt das mit dem Fremdgehen zusammen? Das ist für mich eine Art Notwehr, weil ich es schon als ziemliche Zumutung mir gegenüber empfinde, mir den Sex vorzuenthalten, der mir sehr wichtig ist und für mich auch ein wichtiges Mittel zum Stressabbau darstellt.

    Unser Leben funktioniert wie gesagt sehr gut und auch liebevoll im Umgang miteinander. Zudem habe ich ein Kind aus einer früheren Beziehung dem ich nicht noch eine Trennung zumuten möchte.


    Was möchte ich mit diesem Thread erreichen? Eigentlich gar nichts, mich würde nur eine Diskussion unter Betroffenen beiderlei Geschlechts interessieren in der man Meinungen und Standpunkte austauschen . Was ich mir nicht wünsche wären Kommentare von Blinden die mir etwas über Farben erzählen möchten. Also von Menschen die die Situation absolut nicht nachvollziehen können und deswegen z.B. das Fremdgehen verteufeln wollen oder Ratschläge geben die auf der Hand liegen und trotzdem nicht in Frage kommen.

    Ich konnte mir Fremdgehen auch nie vorstellen, war immer treu. Aber irgendwann war das Maß voll und Gelegenheit macht Diebe.


    Interessant ist auch die Frage, warum ein Partner keinen Sex (mehr) möchte. In meinem Fall war es ein langsamer, schleichender Prozess der dann aber endgültig wurde, als eine lebensbedrohliche Erkrankung dazu führte, dass die Eierstöcke entfernt werden mussten. Da war dann auch die letzte Hoffnung dahin, aber ich bin immer noch ein Mann, habe immer noch Bedürfnisse und bin noch keine 50.


    Wie kompensiert ihr den fehlenden Sex? Selbstbefriedigung? Fremdgehen? Mit oder ohne Kenntnis/Erlaubnis des Partners? Oder einfach auch asexuell leben?


    Wie gesagt, ich würde mich über einen Meinungsaustausch mit Betroffenen und natürlich auch offenen Nicht-Betroffenen sehr freuen.


    Ich wünsche Euch einen schönen Abend!


    Gargamel.

  • 361 Antworten

    hallo, wie lange geht es denn schon so ohne sex? hat die lustlosigkeit bei deiner partnerin organische oder psychische ursachen?


    weiß sie denn von deinem seitensprung?


    ich kann nur für mich sprechen: durch meine depression und den medikamenten ging im bett nicht mehr viel, letztendlich ist die beziehung daran zerbrochen, wobei ich auch keinen körperlichen kontakt mehr zugelassen habe


    selbstbefriedigung ist nur ein lückenfüller und ersetzt keinen richtigen sex

    Gargamel2345 schrieb:

    Stressabbau

    Also ist das Leben doch nicht so rosig?

    Gargamel2345 schrieb:

    eine Art Notwehr,

    Nein, auf gar keinen Fall ist es das. Es ist verständlich, dass du nicht so einfach deine Beziehung an den Nagel hängen willst, aber alternativlos bist du nicht und brauchst auch keine "Notwehr". Raus aus der Opferrolle mit dir.


    Gargamel2345 schrieb:

    Interessant ist auch die Frage, warum ein Partner keinen Sex (mehr) möchte.

    Genau. Habt ihr das Thema nie besprochen? Die Krankheit war ja "nur" Ende der Fahnenstange, was lief davor verkehrt? Was fehlte? Wie sieht es deine Frau jetzt, ist es ihr egal?

    Also von Notwehr zu sprechen ist schon etwas makaber. Weiß deine Madame das du ab und an mal an fremden Laken lauscht?


    Man enthält dir also den Sex vor. Du ärmster. Jammerst du genau so bei ihr rum? Dann wäre auch klar, warum sie überhaupt gar keine Lust hat.


    Eine Beziehung zwischen zwei NICHT kompatiblen Sexpartnern wird über kurz oder lang IMMER scheitern, egal wie sehr man sich liebt, egal wie toll doch alles andere ist.


    Auf dem Weg befindest du dich schon, mnef hat's erkannt.

    "Notwehr" ist denke ich etwas anders definiert. :=o

    Weg des geringsten Widerstandes trifft es mMn irgendwie besser.

    Nach deinem sehr ausführlichen EP habe ich trotzdem dem Gefühl, ihr habt darüber noch nicht sehr viel geredet, zumindest schreibst du nichts davon.

    Wie haben deine bisherigen Bemühungen innerhalb der Partnerschaft ausgesehen, wie hat deine Partnerin darauf reagiert?

    Während in vielen anderen Beziehungen der Sex einfach so einschläft, hat deine Partnerin möglicherweise einen ganz anderen "Grund" mit dem Verlust ihrer Gebärmutter. Habt ihr einmal darüber gesprochen, wie sie sich damit fühlt, was das für sie und ihre Sexualität verändert hat? Das wäre doch ein Ansatzpunkt für ein Gespräch. Letztlich geht es darum, beiderseitige Bedürfnisse zu kommunizieren und Einverständnis darüber zu erzielen, wie diese für beide größtmöglich befriedigt werden können.

    Am Anfang steht meist ein unausgesprochener Deal darüber, was für jeden dazu gehört. Findet irgend etwas davon irgend wann nicht mehr statt, ohne dass darüber gesprochen wurde, muss neu "verhandelt" werden.

    Wenn bei deiner Frau beide Eierstöcke entfernt wurden ist das nicht ohne. ES sind für die Hormonproduktion zuständig. Müssen beide entfernt werden dann fallen die Hormone quasi von 100 auf 0. Das führt leider zu massiven Problemen. Der Körper und die Psyche hatten keine Chance sich da langsam! anzupassen, so wie es in den Wechseljahren ist. Da sinken die Hormone auch aber das passiert meistens eben über Jahre.

    Das ist bei deiner Frau anders. Ist sie beim Frauenarzt in Behandlung? Oder ließ man sie mit dem Problem alleine?

    Leider werden Frauen auch heute noch nicht darüber aufgeklärt, was nach dieser OP da auf sie zukommt. :-(:(v Viele Frauen versuchen das aus Scham zu verschweigen, gerade was dann auch z. B. den Libidoverlust angeht.

    Es ist möglich das deine Frau schon lange Zeit vor dieser OP massive Probleme hatte. Bei Schmerzen war ihr bestimmt nicht nach GV. Das vermute ich.

    Daher frage ich mich auch

    Habt ihr jemals offen! über ihre Lustlosigkeit gesprochen?

    Die Libido einer Frau hängt nicht selten auch mit der Psyche zusammen.


    Zitat

    dass ich meine Partnerin liebe


    Würdest du deine Frau wirklich lieben,hättest du sie nicht schon mehrfach betrogen. Wenn ich jemanden liebe, mach ich sowas nicht. :|N

    Hier im Forum habe ich schon viel zu lesen bekommen, warum er/ sie fremd ging. Notwehr ist mal was ganz anderes ]:D

    Das du Bedürfnis nach Sex hast kann ich nachvollziehen, den Weg den du aber eingeschlagen hast finde ich nicht gut.

    Lug und Betrug....möchtest du wirklich so weiterleben?

    Mein Rat

    Rede offen mit ihr. Hast du ein Stück weit Verständnis für sie? Dann sag ihr das und erbitte dir auch Verständnis von ihr für dich.

    Wie auch immer eine Lösung aussehen mag, ich drücke die Daumen das ihr's gemeinsam hinbekommt. :)z

    Es wurde ja schon gefragt, ob beideseitig klar kommuniziert wurde, wie beide Seiten sich dabei fühlen und wie man das auch gemeinsam angehen könnte.

    Meine Frage wäre, wie sehr ist das Thema schon "totgeredet".

    Reden ist zwar unbedingt erforderlich, aber zuviel (vor allem, wenn es zu "anklagend" ist) schadet dann mehr, als es nutzt.
    Eine mögliche Folge so eine "falschen Kommunikation" ist, dass sie dabei gar kein "Problem" sieht, weil sie selber ja auch ohne Sex gut auskommt.

    Dann kannst Du doch genauso ohne klarkommen ...


    Ich finde es weder sinnvoll noch förderlich, wenn jetzt Einer dem Anderen zuliebe irgendwas über sich ergehen lassen müsste, um die Bedürfnisse des Anderen zu befriedigen.

    Aber genausowenig finde ich es hilfreich, wenn der Andere mit seinen Bedürfnissen komplett alleine gelassen wird.


    Ich finde, in einer Beziehung, wo sich beide gegenseitig lieben, sollte dem Anderen die sexuellen Bedürfnisse des Einen auch am Herzen liegen und deshalb auch aktiv daran mitwirken, den Leidensdruck zu verringern.

    Sei es, durch körperliche Nähe und Zärtlichkeiten aus der SB etwas Gemeinsames zu machen, dabei mitzuhelfen, oder auch mal alleine Hand oder Mund anzulegen.

    So kann auch ohne Penetration mehr Befriedigun erlangt werden.

    Oder auch, die Beziehung zu öffnen, damit der Eine, ohne ständig schlechtes Gewissen, seine Bedürfnisse woanders befriedigen kann.


    Wenn aber nicht einmal mehr Nähe und Zärtlichekeiten in einer Beziehung vorkommen, dann hätte ich überhaupt nicht mehr das Gefühl, auch geliebt zu werden, es wäre für mich dann nicht mehr als eine Freundschaft und WG.

    Egal wie groß die Liebe meinerseits wäre, ich würde die Beziehung nicht mehr weiterführen wollen ...


    Und der Weg über die Öffnung einer Beziehung, kann zwar hilfreich sein, kann aber auch dazu führen, dass man sich vom Partner mehr und mehr "entliebt", vor allem, wenn der Sex ausserhalb mit demselben Menschen erlebt wird und sich dabei Gefühle entwickeln.

    Also in vielen Fällen ist es nur mehr der letzte Versuch vor einer Trennung ... da muss man sich fragen, ob man sich nicht doch besser gleich trennt.


    Ich würde übrigens an der Stelle den heimlichen Weg auch nicht verurteilen, sondern gleichwertig zu einer Öffnung sehen, manchmal sogar besser (wohlwissend, dass die überwiegende Meinung da sicher anders ist), aber wenn dann doch etwas herauskommt ist die Verletzung um ein vielfaches höher.

    Und um so mehr muss man sich die obige Frage stellen ... ist da nicht eine Trennung besser?


    In meinem Fall, ist nach der Trennung ihre Libido wieder "auferstanden" ... und die Erkenntnis, dass sie doch noch sehr viel Lust hat, nur eben nicht auf mich ... und dass ihre Liebe, wohl doch mehr guter Freundschaft, Vertrautheit und Gewohnheit war ... fühlt sich alles andere als gut an.


    Ich plädire nicht dafür, etwas vorschnell aufzugeben, aber an etwas festhalten, was gar nicht mehr existiert, hilft auch nicht weiter und ist verschwendete Lebenszeit.

    Das mit der Notwehr ist schon arg überzogen. Du siehst dich als Opfer, das ist zunächst nachvollziehbar. Allerdings bist du das nicht allein, sondern auch deine Frau ist „Opfer“. Sie wurde durch eine Krankheit und schließlich durch die OP in diese Situation gebracht. Sie ist da nicht freiwillig.

    Es ist also nicht dein Problem, sondern es ist euer Problem. Dummerweise versucht ihr eure Probleme jeweils alleine zu lösen, statt sich in großer emotionaler Nähe darüber auszutauschen, wie ihr als Paar damit umgeht, Opfer eines Umstandes zu sein, den niemand schuldhaft herbei geführt hat.

    Diesen Satz eines Users möchte ich gern widerlegen:

    Zitat

    >>Eine Beziehung zwischen zwei NICHT kompatiblen Sexpartnern wird über kurz oder lang IMMER scheitern, egal wie sehr man sich liebt, egal wie toll doch alles andere ist.<<

    Das ist falsch, es gibt Millionen Paare, die eine starke und lebenslange Liebe leben ohne (noch) Sex zu haben. Sie haben das dann vereinbart. Sie haben den (gemeinsamen) Sex eingestellt, weil er nicht mehr beiden denselben Genuss verschafft hat oder eher störte. Und das hat nicht nur mit dem Alter zu tun sondern kann sehr viele Gründe haben. Die Säule der „projektbezogenen partnerschaftlichen Liebe“ (in der man sich gemeinsame Ziele setzt und sie erreicht) ist ebenso wie die Säule der „freundschaftlichen Liebe“ (in der Seelenverwandtschaft und blindes Verstehen zuhause ist) sind erheblich tragfähiger als die „leidenschaftliche Liebe“. Wohl aber wirken sich Störungen aus der Sexualität auf die anderen starken Bereiche aus, wenn sie nicht erkannt und besprochen werden.

    Darum ist es eure Aufgabe, das Problem als ein gemeinsames Problem zu definieren und dann auch gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Dabei werden dann die Grenzen festgelegt. Und die sind sehr individuell und können sich auch immer mal wieder ändern, je nachdem, was man aushält. Und das gilt für ALLE Grenzen, auch die ganz tief empfundenen und hinter Scham verborgenen.

    Das was du bisher getan hast, war keine Heldentat, aber es muss nicht hilfreich sein es zu beichten. Denn dann wird es unter Umständen eine neue Last, die auf eurer Liebe liegt.

    Suche also nach Lösungen, nicht nach Umwegen, Ausweichstellen oder Betrug.

    Zitat

    Das ist für mich eine Art Notwehr, weil ich es schon als ziemliche Zumutung mir gegenüber empfinde, mir den Sex vorzuenthalten, der mir sehr wichtig ist und für mich auch ein wichtiges Mittel zum Stressabbau darstellt.

    Es wurde hier schon viel wichtiges geschrieben zum Thema Notwehr und Betrug.


    Ich möchte als Frau noch drauf hinweisen das man es sehr stark merkt ob ein Mann mit einem aus echter empfundener Liebe und dem daraus resultierenden Bedürfnis nach körperlicher und emotionaler Nähe schlafen möchte, oder ob er gerade gestresst ist und Druck abbauen muss.

    Im zweiten Fall fühlt man sich als ob man benutzt wird, als ob die negative Energie eines stressigen Arbeitstages an einem selbst abgearbeitet und im wahrsten Sinne des Wortes in einen hinein gepumpt wird. Austauschbar und Mittel zum Zweck.

    Frauen haben da sehr feine Antennen und da macht innerlich alles zu.


    Wenn du Druck abbauen musst kauf dir einen Boxsack oder leid abends 10 km um den Block aber lass deine Frau in Ruhe. Wenn du sie ehrlich begehrt, emotional bei ihr bist währenddessen, wird sie das auch spüren und dann kommt die Lust vielleicht zurück.


    Zu der Sache mit den Eierstöcken: Bekommt sie Hormone in Tabletten Form um die fehlenden Hormone auszugleichen, die normalerweise die Eierstöcke produzieren?

    Ah, eines noch: Die meisten Frauen müssen emotionale Nähe zum Mann spüren, bevor sie Lust haben auf Sex.

    Leider ist es bei vielen Männern so, dass die emotionale Nähe bei ihnen erst durch den Sex entsteht. Ein Teufelskreis.

    Da kommt der Mann von der Arbeit nach Hause und sie erzählt ihm von ihrem Tag, er nickt nur geistesabwesend und auf die Gegenfrage: Und wie war dein Tag?

    Kommt ein: War ok.


    Er denkt dann: Jetzt Sex wäre nett, dann fühle ich mich ihr näher.

    Macht einen eindeutigen Vorschlag in diese Richtung und sie denkt sich: Ähm, hallo gefühlter Fremder, mit dem ich seit Tagen kein wertvolles Wort gewechselt habe, woher genau soll jetzt gerade meine Lust kommen?


    Daher: Hörst du ihr zu wenn sie über Dinge erzählt sie sie bewegen und beschäftigen? Fragst du aus ehrlichem Interesse nach? Besprecht ihr Gefühle und tiefergehende Themen eures Alltags oder seid ihr nur am terminlichen Organisieren des Alltags?

    Oldie49 schrieb:

    Das ist falsch, es gibt Millionen Paare, die eine starke undlebenslange Liebe leben ohne (noch) Sex zu haben. Sie haben das dann vereinbart. Sie haben den (gemeinsamen) Sex eingestellt, weil er nicht mehrbeiden denselben Genuss verschafft hat oder eher störte. Und das hat nicht nurmit dem Alter zu tun sondern kann sehr viele Gründe haben

    Nein Oldie, ganz im Gegenteil, du unterstreichst seine Aussage eher. Denn du drückst im Grunde genau das Gleiche aus. Der TE möchte, seine Frau (aus welchen Gründen auch immer) nicht. Somit wurde nichts vereinbart und man ist inkompatibel. Was dann hierzu führt:

    Zitat

    Wohl aber wirken sich Störungen aus der Sexualität auf die anderen starken Bereiche aus

    Wow, das sind ja schon eine Menge Meinungen, vielen Dank.


    Klar sind die Fremdgehverurteiler in der Mehrzahl, aber das sind meiner Erfahrung nach Menschen die das noch nie erlebt haben oder junge Menschen. Ich war früher auch so. Notwehr war ein etwas überzogener Terminus, aber er verdeutlicht das Gefühl dabei.


    Das ganze hatte zunächst eine rein psychische Komponente, die später von einer lebensbedrohlchen körperlichen Krankheit begleitet wurde. Manche Ärtze sind der Meinung, dass die psychische Geschichte bereits Frühsymptome der körperlichen Erkrankung darstellten. Die Eierstockentfernung war nicht das einzige, ich möchte aber nicht zu sehr ins Detail gehen, weil ich nicht wiedererkannt werden möchte.


    Geredet haben wir sehr viel darüber, das ging leider immer von mir aus, gehen tut das Ganze schon einige Jahre. Die Gespräche enden immer so, dass bis sie hinterher in Tränen aufgelöst ist. Ihre grundsätzlich Haltung ist, dass sie kienerlei sexuelle Bedürfnisse mehr hat und ihr das auch nichts ausmacht. Das ich damit ein sehr großes Problem habe, ist ihr bewusst, einen Weg daraus sieht sie aber nicht. Dass ich fremdgehe weiß sie nicht, ich denke aber, dass sie es ahnt.

    Es ihr konkret zu sagen würde niemandem helfen, das muss ich mit meinem Gewissen ausmachen.

    Aus der Opferrolle heraus? Wie soll das gehen ohne Trennung? Dass ich nicht alternativlos bin, weiss ich selber. Alle Alternativen haben aber Nachteile die ich momentan nicht eingehen möchte. Ich weiß, das Beziehungen heute leichtfertig geschlossen und wieder gelöst werden. Das ist aber nicht meins, ich möchte „ankommen“, nachdem ich beziehungstechnisch auch schon ein bewegtes Vorleben hatte.


    Körperliche Nähe haben wir momentan auch wenig, wenn dann geht es immer von mir aus. Das war mal anders, ich glaube sie hat Sorge, dass es dann jedes Mal wieder in Richtung Sex gehen soll.


    Es ist übrigens schön, wie jemand selbst den schönen Sex zwischen sich liebenden Menschen ins negative zieht, weil es Benutzen sei, wenn es dem Stressabbau dient. Dabei ist der Stressabbau bei Männern ein schöner Nebeneffekt und hat sicher nichts mit benutzen zu tun.


    Zur Frage oben: Nein, Hormone werden nicht substituiert, weil es medizinisch nicht angezeigt ist, sie werden sogar medikamentös noch weiter unterdrückt. Das macht es extrem unwahrscheinlich dass die Lust bei ihr zurückkehrt.


    Druck ablassen mit einem Boxsack? Soll ich mit dem schlafen? Ich lasse meine überschüssige Energie mit Sport aus, das ersetzt aber leider keine Sexualität.


    Ich möchte mich einfach mal wieder begehrt fühlen und das ist mir beim Fremdgehen gegeben worden. Einfach mal für einen Moment das Gefühl gegeben zu bekommen, der aktuell begehrenswerteste Mensch auf der Welt zu sein.


    Grüße, Gargamel


    Mich würde interessieren, wie dein mehrfaches Fremdgehen aussieht. Sind das einmalige Sachen mit einzelnen Frauen oder Affairen ? Wo lernst du diese Frauen kennen? Wie ist deine Verbindung zu ihnen?

    Gargamel2345 schrieb:

    in vielen Beziehungen lässt nach einer gewissen Zeit die Sexualität nach. Oftmals ist es jedoch so, dass einer viel weniger Sex als der andere möchte, oder sogar gar nicht.

    1)Bei zahllosen sogenannten "Ehepaaren" ist das "Kind bereits in den Brunnen gefallen". So auch hier! Für die Zukunft könnte man ja lernen, und das Thema "Sex in der Langzeit-Partnerschaft" zu einem Teil der Bewusstseins-Bildung jedes Jugendlichen in der Schule machen. Ich behaupte allerdings, dass das gesellschaftlich nicht gewollt ist. Statt dessen werden solch unsinnige Fragen geklärt, wo sich denn genau der Clitorus bei der Frau befindet, und wie man richtig fingert und leckt und all so n' Quatsch. Derwo für nix nütze ist, wenn sich in der überwiegenden Anzahl der Frauen letztendlich rausstellt, sie wollen gar nicht geleckt werden.

    2)Ich behaupte, dass die chronische Sexuelle Frustration von Menschen eine Gesellschaftliche Auswirkung haben kann, und ein Mann der ANDERWEITIG in einer Machtposition ist und an einem Hebel sitzt, einen solchen weit eher zum Ungunsten der Menschen drücken wird, als ein Mann, der sexuell erfüllt und im Einklang mit der Welt ist. Ich selbst habe Geschlechtsverkehr immer als etwas erlebt, wo von mir alle Schwere des Daseins momentan abfällt und was mich in tiefem Frieden und zurücklässt... was allerdings dummerweise nach einiger Zeit wieder nachlässt und in diesem Sinne nach ca. 5 Tagen wiederholt werden müsste, um den Zustand dieses tiefen Friedens dauerhaft herzustellen. Ich behaupte, dass Frauen über ihre Macht generell völlig ahnungslos sind, was allerdings, das betone ich ausdrücklich, nichts an deren RECHT ändert, dem Mann den Geschlechtsverkehr nach ihrem Belieben, Gutdünken und wie auch immer zu verweigern. NUR sollte jeder Mann sich über dieses zerstörerische Recht der frau im klaren sein, bevor der eine ernsthafte Partnerschaft mit einer frau überhaupt eingeht.