Depressiv trotz oder wegen Beziehung?

    Hallo zusammen! Nach vielen Jahren bin ich hier mal wieder aktiv.


    Es ist ziemlich schwer zum Punkt zu kommen, ich hoffe es wird nicht zu lang:


    Ich bin im zehnten Jahr mit meiner eigentlich wundervollen Freundin zusammen. Ich sage eigentlich, weil momentan alles komisch ist.


    Der eine ist auf emotionaler Ebene. Es haben sich all die Probleme eingestellt, von denen ich früher dachte, dass sie nicht passieren, wenn man sich Mühe gibt und aufmerksam bleibt. Ich versuche es so kurz wie möglich zu fassen, auf Nachfrage erläutere ich gerne Details. Aus meiner Sicht ist es so, dass sie mich (unterbewusst) ständig versucht, "zurechtzustutzen". Sie fing vor zwei, drei Jahren an, praktisch alles an mir zu kritisieren: Worüber ich rede, meine Sprachstruktur, wie viel ich arbeite, wie sehr ich meine Heimatstadt mag und so weiter. Wir führen eine Wochenendbeziehung; Jeweils am nächsten Morgen unserer Begegnung hat sie schlechte Laune. Wir wachen auf, die Sonne scheint, wir haben (von ihr initiierten) Sex und wenn wir fertig sind hat sie schlechte Laune und nörgelt. Laut eigener Aussage, weil sie der "verlorenen" Zeit nachtrauert und jetzt nichts mehr schafft. Es hat aber angeblich (trotz vielfachem Bohren) nichts mit mir und auch nicht mit der sexuellen Performance zu tun. Jegliche Versuche, ihre Laune aufzubessern, schlagen fehl: Egal ob ich versuche sie auszufragen ob irgendetwas nicht okay ist und ich irgendwas für sie tun kann oder richtig Gas gebe mit guter Laune und kleinen Neckereien: Sie hat den Großteil der Zeit schlechte Laune. Und vor allen Dingen kann sie es sich dann nicht verkneifen, an mir herumzunörgeln. Natürlich haben wir darüber gesprochen, vielfach, aber wirklich ändern tut sich nichts. Nach so vielen Monaten, dass es jetzt wohl eher zwei Jahre sind, ist meine Geduld auch langsam aufgebraucht. Habe ich früher versucht, deeskalierend zu reagieren, werde ich in letzter Zeit eher (für meine Verhältnisse) aggressiv und pflaume, wenn sie wieder mit dem Nörgeln anfängt. Sie macht dann häufig einen Rückzieher, sagt auch, dass ich es nicht so ernst nehmen soll oder teilweise versucht sie mich sogar vor zu warnen. Nur was nützt es, wenn sie trotzdem praktisch immer scheiße drauf ist, wenn wir zusammen sind? Insbesondere, wenn ich das Gefühl nicht los werde, dass so lange sie woanders ist, sehr gute Laune hat?


    Das Ganze fällt zusammen damit, dass die Dynamik um unsere Sexbedürfnisse komplett eskaliert ist. Natürlich habe ich versucht, ihr so weit entgegen zu kommen wie nur möglich. Habe seit Jahren das Nachfragen (so gut ich kann) eingestellt. Lasse (wie abgesprochen) nur noch sie die Initiative ergreifen. Ich versuche, in Erfahrung zu bringen, wie ich es noch besser für sie machen kann. Das Problem dabei bleibt: Wir treffen uns auf ihrem Level. Und ehrlich gesagt, ich verhungere dabei. Meine sexuelle Identität ist am Boden. Inzwischen bin ich auch nicht mehr frustriert und einsam, wenn sie das Thema teilweise für Wochen vergisst, sondern wütend. Ich musste lernen, sie unattraktiv zu finden. Mir einzureden und es wirklich zu glauben, dass ich eh keinen Sex mit ihr will. Das hat so leidlich funktioniert, nur: Wenn ich den Hahn abdrehe, gehen die restlichen Gefühle für sie auch aus! Dann habe ich auch keine Lust mehr, zärtlich zu ihr zu sein oder sie küssen. Entlang der Straße gibt es eh nur Frustration und Einsamkeit. Dieses ganze Thema und die Regeln und die ständige Angst, das bisschen Lust, was mal da sein könnte kaputt zu machen, hat mich so nervös gemacht, dass ich sexuelle Erregung fast nur noch negativ konnotiert spüren kann. Mit gerade mal 31 Jahren passiert es immer häufiger, dass mein Schwanz beim Masturbieren nicht mehr wirklich will! Ich, der vor nicht allzu langer Zeit, mehrere Stunden konnte. Mehrfachspritzen. Es ist definitiv psychisch, weil es mit ihr immer klappt, wenn sie mal richtig Bock auf mich zeigt. Aber sobald sie nicht ganz dabei zu sein scheint und ich Zeit zum Zweifeln bekomme, oder alleine, wenn ich, statt wie früher an all die geilen Erlebnisse, nur noch an den ganzen Frust und die Problematik denken kann ist häufig schnell die Luft raus.


    Wir überlegen wieder zusammen zu ziehen und in meinem Kopf läuft gerade der Panikmodus. Wenn sie die ganze Zeit da ist, habe ich nur die Wahl, mir wie ein Looser einen runter zu holen oder komplett zu vertrocknen. Ich kann keine halbherzigen Handjobs mehr ertragen! Dieser Blick so "Och Mensch, habe ich dich wieder solange vergessen? Schon wieder so weit? *Seufz* Na gut, komm ich helf' dir eben mal ein bisschen." Fuck that shit! Nur, wenn ich stark bleibe und meine Würde erhalten will, bleiben nur noch ungewöhnlich lange Duschen oder völlige Austrocknung.


    Ich glaube, dass sie das alles nicht absichtlich macht um böse zu sein. Aus meiner Sicht sieht es so aus, als würde da ein biologisches Programm abgespielt. Als würde sie versuchen, mich auf allen möglichen emotionalen Ebenen klein zu stutzen, damit ich nicht auf die Idee komme, wegzulaufen. Ich glaube ihr, dass sie mich noch liebt und ich liebe sie! Wir haben oft wirklich gute Zeiten. Immer nachdem ich meine Sorgen anspreche, wird es (nach einer kurzen Heilphase) für ein paar Wochen besser. Wir waren sehr viele Jahre perfekt füreinander und ich will es eigentlich nicht hinwerfen. Kurz darauf geht aber wieder alles zum Alten. Ich fühle mich eingesperrt wie ein Tiger im Käfig. Ich fühle mich völlig ohne Optionen, irgendetwas aus eigener Kraft zu verbessern. Ich habe alles versucht. Ich will nicht eins von diesen zynischen alten Paaren werden :(. Aber wenn es jetzt schon so läuft, was ist dann wenn Kinder kommen? Wie soll ich so guten Gewissens weiter machen? Ich könnte da bestimmt noch ein paar Jahre durch powern, sogar mit guten Zeiten dabei. Aber dann bin ich Mitte und sie Anfang 30. Sollte ich uns beiden nicht die Chance geben, nochmal wen anderes zu Suchen?


    Zu all den (für langjährige Beziehungen wahrscheinlich recht normalen) Problemen kommt, dass ich immer mal wieder unter Depressionen leide. Viele Jahre hatte ich es im Griff. Ich bin ziemlich sicher, dass ich jetzt gerade wieder am Anfang einer Episode stecke. Diese Probleme sind aber so alt, dass sie mich schon länger unglücklich machen. Aus Erfahrung weiß ich, dass es an der Zeit wäre, meinem Leben einen heftigen Ruck zu geben. Ungesunde Gewohnheiten ablegen, die sich wieder eingeschlichen haben. Bin ich wegen ihr unglücklich oder trotz ihr? Würde alles wieder gut werden, wenn ich "besser" wäre? Wenn ich wieder aufregender wäre, nicht so viel arbeiten würde. Ein bisschen mehr unternehmen, vielleicht würde ich dann auch für sie wieder interessanter werden? Andererseits habe ich das Gefühl, dass ich es nicht schaffe, so lange wir zusammen sind. Ich kann nicht mal sagen, ob es meine Faulheit ist (ich hab ja noch wen, wozu anstrengen). Irgendwie habe ich das diffuse Gefühl, sie will es auch gar nicht...


    Ich breche hier mal ab. Es gäbe noch viel zus agen, aber wahrscheinlich wühlt sich schon durch das hier kaum einer durch. Falls doch: Ich bin um Rat zu jedem der Bereiche dankbar. Es muss nicht mal Rat sein.. Erfahrungsberichte wären auch schon etwas Wert.

  • 35 Antworten

    Lieber TE, ehrlich gesagt ist mir beim Lesen schon ganz anders geworden und ich glaube, dass ihr nur noch wegen der "guten alten Zeiten" zusammen seind, das aber nichts merh mit dem Status Quo zu tun hat.

    Zitat

    Aus Erfahrung weiß ich, dass es an der Zeit wäre, meinem Leben einen heftigen Ruck zu geben. Ungesunde Gewohnheiten ablegen

    Du hast es schon völlig richtig erkannt, es ist wohl an der Zeit zu neuen Ufern aufzubrechen, ihr werdet in dieser Beziehung wohl beide nicht mehr glücklich, wenn diese "schlechte Phase" schon 2 Jahre anhält ist es eben nicht nur eine Phase, sondern ein Zustand und der ist ja wohl nicht gerade erbaulich.

    Hör doch mal auf so unterwürfig zu sein und denk an Deine eigenen Bedürfnisse, grenze ab und lass Dir das nicht mehr gefallen. Dauernd gehts nur um sie. Sie gibt die Nörgelprinzessin und Du bemühst Dich, ihre Bedürfnisse zu erfüllen, und verhungerst dabei auf allen Ebenen (emotional, sexuell). Aus welchem Grund haben ihre Bedürfnisse mehr Recht und Gewicht als Deine!?

    Hi DadeSwarn,


    ich habe auch den Eindruck, Du nimmst Dich total zurück (dass z.B. nur einer von zweien die Initiative ergreifen "darf", finde ich irgendwie... unfair) und bist unglücklich dabei. Das ist nicht gut... Dann, ohne Einzelheiten zu kennen, denke ich mir, wenn ihr schon mal zusammen gewohnt habt und auseinandergezogen seid, hatte das doch sicher auch Gründe...


    Liegt Euch beiden noch etwas an der Beziehung zueinander, am Beisammensein, oder ist es zum größeren Teil nur mehr Gewohnheit?


    Ja, und zu guter Letzt, da Du von depressiven Episoden sprichst: Hast Du Dich mal beraten lassen, therapeutisch o.Ä.? Das kann einem auch helfen, innerlich Klarheit zu bekommen in bezug auf Beziehungen zu anderen Menschen.


    LG

    Es kann auch gut sein, dass die Beziehung deutlich besser wird, wenn Du mal mehr abgrenzt. Quasi endlich mal ein echter Kerl bist, der sich nicht alles gefallen lässt. Möglicherweise fehlt ihr genau das, und sie ist sich dessen nicht so bewusst (und nörgelt deswegen rum, weil sie allgemein unzufrieden ist). Verschaffe Dir Respekt.

    Ich glaube, hier liegt doch viel mehr im Argen:

    Zitat

    Wir wachen auf, die Sonne scheint, wir haben (von ihr initiierten) Sex und wenn wir fertig sind hat sie schlechte Laune und nörgelt. Laut eigener Aussage, weil sie der "verlorenen" Zeit nachtrauert und jetzt nichts mehr schafft.

    Zitat

    Dieser Blick so "Och Mensch, habe ich dich wieder solange vergessen? Schon wieder so weit? *Seufz* Na gut, komm ich helf' dir eben mal ein bisschen."

    Für die Freundin hat Sex ganz offensichtlich eine extrem untergeordnete Priorität. Sie ist laut Vereinbarung die, die Sex initiiert und sie macht es auch, aber offenbar würde sie lieber tausend andere Dinge tun. Sex ist für sie im wahrsten Sinne des Wortes "Zeitverschwendung". Sie macht es ganz offenbar ihrem Freund zuliebe trotzdem mit - aber der ist trotzdem unglücklich. Und so bekommt man zwei Menschen, die sich beide mit der Situation nicht wohlfühlen. Er, weil er mehr Sex will und sie, weil sie weniger Sex will. Beide haben sich zu diesem sehr faulen Kompromiss durchgerungen, weil sie sich lieben und eigentlich zusammenbleiben wollen, aber fröhlich ist keiner von beiden.


    Wenn die Aussage der Freundin, dass es nicht an der sexuellen Performance des TEs liegt, so stimmt, dann liegt es offenbar daran, dass sie, aus welchen Gründen auch immer, keine Lust mehr auf Sex hat (ob mit ihm oder ganz allgemein).


    Da beide mit der Situation unglücklich sind, würde ich daher ein wirklich offenes Gespräch empfehlen. Denn eigentlich müssten ja beide daran interessiert sein, dass sich etwas ändert. Dafür ist es aber wichtig herauszufinden, was die Freundin möchte und wie sie sich fühlt. Also erstmal ganz ohne Wertung und Vorwurf und Androhung von Konsequenzen. Es geht erstmal um Informationsaustausch. Fühlt sie sich verpflichtet, Sex zu haben, obwohl sie nicht will? Was würde sie gerne wollen? Liegt es daran, dass sie sich durch die Wochenendbeziehung verpflichtet fühlt, Sex zu haben, wenn ihr euch halt seht und nicht, wenn sie Lust hat? Glaubt sie, durch ein Zusammenziehen würde sich das ändern und sie hätte wieder mehr Spaß, weil es dann keinen Sex nach Termin mehr geben muss? Oder würde sie am liebsten gar keinen Sex mehr haben, weil sie ihre Zeit mit anderen Dingen füllen möchte, wegen denen sie ja wohl aufgrund des Zeitverlustes immer moppert?


    Wenn diese Sachen klar sind, dann gilt es zu schauen, ob ein Kompromiss drin ist, bei dem sich beide wirklich wohlfühlen und nicht so etwas, was sich als "nichts halbes und nichts ganzes" definieren lässt und keinen weiterbringt. Wenn die Freundin der Ansicht ist, dass sie einfach am Wochenende eigentlich keinen Bock auf Sex hat, aber meint, es machen zu müssen, damit der Freund nicht wieder mosert, dann könnte ein Zusammenziehen ja wirklich die Lösung sein. Wenn sie aber eigentlich lieber ohne Sex leben will, dann wäre für beide offenbar eine Beendigung der Beziehung besser, damit jeder einen Partner finden kann, der zu einem passt. Aber um das herauszufinden, muss man sich halt zusammensetzen und erst einmal ohne Druck klären, wo jeder steht, bevor man sich wie irre den Kopf zerbricht oder still leidet.

    Zitat

    Ich bin im zehnten Jahr mit meiner eigentlich wundervollen Freundin zusammen

    Zitat

    .. sie mich noch liebt und ich liebe sie!

    Zwei schöne Sätze.. der Rest liest sich aber nicht dolle.


    Du hast ja hier die ganzen Contras aufgezählt.


    Vielleicht auch mal noch die Pros?


    Oder ist all das Positive nur noch ein Erinnerungshauch und hat nichts mehr mit dem jetzt zutun?




    Zusammenziehen würd ich so auf keinem Fall!


    Wenn dann sogar lieber eine Beziehungspause, um zu schauen ob noch was da ist.


    Oder zeig ihr zb dein geschriebenen Text.


    Finde Deine Gefühlslage kommt darin ohne Verurteilung gut rüber.

    Danke fürs durch kämpfen.


    Erstmal zu den berechtigten Fragen dazu, wie viel aktuell noch gut und wie viel Gewohnheit ist: Ich habe mich jetzt natürlich ziemlich auf Probleme konzentriert. Sie tut schon auch eine Menge für die Beziehung. Sie fährt häufiger zu mir als ich zu ihr. Bringt kleine Aufmerksamkeiten mit. Wenn wir mal ein paar gute Tage haben (wahrscheinlicher nachdem ich mal wieder meine Unzufriedenheit angesprochen habe) merke ich, wie schön es sein kann.


    Der Bus ist jetzt da, ich gehe auf die anderen Fragen heute Abend ein.

    Also, um es etwas auf den Kernpunkt runterzubrechen:


    es ist (wie so oft) das unerschiedliche Bedürfniss nach Sex.


    Daran und an dem Kinderthema scheitern wohl die meisten Beziehungen...


    Du kannst deine körperlichen Bedürfnisse nicht ein lebenlang für die Beziehung runterschrauben und sie nicht rauf.


    Über welche Häufigkeit sprechen wir denn? Will sie nur alle 3 Monate und du täglich?




    Ihre schlechte Laune und das mäkeln an dir/deiner Art, geht gar nicht und würde ich als deutliches Zeichen sehen. Sie hat vlt nicht viel achtung vor deiner Person? Respekt ist das A und O in eienr Beziehung.


    Vlt will sie dich mit ihrem Meckern wegekeln?




    Was hält dich alles in dieser Beziehung, was ist positiv?

    Eigentlich war ich bisher nur stiller Mitleser, habe mich aber aufgrund dessen, dass ich mich mit dir fast 1:1 (bis auf wenige Ausnahmen) identifizieren kann, angemeldet. Irgendwie bin ich sogar leicht erleichtert, dass es jemanden gibt der die gleichen Probleme hat wie ich.


    Der Text wurde länger als ich dachte.


    Ich wohne bereits mit meiner Freundin zusammen. Eigentlich passt alles so gut, bis auf die Punkte, die du bereits erwähnt hast.


    Wir sind seit 5 Jahren zusammen. Am Anfang der Beziehung war alles nahezu perfekt. Erst seit dem wir zusammen wohnen, treten die Probleme auf. Sie ist ebenfalls dauernd genervt. Oft ist Sie zu Zeitpunkten genervt, bei denen es absolut nicht nachvollziehbar ist. Aus diesem Grund streiten wir oft wegen Kleinigkeiten heftig. Meistens wirft Sie mir Dinge an den Kopf die Ihr nicht passen. Manchmal reicht schon eine kleine Berührung oder sanftes wecken am Morgen aus um einen Streit zu verursachen.


    Oder ein Bespiel: Es ist Wochenende. Wir stehen zusammen auf, Frühstücken und ich frage Sie, ob Sie Lust hätte "XYZ" zu unternehmen. Sie rastet fast schon aus bzw. Antwortet respektlos, dass Sie das nicht macht und keine Lust hat. Das versaut mir meistens den ganzen Tag.


    Aufgrund dessen läuft im Bett so gut wie gar nichts mehr – und wenn dann höchstens 1-Mal im Monat – und fühlt sich in den letzten Monaten auch so an als ob Sie mir was schuldig ist - unecht. Ich bin total frustriert obwohl anfangs alles gut war. Habe schon oft versucht mit Ihr zu reden aber bisher hat es nichts gebracht und ich habe das Gefühl, dass Sie bei diesem Thema blockt. Wirft mir gleich Sachen an den Kopf: "Was glaubst du wieso das so ist". Ich arbeite zu viel lasse mich gehen etc. Ich bemühe mich auch Ihren Erwartungen zu entsprechen, glaube aber kaum, dass es daran liegt.


    z.B. waren wir 2 Wochen alleine im Urlaub. Und wie oft lief etwas im Bett? 1 Mal. Und nur weil ich Sie dazu gedrängt habe (Bitte nicht falsch verstehen – damit meine ich, dass ich den ersten Schritt gemacht habe). Von ihr aus kommt nie was.


    In letzter Zeit frage ich mich selber ob ich evtl. an Depressionen leide. Beruflich, Finanziell und Gesundheitlich läuft alles am Schnürchen, so gut wie nie zuvor. Trotzdem bin nicht ganz Glücklich.


    Ich denke oft: Am besten wäre es, die Beziehung zu beenden. Aber das ist nicht so einfach. Es sind so viele Faktoren wie Freunde, Familie und das Zusammenleben betroffen, dass es nicht von einem Tag auf den anderen geht. Mir gehen schon Gedanken durch den Kopf, dass wenn ich einen triftigen Grund hätte Schluss zu machen (z.B. Fremdgehen) ich nichts dagegen hätte. Dabei will ich das eigentlich nicht.


    Vielleicht können wir uns ja austauschen und sogar dabei helfen die Beziehungen zu retten. Du hast es einfacher einen Schlussstrich zu ziehen bevor es zur Katastrophe (zusammenziehen) kommt. An deiner Stelle würde ich die Probleme, solange du noch die Möglichkeit hast, klären.

    Eine Beziehung ist immer ein Kompromiss. Aber je grösser der Kompromiss ist, je mehr man sich selber verleugnen und verbiegen muss, umso mehr sollte man sich am Ende die Frage stellen, ob es die richtige Entscheidung ist, zusammen zu bleiben. Klar sind da noch Gefühle, die sterben sehr langsam. Aber der Frust scheint ja unendlich groß zu sein und zwar auf beiden Seiten. Auch bei ihr. Niemand nörgelt grundlos ständig am geliebten Partner rum. Irgendwas muss sie da auch gewaltig stören und es spricht nicht sehr für Euch, dass ihr nicht in der Lage seid, so offen darüber zu sprechen, dass ihr die Ursache findet. Das ist bei Fernbeziehungen bestimmt auch nicht einfacher.


    Wenn man diese Beziehung retten wollte, müsste man da vermutlich viel tun. Paartherapie, damit ihr mal lernt, miteinander über Probleme zu reden. Therapie für sie allein, damit sie mal rausfindet, warum sie nie Lust auf Sex hat. Zusammen ziehen, damit ihr mal Zeit füreinander habt. Aber schon das zusammen ziehen ist ja eher ein Schreckgespenst in der Situation.

    Manchmal liegt ständiges Nörgeln auch daran, dass es zuviel Nähe gibt, bzw. zu wenig Zeit zum Rückzug... wie sieht es denn da bei euch Männern aus?


    Lasst ihr eure Damen auch alleine, mit Freundinnen was unternehmen?


    Macht euch doch mal rar.




    Nörgeln kann ein Zeichen von: da fühlt sich jemand euer so sicher, dass er anfängt zickig zu werden.




    Wie war denn die Beziehung bevor gemeckert wurde? Was kritisiert die Freundin jeweils an euch?


    Oft sind es Dinge, die die Frau schon zig mal gesagt hat und i'wann nur noch genervt ist...

    Immerhin: ihr habt noch Sex. Und das nach 10 Jahren. Das heißt für mich, eure Beziehung hat nicht diese Entwicklung genommen, die gar nicht so selten ist: nämlich in das gemeinsame, asexuelle Bruder-Schwester-Verhältnis. Dann wäre der Ofen nämlich komplett aus.


    Aber: geht man davon aus, dass bei Deiner Freundin hormonell und sexuell prinzipiell ( :-D gell) alles in Ordnung ist, denke ich, dass es sich eher um ein Symptom einer Beziehungsproblematik denn um das eigentliche Problem handelt.


    Bin ich mit meiner Partnerschaft oder meinem Partner unzufrieden, habe ich auch wenig bis gar keine Lust auf ihn. Es ist tatsächlich so einfach. Daher sehe ich das Nörgeln von ihrer Seite als das viel größere Problem. Es könnte ein ANzeichen für zu wenig Respekt und zuwenig Wertschätzung sein oder Du fällst ihr einfach tierisch auf den Wecker. Oder beides, oder das eine bedingt das andere.


    Ich hatte mal einen Partner, der fürchterlich an Profil über die Beziehung verloren hat. Es ging immer nur noch darum, was ich will, es mir Recht zu machen.. Gleichzeitig musste ich aber auch alle Entscheidungen treffen, war somit für alles verantwortlich. Es wurde nur noch auf mich und meine Stimmung geachtet, alles stand und fiel mit mir. Auf seinen Partner zu achten und auf seine Bedürfnisse einzugehen ist zwar gut und schön, man(n) muss nur darauf achten, dabei nicht in Passivität und Profillosigkeit zu verfallen.


    Daher mein Rat: Mach' ich Dich gerade! Achte auf Dich, sowohl auf Deine Bedürfnisse, Interessen, als auch auf Deinen Körper. Trefft euch nur, wenn ihr wirklich Bock darauf habt. Womit ich nicht meine:"Schatz, ich komme nur, wenn Du auch wirklich wiiirklich willst" (denn dann hängt wieder alles an ihr). Macht Pläne für das Wochenende, etwas, worauf ihr euch wirklich freut, der Sommer bietet so viele Möglichkeiten. Erlebt was miteinander. Und ganz wichtig: Setz' beim Nörgeln sofort einen Riegel davor! Das musst Du nicht mit Dir machen lassen, steh' zu Dir!


    Lass' Dir Deine eigene gute Laune nicht von ihrer miesen verderben, sondern beziehe Gegenposition: eine gutgelaunte, selbstbewusste, positive Position. Vielleicht wünscht sie sich sehnlichst, dass Du in diesem "Machtkampf" mal gewinnst und nicht ihre schlechte Laune oder Nörgeligkeit das ganze Zusammensein bestimmt.


    Ich kann mir auch vorstellen, dass eine Paartherapie euch helfen könnte. Zusammenziehen unter den Umständen wird es meiner Meinung nach eher noch verschlimmern. Denn dann ist der Partner, vor dem sie offensichtlich an Respekt verloren hat, auch noch jederzeit verfügbar, was das Gefühl dann wohl eher noch verstärken wird.

    Zitat

    Zuviel Nähe ??? Die beiden führen eine Wochenendbeziehung.

    Auch das kann zuviel Nähe sein, wenn man von der Woche total geschafft ist und am liebsten zwei Tage mal nur herumgammeln und gar nichts machen möchte, aber man dann das Gefühl hat, dem Partner etwas "bieten" zu müssen, eben weil man sich ja nur am Wochenende sieht. Damit meine ich jetzt nicht nur etwas bieten in sexueller Hinsicht, sondern generell, was Unternehmungen, kochen, früh(er) aufstehen usw. angeht. Manchmal will man halt niemanden bespaßen, sondern nur bis 16 Uhr im Bett liegen oder im Schlafanzug vorm Fernseher hocken. Oder das Gegenteil: Endlich mal den Frühjahrsputz machen. Aber wenn sich dann der Partner ankündigt und das jedes Wochenende, dann kann man sich selbst (nichtmal von Partner-Seite) schonmal den Druck machen, dann jetzt gefälligst die wenigen Tage auch "Paarzeit" machen zu müssen, auch wenn man eigentlich so gar keinen Bock drauf hat.


    Und ja, ich habe lange in einer Fernbeziehung gelebt und kenne das. Mein Mann und ich haben das dann so gelöst, dass wir uns gesagt haben, dass wir uns so grob mindestens jedes zweite Wochenende sehen wollen, aber das immer ganz spontan entscheiden. So kam es, dass wir uns in der Uni-Prüfungsphase von mir auch mal einen Monat nicht gesehen haben und in anderen Monaten jede Woche. Manchmal wirklich nur jede zweite Woche, manchmal zwei Wochen hintereinander und dann zwei Wochen nicht... immer, wie es uns gerade ging. Dabei muss man aber auch sagen, dass wir beide keine "Klammeraffen" sind und beide kein sehr großes Nähebedürfnis haben.

    Auf dem Weg nach Hause habe ich eine super lange Antwort geschrieben und jetzt ist sie weg :(. Ich hätte fast aufgegeben, aber das Thema ist verdammt nochmal wichtig. Also nochmal. Soo viele Fragen und Vorschläge.. (Danke für alle Meinungen).

    Zitat

    [...] es ist wohl an der Zeit zu neuen Ufern aufzubrechen, ihr werdet in dieser Beziehung wohl beide nicht mehr glücklich, wenn diese "schlechte Phase" schon 2 Jahre anhält ist es eben nicht nur eine Phase, [...]

    Dieser Gedanke ist bei mir natürlich in letzter Zeit extrem dominierend. Ich frage mich aber schon, ob es nicht in echt die "bequeme" Lösung ist. Die, bei der man nicht arbeiten und seine Probleme eingestehen und bekämpfen muss. Und dann ein paar Jahre später (weil man sich vor der Lektion gedrückt hat) wieder an der selben Stelle befindet. Was unsere Sicht auf die Welt, unser Distanzbedürfnis im Allgemeinen und viele andere Dinge angeht, passen wir so gut zusammen. Ich kann mit niemandem so offen reden wie mir ihr. Andererseits habe ich schon weitgehend die Schnauze voll. Ich bin genau auf der Grenze.

    Zitat

    ich habe auch den Eindruck, Du nimmst Dich total zurück (dass z.B. nur einer von zweien die Initiative ergreifen "darf", finde ich irgendwie... unfair) und bist unglücklich dabei.

    Zu dieser Regelung muss ich wohl etwas erläutern. Wir haben natürlich besonders um alle Probleme herum viele, viele Gespräche geführt. Wir sind sehr lange zusammen, ich bin ihr erster Freund. Am Anfang unserer Beziehung hat sie, weil sie so unerfahren und ängstlich war, keine Rücksicht auf sich genommen. Vor circa einem Jahr hat sie mir erzählt, dass sie am Anfang unserer Beziehung viel vorgespielt hat. Sowohl was ihre eigene Lust angeht, als auch was ihr gefallen hat und natürlich unzählige Orgasmen. Vor allen Dingen hat sie sich aber auch gezwungen, meinen Avancen nachzugeben, auch wenn sie absolut nicht wollte. Sie hat mitgespielt und so getan, als wäre es total gut, obwohl es ihr nachher dreckig ging. Ich war natürlich total schockiert, dass zu hören.


    Mit mehr Erfahrung und Selbstbewusstsein hat sie irgendwann angefangen, da mehr auf zu ihre Bedürfnisse zu achten. Was ich natürlich unterstütze und gut finde, sie soll sich ja nicht von mir "benutzen" lassen. Auf meine Fragen, warum sie denn nichts gesagt habe, kam zurück dass es ein zu komplexer Mischmasch war. Scham über das Vortäuschen usw. Aber ich wusste davon nichts. Aus meiner Perspektive verlor sie einfach mehr oder weniger schlagartig das Interesse an mir und es fiel von 3 - 4 Mal die Woche (mein perfektes Wohlfühlniveau) auf weniger als ein Mal die Woche. Während sie behauptet, es wäre alles in Ordnung und es hätte sich doch gar nix geändert.


    Long story short: Weil sie weiß, wie wichtig mir das Thema ist und sie schon geahnt hat, dass es Probleme gibt, und weil einfach die klassische Spirale (Sie hat keine Lust -> Er ist frustriert, kann Nähe und Zärtlichkeit nicht aushalten -> Sie spürt seine Anspannung und hat noch weniger Lust) war auf beiden Seiten das Thema extrem negativ belegt. Die Abmachung war dazu gedacht, sie ihre Lust wieder entdecken zu lassen und Druck von ihr zu nehmen. Laut ihrer Aussage hat es auch funktioniert, sie kann schon deutlich positiver daran denken und ich spüre auch, dass sie wirklich scharf ist, falls sie denn mal scharf ist.


    Das ändert aber alles nichts daran, dass ihr normaler Pegel mit durchschnittlicher Alltagsbelastung bei ~3 Mal in zwei Wochen liegt (sobald mal 'ne Hausarbeit ansteht, fällt es dann auf die Hälfte) und meiner eher bei ~3 Mal die Woche.

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    Hör doch mal auf so unterwürfig zu sein und denk an Deine eigenen Bedürfnisse, grenze ab und lass Dir das nicht mehr gefallen. Dauernd gehts nur um sie. Sie gibt die Nörgelprinzessin und Du bemühst Dich, ihre Bedürfnisse zu erfüllen, und verhungerst dabei auf allen Ebenen (emotional, sexuell). Aus welchem Grund haben ihre Bedürfnisse mehr Recht und Gewicht als Deine!?

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    Es kann auch gut sein, dass die Beziehung deutlich besser wird, wenn Du mal mehr abgrenzt. Quasi endlich mal ein echter Kerl bist, der sich nicht alles gefallen lässt. Möglicherweise fehlt ihr genau das, und sie ist sich dessen nicht so bewusst (und nörgelt deswegen rum, weil sie allgemein unzufrieden ist). Verschaffe Dir Respekt.

    Im Prinzip ein gute Idee. In der Praxis irgendwie schwierig anzupacken. Wenn mir eine Sache wichtig ist, dann bestehe ich eigentlich schon auf meinem Standpunkt und setze mich durch. Beim Sex ist das wirklich eine Ausnahme, Lust auf Sex kann man ja nicht herbei diskutieren - das wirkt eher gegenteilig meiner Erfahrung nach. Ansonsten, so auf emotionaler Ebene habe ich eigentlich nicht das Gefühl ständig nachzugeben. Und einfach irgendeine Diskussion vom Zaun brechen, des Prinzips wegen, passt so gar nicht zu meiner Natur.


    Was das sexuelle angeht, sitzt derjenige mit dem niedrigeren Drive ja faktisch am längeren Hebel. Wenn sie nicht von außen erinnert wird, können je nach den Umständen mehrere Wochen vergehen, bis sich bei ihr was regt. Das Spiel kann ich ja nur verlieren.


    Ich breche mal ab, mir schwirrt der Kopf und es ist spät.

    Ich finde hier schon ein paar gute Ansätze. Grundsätzlich stimme ich L.vanPelt in vielen Punkten zu. Am besten gefiel mir "mach Dich gerade!"


    Und da geht es natürlich nicht um den Sex (da gibt's echt keinen Diskussionsspielraum), sondern eher um das Drumherum. Sie nörgelt, setz Dich auf den Balkon. Sie mosert, geh ne Runde um den Block. Am allerbesten fände ich natürlich ein offenes Gespräch.


    Allerdings weiß ich nie so recht, was ich mit sowas

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    (L.vanPelt) Vielleicht wünscht sie sich sehnlichst, dass Du in diesem "Machtkampf" mal gewinnst und nicht ihre schlechte Laune oder Nörgeligkeit das ganze Zusammensein bestimmt.

    anfangen soll. Vielleicht fehlt mir da das notwendige Einfühlungsvermögen, aber, herrje, soll sie halt aufhören, zu nörgeln, dann leidet keiner der beiden darunter. Aber etwas selbst in Gang zu setzen und sich dann zu wünschen, dass ER das abstellt, findet irgendwie keinen Platz in meiner Logik?


    Ist doch nicht so, dass ihr das von außen "passiert", nein, sie selbst macht.


    Und wie sollte das praktisch denn aussehen? Um bei einem Beispiel zu bleiben, sie initiiert Sex, direkt danach mosert sie über die verlorene Zeit. Wie sollte man da denn (praktikabel) einen "Machtkampf" gewinnen?


    Das hier wäre meiner Meinung nach der allererste Schritt, Ursachenforschung und Lösungsansätze:

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    (Ralph_HH) Irgendwas muss sie da auch gewaltig stören und es spricht nicht sehr für Euch, dass ihr nicht in der Lage seid, so offen darüber zu sprechen, dass ihr die Ursache findet

    Hier sehe ich den besten Ansatz. Ein offenes, klares Gespräch, in ruhiger Atmosphäre, was warum passiert und wie man es gemeinsam in den Griff bekommen könnte. Und es sollte Euch beiden dabei klar sein, dass ein Wendepunkt bevorstehen könnte, wenn Ihr das nicht auf den Tisch bringt.

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    anfangen soll. Vielleicht fehlt mir da das notwendige Einfühlungsvermögen, aber, herrje, soll sie halt aufhören, zu nörgeln, dann leidet keiner der beiden darunter. Aber etwas selbst in Gang zu setzen und sich dann zu wünschen, dass ER das abstellt, findet irgendwie keinen Platz in meiner Logik?

    Ich find das gar nicht so unlogisch. Vorsätzliches aus-der-Reserve-locken durch ständiges Genörgel, um ihn eeeendlich mal dazu zu bringen, ein echter Kerl zu werden und mit der Faust auf den Tisch zu hauen. Damit er endlich mal wieder jemand wird, vor dem sie Respekt empfinden kann, und der sich nicht alles gefallen lässt.

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    Och Mensch, habe ich dich wieder solange vergessen? Schon wieder so weit?


    Na gut, komm ich helf' dir eben mal ein bisschen

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    Als würde sie versuchen, mich auf allen möglichen emotionalen Ebenen klein zu stutzen, damit ich nicht auf die Idee komme, wegzulaufen.

    Und ich glaube, es ist an der Zeit, mit einer anderen zu probieren. Die Frau tut dir nicht gut, das ist schon mal klar. Anscheinend spielt sie mit der Sexualität, um dich damit zu kontrollieren. Es ist die Frage, ob du dich dabei "umformen" lässt – oder so bleibst, wie du bist. Dich entwickelst, so wie du willst und wonach dir ist – oder nach ihrem vorgegebenen Muster.

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    Für die Freundin hat Sex ganz offensichtlich eine extrem untergeordnete Priorität.

    Oder sie macht das, unbewusst absichtlich.