• 20 Antworten

    Ich hatte keine Partnerin die depressiv war, aber ich war selbst depressiv. Hab ein bisschen Geduld und Verständnis und nimm ihn in den Arm. Es ist sicherlich nicht einfach. Für beide Seiten. ;-)

    wie hat sich das bei dir geäußert?er tut ja auch was dagegen,allerdings alleine.d.h Tagebuch schreiben,sich to do Listen erstellen,Hörbücher kaufen.ich weiß auch wie das ist.hatte 2007 auch depressionen aber obwohls ich weiß kann ich nicht damit umgehen *echt komisch* :(v

    Depressionen ist ein weitläufiger Begriff – ist es bei ihm krankhaft? Vom Arzt diagnostiziert? Nimmt er Medikamente? Macht er eine Therapie? Oder handelt es sich um depressive Stimmungen, dass er "einfach" mal down ist, schlechte Laute hat? ..... ich finde die Info "er ist depressiv" etwas arg dünn um etwas dazu sagen zu können.


    Wie äußert es sich bei ihm? Wie genau wirkt es auf Dich, auf Eure Beziehung?

    Liebe Sini,


    ja ich. Mit depressiver Störung, als ich ihn kennen lernte (vor 11 Jahren). Allerdings noch nicht diagnostiziert. Anlauf 1. Therapie (auch ohne Diagnose) nach 3 Jahren. War ein Fehlversuch. Der Zustand verschlimmerte sich. Er hat immer gut gearbeitet (aber auch gern aufgeschoben), nur privat ging kaum noch was. Kein Freunde anrufen, zu allem überwinden, ich musste ihn immer motivieren. Schleichend keine Lust auf Sex mehr... Mittlerweile haben wir etwa ein Jahr gar keinen Sex mehr, davor 2-5 mal pro Jahr.


    Er macht nun seit fast 2 Jahren eine Therapie, wir begleitend eine Paartherapie. Ausserdem Medikamente seit einem halben Jahr. Meiner Meinung keine wirkliche Besserung. Ich hatte immer das Gefühl: wenn ich gehe, verliert er sich völlig.


    Jetzt, mit kleinen Kindern, bin ich so weit, dass ich gehen muss, weil meine Kräfte nicht mehr reichen. Verständnis ist gut, aber: wenn Du ihm wirklich helfen möchtest: sorge für Dich. Lass Dich nicht mit reinziehen. Du kannst ihn dazu bewegen, seine Arzttermine wahrzunehmen (dass mein Mann zum Arzt geht hat JAHRE Überzeugungsarbeit gebraucht), Du kannst auch da sein – aber nimm Deine Grenzen wahr...


    Bei mir ist die Liebe komplett verloren gegangen. Ich sorge mich um ihn, aber nur noch als Freundin und mit dem nötigen Abstand. Ich habe mit so vielen Ärzten und Menschen geredet, ab einem gewissen Punkt, ist auch ein depressiver Mensch für sich selbst verantwortlich.


    LG,


    Alchemilla


    PS: ich würde ich Unterforum noch mal schreiben. Hatte da auch mal einen Faden für Partner gestartet, aber bin nie dazu gekommen, weiter zu schreiben (naja, zwei Kinder, Studium, zu betreuender Mann...)

    Hi,


    wie ich ja bereits schrieb hatte ich 2007 selber Depressionen und war auch in Therapie.Als das vor ca.6Mon.bei meinem Freund anfing gingen bei mir gleich alle Alarmglocken an!!Ich gab ihm viele Tipps und motivierte ihn sich Hilfe zu suchen.Dies leht er bis heute ab,er will es alleine schaffen.Nach all meinen Reden hat er jetzt wenigstens geschnallt,dass er depressiv ist.Er hat sich Hörbücher gekauft und den ein oder anderen Tipp umgesetzt.


    Bei ihm äußert es sich das er kaum Kontakt zu Freunden hat,alles ständig negativ sieht und redet.Aber das schlimmste für mich ist,dass wir keinen Sex mehr haben.Er weißt mich nur noch ab,sobald ich ihm zu nahe komme,blockt er ab.Er hat kaum noch freundliche Worte für mich und gibt mir ganz oft das Gefühl überhaupt nicht mehr begehrenswert zu sein.


    Wenn ich ihn drauf anspreche sagt er immer "ich weiß nicht warum ich nichts fühle,ich will einfach keine zärtlichkeiten mehr...!".


    Ich lasse ihn schon oft in Ruhe aber ich merke wie ich immer frustrierter werde und nur noch genervt bin.Ich will ihm ja Zeit geben,aber es fällt mir unglaublich schwer ständig weggestoßen zu werden.


    Als es mir so schlecht ging verließ mich nach einer Zeit mein damaliger Freund und das will ich ihm nicht auch antun.Ach ist irgendwie alles schwierig :°(

    Hi sini, jetzt schnackel ich das auch erst mit den Hörbüchern. Ich wusste nicht was an Hörbüchern hören depressiv sein soll.


    Weiß dein Freund das er dich mit seinem Verhalten verletzt? Das kriegt der depressive nämlich nicht so direkt mit. Ich habe durch meine Depression damals auch ein Beziehung in den Sand gesetzt (hat nicht lange gehalten und war nicht die Liebe meines Lebens) und eine Menge Freunde vor den Kopf gestoßen und verloren. Wenn man depressiv ist, dann versteht der andere es oft nicht warum genau er einen nicht sehen will oder einem aus dem Weg geht.


    Eine Depression alleine in den Griff kriegen...das ist der Optimismus der noch mitschwingt. Meiner Meinung nach nicht zu schaffen. Aber gibt immer wieder Leute die bestimmt sagen sie haben es geschafft. Das Problem ist wenn er sich nicht um seine Depression kümmert und sie versucht in den Griff zu kriegen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie schlimmer wird. Auch ich habe lange gedacht es wird schon klappen und und und, aber irgendwann war ich so fix und fertig, dass es einfach nicht mehr ging. Außerdem gesteht sich ein Mann nur ungerne ein, dass er ein Problem hat. Er denkt nach Heimwerker-Art "das krieg ich hin". Außerdem ist das ein Zeichen von Schwäche und das möchte man oft nicht. Dabei ist es wirklich keine Schande einen Therapeuten aufzusuchen.


    Du kannst deinem Freund leider nicht aufzwingen eine Therapie zu machen, du könntest ihm höchstens vorschlagen eine Paartherapie zu machen, weil die Probleme deines Partners inzwischen nicht mehr nur die seinen sind, sonder schon lange in eure Beziehung eingezogen sind (kein Sex mehr...).


    Er kann ja depressiv sein und sich in sein Schneckenhaus verziehen, solange du nicht die Leittragende bist. Rücksicht nehmen sollte man auch, aber irgendwann muss halt eine Besserung eintreten. Wie lange du Rücksicht nimmst und auf Sex verzichtest, das hast du in der Hand.


    Im Endeffekt ist das Abweisen ja auch ein Zeichen, dass er im Moment einfach zu viel mit sich selbst beschäftigt ist. Das hat nichts damit zu tun, dass er dich nicht mehr mag, aber wenn man depressiv ist rattern einem so viele Dinge durch den Kopf, da ist es echt schwierig noch Zeit und Gedanken, oder Lust für den Partner zu haben/empfinden.


    Spätestens wenn du dich trennen solltest, wird dein Freund sich Hilfe holen. Aber nicht weil er depressiv ist, sondern weil er seine Freunde verloren hat, seibe Beziehung und alles negativ sieht. Ob er erkennt das das an einer Depression liegt und an ihm, ist dann immer so die Frage.


    6 Monate ist lang, seit wann wirst du denn von ihm zurückgewiesen? Auch seit 6 Moanten? Das wäre schon sehr lange und da hättest du einen Orden verdient, wenn du so lange bei ihm bleibst. Ich werde dir hier nicht raten dich zu trennen, das musst du selbst ausmachen, aber eine Depression bleibt nie bei einem selbst, sondern kann eine ganze Beziehung vergiften.


    Du kannst ihm ja sagen das er mit einer Therapie auch die Beziehung retten würde. Du musst dich aber darauf einstellen, dass du damit alle Karten auf den Tisch legst und dein Freund sich noch weiter zurückzieht bzw. die Beziehung auch sofort beendet sein kann. Denn ob er in seiner Depression deinen guten Willen erkennt, oder nicht nur auch wieder das negative ("Du willst dich ja nur trennen", "es sind alle gegen mich"), das kann man nicht vorraussagen.


    Grüße

    sini26

    Zitat

    wie ich ja bereits schrieb hatte ich 2007 selber Depressionen und war auch in Therapie.Als das vor ca.6Mon.bei meinem Freund anfing...(...)....

    Was genau "fing bei ihm an"?

    Zitat

    ....(...)...gingen bei mir gleich alle Alarmglocken an!!Ich gab ihm viele Tipps und motivierte ihn sich Hilfe zu suchen.

    Welche Alarmglocken genau? Weil Du Verhaltensweisen oder Gedanken an ihm entdeckt hast, die es bei Dir auch gab?

    Zitat

    Dies leht er bis heute ab,er will es alleine schaffen.Nach all meinen Reden hat er jetzt wenigstens geschnallt,dass er depressiv ist.Er hat sich Hörbücher gekauft und den ein oder anderen Tipp umgesetzt.

    Nach "Deinen Reden" in denen Du ihm eine Depression diagnostizierst?

    Hi,


    habe mein Namen geändert von sini26 auf zinimin......


    *Danke*für eure Antworten...es fing damit an,dass er mich zurück wies und das 20mal oder mehr.dann medete er sich nichtmehr bei seinen freunden.außerdem ist er nur schlecht drauf und meckert bei allem rum.Am Anfang sagte ich noch nix aber nach einer Weile redete ich mit ihm darüber.Es passierte ca.4Mon.nichts.Vor 7Wochen hielt ich nicht mehr aus und stellte ihn vor die Wahl "entweder du verstehst das du ein Problem hast und Hilfe brauchst oder ich gehe"!.2Tage hörte ich nichts von ihm.Aber dann erklärte er mir,dass ich recht hätte und er sich informieren will was ihm helfen könnte.Das tut er ja auch...er fühlt sich dennoch von mir unter Druck gesetzt und weil er das so fühlt hat er erst recht keine Lust auf mich.


    Es ist wie verhext,ich lasse ihn nur noch in Ruhe aber selbst da kommt er nicht von alleine.


    Ich weiß das man sehr mit sich beschäftigt ist,aber jeder hat doch irgendwann mal Lust???...


    ich empfinde ja auch was für ihn,aber irgendwie komm ich damit null klar ständig abgewiesen zu werden...

    Hey zinimini,


    erst Mal großen Respekt, dass du trotz allem immer noch bei deinem Partner geblieben bist.


    Ein halbes Jahr ohne Sex ist sicherlich nicht sehr leicht zu verkraften und ich glaube ich würde genauso wie du am Rad drehen. Irgendwann kann man sich einfach nicht mehr zurück halten, fällt bei jeder Gelegenheit über den Partner her und wird dennoch zurückgewiesen. Ich kenne das zu Genüge und versuche es auch nicht persönlich aufzufassen, aber für einen Mann scheint Sex etwas anderes zu sein, als für eine Frau. Zumindest fassen mein Partner und ich Sex zumindest unterschiedlich auf. Er könnte jederzeit darauf verzichten solange fummeln für ihn drin ist ;-D


    Ich schätze Mal dieses "entweder du verstehst das du ein Problem hast und Hilfe brauchst oder ich gehe" hat ihm zumindest gezeigt, dass er dich verlieren könnte.


    Nun und solange er seine Depression nicht in den Griff bekommt, solange wird da auch sexuell nichts laufen. Das mag sich frustrierend für dich anhören, aber so schnell bekommt man schließlich keine Depression in den Griff und die sexuelle Unlust hat schließlich zeitgleich mit der Depression bekommen.


    Du kannst nur versuchen damit klar zu kommen, wenn du deinen Freund im Gespräch verdeutlichst, dass dir Sex fehlt, dass du den Sex brauchst um dich gut zu fühlen, als Frau und vollwertige zu fühlen und das dich dieses ständige zurückweisen sehr verletzt. Vielleich reflektiert er dann einmal wie er sich dir gegenüber verhält.

    Zitat

    Er könnte jederzeit darauf verzichten

    Waaaaas? Wie kann man(n) denn darauf verzichten? Wir sind doch alleine schon genetisch dazu veranlagt unser kleinen Krieger zu verteilen. :-D


    Also es ist immer etwas anders wenn der Partner depressiv ist. Das kann man schwer beschreiben, aber das Gehirn ist voll mit zeugs über das man nachdenkt, Ängste die man hat, man grübelt ohne Ende, usw.. Das hängt aber immer davon ab, wie schlimm die Depression ist. Wenn der Kopf aber so voll ist, dann ist es manchmal echt schwer Lust und Liebe zu verspüren.


    Unternehmt ihr denn noch irgendwelche Sachen? Jetzt wo die Weihnachtsmärkte geöffnet sind...?! Ich bin mir sicher das die Abweisungen nichts mit dir persönlich zu tun haben, sondern wenn er wirklich depressiv ist, auch wieder etwas mit Ängsten oder mit dem Gefühl nicht viel Wert zu sein ("Ich habe dich ja gar nicht verdient"). Das sind auch oft depressive Gedankengänge.


    Vielleicht redest du mal mit ihm genau darüber. Warum er dich immer abweist. Jetzt mal ohne Drohung "wenn sich das nicht ändert...", sondern einfach nach dem Motto "was ist los, warum machst du das, ist was passiert, hast du Angst?,...". Wenn du ihn gegen die Wand stellst und ihm nur entweder oder anbietest, dann fühlt er sich auch nur in die Ecke gedrengt.


    Aber ich kann dich absolut verstehen. Zuneigung und Sex sind halt das Bindemittel in einer Beziehung. Und meeega wichtig. Und wenns da nicht mehr läuft oder stimmt, dann zerbricht das Bündnis. Du musst schauen wie lange du es aushältst.


    Aber ich bin halt der Meinung um es in den Griff zu bekommen müsste er sich professionelle Hilfe holen und nicht nur ein paar Bücher lesen.


    Grüße @:)

    das mit dem "sich profesionelle Hilfe holen..."sehe ich auch so,er aber nicht.zwingen kann man ihn ja leider nicht >:( .


    wir unternehmen schon Sachen,allerdings nur mit meinen Freunden und nur ab und zu.Ich gehe mitlerweile alleine weg.Ich bin jung (26)und will was erleben...neulich sagte er aus dem nichts heraus "wenn ich du wäre würde ich bestimmt fremd gehen...!".Das will ich ja eig.nicht,aber wie ihr schon geschrieben habt -sey in wichtig in einer Beziehung.Es gint zwar auch Partnerschaften wo dies nicht der Fall ist,aber bei mir ist es eben nicht so.Wir reden oft darüber,aber von ihm kommt immer nur "ich weiß nicht was du gegen deine Gelüste tun kannst...".Wenn ich das schreibe muß ich über mich selber staunen,dass ich das so mitmache aber ich empfinde einfach viel für ihn.Er sieht gut aus,ist witzig und wir sind auf einer Wellen länge.Es ist echt ne blöde Situation.Aber meint ihr Sex ist so wichtig,dass man ne Beziehung deshalb aufgeben soll???

    zinimini


    Warum konzentrierst Du Dich eigentlich so sehr darauf ihn zu "ändern" und nicht eher darauf, was Du wirklich beeinflussen kannst? Das ist nämlich Dein Wohlbefinden. Dafür bist Du alleine zuständig und da kann Dir auch Keiner reinreden.


    Entweder will er aus dem "Loch" oder der eventuellen Depression raus oder nicht. Das kann er nur für sich tun, von sich selbst aus wollen – es für Dich zu machen bringt null komma nichts.


    Dasselbe gilt aber auch für Dich: Entweder willst Du die Beziehung so weiterführen oder nicht. Willst Du sie nicht so weiterführen, dann sage es und "gehe". Nicht gleich in dem Extrem des "Schlussmachens", das muß gar nicht sein. Sondern nimm' Dir eine Auszeit und warte ab. Das mag sich erst mal wesentlich unbequemer und schwieriger anhören – weil man nämlich dann nichts tun, nichts tun kann, es scheint leichter seine Energie darauf zu verschwenden den anderen in seinem Sinne zu beeinflussen....aber auf lange Sicht wird es Dir damit erheblich besser gehen.


    Und ehrlich gesagt Eurer Beziehung auch. Er fühlt sich ja jetzt schon unter Druck gesetzt von Dir – wenn er das in seiner sonst so, wie es sich anhört, doch emotionslosen Welt artikulieren kann, sehe ich da höchste Eisenbahn bezüglich einer Veränderung. :-/

    Hi,


    *danke*du hast recht indem was du schreibst...weiß garnicht mehr was darauf zu erwiedern.du hast einfach recht... ":/


    schöne Restwoche dir

    Zitat

    Waaaaas? Wie kann man(n) denn darauf verzichten? Wir sind doch alleine schon genetisch dazu veranlagt unser kleinen Krieger zu verteilen. :-)

    Jap, muskatnuss, er kann darauf verzichten, wenn fummeln drin ist ;-D


    Manchmal glaube ich ja ich bin der Mann in der Beziehung und er ist die Frau. Zumindest wenn es um Sex geht, aber genug off topic ;-)