vamp

    Zitat

    "Wie, du bist schon verheiratet? Ist ja krass!"

    sowas würde ich aber nicht gleich als negatives staunen empfinden, sondern als ehrliche überraschung! es scheint mir nämlich, als käme das bei dir als kritik an?

    geburtstag feiern

    ich darf mich alt fühlen cora... du nicht ;-)


    hmmm... mir geht es da von jahr zu jahr unterschiedlich! manchmal habe ich total lust auf ein fest und manchmal will ich einfach nur zweisamkeit. das muss ich dann nur verkünden und dann kümmern sich meine lieben um den wunsch! allerdings haben wir auch einen sehr spontanen freundeskreis (in der großstadt ist das vielleicht aber auch alles einfacher durch die öffentlichen verkehrsmittel?).

    freunde finden...

    ... tut man wohl auch nur, wenn man gerade gar nicht danach sucht?!? ich habe einen großen kreis an menschen um ich herum, die ich mag, die mein leben bereichern, mit denen wir viel machen... aber freunde? als freunde würde ich wohl nur eine handvoll bezeichnen... diejenigen, die meinen lebensweg auch schon eine ganze weile begleiten, die mich so mögen, wie ich bin und die nicht sofort in panik verfallen, wenn wir uns ein paar wochen mal nicht sehen oder hören!

    bauchwurmkekse

    ist schon irre, wie schnell diese zwergwesen sich im bauch entwickeln, was? mich hat das immer mit einer ehrfurcht erfüllt... :-D

    Achja, das Freundethema. Das beschäftigt mich zurzeit auch mal wieder mehr, vielleicht, weil auch bei mir der Geburtstag ansteht. Noch dazu der erste, den ich dank eigener Wohnung eigentlich mal wieder "anständig" feiern könnte – aber nicht so recht weiß, wen ich denn einladen soll ":/ Woran es bei mir liegt, weiß ich gar nicht so genau. :-|

    Doch, ich weiß es schon. Ich vertraue mich anderen Personen nicht an und deswegen bleiben Bekanntschaften eben nur Bekanntschaften. Aber ich will das eben nicht. Ich brauch das nicht. Ich bin gerne für andere da und wälze mit ihnen ihre Probleme, aber eben nicht meine. Dazu bin ich viel zu verschlossen. Ich habe nur eine Freundin und die kenn ich seit dem Kindergarten. Und wir verstehen und akzeptieren uns eben gegenseitig, so wie wir sind. Aber mit neu kennengelernten Personen bleibt es immer recht oberflächlich, weil ich eben zu wenig von mir preis gebe.


    Also ich denke schon, dass es zum größten Teil an mir selbst liegt und nicht an den anderen.

    Zitat

    sowas würde ich aber nicht gleich als negatives staunen empfinden, sondern als ehrliche überraschung! es scheint mir nämlich, als käme das bei dir als kritik an?

    Nein nein, als Kritik gar nicht, sondern nur als Bestätigung dafür, dass die meisten Frauen in meinem Alter (oder sogar etwas älter) trotz länger bestehender Beziehung immer noch weit rausschieben und sich gar nicht hätten vorstellen können, im gleichen Alter wie ich "schon" zu heiraten. Ab gesehen davon wird letzteres Beispiel für mich in der Erinnerung vielleicht etwas negativer, weil die Kollegin und ich schon kurze Zeit später aneinander geraten sind und uns gegenseitig nicht leiden konnten... Zum Zeitpunkt der Aussage hatte ich sie gerade erst kennen gelernt.

    Zitat

    (in der großstadt ist das vielleicht aber auch alles einfacher durch die öffentlichen verkehrsmittel?)

    Das hat zumindest damit bei mir nichts zu tun. Eine Freundin von mir wohnt im gleichen Dorf und hat ein Auto, das sind 5 Minuten von ihr aus maximal, außerdem arbeitet sie auch noch 5 Gehminuten von meiner Arbeitsstelle entfernt, trotzdem sehen wir uns nur etwa alle zwei Monate. Das liegt einfach bei ihr speziell daran, dass sie üblicherweise jeden Tag der Woche (auch am Wochenende) bis mindestens 20 Uhr beschäftigt ist (quasi arbeitet) und grundsätzlich für Freunde kaum Zeit hat. Und sonst habe ich hier in der Stadt nur noch eine Freundin, die auch viel zu tun hat, Studium in einer anderen Stadt & einen großen Freundeskreis... tja, da wirds eben schwierig. Einfach mal anrufen und fragen: "Hey, wollen wir uns treffen?" ist nicht, weil man die gar nicht erst telefonisch erreicht (und SMS erst abends im Bett frühstens gelesen werden). Und alle anderen Leute, die ich noch hier in der Stadt kenne, würde ich nicht als richtige Freunde bezeichnen, eher Bekannte, die sich von sich aus nie bei mir melden würden, die ich aber gerne als meine Freunde bezeichnen würde, wenn sie das gleiche Interesse an mir hätten, wie ich an ihnen.

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    ich habe einen großen kreis an menschen um ich herum, die ich mag, die mein leben bereichern, mit denen wir viel machen

    Das würde ich bereits als Freunde bezeichnen. Denn ich kenne hier bis auf die beiden erwähnten Personen niemanden, mit dem ich etwas unternehme, also wäre jemand, mit dem ich etwas unternehme zwangsläufig ein Freund.

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    als freunde würde ich wohl nur eine handvoll bezeichnen... diejenigen, die meinen lebensweg auch schon eine ganze weile begleiten, die mich so mögen, wie ich bin und die nicht sofort in panik verfallen, wenn wir uns ein paar wochen mal nicht sehen oder hören!

    Klar, dazu zählt auch mein bester Freund und den sehe ich eben maximal einmal pro Jahr, eher alle zwei Jahre, vielleicht auch seltener, trotzdem ist er mein bester Freund. Aber für meinen psychischen Zustand "nützen" mir momentan eben nur Menschen etwas, mit denen ich auch Zeit verbringen kann (und zwar face-to-face), weil ich einfach Gesellschaft brauche.

    Zitat

    Das beschäftigt mich zurzeit auch mal wieder mehr, vielleicht, weil auch bei mir der Geburtstag ansteht. Noch dazu der erste, den ich dank eigener Wohnung eigentlich mal wieder "anständig" feiern könnte – aber nicht so recht weiß, wen ich denn einladen soll

    Das ist bei mir auch so ähnlich, auch wenn wir nun schon anderthalb Jahren hier wohnen. Bis auf die Einweihungsfeier, die ja auch nur mit einem Bruchteil der eingelandenen stattfand, gab es hier noch keine "Feier" oder so was. Also wir hatten hier – abgesehen von der Familie an Feiertagen – noch nie mehr als eine Person gleichzeitig zu Besuch. Den Geburtstag meines Mannes haben wir ja letztes Jahr bei meinen Eltern gefeiert, da kam aber auch nur ein Gast und das war eine Freundin von mir. Also das ist ja auch so, dass es bei meinem Mann ganz ähnlich ist, wie bei mir, er macht es sich vielleicht nur nicht so bewusst und lässt sich dementsprechend auch nicht runterziehen. Andererseits merke ich ab und zu, dass ein Männerabend auch ihm gut tun würde, aber er hat ja hier in der Stadt keinen einzigen männlichen Freund.

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    Doch, ich weiß es schon. Ich vertraue mich anderen Personen nicht an und deswegen bleiben Bekanntschaften eben nur Bekanntschaften. Aber ich will das eben nicht. Ich brauch das nicht.

    Heißt das dann, dass du auch keine weitere tiefe Freundschaft willst oder doch, nur unter anderer Definition als der üblichen?

    Ich glaube einfach nicht, dass überhaupt eine Möglichkeit besteht eine weitere tiefergehende Freundschaft aufzubauen. Menschen erwarten, dass man ihnen in regelmäßigen Abständen das Herz ausschüttet. Ich mach das nicht. Und werde es auch nicht.


    Und in unserer Freizeit ergeben sich sowieso nur lose Bekanntschaften, da mein Mann und ich eigentlich alles in unserer Freizeit gemeinsam machen und somit auch nirgends mehr einen Partner benötigen. Und Vereine mag ich sowieso nicht.

    Zitat

    Also das ist ja auch so, dass es bei meinem Mann ganz ähnlich ist, wie bei mir, er macht es sich vielleicht nur nicht so bewusst und lässt sich dementsprechend auch nicht runterziehen. Andererseits merke ich ab und zu, dass ein Männerabend auch ihm gut tun würde, aber er hat ja hier in der Stadt keinen einzigen männlichen Freund.

    Bei uns ist es anders. Mein Freund hat mehrere sehr gute Freunde, die er teilweise auch schon seit der Kindheit oder zumindest Jugend kennt. Die wohnen nur alle woanders, sodass er die eher selten (zum Teil sehr selten) sieht. Trotzdem beneide ich ihn darum :=o

    Zitat

    Menschen erwarten, dass man ihnen in regelmäßigen Abständen das Herz ausschüttet.

    Also ich sage es mal so: Wenn ich mit jemandem eine richtige Freundschaft habe, dann erwarte ich, dass ich derjenigen Person auch mein Herz ausschütten kann, wenn ich das möchte und das derjenigen dann auch zuhört. Das heißt aber für mich nicht, dass eine Freundschaft ausschließlich daraus besteht. Sondern einfach auch aus solchen Dingen, wie gemeinsam ins Kino gehen und über lustige Szenen lachen. Oder so etwas, wie ich es eben jetzt am Samstag hatte: Gemeinsam in die Stadt, sich gegenseitig beim Kauf von Dingen beraten und über alte Zeiten oder zukünftige Pläne schwatzen. Oder in ner lockeren Runde zusammen sitzen und (von mir aus, ich habe keins) das neuste I-Phone oder wahlweise den neuesten Bundespräsidenten zu diskutieren, je nachdem, wie man gestrickt ist. Oder das, was ich am liebsten mache, alle mal zu uns nach Hause einzuladen und gemeinsam zu kochen und hinterher das Essen genießen. So stelle ich mir eigentlich ne Freundschaft vor, Herz ausschütten kommt da nur bei Bedarf vor und sollte ja kein Dauerzustand sein. Zumindest gibts bei mir nicht so viel auszuschütten aktuell oder sagen wir mal, gäbe es nicht, wenn ich Freunde hätte. ;-)

    Zitat

    Und Vereine mag ich sowieso nicht.

    Kann ich verstehen. ;-)

    Zitat

    Trotzdem beneide ich ihn darum :=o :=o

    Verstehe ich auch. Wobei Freunde, die weit weg wohnen und die ich selten sehe, habe ich ja genug. Mir mangelts eben im Wesentlichen an Leuten, die ich regelmäßig sehe. Da ging es mir im Studium viel besser. Ich habe meine Mitbewohnerin täglich gesehen, wir haben etwa alle zwei Tage zusammen gekocht, ungefähr einmal die Woche nen Film zusammen gesehen, waren auch ab und zu mal gemeinsam was essen und so einmal im Monat fand beim Nachbarn ein Spieleabend statt, bei dem es einen festen Kreis gab, aber auch immer neue Leute hinzukamen. Das war sehr lustig und mir hat das gut getan. Aber seitdem das Studium vorbei ist, sind natürlich alle in sämtliche Himmelsrichtungen verstreut. Kontakt ist zwar noch da, aber nur sporadisch. Das ist ja auch normal, die "alten" Freunde. Aber warum gelingt es dann nicht, "aktuelle Freunde" zu haben?

    Zitat

    ... da mein Mann und ich eigentlich alles in unserer Freizeit gemeinsam machen und somit auch nirgends mehr einen Partner benötigen...

    das ist bei uns ganz genau so! wir haben auch das gleiche hobby und sonst soviel um die ohren, dass es schon genug kräfte bindet, dass wir unsere riesige familie pflegen!

    Wir haben ja nun kein gemeinsames Hobby, aber wir verbringen trotzdem viel Zeit zusammen, am liebsten hätten wir aber einen gemeinsamen Freundeskreis. Wir haben auch gemeinsame Freunde – aber eben nicht hier.

    Zitat

    Aber warum gelingt es dann nicht, "aktuelle Freunde" zu haben?

    Ich weiß auch nicht, warum das so schwierig ist.


    Wir hätten hier echt keinen Menschen, wenn wir uns in den letzten Monaten nicht mit unseren Nachbarn angefreundet hätten. Und es ist schon nett abends einfach 3 Schritte durchs Treppenhaus zu gehen und einen netten Abend verleben zu können. "Freunde" sind das natürlich trotzdem nicht, aber wir verstehen uns gut und lachen viel.

    Bei uns war's auch mehr ein glücklicher Zufall. Wir haben ihn mal unten im Keller getroffen, als er seine Bergsportsachen sortiert hat und sind so ins Gespräch gekommen. Waren dann 2x gemeinsam auf einer Tour und seitdem sind wir öfters bei ihnen oder (seltener) sie bei uns. Das ist schon sehr angenehm. Noch angenehmer: 2 Menschen, die einen ganzen Abend lang reden und lachen können, OHNE dabei ihren Nachwuchs zu erwähnen. Wirklich bemerkenswert. ;-D


    Sie haben uns sogar zu ihrer Hochzeit eingeladen, das fand ich total nett.

    Na bei diesem Thema passe ich ja auch bestens in eure Runde... Mir geht es nämlich auch so. Ich hab auch ein paar Freunde, die da sind, obwohl wir nicht so viel Kontakt haben. Meine beste Freundin wohnt 500km weit weg, die ist aber trotzdem immerhin "da", weil es im Grunde eh eine Internet-Bekanntschaft ist und damit die Kommunikationsgrundlage gegeben ist. Trotzdem will man eben auch mal was unternehmen und da habe ich genau eine Freundin, die für sowas regelmäßig zur Verfügung steht.


    Ich frage mich immer, wie andere Leute das machen. Die lernen sich kennen und sind ein paar Tage später die dicksten Freunde. Es ist nicht so, dass ich keine Kontakte knüpfen würde, aber irgendwie sind solche Kontakte meist "zweckgebunden". Also ich hab in der Schule 2 Leute, aber zum einen ist da die Stimmung seit kurzem auch komisch und zum anderen geht das halt auch nicht über eine t.w. gemeinsame Pausengestaltung hinaus.


    Bei der Arbeit verstehe ich mich mit fast allen gut, aber mehr als gemeinsames Arbeiten ist es eben auch nicht, während die anderen auch mal zusammen was machen, sich schreiben, etc.


    Oft liegt es wohl daran, dass ich nicht oberflächlich genug bin. Wenn mich jemand nicht "anspricht", muss ich mit dem eben auch nix zu tun haben. Ich bin halt leider auch oft in meinem Umfeld zum einen älter und zum anderen schlauer

    . Das passt dann eben wieder dazu, dass ich mit vielen nicht unbedingt was zu tun haben will.


    Alles nicht so leicht... Wenn allerdings mein Liebster da ist, will ich wiederum auch nichts unternehmen, sondern bei ihm sein. Und gern Zuhause bin ich auch...


    Ich weiß auch nicht...