• Der Beziehungs-Glücklich-Faden

    so, mal wieder ein faden von meinereiner;-D na, freut ihr euch schon alle???;-D ich hab mir mal was überlegt... alle schreiben hier hinein, *dass sie verlassen wurden *dass sie liebeskummer haben *dass sie nicht wissen ob sie verzeihen sollen *dass sie nicht wissen ob sie ehrlich sein sollen *dasss sie nicht wissen wie sie schluss machen sollen …
  • 18 Antworten

    er hat das eigentlich eher so nebenbei erzählt...als er meinte,dass er mit diesem einen Problem eigentlich ganz gut leben könnte,dass er es irgendwie als Teil von sich ansehen würde und dass er mit sich selbst gut klarkommt,weil er weiß,dass er schon so einige andere Probleme gelöst hat...da hab ich dann nachgehakt und gefragt,was für Probleme...da hat er's dann erzählt..dass er früher immer der Außenseiter war...dass er als recht kleines Kind,als sie nach Deutschland gezogen sind,wohl einige unerfreuliche Begegnungen mit Ausländerhass hatte (Kinder können bekanntlich grausam sein),dass sie so oft umgezogen sind,dass er immer wieder neu geschlossene Freundschaften verloren hat und daher irgendwann aufgehört hat,sich überhaupt Freunde zu suchen...und auch wenn er meint,er hätte damit abgeschlossen,so halte ich es eben doch für möglich,dass das in ihm eine Art Trauma hinterlassen hat,das es ihm (wahrscheinlich unbewusst) schwer macht,Nähe wirklich uneingeschränkt zuzulassen...:-/

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    (Kinder können bekanntlich grausam sein)

    Allerdings, da erzählst du nix neues... :-/:(v

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    so halte ich es eben doch für möglich,dass das in ihm eine Art Trauma hinterlassen hat,das es ihm (wahrscheinlich unbewusst) schwer macht,Nähe wirklich uneingeschränkt zuzulassen... :-/

    das wäre auf alle Fälle möglich. Wie ist denn sein Verhältnis zu seinen Freunden?

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    Wie ist denn sein Verhältnis zu seinen Freunden?

    hm...kann ich so von außen schwer beurteilen...ich könnte nichtmal mit Gewissheit sagen,wer da jetzt Freund und wer nur Kumpel ist...ich weiß auch nicht,wieviel er da wirklich von sich preisgibt...:-/

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    dann hat er auch noch einiges aus seiner Kindheit erzählt,

    Ha! Ich wusste es! Ich hab ja schon damals im "Er kann nicht weinen"-Thread vermutet, dass da was war, auch wenn er immer behauptet hat, alles sei paletti gewesen in seiner Kindheit. Aber über sowas mag man halt nicht gern reden, wenn es nicht ZWINGEND notwendig ist. Ist bei mir auch so.

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    und er zieht wohl evtl. auch einen Besuch beim Psychologen in Betracht,auch wenn er nicht glaubt,dass das was bringt,weil ER eigentlich gut damit zurechtkommt,dass er sich in der Gegenwart fremder Menschen extrem unwohl fühlt...er meinte,es würde ja nix bringen,wenn er zum Psychologen ginge und dem sagen würde: ich hab zwar kein Problem damit,aber meine Freundin kommt damit nicht klar... :-/

    Tja, weißt du, natürlich stört es IHN jetzt nicht unbedingt, ER hat sich ja im Laufe der Jahre damit arrangieren können. ABER, es hindert ihn ja wohl daran eine "normale" (ich hoffe, du verstehst das nicht falsch) Beziehung zu führen, ein richtiges soziales Leben aufzubauen. Also schränkt es ihn sehr wohl ein, auch wenn er es nicht wahrhaben will, weil er sich ja mit dem Status quo abgefunden hat. Ich fände das mit dem Psychologen gar nicht verkehrt. Ich persönlich war nie in Therapie, obwohl es bitter nötig gewesen wäre, aber wenn meine Beziehung deswegen auf der Kippe stehen würde, da würde ich so schnell hinrennen, dass es nur so rauchen würde!

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    er meint aber auch,vieles versteht er selbst nicht so ganz und kann es daher auch nicht erklären...

    Das versteh ich. Ich hab damals, als ich entschieden habe, mein Leben nicht mehr von der Magersucht diktieren zu lassen, sehr viel über mich und mein Leben nachgedacht, sehr viel reflektiert und hinterfragt, um herauszufinden, WARUM mir das Hungern so viel gibt, warum es mich so erfüllt, dass ich es nicht einfach bleiben lasen kann. Es war streckenweise wirklich knifflig herauszufinden, dass Dinge damit zusammenhängen, die ich damit NIE in Verbindung gebracht hätte. Aber deinem Schatz könnte ein Psychologe ja auch genau damit helfen.

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    als er meinte,dass er mit diesem einen Problem eigentlich ganz gut leben könnte,dass er es irgendwie als Teil von sich ansehen würde und dass er mit sich selbst gut klarkommt,

    Das find ich ein bisschen erschreckend. Ich hab auch eine zeitlang gedacht ganz wunderbar mit meiner Magersucht leben zu können. Nur weil man sich im Laufe der Jahre damit arrangiert hat (klar, muss man ja irgendwie), macht das das Problem nicht unbedingt kleiner!

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    und auch wenn er meint,er hätte damit abgeschlossen,so halte ich es eben doch für möglich,dass das in ihm eine Art Trauma hinterlassen hat,das es ihm (wahrscheinlich unbewusst) schwer macht,Nähe wirklich uneingeschränkt zuzulassen...

    Das war jetzt auch mein erster Gedanke. Immer wieder Freunde zu verlieren, ist ein RIESIGES Trauma für ein Kind, das sollte man nicht unterschätzen! Dass er ausländerfeindlichen Attacken ausgesetzt war, potenziert das ganze noch, denke ich. Seine Vertrauten, seine Freunde musste er immer wieder aufgeben und vor den anderen musste er sich fürchten! :-(

    Ich denke auch, dass es bei ihm tiefer sitzt als allen bekannt ist.....dir wahrscheinlich noch mehr als ihm :-/


    Da geht mir im Mom nicht anders, ich weiß, dass es da noch Dinge geben muss an die ich mich nicht erinnere, die ich verdrängt habe. Ich kann mir niht vorstellen was passiert sein soll, dass ich jetzt so Probleme in meinem Leben habe.


    Wenn ich das so lese, habe ich immer mehr das Gefühl (das hatte ich ja sowieso immer schon) dass es bei Tobias ähnlich ist. Er hat ja auch wenig Freunde, tut sich schwer Kontakte aufzubauen......zieht sich zurück wenns Probleme gibt, ist dann unnahbar, er kann ja auch nicht so gut Gefühle zeigen.


    Ich weiß ja einiges aus seiner Kindheit, das meiste eigentlich von seiner Mutter bezügl seines Vaters.....denn er redet ja nicht über seinen Vater.....er ist für ihn gestorben. (Das ist er wirklich als Tobias 12 war)


    Naja ich weiß es auch nicht, Tobias hat erzählt, dass er schon mal bei einem Psychologen war. Auch er sagt, dass er mit diesen Problemen (die auch ich mehr habe als er) gut leben kann. Er sagt aber auch, dass er was ändern will, weil er mich nicht verlieren will.


    Ich denke das ist auch bei euch der Fall und das sagt er ja auch, er WILL kämpfen und das ist der Grundstein.....baut darauf auf, dann könnt ihr es schaffen.....


    Ich drücke euch ganz doll die Daumen und bin eigentlich sehr zuversichtlich :)^

    Bin über meinen Schatten gesprungen ;-D


    Habe Tobi ne Mail geschrieben :-) ihr habt ja recht, ich kann ja nicht immer nur erwarten, dass er sich meldet.


    Ich war zwar etwas sauer wg der sms von Sonntag die er nicht beantwortet hat. Aber es bringt mir ja echt nix jetzt zickig zu sein ;-)


    Ich liebe ihn ja und will ja glücklich mit ihm sein und wenn ich weiß, dass es ihm durch diesen doofen Stress scheiße geht möchte ich ja auch für ihn da sein. Und ich denke wenn er merkt, dass ich ihm da nicht böse bin und an ihn denke freut ihn das sicher zu hören.


    Jetzt hoffe ich auf ne schnelle Antwort ;-D sonst bin ich wieder frustriert ;-D

    @ Fenta

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    Aber über sowas mag man halt nicht gern reden, wenn es nicht ZWINGEND notwendig ist.

    erstens das und zweitens glaub ich fast,dass er wirklich davon überzeugt ist,das Thema vollständig verarbeitet und abgehakt zu haben:-/

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    Tja, weißt du, natürlich stört es IHN jetzt nicht unbedingt, ER hat sich ja im Laufe der Jahre damit arrangieren können. ABER, es hindert ihn ja wohl daran eine "normale" (ich hoffe, du verstehst das nicht falsch) Beziehung zu führen, ein richtiges soziales Leben aufzubauen. Also schränkt es ihn sehr wohl ein, auch wenn er es nicht wahrhaben will, weil er sich ja mit dem Status quo abgefunden hat.

    genau so hab ich auch argumentiert...ich hab auch gemeint,dass es ja mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht an mir als Person liegt,sondern dass ich keine Frau kenne,die damit kein Problem hätte...:-/

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    Das find ich ein bisschen erschreckend. Ich hab auch eine zeitlang gedacht ganz wunderbar mit meiner Magersucht leben zu können. Nur weil man sich im Laufe der Jahre damit arrangiert hat (klar, muss man ja irgendwie), macht das das Problem nicht unbedingt kleiner!

    ja,ich fands auch erschreckend...aber er weiß zumindest,dass es für ihn selbst auch einfacher wäre,wenn er dieses Problem NICHT hätte...aber er hat irgendwas komisches gesagt...er glaubt nicht,dass man dieses Problem einfach so beseitigen kann,ohne dass dafür irgendwas anderes negatives entsteht...er hat Angst,dass er sich dadurch auch in anderer Hinsicht ändert und dann nicht mehr so gut mit sich selbst klarkommt wie er das jetzt angeblich tut...:-/ also er glaubt nicht,dass man quasi einfach dieses Problem aus ihm rausholen kann und außenrum bleibt trotzdem alles wie vorher...und aus dieser Angst heraus sträubt er sich wohl dagegen...

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    Das war jetzt auch mein erster Gedanke. Immer wieder Freunde zu verlieren, ist ein RIESIGES Trauma für ein Kind, das sollte man nicht unterschätzen!

    das dachte ich eben auch...:-/ er hat sowas ja auch in Bezug auf unsere Beziehung ja mal angedeutet...dass er sowas wie Zukunftsträume oder so nicht hat,weil er ja gar nicht weiß,ob ich dann noch da bin...:-/ bei ihm äußert sich sowas dann wohl nicht in Verlustangst,sondern schon vorher in Resignation und vielleicht auch sowas wie einer letzten Schutzmauer,durch die wohl nichtmal ich bisher durchgekommen bin...:-|

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    Dass er ausländerfeindlichen Attacken ausgesetzt war, potenziert das ganze noch, denke ich. Seine Vertrauten, seine Freunde musste er immer wieder aufgeben und vor den anderen musste er sich fürchten!

    ich hab fast angefangen zu heulen,als er das erzählt hat...die Schule muss für den kleinen Knirps ja sowas wie die Hölle gewesen sein...er hat erzählt,dass er recht am Anfang,als er in Deutschland war in der Schule eben manchmal in der Ecke stand und die anderen Kinder hätten auf ihn gezeigt und hätten geschrieen "Scheißausländer" und so:°( und sein Außenseiterdasein hätte sich erst geändert,als er später aufs TG kam...ziemlich lange Zeit...das MUSS doch irgendwelche Spuren hinterlassen...

    @ Melli

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    er WILL kämpfen und das ist der Grundstein

    das schon...aber irgendwas scheint ihn ja zu hindern,zu blockieren...und ich mein,wenn er wirklich zum Psychologen geht und sagt: ich hab kein Problem,aber meine Freundin hat eins mit mir,dann sagt der Psychologe wahrscheinlich ja,dann suchen Sie sich doch ne andere Freundin,Problem gelöst...:-/

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    Ich drücke euch ganz doll die Daumen und bin eigentlich sehr zuversichtlich

    danke@:)

    Dann hätte aber der Psychologe sein Handwerk verfehlt....


    ich vermute auch, diese Angst, dass sich durch eine Therapie sein ganzes Wesen/Leben verändert kann ich nachvollziehen, geht mir genau so.....


    Ich kann deine Angst/Sorge verstehen, aber ihr müsst ja da was dran ändern, so gehts ja auch nicht mehr......:-/


    Übrigens hat Tobi mir auf meine Mail innerhalb einer Std. geantwortet :)^


    War zwar sehr gestresst, hat das auch gesagt, war aber ok und ich hab mich gefreut....haben seid dem 3 mails hin und her geschickt ;-D

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    Dann hätte aber der Psychologe sein Handwerk verfehlt....

    vielleicht...aber wer weiß das schon vorher:-/Ich bin ja eigentlich der Meinung,dass ein Psychologe auch dann erkennt,dass ein Problem vorliegt,wenn man steif und fest behauptet,man hätte keins...aber sicher bin ich mir da eben auch nicht...

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    Übrigens hat Tobi mir auf meine Mail innerhalb einer Std. geantwortet

    na,fein;-D:)^

    Da kannst du dir auch nie sicher sein, weils in jeder Branche, bzw in jedem Beruf Leute gibt die ihr Handwerk verfehlt haben.....da ist eine gute Suche und Auswahl wichtig....vielleicht lässt er es ja zu, dass du ihn da ein wenig bei begleitest.....hast du ihm angeboten, mit zu gehen? was sagt er dazu? es betrifft ja auch dich und so wie es sich anhört macht er das ja hauptsächlich für euch.....:-/

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    na,fein ;-D :)^

    Ja, gut ne ;-D

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    hast du ihm angeboten, mit zu gehen?

    nein...ich kann mir nicht vorstellen,dass er das wollen würde:-/ also,ich würde natürlich mitgehen,wenn er das will...aber ich wüsste nicht,wie ich das vorschlagen sollte,ohne dass er sich dabei irgendwie dumm vorkäme...

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    er glaubt nicht,dass man dieses Problem einfach so beseitigen kann,ohne dass dafür irgendwas anderes negatives entsteht...er hat Angst,dass er sich dadurch auch in anderer Hinsicht ändert und dann nicht mehr so gut mit sich selbst klarkommt wie er das jetzt angeblich tut...

    Kann ich verstehen. Ich hatte auch Angst meine Krankheit loszulassen, weil ich dachte danach nicht mehr ich zu sein. Aber das stimmte nicht. Ich war danach ENDLICH wieder ich! Ich glaube, dein Schatz hat auch ein wenig Angst, dass da jemand in seiner Seele wühlt. Er hat bestimmt viele seiner Erlebnisse verdrängt und verständlicherweise möchte niemand, dass diese nicht ohne Grund vergrabenen Ereignisse wieder hochgeholt werden. Seine Erlebnisse sitzen sicher tief, ich war auch Außenseiter in der Schule und mir wurde einiges angetan, mein Schatz wurde auch verprügelt von seinen Mitschülern. Das sitzt ihm heute noch unglaublich tief. Ich fände es eben wichtig, dass dein Freund erkennt, dass da nach wie vor ein Problem besteht, dass er zwar gewisse Arrangements damit getroffen hat, die ihm geholfen haben klar zu kommen, dass es ihn (und eure Beziehung!) aber nach wie vor negativ beeinflusst! Allein das sollte Anreiz genug sein, um Hilfe anzunehmen!


    Vielleicht kannst du ihm dabei helfen, erst einmal ein Erstgespräch bei einem Psychologen zu vereinbaren, wo auch erst mal solche Fragen und Ängste wie "Vielleicht werde ich mich zum Negativen verändern" angesprochen werden können. Ich denke, er muss realisieren, dass er sich sehr zum Positiven verändern kann, wenn er ein paar Dinge aufarbeitet. Klar hat er Angst, Angst zu sehr aufgewühlt zu werden, Angst sich zu verändern, aber das ist ja auch kein Wunder. Er hat sehr schlimme Dinge erlebt in seiner Kindheit, da gibt es nichts abzutun ("ach, geht schon, hab mich schon abgefunden") oder zu beschönigen. So eine Therapie muss ja auch nicht jahrelang gehen, da können schon ein paar Sitzungen weiterhelfen!

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    er hat sowas ja auch in Bezug auf unsere Beziehung ja mal angedeutet...dass er sowas wie Zukunftsträume oder so nicht hat,weil er ja gar nicht weiß,ob ich dann noch da bin...

    Ich finde es unheimlich schlimm. So kann sich ja keine Beziehung vertiefen. Ich denke, er möchte auch unbedarft unter Leute gehen können und vor allem unbedarft eine innige Beziehung führen können und auch Zukunftsträume zulassen können! Klar, ist der innere Schweinehund nicht so einfach zu knacken (und der ist definitiv da bei ihm!), aber allein der Punkt, dass er offenbar einfachste Unternehmungen kaum ertragen kann, ist ja schon Grund genug, sich zu überwinden!

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    das MUSS doch irgendwelche Spuren hinterlassen...

    Offensichtlich hat er eine nicht gerade unwesentliche Sozialphobie davongetragen. :-/

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    und ich mein,wenn er wirklich zum Psychologen geht und sagt: ich hab kein Problem,aber meine Freundin hat eins mit mir,dann sagt der Psychologe wahrscheinlich ja,dann suchen Sie sich doch ne andere Freundin,Problem gelöst...

    Ich hoffe ja erstmal nicht, dass er so was sagt, aber selbst wenn: Der Psychologe würde sicher nachfragen, was denn die Freundin für ein Problem hätte. Und wenn er dann sagt, es stört sie, dass ich nichts mit ihr unternehmen will, weil ich mich unter Menschen unwohl fühle, ist das Ding ja schon gegessen. ;-D Es gibt jede Menge Leute, die eine Therapie beginnen und als erstes sagen "ICH hab kein Problem, mein/e Mann/Frau/Eltern haben eins!" Ein Psychologe sollte da schon durchblicken. ;-)


    Aber dazu müsste er sich ja erstmal durchringen, das überhaupt zu versuchen!