Hey Anonyme... :°_


    Also erstmal ist es ja toll, dass ihr geredet habt und bei ihm "der Groschen gefallen ist". Das ist sicherlich eine große Chance für euch. Aber auch unabhängig davon: Hattest du nicht schonmal vermutet, es sei etwas in seiner Kindheit vorgefallen und er hatte gesagt, da sei nichts oder er könne sich zumindest nicht erinnern? (Oder verwechsel ich da jetzt was? ???) Ist ihm das, worum es geht, erst jetzt "eingefallen", oder wusste er es die ganze Zeit und wollte es dir einfach nicht erzählen (wenn es etwas Schlimmes ist, ist das ja verständlich)?


    So oder so müsst ihr die Geschichte jetzt denke ich erstmal sacken lassen und dann könnt ihr ja überlegen, ob das sinnvoll ist mit dem Therapeuten. Ich kann seine Aussage ehrlich gesagt gut nachvollziehen. Wegen dem, was ich erlebt habe, bin ich auch nie in Betreuung / Therapie gewesen und ich bin ebenfalls der Meinung, dass es nicht nötig ist, weil ich recht gut damit umgehen kann (es gab eine Zeit, da war es anders) und für mich kein Wert darin läge.


    Allerdings ist es doch bei ihm etwas problematischer... ich verstehe sowieso etwas nicht so ganz: Wenn er sich aufgrund seiner Erlebnisse unwohl fühlt in der Gegenwart fremder Menschen, dann ist doch Barkeeper eigentlich der falsche Job für ihn, oder? Da ist man doch ständig umgeben von fremden Menschen. Wie hält er denn das aus?

    @ Vamp

    ich weiß ja, dass es eigentlich übertrieben ist....ich will ja garnicht traurig oder sauer sein.....hab mich auch schon wieder etwas beruhigt ;-)


    Aber mich nervt eben, dass es grade so Phasen gibt in denen er super viel stress hat und ich dann eben zu kurz komme.....ich weiß aber auch, dass sowas total stressen kann.


    Ich hätts trotzdem gern anders.....ich würde mich einfach unheimlich über ne gute nacht sms freuen......grade heute könnt ich das echt brauchen :°( aber naja

    @ Anonyme

    dann hoffen wir mal, dass es was genützt hat....und er sich in zukunft wirklich mühe gibt und du dann zufriedener bist :)^

    Melli


    Naja, warum schreibst du ihm nicht einfach ne Gute-Nacht-SMS, wenn du dir von ihm eine wünschst? Ich kenn das von mir, ich erwarte etwas / wünsche mir etwas... merke, dass ich immer unzufriedener werde, weil ich das nicht kriege und dann werde ich ungerechterweise sauer. Dann denke ich mir aber auch, dass ich keinen Grund habe, auf ihn sauer zu sein, er denkt sich ja nichts dabei und kann das nichtmal wissen, was gerade in mir vorgeht. Also schreibe ich ihm dann und meistens krieg ich dann auch recht schnell noch was ganz liebes zurück und dann gehts mir auch schon wieder besser!


    Und du willst gar nicht wissen, was bei uns Samstag los war, weil er wegen der Inventur Stress hatte... :-/ In Stress-Zeiten ist mein Freund auch echt schlimm. Mittlerweile weiß ich auch (manchmal vergess ichs leider), dass er dann mal dazu tendiert, Sachen zu sagen, die er absolut nicht so meint. Ich hoffe mal, dass er das auf längere Sicht besser in den Griff bekommt. Er hat sich auch schon entschuldigt dafür aber ich hab ihm auch gesagt, dass es nicht so schlimm ist, solange ich weiß, dass bei uns trotzdem noch alles in Ordnung ist, darauf meinte er: "Ja klar!"

    Zitat

    Aber auch unabhängig davon: Hattest du nicht schonmal vermutet, es sei etwas in seiner Kindheit vorgefallen und er hatte gesagt, da sei nichts oder er könne sich zumindest nicht erinnern? (Oder verwechsel ich da jetzt was? ???) Ist ihm das, worum es geht, erst jetzt "eingefallen", oder wusste er es die ganze Zeit und wollte es dir einfach nicht erzählen (wenn es etwas Schlimmes ist, ist das ja verständlich)?

    ja,das hast du schon richtig in Erinnerung...ich vermute,er wusste das die ganze Zeit,hat es aber vielleicht gar nicht damit in Verbindung gebracht...ich bin mir auch nicht sicher,ob es wirklich damit in Verbindung steht,aber ich könnte es mir durchaus vorstellen...der kleine Amateurpsychologe in mir hätte dazu ein paar tolle Theorien;-)

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    Wenn er sich aufgrund seiner Erlebnisse unwohl fühlt in der Gegenwart fremder Menschen, dann ist doch Barkeeper eigentlich der falsche Job für ihn, oder? Da ist man doch ständig umgeben von fremden Menschen. Wie hält er denn das aus?

    wie gesagt,ich weiß nicht,ob seine Erlebnisse was damit zu tun haben...er sagt,er kann da wohl irgendwie "umschalten"...er meint aber auch,vieles versteht er selbst nicht so ganz und kann es daher auch nicht erklären...:-/

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    ja,das hast du schon richtig in Erinnerung...ich vermute,er wusste das die ganze Zeit,hat es aber vielleicht gar nicht damit in Verbindung gebracht...ich bin mir auch nicht sicher,ob es wirklich damit in Verbindung steht,aber ich könnte es mir durchaus vorstellen...der kleine Amateurpsychologe in mir hätte dazu ein paar tolle Theorien ;-)

    Ja, ich glaube dass es für den Ottonormalverbraucher schon eher schwierig zu erkennen ist, welche Ereignisse im eigenen Leben zu welchem Verhalten geführt haben. So ne Eigenanalyse ist schon nicht so leicht. Und abgesehen davon ist ja Pschologie keine Wissenschaft, die streng nach Handbuch funktionieren kann. Trotzdem ist dein natürliches weibliches Feingefühl sicher nicht fehl am Platze! ;-)


    Was hat ihn denn dazu gebracht, dir jetzt davon zu erzählen? Hat er es plötzlich doch als relevant für sein "Problem" empfunden?

    @ Kat:

    Oh Sorry... @:) Naja also im Grunde ist es eigentlich so, dass (wie siggim auch im Eingangspost schrieb) die meisten das Forum dazu nutzen um von den Problemen der Liebe zu berichten und hier ein Faden geschaffen wurde für diejenigen, die glücklich verliebt sind! ;-) Was natürlich nicht heißt, dass es nicht auch in funktionierenden Beziehungen Probleme geben kann / muss und da können wir uns hier auch ganz gut austauschen!


    Für mich klang das jetzt gerade ein wenig wie ein Angriff auf alle diejenigen, die glücklich sind in ihrer Liebe, also nochmal sorry! :)*

    er hat das eigentlich eher so nebenbei erzählt...als er meinte,dass er mit diesem einen Problem eigentlich ganz gut leben könnte,dass er es irgendwie als Teil von sich ansehen würde und dass er mit sich selbst gut klarkommt,weil er weiß,dass er schon so einige andere Probleme gelöst hat...da hab ich dann nachgehakt und gefragt,was für Probleme...da hat er's dann erzählt..dass er früher immer der Außenseiter war...dass er als recht kleines Kind,als sie nach Deutschland gezogen sind,wohl einige unerfreuliche Begegnungen mit Ausländerhass hatte (Kinder können bekanntlich grausam sein),dass sie so oft umgezogen sind,dass er immer wieder neu geschlossene Freundschaften verloren hat und daher irgendwann aufgehört hat,sich überhaupt Freunde zu suchen...und auch wenn er meint,er hätte damit abgeschlossen,so halte ich es eben doch für möglich,dass das in ihm eine Art Trauma hinterlassen hat,das es ihm (wahrscheinlich unbewusst) schwer macht,Nähe wirklich uneingeschränkt zuzulassen...:-/

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    (Kinder können bekanntlich grausam sein)

    Allerdings, da erzählst du nix neues... :-/:(v

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    so halte ich es eben doch für möglich,dass das in ihm eine Art Trauma hinterlassen hat,das es ihm (wahrscheinlich unbewusst) schwer macht,Nähe wirklich uneingeschränkt zuzulassen... :-/

    das wäre auf alle Fälle möglich. Wie ist denn sein Verhältnis zu seinen Freunden?

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    Wie ist denn sein Verhältnis zu seinen Freunden?

    hm...kann ich so von außen schwer beurteilen...ich könnte nichtmal mit Gewissheit sagen,wer da jetzt Freund und wer nur Kumpel ist...ich weiß auch nicht,wieviel er da wirklich von sich preisgibt...:-/

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    dann hat er auch noch einiges aus seiner Kindheit erzählt,

    Ha! Ich wusste es! Ich hab ja schon damals im "Er kann nicht weinen"-Thread vermutet, dass da was war, auch wenn er immer behauptet hat, alles sei paletti gewesen in seiner Kindheit. Aber über sowas mag man halt nicht gern reden, wenn es nicht ZWINGEND notwendig ist. Ist bei mir auch so.

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    und er zieht wohl evtl. auch einen Besuch beim Psychologen in Betracht,auch wenn er nicht glaubt,dass das was bringt,weil ER eigentlich gut damit zurechtkommt,dass er sich in der Gegenwart fremder Menschen extrem unwohl fühlt...er meinte,es würde ja nix bringen,wenn er zum Psychologen ginge und dem sagen würde: ich hab zwar kein Problem damit,aber meine Freundin kommt damit nicht klar... :-/

    Tja, weißt du, natürlich stört es IHN jetzt nicht unbedingt, ER hat sich ja im Laufe der Jahre damit arrangieren können. ABER, es hindert ihn ja wohl daran eine "normale" (ich hoffe, du verstehst das nicht falsch) Beziehung zu führen, ein richtiges soziales Leben aufzubauen. Also schränkt es ihn sehr wohl ein, auch wenn er es nicht wahrhaben will, weil er sich ja mit dem Status quo abgefunden hat. Ich fände das mit dem Psychologen gar nicht verkehrt. Ich persönlich war nie in Therapie, obwohl es bitter nötig gewesen wäre, aber wenn meine Beziehung deswegen auf der Kippe stehen würde, da würde ich so schnell hinrennen, dass es nur so rauchen würde!

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    er meint aber auch,vieles versteht er selbst nicht so ganz und kann es daher auch nicht erklären...

    Das versteh ich. Ich hab damals, als ich entschieden habe, mein Leben nicht mehr von der Magersucht diktieren zu lassen, sehr viel über mich und mein Leben nachgedacht, sehr viel reflektiert und hinterfragt, um herauszufinden, WARUM mir das Hungern so viel gibt, warum es mich so erfüllt, dass ich es nicht einfach bleiben lasen kann. Es war streckenweise wirklich knifflig herauszufinden, dass Dinge damit zusammenhängen, die ich damit NIE in Verbindung gebracht hätte. Aber deinem Schatz könnte ein Psychologe ja auch genau damit helfen.

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    als er meinte,dass er mit diesem einen Problem eigentlich ganz gut leben könnte,dass er es irgendwie als Teil von sich ansehen würde und dass er mit sich selbst gut klarkommt,

    Das find ich ein bisschen erschreckend. Ich hab auch eine zeitlang gedacht ganz wunderbar mit meiner Magersucht leben zu können. Nur weil man sich im Laufe der Jahre damit arrangiert hat (klar, muss man ja irgendwie), macht das das Problem nicht unbedingt kleiner!

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    und auch wenn er meint,er hätte damit abgeschlossen,so halte ich es eben doch für möglich,dass das in ihm eine Art Trauma hinterlassen hat,das es ihm (wahrscheinlich unbewusst) schwer macht,Nähe wirklich uneingeschränkt zuzulassen...

    Das war jetzt auch mein erster Gedanke. Immer wieder Freunde zu verlieren, ist ein RIESIGES Trauma für ein Kind, das sollte man nicht unterschätzen! Dass er ausländerfeindlichen Attacken ausgesetzt war, potenziert das ganze noch, denke ich. Seine Vertrauten, seine Freunde musste er immer wieder aufgeben und vor den anderen musste er sich fürchten! :-(