• Die psychisch gesunde Singlefrau ab 30, eine knappe Ressource?

    Heute hab ich mal wieder ein Date. Ich glaub, sie ist so 23, sieht aus wie 18. ;-D Die letzten Jahre waren bestimmt durch wenig erbauliche Erfahrungen und Begegnungen mit Frauen 30+, die alle eins an der Klatsche, eine veritable Meise hatten. Aber nicht nur umgangssprachlich, sondern auch abbildbar in der Klassifikation nach ICD-10. Ich würde hier gern…
  • 421 Antworten

    Ich nähre sie doch nicht. Hab nur mal ehrlich eine Begebenheit und meine Gedanken dabei geschildert. Ich verstehe, dass es bedrohlich wirkt, wenn einer mal so offen und bekennend mit seinen Abgründen umgeht. Ich verstehe das. ;-D Außerdem, je älter ich werde, je mehr sind mir Begriffe wie "inakzeptabel", "schlecht", "gut", "gerecht", "soziale Gerechtigkeit" nur noch hohl.

    api, hast du schon mal von adverser selektion gehört?


    das ist ein begriff aus der wirtschaftstheorie, der salopp gesagt besagt, dass manchmal informationsasymmetrie zu einer systematischen auswahl von nieten führt.


    beispiel: es gibt auf einem gebrauchtwagenmarkt gute und schlechte autos, aber für die käufer ist das nicht ersichtlich. die verkäufer schlechter autos sind offensichtlich bereit, zu einem niedrigeren preis zu verkaufen als die verkäufer guter autos. da der kunde nicht weiss ob ein auto gut oder nicht ist wird er grundsätzlich nicht den preis zu zahlen bereit sein, den ein gutes auto kostet, sondern höchstens einen preis leicht daruter, zwischen dem preis der guten und dem der schlechten autos. die verkäufer guter autos werden darauf natürlich nicht eingehen, die verkäufer schlechter autos schon. ergebnis: die guten verkäufer werden vom markt gedrängt und die kunden kriegen nur schlechte autos zu überteuerten preisen.


    auf partnerwahl umgemünzt: sie weiss aus ihren bisherigen erfahrungen, dass ihre macken bzw ihre psychoart bei den männern nicht gut ankommt, sie weiss (wenn auch vielleicht nur unterbewusst), dass dieser makel ihren marktwert senkt. du als mann weisst davon beim kennenlernen natürlich noch nichts.


    ich bin gerade dadurch auf diese these gekommen, weil du schreibst, das kennenlernen sei auf ihre antwort hin zustandegekommen und habe sich quasi von selbst ergeben. sprich sie hat einen im verhältnis zu den sonstigen gepflogenheiten gesehen überproportionalen anteil am sich näherkommen gehabt, insbesondere wenn man bedenkt, dass sie klug, attraktiv, humorvoll usw ist.


    ich würde das ganze so interpretieren: du bist gefrustet und strahlst (vllt. nur unterbewusst) verzweiflung aus, du strahlst aus, dass du vielleicht dinge akzeptieren könntest, die sich andere männer nicht bieten lassen. solch einen mann sucht sich nur solch eine frau aus, die weiss, dass sie wegen ihrer versteckten macken für einen mann mit augenscheinlich zu ihr gleichwertigem marktwert im wahrheit "nicht gut genug" wäre. deshalb senkt sie "ihren preis", indem sie einen mann mit niedrigerem marktwert (als dem den sie auf den ersten blick hat) akzeptiert und/oder indem sie es dem mann leicht macht ihr näher zu kommen. dadurch versucht sie ihre chancen zu steigern, dass der mann ihre penetrante art akzeptiert. alles selbstverständlich unterbewusst.


    ergebnis: ein überproportionaler anteil der frauen, die bei objektiver betrachtung in relation zum eigenen marktwert ein toller fang wären, hat gravierende versteckte makel.


    die kombination attraktiv, witzig, klug, und initiative geht von ihr aus ist einfach unstimmig, "wider den gesetzen des marktes". das klingt so, als ob sie sich unter wert verkaufen würde. und da liegt eben die vermutung nahe, dass sie sich eben in wahrheit keineswegs unter wert verkauft, dir dies nur (noch..) nicht klar ist. wenn etwas zu gut klingt um wahr zu sein gibts eben häufig noch irgendwo einen haken. ist so ähnlich wie wenn bei aldi für 1000€ ein pc mit nagelneuem superstarkem 5 ghz prozessor angeboten wird. da kann man sich absolut sicher sein, dass dafür andere komponenten minderwertig sind, weil sonst dieser preis einfach nicht möglich wäre.


    es ist natürlich keineswegs gesagt, dass alle solchen "zu gut um wahr zu sein"-frauen ein griff ins klo sein müssen, aber je toller einem die frau erscheint desto wahrscheinlicher ist, dass da noch ein übler dämpfer auf einen wartet. :)_

    Wonderful

    Zitat

    So oft wie du deine letzte "Psychofrau" erwähnst und so wie du von den anderen Frauen schreibst, ist es vielleicht möglich, dass du deine letzte Erfahrung noch nicht abgeschlossen hast?

    Diese Vermutung habe ich auch.

    Zitat

    Und du erst dann wieder richtig frei für eine positive Erfahrung bist, wenn du deinen Frieden damit gemacht hast? :)*

    So ist es: Ohne Befriedung gibt es keine Liebe. Die Seele des Api braucht noch Zeit um nachzukommen. :)-

    Zitat

    Ich verstehe, dass es bedrohlich wirkt, wenn einer mal so offen und bekennend mit seinen Abgründen umgeht.

    im Gegenteil fand ich das ehrlich sehr erfrischend im Vergleich zum sonstigen Apigebla ]:D (*auch offen und bekennend erscheinen will* ;-D)

    Zitat

    Ich nähre sie doch nicht.

    nein? musst du wissen, ich will's dir nicht einreden.

    Api

    Zitat

    Das api ist nicht behandelbar.

    Das ist keine Überraschung. Vorausetzung für eine erfolgreiche Therapie ist die Erkenntnis des Patienten, die anschliessend in eine Einsicht über geht und in dem Wunsch nach Veränderung mündet.

    @ Black Gun

    Ja, ich kenne diese Theorien und ich denke, angewandt auf die Redakteurin/Produktionsleiterin (die letzte meiner Psychofrauen) ergibt sich durchaus ein stimmiges Bild. Sie ist keine Schönheit im klassischen Sinne. Aber ich fand sie von Anfang an sehr attraktiv. Ihre schlanken Hände, ihr Gesicht, alles halt. Sie hat mich auch sehr beeindruckt intellektuell. Es ging um moderne Lyrik und Claus Peymann und ich weiß nicht was. Ich mußte schon etwas tricksen, mit teils sehr zarten Lesefrüchten. ;-D Sie hat so liebeswürdig-süß-drolig-charmante Sachen gesagt wie "Nein, Moment Mal, ich muß in der SPD gewesen sein damals, denn ich bin ja ausgetreten." Wegen Schröder ist sie ausgetreten. Oder: "Zu Abi-Zeiten wollte ich Spiegelredakteurin werden." Kurzum: ich war hingerissen, beeindruckt, angezogen. Das werde ich ja wohl signalisiert haben. Das bleibt doch keiner Frau verborgen.


    Und alles dies oder spätestens dies wird die gesunde Frau dazu veranlassen, sich selbst zurückzunehmen. Aber sie hat von Anfang an auf die Tube gedrückt. Zwar im Gewande einer äußerlichen Schüchterheit, aber unter dem Strich hat sie ganz massiv auf die Tube gedrückt. Bereits das erste Date nahm zeitlich kein Ende. Bereits zu Anfang hat sie sich mir in Cafes körperlich sehr zugewandt. Bereits am ersten Abend hat sie Wendungen gebraucht, die darauf hinausliefen, den eigentlichen Anlass unseres Kennenlernens, es ging um die gegenseitige Überwindung sog. Schreibhemmungen, den eigentlichen Anlass also faktisch zu kassieren oder vielmehr zu weiten: "Wir können ja auch so mal was machen." Ganz schnell ging das alles, mit langen, zweideutigen Mails von ihr. Ganz am Anfang erschien sie zu einem Treffen, obwohl sie meine diesbezügliche Bestätigungsmail nicht erhalten hatte. Ich hatte sie ihr aber geschickt. Die Mail ist nur nicht angekommen. Sie sieht mich und strahlt, überrascht und erfreut: "Du bist ja da." Dazu muss man zusätzlich wissen, dass diese Frau die Gewohnheit hat, zu Fuß in die City zu laufen, ca. 1/2 h.


    Recht bald dann halt, langsam wegkommend von dem Projekt "Schreibenthemmung", der erste gemeinsame Kinobesuch. Danach stand sie vor mir. Nun erinnere ich mich wieder ganz deutlich, wie intensiv sie mir in die Augen geschaut hat. Mir war das alles zu schnell. Sie schlug mit den ausgestreckten Armen auf ihre Körperseiten, wie ein Pinguin beim Flugversuch. Erwartungsvoll. Ich sollte halt was machen, das war klar. Wir standen da im Dunkeln, Kalten schon eine Weile. Dann hat sie halt selbst die Umarmung eingeleitet. Naja, ich wollte mich nicht lumpen lassen, hab dann meinerseits bei nächsten Mal die Knutsch-Ära eingeleitet.


    Nun wurde langsam mitunter auch eine eigenarte Glasigkeit, Abwesenenheit bei ihr zu spüren. Die nächsten Treffen mit wilden Knutschereien, Fummeleleien. Bald kam um Mitternacht, wir standen lang Arm in Arm, der Satz: "Das müssen wir um Wochenende an einem sehr ruhigen Ort in der Süpvorstadt weiterführen." Sie war zu dem Zeitpunkt noch nicht bei mir zu Hause gewesen, wußte aber, wo und dass ich sehr ruhig wohne. Diese Ansage war, gemessen am gewöhlichen Verhalten von Frauen, das mir nun nicht völlig unbekannt ist, ein Hammer. Ich fragte, ob ein paar Fische zusehen könnten, ob die der Ungestörtheit des Ortes Abbruch tun würden. Sie verneinte, in Kenntnis darüber, dass ich ein Aquarium besitze. Es war, das haben wir später, als die große Diskurs-Ära angebrochen war, abgeklärt, eine eindeutige Selbsteinladung, unforciert.


    Es kam dann am Wochenende auch dazu. Allein sie hatte zunächst, lediglich zwei Tage später, diese ihre Ansage um Mitternacht vergessen! ":/ Tatsächlich vergessen! Haben wir dann alles später auseinandergenommen und analysiert. Als an jenem Abend dann doch der Groschen gefallen war, war sie, wie sie mir später schrieb, sehr erschrocken, fühlte sich verpflichtet etc. pp. Alles halt verkorkst. Und ich dachte noch, ich muss als echter Kerl nun wieder letzte Barrieren überwinden, die sie errichtet, um nach ihrer wilden Mitternachts-Ansage nicht als Schlampe zu erscheinen.


    Sie hat sich dann tatsächlich, auch völlig verrückt, für die beiden darauffolgenden Wochenenden bei mir eingeladen. Nach dem ersten WE, wo sie doch etwas krampfig war, dachte ich: Mädel, nun gehn wir erst mal wieder etwas händchenhaltend in den Park. Nee. Sie hat weiter Druck gemacht. Sich selbst und eigentlich auch mir. Das zweite Übernachtungs-WE war wohl das schönste, mit etwas Sex, auch etwas erregend. Naja, aber eben doch auch verkrampft von ihrer Seite. Das dritte war ganz abartig. Hier war sie schon voll in die Passivität und Schweigerei abgeglitten, sehr schlimm alles für mich, für uns beide.


    Danach initierte sie dann ein Treffen, auf dem sie mir ihre Ängste usw. schildern wollte, warum sie sich nicht recht einlassen könne. Am Anfang dieses Treffens gab sie mir einen sehr herzlichen, warmen, hoffnungsvollen Kuss, nahm dabei meine Wangen in ihre Hände. Ich spürte, sie versprach sich viel davon, es sollte wohl der große Befreiungsschlag werden. Später hab ich dann erkannt, dass diese Extreme, diese verkopften, unorganischen Dinge typisch für sie sind.


    Ich hatte bis dahin den seltsamen Verlauf unserer Bekanntschaft nicht thematisieren wollen. Ich dachte: " Nicht alles so sehr berreden, keinen Druck aufbauen, lass sie, nimm sie erst mal, wie sie ist, vielleicht nur schüchtern usw. usf." Nach meinen letzten Beziehungen wollte ich einfach etwas haben, was sich ohne Debatten langsam und normal entfaltet. Ich hätte mir auch nicht vorstellen können, dass angesichts ihrer jobmäßigen Sortiertheit und Professionalität sowas im Privaten möglich ist, dass sich das verträgt.


    Es kam aber doch so: sie wollte den großen Psycho-Diskurs eröffnen. Ich hatte bis zuletzt gehofft, die Frau nähert sich mir, zwar etwas aus der Art gefallen und überhastet, aber eben doch, weil sie sich in mich irgendwie verliebt hat. Ich hatte bis zuletzt gehofft, nicht wieder nur Reflexionsfläche und Experimentiertfeld für eine psychisch mehr oder weniger Kranke und Beziehungsgestörte zu sein. Ich wirkte nun auf sie sehr anders, als sie mich kennengelernt hatte. Ich war nicht laut oder beleidigend oder wütend, aber eben auch nicht einladend, verständnisvoll, therapeutenhaft. Ich konnte das alles nicht mehr nach meiner Ex. Ich kam mir nur noch verarscht und lächerlich vor. Ich empfand diese Entwicklung als üblen Scherz des lieben Gottes, als Zumutung der Vorsehung, wie auch immer. Ich ließ sie reden, mit ein paar Frage dazwischen, wollte sie möglichst authentisch. Aber viel kam nicht. Außer, dass sie recht schnell lauter und härter wurde im Reden.


    Am nächsten Tag hatte ich mich bereits gefangen und arrangiert, war bereit, auf ihre Forderungen einzugehen, u.a.: alles Körperlich auf null zurückzusetzen, absurd eigentlicht, schrieb ihr eine Mail nach dem Motto "Wir schaffen das zusammen..." Aber da war der Ofen bereits aus. Es gab noch ein Treffen. Es gab dann eine lange Phase heftiger Vorwürfe an mich, in geschriebenem und gesprochenem Wort, was ich alles sei und nicht sei. Lange Funkstille. Hab um sie geworben, ihr ein Gedicht geschrieben, was sie tatsächlich redigiert hat. Hab mich über Gebühr entschuldigt. Dann irgendwann Kontaktabbruch ihrerseits: "Lebewohl und Abschied" Immer diese völlig ungebrochene prätentiöse Melodramatik von ihr, der Hang, ganz wichtig in die eigene Seelenschau zu gehen: "dies tat mir gut/nicht gut", "darüber bin ich froh/nicht froh", "dies verfolgte mich lange" ... Sie nahm es mir wohl tatsächlich sehr übel, dass ich nach ihr nicht auch ihre Psychogeschichten umworben habe. Nach einer Woche kam sie dann per Mail mit dem Vorschlag, sich nach einer Auszeit wieder zu treffen um zu schauen, wie wir zueinander stehen. In dieser Mail hat sie sämtliche Schuld an unseren Auseinandersetzungen auf sich genommen gewünscht, alles von ihr Gesagte ungesagt, alles von ihr Geschriebene ungeschrieben machen zu können im Nachhinein.


    Sie meldete sich dann per Mail am vereinbarten Tag. Treffen ging dann wieder doch nicht. Schlug Mailkontakt vor, weil sich das für sie gerade sehr richtig anfühlen würde. Wollte nun auch alles über meine Verletztungen aus vorangegangenen Beziehungen erfahren und "nach deiner letzten Mail" mir auch gern erklären, woher ihre Ängste in Beziehungen herrühren. Zwischendurch war ich auch oft unwürdig, dies gesagt zu bekommen, weil ich am Anfang nicht begeistert gleich zugehört hatte, halt noch unter dem Schock, mit einer Frau im Bett gewesen zu sein, die das alles eigentlich gar nicht richtig gewollt hatte.


    Ich konnte nicht gleich zusagen bezüglich Mailkontakt, weil grad meine Ex wieder Probleme machte, u.a. heulend am Telefon verlangte, dass ich mit ihrem jünsten Ex (war eigentlich ein Witz, keine Beziehung) tatsächlich telefoniere, ein komisch-verschrobener, erzkatholischer, u.a. der Piusbruderschaft anhängender Arzt (Neurologe, Psychotherapeut). Mal abgesehen von seinen unmöglichen Ansichten über Politik, Familienplanung, Frauen ("Geschminkte Frauen in Röcken sind eine Bedrohung."), Kreationismus, Katholizismus (fanatischer Anhänger der tridentinischen Messe usw.) hatte dieser Typ, obwohl ja eigentlich vom Fach (oder gerade weil vom Fach), sich von meiner Ex sehr schnell abgesetzt. Im Gespräch meinte er, er habe keine Zeit zu verlieren, wolle noch eine Familie gründen. ;-D

    mir sagte ein freund schon vor geraumer zeit. ab einem bestimmten alter lernst du quasi als gleichaltrige frauen eher nur 'belastete' kennen :=o

    Vor zwei Tagen, weil ich sie nicht vergessen kann und eigentlich auch lieb habe, wollte ich dann in einer sehr langen, lieben, engagierten, reflektierten, beinahe künstlerisch-prosaischen Mail doch noch ihr Angebot einer Mailkontaktes annehmen. Ich hatte bereits Bedenken, auf welchem Dampfer sie nun wieder sein könnte und rief ihr vorsorglich ins Gedächtnis, dass ich sie auch bereits einmal hab zurückkommen lassen. Von ihren Szenen und Vorwürfen und dem ganzen Zirkus, den sie sich ja am Ende selbt angelastet hat (zu Recht), ganz zu schweigen. Sie antwortete in seltsam entrückter Weise und wortkarg mit zwei Sätzen, so als ob das Vergangene nicht geschehen wäre, so als ob sie nicht immer wieder gekommen wäre, selbst nach einem von ihr verkündeten Abschied, so als ob die Einladung zum Mailkontakt und der Wille, nun mir ihre ganzen Ängste zu erläuern nicht real gewesen wären. Schob mir unversehens die Rolles des Stalkers zu, auch in seltsam bürokratischer Wortwahl ("kann einer Fortführung der Bekanntschaft nicht zustimmen" usw.) Dabei hatte ich seit Anfang Mai noch ein schlechtes Gewissen, sie mit dem Mailkontaktvorschlag abgewiesen zu haben, obwohl sie sich nun öffnen wollte.


    Ja, um auf Black Gun zurückzukommen: Als sie dann merkte, wie ich auf ihren zunächst überschätzten, aber doch wohl niedrigeren Marktwert reagiere, ist die Sache völlig aus dem Ruder gelaufen. Obwohl ich nach ihrer Aussage derjenige war, für den sie nach langer Zeit überhaupt sich wieder rausgewagt hätte, ernsthaft eine Beziehung erwogen hätte.

    Diesen Text zu lesen verursachte bei mir %:|


    Meine Fresse!!! ":/


    Api: Was bitte verleitet dich dazu diese Geschichte in irgendeiner Form fortzuführen?


    Und warum ist hier nur zu lesen was sie tut/nicht tut oder getan/nicht getan hat?


    Was ist mit dir?


    Waren es nur ihre schlanken Hände und ihre Attraktivität dich dich interessierten?


    Gab es denn keinen Punkt an dem dein Bauchgefühl dir sagte, dass es merkwürdig ist wie sie sich verhält? Einen Punkt an dem du aussteigen hättest können?


    Und das hier:

    Zitat

    Ich konnte das alles nicht mehr nach meiner Ex.

    zeigt eigentlich, dass auch DU nicht unbelastet an das Ganze herangehen konntest... :=o

    Zitat

    Sie antwortete in seltsam entrückter Weise und wortkarg ...Schob mir unversehens die Rolles des Stalkers zu, auch in seltsam bürokratischer Wortwahl ("kann einer Fortführung der Bekanntschaft nicht zustimmen"

    Kommt mir sehr bekannt vor. Die tröstet sich längst mit jemandem, "der sie wirklich versteht". Vergiß sie.

    Merkwürdig kam es mir von Anfang an vor. Aber aus bestimmten Gründen, weil ich mir nicht mehr recht vertraue, wollte ich mich hier mit Urteilen zunächst zurückhalten, um offen zu bleiben, um nicht erworbene Sichtweisen, Verkustungen, alte Enttäuschungen irgenwelche Entscheidungen von mir vergiften zu lassen. Ich hab das alles schon irritiert wahrgenommen aber dachte halt: "Mal sehen. Sie ist Scheidungskind, sie hat auch ihre Geschichte, sie schreibt, sie ist sensibel."


    Und dann: meine Erfahrung ist nun mal, dass ich auch wieder lange Phasen hab, wo gar nichts geht. Ich wollte mich da nicht einfach ausklinken, hoffte, sie mag mich doch ernsthaft und das wird was. Ich hatte mich doch gefreut, weil sie mir gefiel in vielerlei hinsicht. Naja, sie konnte von Anfang an nicht mit Komplimenten umgehen und von Anfang an hatte ich das Gefpühl, sie spielt nach ihr bekannten bzwl. allgemein geläufigen Schablonen eine Beziehung bzw. die Anfangsphase einer Beziehung nach.


    Kurz vor unserem ersten Kuß hatte ich einige Male ihre Hände gestreichelt, berüht. Sie hat ums Verrecken nicht erwidert. Dann war ich auf Toilette und hab mir überlegt: "Es ist bald eins, die werfen uns hier bald raus, die geschlossene Gesellschaft ist auch beinahe durch. Und die Flasche Wein für 18 Euro hast du praktisch allein getrunken." Dann saß ich wieder neben ihr und fand sie so unheimlich süß und hab nochmal etwas nachdrücklicher über ihre Hand gestrichen. Da hat sie dann ganz mechanisch ihre Hand darauf gelegt. Das war im ersten Moment so programmiert, so gezwungen. Eigentlich war es der Ausdruck des Nichtwollens im falschen Gewand der Erwiderung mit der Motivation, sich auf Beziehungsfähigkeit zu trimmen, etwas zu tun, was man als nromale Frau in diesem Alter nun mal tut.

    Wonderful

    Zitat

    Gab es denn keinen Punkt an dem dein Bauchgefühl dir sagte, dass es merkwürdig ist wie sie sich verhält?

    Das habe ich mich auch gefragt warum er das nicht wahrnimmt. ":/

    Ich könnte doch die Merkwürdigkeiten von Anfang an nicht schildern, wenn ich sie nicht von Anfang an wahrgenommen hätte. Siehe eben meine Motivation, aus den wahrgenommenen Merkwürdigkeiten keine Konsequenzen zu ziehen.