Ich denke, die Unentschlossenheit deines Partners zieht dich noch weiter runter.


    Man möchte seinen Partner natürlich möglichst unterstützen, aber dieses Arbeitsplatzroulette, was er spielt, löst in die sicher Zukunftsängste und Ähnliches aus.


    Ich hab das Gefühl, du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht. Mann hat Probleme, Freundin zieht sich aus der Affäre, Kinder oft krank, alles sieht momentan einfach soo trübe aus.


    Und ich kann das verstehen.


    Aber! Und das ist das, was dir deine Therapeutin eigentlich beibringen sollte...


    Du musst mal auf dich schauen. Auch in dem großen Chaos, musst du lernen abzuschalten...und wenns nur eine halbe Stunde ist, während dein Mann die Kiddies betreut.


    Oder Abends wenn die beiden schon schlafen...


    Nimm dir die Zeit etwas zu tun, was dich erfüllt und glücklich macht. Nimm dir die Zeit deine "Positiv-Energie" wieder aufzuladen, damit DU in dem ganzen Chaos nicht am Ende der Verlierer bist.


    Du musst lernen dich von anderen loszumachen...dich selbst zu lieben und zu ehren, Dinge objektiv zu sehen und nicht die Schuld bei dir selbst zu suchen.


    Manchmal gehen Freundschaften in die Brüche...mit einem großen Knall, oder...sie schwinden...langsam und leise.


    Manchmal kennen wir den Grund, erahnen ihn und manchmal...ist es einfach so.


    Du musst lernen, deinen Anteil an so etwas zu erkennen. Du hast den kontakt mehrmals aufgenommen, aber sie hatte Ausreden...also entweder kommt sie von sich aus, oder eben nicht. Wenn sie nicht von sich aus kommt, bist du nicht Schuld an der Situation, sondern sie oder ihre Lebenssituation. Du darfst dann auch wütend auf sie sein, oder enttäuscht.


    Aber lass nicht die Trauer darum dein Leben bestimmen. Denn du trauerst um Freundschaften...ich hab das Gefühl du bist nicht böse auf sie... aber das darfst du ruhig sein.


    Wut ist für manche Menschen leichter zu ertragen als Trauer, ich gehöre zu diesen Menschen.


    Wenn ich traurig bin, komme ich aus meinem Teufelskreis nicht heraus...bin ich aber wütend...hat es sich irgendwann...klammheimlich erledigt.


    Ich hoffe du findest deinen Weg.


    Ich hoffe dein Mann kann die Therapie annehmen und sich für einen Arbeitsplatz entscheiden, denn in seinem Verhalten sehe ich großes Depressionspotential für dich.


    Vielleicht...aber auch nur vielleicht, wäre für dich der Gang zum Psychiater auch der richtige? Muss es nicht, alles gut. Aber mir haben meine Antidepressiva geholfen meine Stimmung zu stabilisieren und wieder Antrieb zu haben...

    Bin nun erstmal bis ende nächster Woche krank geschrieben... War mir nicht sicher ob ich das überhaupt möchte. Mein Arzt riet mir dazu, damit ich mal zur ruhe komme... Soll citalopram nehmen und nächsten Freitag wieder kommen.

    Was sage ich meiner Chefin warum ich au bin? Sie fragte mich vor Wochen schon warum ich so bedrückt aussehe... sage ich die Wahrheit? Sage ich was anderes? Sie wird mich fragen wenn ich anrufe...


    Was würdet ihr sagen?

    Du musst deinem Chef nicht erzählen warum du krank bist.


    Das ist dein gutes Recht.


    Es gibt verschiedene Reaktionen von Arbeitgebern und es wäre wichtig vorher für sich selbst auszulooten, was für einen man nun hat.


    Bei meinem Arbeitgeber gibt es sehr viele Programme zur Work-Life-Balance und es gibt sogar eine Psychologin, die sich mit dem Thema befasst. bei dieser war ich schon, vor meiner Erkrankung, und sie riet mir damals auch psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen (Nach Verlust meiner 26jährigen Schwester).


    Als dann der Zusammenbruch kam, war es eigentlich für alle absehbar. Ich hatte vorher monatelang heulend und bedrückt auf Arbeit gesessen, ich wurde schon entlastet vom Arbeitspensum her. All das half mir leider nicht, da mein Ursprungsproblem halt nicht die Arbeit war.


    Mit der Krankschreibung, sagte ich dann meinem Chef auch, dass ich einen Nervenzusammenbruch hatte und nun Hilfe in Anspruch nehmen müsste. Ich sagte ihm auch, dass ich eine Depression habe und deswegen noch ein paar Wochen krank bin (Einstellung auf die Medikamente war bei mir kritisch, da ich mit Chemikalien arbeite und deswegen mit Tremor oder andren NW nicht arbeiten DARF). Er fand meine Offenheit gut und versicherte mir aber, dass ich selbst entscheiden könne, ob ich es den Kollegen sage oder nicht. Ich weihte nur ein paar Kollegen ein.


    Nach ca. 6 Wochen kam ich wieder auf Arbeit und jeder merkte, es ging mir "besser" mit der Zeit.


    Weiterhin unterstützte mich der Arbeitgeber mit Entlastung und darin, dass ich Termine einfach wahrnehmen konnte ohne über die Arbeitszeit verhandeln zu müssen (ich machte dann an andren Tagen einfach mehr Stunden und es wurde nicht doof geguckt, wenn ich um 13 Uhr schon ging, obwohl ich erst um 9 kam...)


    Auch hätte es die Möglichkeit gegeben meine Arbeitszeit zu reduzieren.


    Ich war alles in Allem froh, dass mein Arbeitgeber so souverän damit umgegangen ist.


    ABER: wie gesagt, nicht jeder Arbeitgeber hat dafür das nötige emotionale Verständnis, genauso wie einige Kollegen.


    Loote es für dich aus, wie du dich wohler fühlst.

    Ich kann es schlecht einschätzen. Meine Chefin ist Ärztin. Ich mag nicht gerne lügen und verhaspel mich schnell.


    Ich werde gleich mit meiner Kollegin sprechen und fragen was sie meint. Sie arbeitet schon seit 34 Jahren mit unserer Chefin zusammen. Ich verstehe mich sehr gut mit ihr, und wir haben auch privat Kontakt. Sie weiß nicht von allem, aber von einigen Problemen.

    Meine Kollegin hat gestern super reagiert, hat gesagt, soll mir alle zeit der Welt nehmen damit ich weder gesund werde. Hat auch gemeint ich soll meine Chefin anrufen und ihr das sagen sie hat bestimmt verständis, und wenn nicht, laufen lassen, ist ja momentan eh schlecht zufrieden..


    Konnte sie nicht erreichen, hab auf dem AB um Rückruf gebeten. Da kein Rückruf kam, rief ich heute morgen an. Sie war sehr knapp ab, sagte ich hätte mal mit ihr reden können. Hab gesagt das es gar nichts mit der Praxis zu tun hat, sondern mit meinem Privatleben... Soll mir überlegen ob ich nicht lieber wieder auf 2 Tage runter gehe... dann hat sie aufgelegt. Das will ich ja gar nicht... Die denkt jetzt bestimmt das ich mich au schreiben lassen habe weil sie mich gestern angemeckert hat.


    Konnte mich nicht erklären.... Das ist wirklich doof gelaufen. :-(

    Das ist tatsächlich doof gelaufen. Das kommt aber vor, dass im Leben Situationen nicht ganz geklärt werden können. Viel wichtiger als die äußere Kommunikation, ist zu wissen, was du für dich innerlich willst und wünschst. Hast du hier eine klare Richtlinie, wie du deine Bedürfnisse befriedigen willst auf der Arbeit und auch privat, dann ist das auch für alle anderen wahrnehmbar. Die Kommunikation findet auch über die Gefühle statt. Wenn du weist, was du willst, dann wird sich das auch mit deiner Chefin regeln, wenn sich die nächste Gelegenheit bietet. Es wird sich sicher noch eine Gelegenheit ergeben.

    Ich würde versuchen das ganze nicht per telefon zu klären...


    Ich bin damals auch kurz bei meinem chef vorbei gegangen... so konnte ich ihm sagen wie ich mir meine berufliche zukunft vorstelle.


    Auch konnte man mir ansehen, wie am ende meiner kräfte ich war.


    Er sagte dann auch, dass er sich das schon denken konnte, dass es soweit kommt.


    Im grunde hat mich das auch...verunsichert...ich hatte das gefühl man habe nur auf meinen Zusammenbruch gewartet.


    Es ist eine schwierige situation, aber mit richtiger kommunikation kann man es meistern.


    Du suchst dir hilfe. Mach das ganz deutlich bei deiner chefin, dass du hoffentlich in absehbarer zeit wieder voll arbeitskräftig sein wirst, da das problem erkannt wurde und du es jetzt angehst.