Doch keine Freundschaft...?!

    Hallo :)


    ..was ist eure Meinung dazu?.. :


    Meine Grosscousine (gleich alt wie ich, zusammen aufgewachsen, machen alle zwei Monate etwas zusammen..ob Geburtstage, Eis essen oder sie unternimmt etwas mit meinem 3 jährigen Sohn, verstehen uns super) hat kirchlich geheiratet.


    Hat uns aber nicht eingeladen. Meine Eltern schon.


    Zuerst Dacht ich mir..ok sie will auf ihrer Hochzeit keine Kinder....... Oder.. Sie feiert nur im kleinen Kreis und ich als gross Cousine Gehör da nicht dazu.


    Jetzt erfahr ich von ihr selber, dass 120 Gäste auf ihrer Hochzeit waren.


    Wie kann sowas sein? Meine Eltern meinten, dass sie 95% davon nicht kannten.


    Eigentlich dachte ich, dass wir nicht nur groß Cousinen sind, sondern auch Freundinnen.


    Was sagt ihr dazu? Soll ich sie drauf ansprechen?

  • 41 Antworten

    Wenn meine Eltern Leute einladen, denke ich auch oft "Oh X ist nicht dabei und Y"...vielleicht wird das Ganze etwas anders, wenn man es aus der Perspektive der Gastgeber sieht, die halt wirklich planen müssen mit begrenzten Ressourcen? :-/

    In dem Fall habe ich ehr den Verdacht, bei 120 Gästen, dass dabei schlicht mal jemand übersehen werden kann.


    Dass es jemand nahestehendes ist, ist besonders ärgerlich (bei einem Anderen wäre es vermutlich nicht aufgefallen).


    Ich würde es nicht persönlich nehmen, das ist zu menschlich.

    Zitat

    Soll ich sie drauf ansprechen?

    Würde ich machen, aber ehr nach dem Motto:


    "Och schade, ich hätte Dir gerne direkt bei der Feier gratuliert, auch wenn ich bei dem Gedränge wohl keine Zeit für ein längeres Gespräch gewesen wäre"

    Vielleicht war es nicht nur hauptsächlich der Verwandtschaft des Bräutigams, sondern auch die Bräutigameltern, die die Feier vorgegeben haben. Und in solchen Fällen hat man schon oft davon gehört, dass die Braut nur ganz begrenzt Leute einladen darf. In der Regel nur die engsten Verwandten, keine Freunde.


    Nicht fein, finde ich.


    Aber klar würde ich das ansprechen.

    Wenn Du neugierig bist und es wissen möchtest: frag sie. die Kunst wird sein, die Frage so zu formulieren, dass der Gegenpart sie nicht als negativ auffasst. D.h. Deine Gross-Cousine soll ja nicht das Gefühl bekommen, das Du jetzt darüber enttäuscht und sauer bist.


    Vielleicht war die Feier bestimmten traditionellen Regeln unterworfen (z.b. auf jeden Fall die engste Familie, dann..., etc.), so dass man irgendwo anfangen musste, eine Grenze zu ziehen...


    hier gibt es ja auch gerade den Faden " die Hochzeit der einzigen Tochter" - vielleicht liegt da so etwas vor?

    Zitat

    Deine Gross-Cousine soll ja nicht das Gefühl bekommen, das Du jetzt darüber enttäuscht und sauer bist.

    ???


    Wieso nicht?


    Ich finde man darf zeigen, wenn man enttäuscht ist.


    Wenn man nicht vorhat zu sagen was man wirklich meint, dann kann man Kommunikation auch gleich lassen!

    Liebe TE,

    Da du regelmäßigen, freundschaftlichen Kontakt zu deiner Groß-Cousine hast, ist es absolut okay freundlich nachzufragen, warum du nicht zur Hochzeit eingeladen warst, und zu sagen dass dich das enttäuscht hat.


    Macht das Leben doch nicht unnötig kompliziert!

    @ :)

    "D.h. Deine Gross-Cousine soll ja nicht das Gefühl bekommen, das Du jetzt darüber enttäuscht und sauer bist."


    Offensichtlich ist die TE das aber.


    Ich sehe keinen Grund warum sie das nicht rüberbringen darf.


    Ich bin da aber auch eher der direkte Typ, der sagt wenn ihm was nicht in den Kram passt.


    Das ist manchmal hilfreich, manchmal vlt auch nicht, aber im Großen und Ganzen fahre ich da ganz gut mit.

    Zitat

    Eigentlich dachte ich, dass wir nicht nur groß Cousinen sind, sondern auch Freundinnen.

    Vielleicht empfindet sie ja etwas Freundschaftliches für dich, jedoch nicht in dem Umfang wie du. Ich zumindest würde eine echte Freundin immer einladen, und sollte das absolut nicht gehen, ihr auf jeden Fall erklären, warum die Einladung ausbleiben musste.


    Ich vermute, dass deine Cousine eure Beziehung auf der Verwandschaftsebene sieht. Dafür sprechen die zeitlich eher großzügig angelegten Treffen, die zudem offenbar nicht wirklich der Freundschaftsvertiefung zwischen ihr und dir dienen, sondern im Rahmen von "Familie" stattfinden. Geburtstage, alleinige Ausflüge mit deinem Kind.


    Eine andere Möglichkeit wäre, dass du mal irgendwas erwähnt hast, dass du nicht so auf Hochzeiten stehst oder ähnliches, woraus sie wiederum ihre Rückschlüsse gezogen hat.


    Aus welchem Grund auch immer die Einladung nicht kam, deine Cousine hat bisher jedenfalls keine Notwendigkeit gesehen, dir das zu erklären.


    Und ja, wenn es dich stark beschäftigt, solltest du sie darauf ansprechen. Z. B.: "Da es mich doch hin und wieder beschäftigt, wollte ich dich mal fragen, warum ihr meine Eltern zu eurer Hochzeit eingeladen habt, und mich nicht?" Das einfach ruhig und nett anfragen ist völlig ok, und dann wirst du sehen, was als Antwort kommt. Im besten Falle eine für dich nachvollziehbare Erklärung. :-)

    Ich habe damals eine mir damals und heute sehr wichtige Freundin nicht zur Hochzeit eingeladen, weil sie zu der Zeit nur mit ihrem absolut scheußlichen Typen zusammen zu haben war, und den hätte ich vermutlich nach zehn Minuten in der Torte erstickt, was ja schade drum gewesen wäre (um die Torte, nicht um den Typen. alter Schwede, was war das für ein Pfosten), jedenfalls wenn ich schneller gewesen wäre als mein Kerl, der ihn wahrscheinlich gleich nach dem Reinkommen ins Essen geschnetzelt hätte. Weil es zu Riesenchaos geführt hätte, wenn ich gesagt hätte, ich wolle nur sie dabeihaben, aber nicht ihn (und auch bei ihr zu Hause ordentlich Zoff gegeben, weil er das nicht verstanden und ein Riesentheater gemacht hätte), habe ich sie einfach nicht eingeladen. Habe es ihr dann bei ihrer Nachfrage später so erklärt, und sie war ziemlich sauer und hat sich bevormundet gefühlt, musste aber auch zugeben, dass sie wohl nur sehr ungern ohne ihn gekommen wäre und es viel Stress und Hin und Her gegeben hätte. Ach, bah, das war doof alles. Zum Glück hat unsere Freundschaft es überstanden. Mein heutiges Ich würde es ihr trotz Chaos einfach so sagen ("Ich hätte dich wahnsinnig gern dabei, aber deinen Freund auf keinen Fall - wenn du dann nicht kommen magst, ist es in Ordnung, und falls du trotzdem kommst, freu ich mich sehr."), mein damaliges Ich war überfordert, verwirrt und sowieso heillos verwuselt. Und das war eine kleine Hochzeit.
    Was ich damit sagen will: Es muss keinesfalls irgendwas bezüglich ihrer Wertschätzung für Dich zu tun haben, dass Du nicht eingeladen warst. Hochzeitseinladungen sind mitunter eine erstaunlich komplizierte Sache, und gerade bei großen Feiern verirren sich die Leute in all dem Zeug, was zu tun ist, gern derart, dass sie am Ende völlig erschöpft sagen: "Mir doch alles egal, irgendwie wirds schon laufen, mag nicht mehr weiter grübeln." Und bei einer Hochzeit mit 120 Leuten hat man als Brautpaar eh nix von all seinen Gästen und als Gast nix von den Brautleuten, das ist nur so ein "Dabeisein" und eine Feier, aber nichts Inniges.

    Ich würde mal Fragen, wie die Feier so war und gratulieren, vielleicht sagt sie dann von sich aus schon etwas dazu oder du kannst raushören, was der Grund ist. Und wenn sie nichts dazu sagt, mehr oder weniger direkt nachfragen, warum du nicht eingeladen warst.

    Gibt es eigentlich ein Recht auf eine Einladung zur Hochzeit? Ich kann verstehen, dass die TE etwas angefressen ist, aber das ist doch ihr ureigenes Problem.


    Eine Hochzeit mit 120 Gästen ist schon eine große Sache, und ich denke, dass die Auswahl und die Begrenzung der Gäste nicht unproblematisch ist. Aber irgendwo muss eine Grenze gezogen werden, da lädt man vielleicht die Großtante und den Großonkel ein, nicht aber auch noch deren Kinder, Schwiegerkinder, Enkel etc.


    Das ist die Entscheidung des Brautpaares, und ich fände es hochnotpeinlich, wenn die auch noch die Nicht-Einladung der Großcousine gegenüber begründen sollten.


    Ich würde der TE raten, mit etwas Enttäuschungsfestigkeit das Thema Hochzeit abzuhaken. Selbstverständlich bleibt ihr das Recht, die Beziehung zur Großcousine neu zu überdenken.

    Habt ihr vorher denn nie über die Hochzeit gesprochen?


    Ich hab z.B. einige Freunde, die wir nicht einladen. Als dann irgendwann mal die Hochzeit im Gespräch war, habe ich gesagt, dass wir halt nur im kleinen Kreis feiern, alleine meine Familie x Leute sind und wir später eine große Gartenparty machen.


    Hatte bisher jeder Verständnis für bzw. haben wir keine negative Rückmeldung bekommen.


    Kleiner Kreis passt zwar bei 120 Gästen nicht, aber vielleicht kommen schon von seiner Familie auch so viel? Oder sein Kegelclub, Fußballverein und Kollegium sollten eingeladen werden, sie wollte aber von ihrer Seite aus nur einen engen Kreis dabei haben?

    Also ich finde man kann problemlos nachfragen weshalb man nicht eingeladen wurde und dabei seiner Enttäuschung auch gerne Ausdruck verleihen.


    Im Zuge meiner Hochzeit hatten genau 2 Leute Anlass nachzufragen. Bei der Person a tut es mir sehr leid. Da handelte es sich um ein Missverständnis, wir haben das geklärt und künftig wird sie bei allen Festlichkeiten eingeladen, auch wenn ihr Freund, mein Ex, lieber keine Einladung will.


    Bei Person b liegen der nicht erfolgten Einladung handfeste Überlegungen zugrunde die ich bei Nachfrage auch gerne mitteile. Da hatte es, bei aller liebe die ICH für die Person empfinde, etwas mit den anderen Gästen in Kombination mit der Art dieser Person zu tun.