• Dominante Männer

    Es gibt da eine Frage, die mich in letzter Zeit ziemlich beschäftigt: Fühlen sich alle Frauen zu dominanten oder sogar machohaften Männern hingezogen? Ich kenne eine Frau, die von sich selber sagt, dass sie einen Macho braucht und dabei auf eine bestimmte Person verweist. Dieser Mann sei ihr jedoch zu machohaft, während alle anderen Männer zu lieb…
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    Ich möchte gerne einen "Entscheider", der weiß, was er will und der auch mal die Richtung vorgibt.

    Ja, das finde ich auch wichtig, dass ein erwachsener Mensch Entscheidungen treffen kann und auch mal irgendwelche Initiativen setzt... (Eine Beziehung sollte für mich von beiden bestimmt sein und nicht nur von einer Seite. Also müssen selbstverständlich beide, Vorstellungen über die erwünschte Richtung haben und ich könnte keinen Mann gebrauchen, der die Richtung vorgegeben bekommen möchte...) Aber das ist eine Eigenschaft, die ich nicht Dominanz nennen würde. Obwohl ihre Abwesenheit natürlich recht zwangsläufig zu maximaler Unterwürfigkeit und unleugbarem Waschlappencharakter führen würde... ;-D

    Stimpy67

    Es geht doch darum nicht jeden Quark der Damenwelt für sich anzunehmen, gerade keinen Spagat zu machen, sondern fest zu stehen! Da muß man doch nicht gleich resignieren. Das kann man üben nicht der "nette" Junge zu sein und mehr Spaß macht das auch.


    Weiberärgern macht doch Spaß ;-D Ich verstehe nicht, warum das nachlassen sollte, zumal man eh nichts davon hat, wenn man das läßt.


    Du nimmst das auch zu ernst, keine Frau will wirklich einen stupiden Macho, die wollen auch ein bißchen spielen, sich gefangen nehmen lassen und nicht ständig auf dem Sockel stehen.

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    Weiberärgern macht doch Spaß ;-D

    Schön, dass sich zu Demonstrationszwecken auch ein Macho in den Thread verirrt... Finde ich allerdings genauso unattrakiv wie einen Mann, der einen Rockzipfel sucht, an den er sich hängen kann... :=o

    die eigene Meinung vertreten, souverän sein, im Beruf kompetent sein, selbstbewusst sein, Verantwortung übernehmen, entscheidungsfreudig sein, sich auch klar abgrenzen können, das sind anscheinend Eigenschaften die nichts mit Dominanz zu tun haben. Aber oft dominanten Menschen unterstellt werden. Dadurch sehen wir sie dann eben nicht soooo negativ. Im Grunde genommen hat ja jeder Mensch eine vielzahl an Eigenschaften. Bei manchen fällt es nur stärker auf, dass sie über andere Leute bestimmen wollen. Die Mittel wie sie ihr Ziel erreichen können sehr vielfältig sein.


    Dieses Beispiel mit den schreienden Babys das Gwendolyn gestern gebracht hat. Geht mir nicht aus dem Kopf. Ich bin nach wie vor der Meinung dass die Kleinen nicht bewusst dominieren wollen, aber sie erreichen genau das gleiche Ergebnis. Als Mutter fühlst du dich da total fremdbestimmt. In den meisten Fällen, "erzieht" man die Kinder zu sozialen Wesen. Aber es soll auch kleine selbstsüchtig Monster geben :-X


    Mir fällt auf, dass ich mit einem dominanten Mnschen immer auch ein gewisses aggressives Potenzial "andenke". Aber ein Mensch kann auch "nörglerisch" dominieren. Mir fällt eine Bekannte ein, die aus dem Rollstuhl heraus die ganze Familie mit psychischem Druck "weinerlich und leise" dominiert.

    a.fish


    Mag sein, dass wir das im Kern ganz ähnlich sehen, ja.


    Stimpy67

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    Ich glaube aber, dass dominante Männer oder "Machotypen" unterm Strich weitaus grössere Chancen bei Frauen haben als schüchterne, zurückhaltende oder etwas unsichere Männer.

    Naturgemäß, ist umgekehrt doch nicht anders. Die Voraussetzung für eine Beziehung oder auch nur Sex besteht erst einmal darin, dass ich den anderen überhaupt erst einmal bewusst wahrnehme. Und wen werde ich eher wahrnehmen, jemanden der in der Gruppe Präsenz zeigt oder jemanden, den ich kaum bemerke?




    Es stand die Frage im Raum, ob man Dominanz "abschalten" kann. Ich würde mich als eher dominante Persönlichkeit bezeichnen und bekomme das auch oft zu hören. Für mich persönlich würde ich die Frage verneinen. Diese Machtgefälle, die ich in meinem letzten Beitrag erwähnt habe, kann ich nicht willentlich aufbauen, das ist Empfindungssache. Dominanz ergibt sich einfach, wenn ich auf eine Person treffe, die das Gegenstück dazu darstellt. Es gibt allerdings auch genug Menschen, die auf mich nicht anspringen, oder denen ich allgemein nicht zutraue, dass sie auf Dominanz anspringen. Entweder, weil sie selbst zu dominierend sind oder weil sie das Spiel einfach nicht mitspielen. Und darauf kommt es eben an. Dominanz kann nicht für sich alleine existieren, es braucht immer jemanden, der dominant auftritt und einen, der das akzeptiert.

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    Dominanz ergibt sich einfach, wenn ich auf eine Person treffe, die das Gegenstück dazu darstellt.

    Wie kann man sich das vorstellen? Testest du allgemein bei Leuten aus, ob du sie beherrschen kannst?

    @ Lancis

    Zitat

    Dominanz kann nicht für sich alleine existieren, es braucht immer jemanden, der dominant auftritt und einen, der das akzeptiert.

    Im Prinziep hast du Recht. Aber es gibt Situationen, da können die domninierten sich nicht direkt wehren. Es könnte existenziell werden. Und dann ballt man halzt mal die Faust in der Tasche, oder schmiedet Mordpläne.

    Bambiene


    Witzige Vorstellung. ;-D Nein, das tue ich nicht. Ich habe zumeist ja nicht einmal den Wunsch, irgendjemanden zu dominieren. Das ergibt sich ganz von alleine, sobald ich jemanden nicht als so nötig, wichtig oder einschüchternd empfinde, wie er es umgekehrt tut. Deswegen braucht es auch beide Seiten. Wenn ich mich ganz fürchterlich bedeutsam fühle, aber niemand das umgekehrt so empfindet, bin ich nicht dominant, sondern auf Dauer unfreiwillig unterhaltsam.

    Zitat

    Aber es gibt Situationen, da können die domninierten sich nicht direkt wehren. Es könnte existenziell werden. Und dann ballt man halzt mal die Faust in der Tasche, oder schmiedet Mordpläne.

    Schwierige Frage, diese Person hat auf jeden Fall die Oberhand. Ob die Oberhand haben auch gleichzeitig dominant bedeutet, kann ich nicht eindeutig beantworten.

    @ Lancis

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    Wenn ich mich ganz fürchterlich bedeutsam fühle, aber niemand das umgekehrt so empfindet, bin ich nicht dominant, sondern auf Dauer unfreiwillig unterhaltsam.

    Wäre vieleicht eine Geschäftsidee. Ich musste unwillkürlich an Cindy aus Marzahn denken? ;-D


    Tschuldigung. Will damit nicht unterstellen, dass du körperlich soooo "dominierst". Ich musst eben bei deinem "fürchterlich bedeutsam" schallend lachen.


    Die unterschiedlichen Interpretationen von Dominanz und dominantem Verhalten in diesem Faden haben mich auch ein wenig irritiert. Deshalb hab ich mir bei Wikipedia Rat geholt.

    Zitat

    In der Psychologie spricht man von Dominanzverhalten, wenn ein Individuum das Verhalten von einem oder mehreren anderen Individuen beherrschen bzw. kontrollieren möchte.

    Ergo, bist du warscheinlich gar nicht dominant, sondern einfach selbstbewusst und selbstsicher und was bestimmte Leute angeht .... gleichgültig. Dass du "Macht" über Menschen hast die für dich was empfinden, ist das Eine. Sie (also diese Macht oder wie du schreibst Oberhand) zu gebrauchen oder missbrauchen ist wieder was anderes. Finde ich.

    Stimpy

    Zitat

    Wenn ich das hier lese, wird mir wieder klar, warum ich es mit Frauen nicht gebacken bekomme. Diesen Spagat werde ich nie im Leben hinbekommen...und mittlerweile will ich es auch gar nicht mehr.

    Naja, ist aber auch ein Unterschied, ob eine Frau hier einfach mal eine Wunschliste angibt, wie der optimale Mann denn sein sollte, oder ob sie dann im richtigen Leben so einen auch findet und ob ihr tatsaechliches "Wahlverhalten" mit solchen Listen uebereinstimmt.


    Maenner, auf die der zitierte Text passt gibt's jedenfalls mit Sicherheit betraechtlich weniger als Maenner, die eine Frau/Freundin haben, und als Frauen, die einen Mann wollen.


    Im Uebrigen faellt mir wie oefter in solchen Diskussionen mal wieder auf, was auch anderen schon aufgefallen ist: Naemlich dass mehr oder weniger alle guten Gruende, warum eine Frau einen "dominanten" Partner will, ganz genauso ebenfalls begruenden wuerden, warum ein Mann eine im selben Sinne dominante Partnerin brauchen koennte. Worueber aber (abgesehen von ein paar Avantgardistinnen ;-) ) kaum jemand diskutiert und schon gar nicht extra Faeden aufmacht.

    Witzig ist, dass Dominanz viel zu oft mit lautem Macho-Geprolle gleichgesetzt wird. Der dominanteste Mann den ich kenne, ein guter Freund von mir, hält sich aber eher im Hintergrund, wartet ab, denkt sehr viel nach und trifft kluge Entscheidungen und sagt sehr intelligente Dinge. Aber er ist wahnsinnig dominant. Er setzt sich in einer Gruppe fast immer durch, alle warten auf sein Urteil, wenn er redet, wird es leise etc. Und die Frauen machen mit Vergnügen, was er von ihnen will, er kriegt meist was er will von den Mädels. Und wodurch erreicht er das: Durch Selbstsicherheit, durch Intelligenz, durch Kompetenz, durch Selbstbewusstsein und durch charakterliche Stärke (bei ihm weiß ich, dass er sich nicht verbiegen würde oder seine Ideale verraten, deshalb vertraue ich so stark auf sein Urteil!). Das ist für mich eine erstrebenswerte Dominanz, die auch etwas mit Respekt und Achtung zu tun hat.

    Zitat

    Er setzt sich in einer Gruppe fast immer durch, alle warten auf sein Urteil, wenn er redet, wird es leise etc.

    da wären wir aber wieder beim ursprünglichen problem der begriffsdefinition ;-)

    Zitat

    Unter Dominanz versteht man in der Biologie und in der Anthropologie, dass die einen Individuen gegenüber den anderen Individuen einen höheren sozialen Status haben, worauf letztere unterwürfig reagieren. Das Gegenteil von Dominanz ist Unterwürfigkeit

    nimmst du diese definition, dann kann das sehr wohl erarbeiteter respekt sein,

    Zitat

    Dominanz-Hierarchien sind bei vielen Tieren einschließlich der Primaten und auch beim Menschen zu finden. Individuum A schränkt die Rechte und Freiheiten von Individuum B ein und gesteht sich selber diese Rechte und Freiheiten zu.

    nimmst du diese, dann wird es schon wieder eher kritisch!

    Ich sehe es wie narras. Dominanz ist eine Macht, die eher leise aus dem Hintergrund ausgeübt wird:

    Zitat

    Witzig ist, dass Dominanz viel zu oft mit lautem Macho-Geprolle gleichgesetzt wird. Der dominanteste Mann den ich kenne, ein guter Freund von mir, hält sich aber eher im Hintergrund, wartet ab, denkt sehr viel nach und trifft kluge Entscheidungen und sagt sehr intelligente Dinge. Aber er ist wahnsinnig dominant.

    In diesem Beispiel geht es um einen dominanten Mann. Aber auch kleine Kinder dominieren das ganze Familienleben. Wie machen sie das? Sie sind auf ihre Eltern angewiesen. Die Eltern müssen sich um sie kümmern. Sie müssen für sie da sein. Und sie sollten Ihnen Liebe und Aufmerksamkeit schenken. Auch wenn Kinder bisweilen schreiende kleine Monster sind ;-) ]:D , sie dominieren das Familienleben auch ohne Geschrei. x:)

    Maedels, wollt ihr einen Mann, der auf dieselbe Art wie ein Baby dominant ist?


    Wenn nein (ihr aber doch einen "Dominanten" wollt), ist hier eine Begriffsverwirrung im Gange...