• Dominante Männer

    Es gibt da eine Frage, die mich in letzter Zeit ziemlich beschäftigt: Fühlen sich alle Frauen zu dominanten oder sogar machohaften Männern hingezogen? Ich kenne eine Frau, die von sich selber sagt, dass sie einen Macho braucht und dabei auf eine bestimmte Person verweist. Dieser Mann sei ihr jedoch zu machohaft, während alle anderen Männer zu lieb…
  • 341 Antworten
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    Maedels, wollt ihr einen Mann, der auf dieselbe Art wie ein Baby dominant ist?

    Nee, das übernehmen hier meine Katzen. Ein klagendes Maunzen und alles springt..


    Ich finde den Baby-Vergleich auch unpassend.

    Zitat

    Individuum A schränkt die Rechte und Freiheiten von Individuum B ein und gesteht sich selber diese Rechte und Freiheiten zu.

    Das find ich gut. ;-D

    Zitat

    Wenn nein (ihr aber doch einen "Dominanten" wollt), ist hier eine Begriffsverwirrung im Gange...

    Genau so sehe Ich es. Viele Frauen wollen einen autoritären Mann, der Entscheidungen fällt und klare Ansagen macht. Nur leider hat das Wort autoritär (völlig zu unrecht wie ich finde) einen schlechten Ruf. Deshalb will es keine sagen.


    Eine Autorität ist kein Tyrann und erst recht kein Proll.

    Autorität.. mh – das umfasst sicherlich die meisten Beschreibungen hier. Wenn ich "dominant" sage, meine ich aber tatsächlich dominant – also jemanden, der sich ganz klar über anderen Menschen sieht (und das so klar kommuniziert, dass er im Regelfall auch so gesehen wird).

    Ich verstehe es eher so wie Lancis:

    Zitat

    Ich würde mich als eher dominante Persönlichkeit bezeichnen und bekomme das auch oft zu hören.

    Es gibt dominante Persönlichkeiten. Diese Menschen sind einfach so. Ob oder wie sehr andere dieses Spielchen mitmachen ist deren Sache. Dominante Persönlichkeiten sehen sich nicht über anderen, sie nehmen mehr Raum ein, wenn man sie lässt. So verstehe ich den Begriff "dominant".

    Zitat

    Dominante Persönlichkeiten sehen sich nicht über anderen, sie nehmen mehr Raum ein, wenn man sie lässt.

    Den "Willen zu dominieren" finde ich nach weiterem Überlegen schon wichtig. Ob dieser aktiv ausgeübt wird oder einfach "passiert", weil diese Person so ist, wiederum nicht.

    Ich finde auch dass der Wille der entscheidende Faktor ist. Ich will niemanden der dominieren will oder dominiert werden will und ich will auch meinerseits in einer Beziehung weder dominieren noch dominiert werden. Manche Dinge, die einige als Dominanz ansehen, wären für mich schlichte Vorraussetzungen für eine Beziehung auf Augenhöhe...

    Zitat

    Augenhöhe wird überbewertet. o:) ;-D

    Glaube ich nicht. Nicht von denen, die sie wollen, und von denen, die sie nicht wollen, vermutlich erst recht nicht... ;-D :=o

    Zitat

    Ich finde den Baby-Vergleich auch unpassend.

    Ich auch. Mein Handy hat mich heute morgen auch äußerst schrill und nervtötend geweckt und mich damit zum Aufstehen gezwungen. Es deswegen dominant zu nennen, geht mir dann doch zu weit.

    Ich bin derselben Meinung wie narras. Dominanz kommt eher leise aus dem Hintergrund. Er hatte ein Beispiel eines Mannes in einer Gruppe. Aber auch Babies und kleine Kinder sind, viel mehr als man auf den ersten Blick vielleicht glauben mag, auf eine leise Art dominant.

    Zitat

    Auch wenn Kinder bisweilen schreiende kleine Monster sind ;-) ]:D , sie dominieren das Familienleben auch ohne Geschrei. x:)

    Zitat

    Maedels, wollt ihr einen Mann, der auf dieselbe Art wie ein Baby dominant ist?

    Nein, natürlich nicht. Manche wünschen sich vielleicht einen Mann, der klare Ansagen macht, andere einen, mit dem man Dinge auf Augenhöhe bespricht.

    Zitat

    Ich finde den Baby-Vergleich auch unpassend.

    Ich glaube eher, Du hast ihn nicht verstanden, weil Du eine andere Definition des Begriffs dominant hast.


    Es ist ein Beispiel für Dominanz auf die leise Art.

    Nur 2 Cents...und vorab sorry für etwaige Wiederholungen (oder Aussprechen von Offensichtlichem), ich hab nur ein paar Seiten überflogen.


    Die Aussage "Jemand ist dominant" ist, alleine für sich, genauso inhaltsleer wie "Jemand ist gut im Bett", denn es fehlt ihr der Bezugspunkt. Es gibt kein Verhalten und keine Charaktereigenschaften, die dominant machen, nicht einmal der Wille zur Dominanz.


    Das einzige, das hinreichend und notwendig zur Dominanz ist, sind Menschen, die sich freiwillig dominieren lassen. Sie, die anderen, sind die einzigen, die Dominanz für einen anderen machen können.


    In einem Raum eine starke Präsenz einnehmen zu können ist immer abhängig davon, wer sich noch in diesem Raum befindet.


    Es gibt keinen König. Niemand kann aus sich selbst heraus, für sich alleine, König sein. Ein König kann sich nicht selbst krönen, das können nur Untertanen. Keine seiner Eigenschaften und Handlungen machen ihn zum König, sondern die Reaktion seiner Umgebung auf diese Eigenschaften und Handlungen. Er kann sich noch so würdevoll auf seinen Thron setzen – wenn die Meute davor nicht andächtig kniet, sondern ihm ein Furzkissen hinein gelegt hat und anschließend feixt, ist es vorbei mit der Herrlichkeit.

    @ mond+sterne

    Zitat

    Es ist ein Beispiel für Dominanz auf die leise Art.

    Naja, es ist ein Beispiel für völlige Abhängigkeit des Säuglings und Instinkte der Erwachsenen, auf seine Hilferufe zu reagieren.


    Das bekomme ich nicht gut mit dem Bild eines dominanten Erwachsenen zusammen.



    Zitat

    Es gibt keinen König.


    Sinnestäter

    Du auch noch? Ihr Königsmörder... :°(

    Zitat

    Das einzige, das hinreichend und notwendig zur Dominanz ist, sind Menschen, die sich freiwillig dominieren lassen.

    Ein wirklich freiheitsliebender Mensch dominiert nicht noch lässt er sich dominieren.


    :)z

    Das widerrum würde ich nicht unterschreiben. Freiheit bedeutet auch die Freiheit zu entscheiden, ob, wann, und wie lange man dominiert werden möchte – was widerrum einem anderen die Freiheit gibt, sich zu entscheiden, zu dominieren.