• Dominante Männer

    Es gibt da eine Frage, die mich in letzter Zeit ziemlich beschäftigt: Fühlen sich alle Frauen zu dominanten oder sogar machohaften Männern hingezogen? Ich kenne eine Frau, die von sich selber sagt, dass sie einen Macho braucht und dabei auf eine bestimmte Person verweist. Dieser Mann sei ihr jedoch zu machohaft, während alle anderen Männer zu lieb…
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    Wikipedia sagt:

    Zitat

    In der Psychologie spricht man von Dominanzverhalten, wenn ein Individuum das Verhalten von einem oder mehreren anderen Individuen beherrschen bzw. kontrollieren möchte.

    In dieser Definition sehe ich mehrere Knackpunkte bzw. fehlt da einiges.


    1. Man kann nicht nur das Verhalten dominieren.


    2. Bedeutet Dominanz immer Beherrschung?


    3. Es geht hier nicht nur um das Möchten, sondern auch um das Können und das tatsächliche Tun.


    Ich würde, wie ihr auch sagt, Dominanz auf meine eigene Art und Weise definieren.

    Zitat

    2. Bedeutet Dominanz immer Beherrschung?

    Zu diesem Punkt würde ich sagen, dass genauso wie im Falle von Macht, es erstmal auf sich selbst angewendet werden kann. Im Weiteren würde ich sagen, dass man mit Dominanz oder Macht unterlegenen Menschen behilflich sein kann, dominanter, mächtiger und stärker zu werden, was ich für einen durchaus sinnvollen Verwendungszweck von Dominanz erachte.


    Das Vorgenannte meine ich übrigens unspezifisch des Geschlechts.

    @ setzen6

    Deine Art Dominanz zu verstehen find ich schräg. Aber OK. Alles Ansichtsache.


    Für mich bedeutet dominantes Verhalten, jemand seinen Willen aufzwingen, ihn sozusagen zu beherrschen und ein Machtgefälle herzustellen.


    Was Dominanz mit körperlicher Präsenz oder mit charakterlicher Stärke und emotionaler Stabilität zu tun hat, wird sich mir nicht sooooo schnell erschliessen :|N


    Domminant = Lösungsorientiertheit und Integrität??? Eieieieie in welchem Deutschwörterbuch hast du das denn entdeckt?


    Ein Partner mit den von dir beschriebenen Eigenschaften, kann netterweise, für dich Verantwortung mitübernehmen und deine Deffizite ausgleichen. Und wenn er dir seinen Willen "aufzwingt" kann er auch dominant sein. Aber eben nur dann.


    Aber ob nun dominant, oder vrantwortungsbewusst, hauptsache du bist glücklich mit ihm.


    zzz bin weg

    Zitat

    Schön hier im Club derer, die sich gegen Dominanz auflehnen und in diesem Bemühen dominant zu sein versuchen.

    :-D Tja...... devot sind nicht alle Damen hier! ;-) :-p

    @ Setzen6

    Zitat

    Zeigt er allerdings eine größere physische Präsenz, charakterliche Stärke im Sinne von Beherrschtheit, emotionale Stabilität, Lösungsorientiertheit und Integrität, so ist er meiner Ansicht nach in verantwortungsbewusster Weise mir gegenüber dominant und übernimmt an den Stellen die Führung, an denen ich mich der Situation nicht mehr gewachsen sehe.

    :)^ :)=


    Leider sind recht wenige Männer so. ;-) Oder sie trauen es sich nicht zu zeigen.


    Und dass mit der Wertigkeit, also wenn er seine Wertigkeit über die deinige stellt, dass das dann ein Machtmissbrauch ist, hast du sehr schön ausgedrückt.


    Leider verwechseln das aber auch viele Möchtegerns und denken, wenn sie so ticken, dass ihre Wertigkeit wichtiger ist als die des Partners, dann sind sie ultradominant.


    (Gilt für Männer und für Frauen)

    @ Julien-Matteo

    Zitat

    Mit dem würde- und stilvollen Auftreten von relativ "dominanten" Frauen hat das nichts zu tun. :-)

    Beschreib mal das würde- und stilvolle Auftreten von dominanten Frauen. :-)

    Zitat

    ultradominant

    Oh nein, noch ein neues definitionswürdiges Wort. ;-D


    Ich schließe mich übrigens den Stimmen an, die sagen, dass Selbstbewusstsein nichts mit Dominanz zu tun hat – Dominanz bedeutet immer eine Hierarchie, dh. es gibt ein Oben und ein Unten.

    Zitat

    Beschreib mal das würde- und stilvolle Auftreten von dominanten Frauen.

    Ich merke, dass der Begriff "dominant" irreführend ist, da sich jeder etwas anderes darunter vorstellt. Vielleicht hätte ich besser von Frauen sprechen sollen, die nicht devot sind und zu sich und ihrer Meinung stehen. Auf der Beziehungsebene wollen sie mit ihrem Partner auf Augenhöhe stehen und sich weder über- noch unterordnen, auf der sexuellen Ebene finden sie dagegen Gefallen an der ganzen Bandbreite sexueller Spielarten.


    Ich finde, dass selbstsicheres Auftreten, eine eigene Meinung, und das Stehen zum eigenen, oft durch Sport mitgeformten, Körper dem Gesicht und dem ganzen Körper eine sehr beeindruckende Schönheit und Anmut verleihen.


    Vielen Männern ist dieser Frauentyp "zu stark", weil sie der Partnerin dann nicht mehr übergeordnet sein können. Ich finde diese Frauen allerdings faszinierend.

    @ gwendolynn:

    Zitat

    Zeigt er allerdings eine größere physische Präsenz, charakterliche Stärke im Sinne von Beherrschtheit, emotionale Stabilität, Lösungsorientiertheit und Integrität, so ist er meiner Ansicht nach in verantwortungsbewusster Weise mir gegenüber dominant und übernimmt an den Stellen die Führung, an denen ich mich der Situation nicht mehr gewachsen sehe.


    Leider sind recht wenige Männer so.

    Dann soll der Mann also Deine persönlichen Defizite ausgleichen? ":/


    Und wie ist das im umgekehrten Fall...wenn der Mann will, dass Du die Führung übernimmst, wenn er der Situation nicht mehr gewachsen ist? Ist das dann zulässig oder wertest Du das dann als ein Zeichen von charakterlicher Schwäche und mangelnden Führungsqualitäten?


    So wie Du das schreibst wird das nicht ganz klar...


    Sorry, aber was einige Frauen hier schreiben, klingt manchmal ein wenig wie eine Stellenanzeige. ;-D

    Zitat
    Zitat

    Dann soll der Mann also Deine persönlichen Defizite ausgleichen

    Ach, Stimpy ;-D


    Grau ist alle Theorie und grün des Lebens güldner Baum.


    Im wahren Leben ist es bei mir eher umgekehrt, weil mir nichts anderes übrig bleibt. Ich kann es dir leider nicht genauer erklären, weil es mir dann zu privat wird.


    Aber wenn ich mir das so aussuchen dürfte wie im Märchen, dann könnte es schon so sein, nur würde ich das nicht "Defizite ausgleichen" nennen.

    @ Julien-Matteo

    Zitat

    Auf der Beziehungsebene wollen sie mit ihrem Partner auf Augenhöhe stehen und sich weder über- noch unterordnen, auf der sexuellen Ebene finden sie dagegen Gefallen an der ganzen Bandbreite sexueller Spielarten.

    Das läuft hier schon die ganze Zeit verkehrt. Die einen reden über Dominanz und dominante Menschen im allgemeinen, die anderen über Dominanz bei sexuellen Spielarten. Letzters hatte ich hier eigentlich gar nicht gemeint, weil es mir eher um Dominanz als Charaktereigenschaft geht hier im Thread.

    Zitat

    Ich finde, dass selbstsicheres Auftreten, eine eigene Meinung, und das Stehen zum eigenen, oft durch Sport mitgeformten, Körper dem Gesicht und dem ganzen Körper eine sehr beeindruckende Schönheit und Anmut verleihen.

    Danke für die Erklärung.

    Was ich in Sachen Dominanz mitgekriegt habe ist, das man von selbst dominant ist. Das heißt, es ist characterlich so, das man ein Alphamännchen ist. Bei manchen ist das evtl. noch verschüttet, und es bedarf einen kleinen Denkanstoß um die Sache herauszufinden, aber danach kommt die Dominanz schon zum Vorschein. Aber manche sind halt tatsächlich nicht dominant, sondern eher "normal-gleichgültig" gepolt. Da kann man dann auch machen was man will, die natürliche Dominanz wird man nie erhalten.

    schon irgendwie witzig ;-D

    eine gemeinsame diskussion scheitert zwar nicht direkt, aber man merkt genau, wie unterschiedlich das wort dominanz und dominieren oder dominante eigenschaften hier benutzt, oder verstanden werden!


    für mich ist das irgendiwe eher positiv besetzt, weil ich noch nie auf negative art dominiert worden bin und einen partner habe, der auf eine sehr selbstbewusste und sozialkompetente unseren alltag in bestimmten bereichen dominiert – und ich das auch genieße!


    witzigerweise fand ich diese aussage

    Zitat

    ich will keine Vaterfigur als Partner

    sehr interessant und bin mal in mich gegangen. mein vater ist eine sehr hochrangige führungskraft, der durch seine berufliche stellung auch hohes ansehen genießt und seine meinung daher gefragt ist... in meiner definitionswelt dominiert er damit auch viele diskussionen. und ich genieße das auch bei meinem mann, dass er – soweit er auch eine ahnung von einem thema hat – dieses dominieren mitbringt. für mich stellt es in einer partnerschaft gar kein problem dar, dass jeder ganz unterschiedliche rollen innehat, solange jeder den anderen nicht nur auf eine reduziert. so kann ich mütterlich sein, weibchen, vamp, emanze, zicke, beste freundin... und er kann väterlich sein, macho, kind, chef...