• Dominante Männer

    Es gibt da eine Frage, die mich in letzter Zeit ziemlich beschäftigt: Fühlen sich alle Frauen zu dominanten oder sogar machohaften Männern hingezogen? Ich kenne eine Frau, die von sich selber sagt, dass sie einen Macho braucht und dabei auf eine bestimmte Person verweist. Dieser Mann sei ihr jedoch zu machohaft, während alle anderen Männer zu lieb…
  • 341 Antworten

    Dominanz kann unsicheren Menschen ein Gefühl von Sicherheit vermitteln. Sichere Menschen brauchen die nicht, selber eher dominant veranlagte Menschen wollen das nicht. Bei anderen ;-)

    Zitat

    Ich verstehe unter "Dominant" jemanden der sagt "So und so läuft der Hase. Ende der Diskussion". Schließlich "dominant" ja auch von "dominieren" was meines Wissens nach so viel wie "beherrschen" heißt. Für mich eine ganz ganz üble Ausgangslage für eine Partnerschaft.


    Alleine die Begriffe Partnerschaft und Dominanz passen somit doch per se gar nicht zusammen. ???

    Sehe ich auch so. Ich will in einer Beziehung weder dominiert werden, noch selbst dominieren. Letzteres setzt allerdings voraus, dass der Mann nicht automatisch zum Hündchen wird, wenn ihm eine Frau wichtig ist. ":/

    Also auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Was versteht Ihr denn hier unter Dominanz?


    Ich habe das Gefühl bei 5 Beiträgen dazu 6 Meinungen zu bekommen und dann kann man sich die ganze Diskussion auch schenken. ;-D


    Für mich bedeutet "Dominanz" den Anderen (also wen auch immer) ganz klar in eine Hierarchie zu pressen wo festgelegt ist, wer das Sagen hat und wer nicht. Das MUSS nicht schlimm sein, wenn der dominante Part gleichzeitig Rücksicht nimmt, aber im Regelfall dürfte dies mit massiven Einschnitten seitens des Nicht-Dominanten Parts verbunden sein.


    Ähnlich wie bei einem Chef-/Angestellten Verhältnis. Man mag sich ja gut mit seinem Chef verstehen, aber am Ende des Tages zählt was er sagt und nicht was man selbst möchte.

    @ Edelberth

    Zitat

    wer sagt denn, daß ein dominanter Mann keine Kompromisse eingeht,

    Dann wäre er ja nicht mehr dominant.


    Kompromisse schleissen bedeutet doch, wenn die Leute aufeinander zu gehen und eben nachgeben, also nicht auf Biegen und Brechen den anderen Menschen beherrschen wollen.

    Bambiene


    Ich versuche nun schon seit über einer halben Stunde, eine Antwort zu schreiben und es wird immer noch wirrer. Also hab ich alles wieder gelöscht. Vielleicht sollte ich mich ebenfalls einfach Auroras Post anschließen? Sie erkennt ja auch einen Unterschied zwischen dominant und machohaft...

    @ hallo diffusa

    Ich muss auch schon über mich lachen! Bin doch grad dabei mich hier im Eifer des Wortwechsels zu ertappen, wie ich selber meine dominante Ader ausleben will ;-)

    Ich muss jetzt auch mal kurz mitmischen ;-)

    Zitat

    wer sagt denn, daß ein dominanter Mann keine Kompromisse eingeht,

    Zitat

    Dann wäre er ja nicht mehr dominant.


    Kompromisse schleissen bedeutet doch, wenn die Leute aufeinander zu gehen und eben nachgeben, also nicht auf Biegen und Brechen den anderen Menschen beherrschen wollen.

    Natürlich kann der "dominante" Part Kompromisse eingehen. Dominant wird in meinen Augen immer zu negativ bewertet. Wenn eine dominante Persönlichkeit keine Kompromisse eingehen würde, wäre sie ein Diktator!


    Ich vergleiche es z.B. mit einem Eishockeyspiel. Oftmals dominiert eine Mannschaft das Spiel, muss aber trotzdem phasenweise untendurch oder einmal einen harten Check einstecken. Nach dem Spiel war sie aber dennoch das überlegene Team...


    Grundsätzlich ist für mich in einer Partnerschaft ein Gleichgewicht wünschenswert – nicht aber im Eishockeyspiel ;-)

    Zitat

    Mich würde mal interessieren, wie Du zu dieser Haltung gekommen bist, daß männlich sein, schon fast politisch unkorrekt ist. ;-) Oder mit anderen Worten, was soll denn an dem ganzen Weiberkram so viel besser sein?

    Vielleicht, weil er - wie so viele andere junge Männer auch - in einer Welt aufgewachsen ist, wo es an guten männlichen Vorbildern fehlt?

    Jo, früher gab es noch das A-Team, McGyver und He-Man! Und was hat die Jugend jetzt? Knutschende Vampire und 'nen Streber mit 'nem Zauberstab. ;-)

    Zitat

    Mayflower

    Genaus das möchte ich ja mal wissen, woher diese Einstellung von ihm kommt. Übrigens finde ich Weiberkram bei Frauen phantastisch und meine das überhaupt nicht abwertend, aber bei Männern finde ich das völlig daneben, zumal man den Männern die Identität raubt und den Frauen ihr liebstes Spielzeug wegnimmt. Die langweilen sich doch teilweise zu Tode mit den Luschen, die wiederum nur verwirrt und orientierungslos rumeiern, aber eigentlich im Inneren nicht so fühlen, daher ja auch die Unsicherheit.


    Das Problem ist aber, glaube ich erkannt mittlerweile, man weiß nur noch nicht so recht, wie man jetzt aufsetzen soll. Da hat man ganz schönen Mist gemacht!

    Zitat

    Allerdings mangelt es mir teilweise an Charakteristika, die man typischerweise als männlich bezeichnen würde: Ich interessiere mich nicht sehr für Sport oder Autos, verkehre freundschaftlich lieber mit Frauen als mit Männern, mag den rauen Ton in einer Männerrunde nicht, bin eher harmoniesüchtig und manchmal etwas empfindlich. Andererseits stehe ich auch dazu. Ich versuche, möglichst vorurteilsfrei durch's Leben zu gehen und den Menschen in seiner Gesamtheit zu sehen, d.h. sowohl seine positiven als auch seine negativen Seiten.

    Was heißt bei dir "harmoniesüchtig"? Das kann ja auch heißen: Ich passe mich an wie eine Amöbe, wie ein Camäleon, ich vermeide Streit, indem ich zu allem Möglichen "Ja" und "Amen" sage, voreilig "faule" Kompromisse schließe,... ??? ":/ .


    Höhere Sensibilität kann auch heißen, ich registriere meine Umgebung, meine Mitmenschen genauer und reagiere darauf. Das bedeutet nicht, ich habe keinen Standpunkt, keine Meinung. Eine Auffassung, von deren Richtigkeit ich überzeugt bin, kann ich gerade auch als sensibler Mensch sehr intensiv, sehr konstruktiv verfolgen. Sensibilität hat erst einmal nichts mit Anpassung oder "Weichheit" zu tun.


    Wenn mir etwas nicht gefällt, sage ich das schon- mitunter sehr deutlich und mit Nachdruck.


    Und: Ich glaube nicht, dass man sich durch Anbiedern beliebter machen kann. Ich lege mich schon mitunter mit anderen Menschen an (im fairen Wettstreit der Argumente), wenn ich anderer Überzeugung bin (man kann mich aber auch nur mit guten Argumenten überzeugen- solange kann ich ziemlich stur bleiben). Wenn ich jemanden beim Klauen erwische oder jemanden, der Andere körperlich bedroht, greife ich schon ein, indem ich die Person festhalte (bis derjenige ablässt oder bis die Polizei kommt und übernimmt). Ich denke, da kann körperliche, männliche Kraft auch ganz nützlich sein.


    Für Autos (Auto muss transportieren, seine Aufgabe effektiv erfüllen, technisch durchdacht sein- sollte gutes Design haben), Fußball und reine Männerrunden kann ich mich auch nicht begeistern (Fußball selbst spielen ja, Zuschauen eher nein)... ich denke auch nicht, dass das zu besonderen männlichen Eigenschaften zählt und ich hatte deswegen auch nie Probleme mit Frauen.

    Tabris

    Zitat

    Jo, früher gab es noch das A-Team, McGyver und He-Man! Und was hat die Jugend jetzt? Knutschende Vampire und 'nen Streber mit 'nem Zauberstab. ;-)

    ;-D you made my day!!! ;-D

    @ java4ever:

    Zitat

    Ich habe schon eine konkrete Vorstellung davon, was ich mit meinem Leben anstellen will. Ich bin auch nicht jemand, der seine Meinung nicht zu vertreten weiß. Allerdings mangelt es mir teilweise an Charakteristika, die man typischerweise als männlich bezeichnen würde: Ich interessiere mich nicht sehr für Sport oder Autos, verkehre freundschaftlich lieber mit Frauen als mit Männern, mag den rauen Ton in einer Männerrunde nicht, bin eher harmoniesüchtig und manchmal etwas empfindlich. Andererseits stehe ich auch dazu. Ich versuche, möglichst vorurteilsfrei durch's Leben zu gehen und den Menschen in seiner Gesamtheit zu sehen, d.h. sowohl seine positiven als auch seine negativen Seiten. Mir scheint es, als ob männlich-dominantes Verhalten stets auch mit einer Abfälligkeit gegenüber anderen Ansichten gepaart ist. Ich mag mich auch nicht mit meinem Geschlecht identifizieren – ich bin zwar nicht unglücklich darüber, aber es sagt relativ wenig über mich als Menschen aus.

    So, und JETZT sagst du mir erstmal wie alt du bist, wo du wohnst und verlinkst hier mal ein Foto von dir! ;-D


    Ich mag männliche Männer, nur leider hab ich ein Händchen dafür genau die Vollhonks zu treffen die meinen, sie müssten ihre Männlichkeit mit hohlen Phrasen drechen verbringen oder sie an mir auslassen und mich schlagen.


    Ganz ehrlich: Wenn ich irgendwann mal die Wahl habe, ob ich einen Dominanten oder eher Nachgiebigen Typen will, nehmm ich letzteres. Beziehungen mit Dominatnen Männern gehen bei mir nicht gut aus. Was aber weniger an mir liegt als daran, dass manche Männer ein FALSCHES Bild von Männlichkeit im Kopf haben.


    Mir wäre schon wichtig, dass mich ein Mann körperlich beschützen kann, wenn es mal Hart-auf-Hart kommt. aber verdammt, ich bin auch kein Püppchen, ich kann auch zuschlagen, wenn es sein muss. Also ist mir das jetzt nimmer so wichtig wie noch vor 2 Wochen.

    Hallo Bambiene,


    da ist sie doch, eine gute Erklärung, wie man Dominanz und Sensibilität zusammen bringen kann:

    Zitat

    Höhere Sensibilität kann auch heißen, ich registriere meine Umgebung, meine Mitmenschen genauer und reagiere darauf. Das bedeutet nicht, ich habe keinen Standpunkt, keine Meinung. Eine Auffassung, von deren Richtigkeit ich überzeugt bin, kann ich gerade auch als sensibler Mensch sehr intensiv, sehr konstruktiv verfolgen. Sensibilität hat erst einmal nichts mit Anpassung oder "Weichheit" zu tun.


    Wenn mir etwas nicht gefällt, sage ich das schon- mitunter sehr deutlich und mit Nachdruck.

    So oder so ähnlich hätte ich das wohl auch ausdrücken wollen, ich hab es nur nicht verständlich auf die Reihe bekommen.