Oh, wie gut ich das kenne ;-D

    @ Jennifer19.3

    mach dir nicht so viele Gedanken.


    Mach dein eigenes Ding. Klar vermisst du ihn, aber wenn du ihm schreibst, wenn er auf Party ist, dann kann er dich nicht vermissen, er weiß ja, dass du brav daheim hockst und wartest. Das ist so ziemlich der größte Fehler, den man machen kann. Du wirst ihn nicht einsperren oder kontrollieren können (und das Bedürfnis habe ich auch sehr oft gehabt ;-) ). Das einzige was du wirklich tun kannst ist deine eigene Situation ändern: Geh aus. Und wenn gerade keine deiner Freundinnen Zeit hat, dann geh halt alleine aus. Setz dich in irgendeine Bar, bestell dir nen Drink und gib anderen die Möglichkeit, dich kennen zu lernen und Freundschaft mit dir zu schließen.


    Bei mir war es genau so, mein Ex-Freund war auch dauernd mit Kumpels unterwegs, bei irgendwelchen Freundinnen ect und mit "ich bin dann und dann zuhause" hats auch nie geklappt. Ich habe mich genauso mieß gefühlt, wie du jetzt.. so eine Mischung aus vernachlässigt, ungeliebt und völlig überflüssig... Ich habe den Spieß einfach irgendwann umgedreht, bin ausgegangen und habe (uuups ;-D ) mein Handy daheim vergessen, somit war eine Kontaktaufnahme garnicht mehr möglich. Als ich Heim kam, hatte ich den anschmiegsamsten und besorgtesten Partner der Welt. Ausnahmsweise saß er nämlich mal die ganze Nacht da und wusste nicht, was ich denn tue. Danach konnte er sich in meine Situation hinein versetzen, wenn er mich warten ließ und es funktionierte einfach besser.


    Ich sage hier nicht, dass du absichtlich dafür sorgen sollst, dass er sich Gedanken macht (das is allerhöchstens ein willkommener Nebeneffekt). Was ich sagen will ist: Gib ihm die Möglichkeit dich zu vermissen und genieß die Zeit, die es dafür braucht, nutze diese Zeit für dich selber, tu dir selbst was Gutes und zeig ihm, dass du ihn nicht brauchst um glücklich zu sein. Da draußen gibt es sicher einige Menschen, die eine Freundschaft mit dir wert sind. Dann klappt es auch, dass du unter seinem Freiheitsdrang nicht mehr leidest :)_

    Du schreibst, er geht dreimal die Woche alleine aus. Das finde ich allerdings auch ein bisschen übertrieben und da wäre ich auch nicht so glücklich drüber. Ist immer leicht gesagt, dass man sich mal locker machen soll.


    Gab es denn Zeiten, in denen es einmal die Woche war oder noch seltener? Wie hast Du Dich da verhalten? Auch "genervt"? Dann würd ich verstehen, wenn er sich von Dir entfernt, aber wenn es Dir auch bzw. vor allem um die Häufigkeit geht, verstehe ich Dich. @:)

    @ sugarlove

    ja mir geht es dann halt so dass ich mich hinlege und es nicht schaffe zu schlafen oder dauernd wach werde und auf mein handy gucke und denke " man so spät und er ist immer noch unterwegs"

    @ Dumal

    wenn wir sonst zusammen sind läuft es gut, wir haben auch einen guten weg gefunden uns so oft zu sehen , dass ich zufrieden bin, ihn nicht so oft vermisse und er sich nicht eingeengt fühlt, also was normale treffen und unternehmungen angeht.


    im dezember hat er allerdings einmal schluss gemacht obwohl wir uns super verstanden haben... seine eltern hatten sich getrennt und er hatte stress mit der schule und wusste einfach nicht mehr was er will. mich hat das sehr getroffen , weil ich bis dahin auch immer locker war, und nie einengend und seit dem muss ich halt wieder vertrauen aufbauen, ich habe ihm längst vergeben dass er mich so mitten im abi abservieren wollte obwohl es gut lief, ich weiß er hatte viel psychischen stress, aber es hat mich fertig gemacht und wenn er dann jetzt so oft weg ist, weiß nicht dann hab ich einfach angst.... ich will wirklich immer alles tun um ihn glücklich zu machen, bin sehr verliebt und habe dann angst er wäre unglücklich mit mir...


    vor dezember konnte ich damit umgehen

    @ nutzername hella

    vorher wars nicht so oft, da wir im abi waren, jetzt haben wir halt viel zeit fürs feiern... und früher wars mal so mal so... ich sag mal wenn er nur mit kumpels weg ging, grillabend, lan, oder pub in männerrunde, gar kein problem! aber partys wo auch andere mädels halt dann waren , da hab ich dann immer geguckt so von wegen "du warst die letzten 3 wochen ohne mich feiern, willst du mich nicht vll mal wieder mitnehmen?"

    Dass du durch dieses Schluss machen jetzt erst wieder Vertrauen aufbauen musst kann ich sehr gut verstehen .


    Aber mit dem Erwartungsdruck den du dir aufbaust könntest du deinen Freund letztendlich eher von dir weg als zu dir hin treiben .


    Wie hier schon mehrmals geschrieben wurde sehe ich es auch so dass du dich mehr um dich kümmern solltest um deinen Fokus etwas von deinem Freund weg zu entwickeln .


    Druck ist für jede Beziehung Gift dies habe ich selbst auch erlebt und er macht dich selbst klein und bedürftig damit wirkst du auf Dauer nicht sehr begehrenswert.


    Und das Gegenteil das du erreichen möchtest tritt ein .


    Versuche gelassener zu werden und vor allem mache ihm keine Vorwürfe denn damit treibst du ihn letztendlich noch weiter von dir weg .


    Dies soll jetzt aber auch nicht heißen dass du alles klaglos hinnehmen sollst denn es muss in einer Beziehung ja für beide passen

    Jennifer19.3


    Ich kann Deine Sorgen und Gedanken zwar gut nachvollziehen, aber Dir an dieser Stelle nur den Rat geben sein Verhalten nicht zu sehr auf Dich als Person zu beziehen. In eurem Alter halte ich es für normal, dass sich Bindungsverhalten unterschiedlich entwickelt. Nach der ersten großen Verliebtheit, werden wieder andere Aktivitäten auch außerhalb der Beziehung wichtig.


    Zudem sehe ich euch beide an sehr unterschiedlichen Punkten im Leben. Dein Freund nimmt gerade anders als Du von der Kinder- und Teenagerzeit Abschied. Will den letzten Sommer vor Studiumbeginn noch einmal unbeschwert und ohne große Einschränkungen zu verleben.


    Die Wahrnehmung, dass es zwischen euch gut lief bis Dezember mag in Deiner Verliebtheit so gefühlt worden sein. Das muss für Deinen Freund nicht genauso gewesen sein. Die Trennung im Elternhaus ist für einen jungen Teenager eine große Hausnummer, weil die meisten jungen Menschen ein geerdetes Elternhaus in der Phase Übergang Abschied von Kindheit und Teenagerzeit und dem allmählichen Erwachsenwerden als festen Anker und Orientierungspunkt brauchen. Eine junge Teenagerliebe, die ihre eigene Dynamik zumal im Abistress hat, mit den üblichen Auf und Ab's, kann in so einer Situation zusätzlich belastend sein. Auch das würde ich nicht zu persönlich nehmen, sondern unter dem Gesichtspunkt betrachten, dass nicht jeder junge Mann alle Befindlichkeiten mit der ersten Freundin im Leben durchleben kann und will, weil es zuviel wird an einem gewissen Punkt.


    Ihr habt akutell ein unterschiedliches Nähe- und Distanzverhalten innerhalb eurer Beziehung. Während Du sehr gern mehr Gemeinsamkeit leben möchtest, hat Dein Freund für sich andere Bedürfnisse entwickelt. Hier ist es schwierig Rat zu geben, weil sich Nähe und Gemeinschaftsgefühl nicht erzwingen lässt. Wie sehen eure Pläne nach dem Sommer aus? Werdet ihr an einem gemeinsamen Studienort sein oder jeder an seinem eigenen?


    Ich empfinde Deine Darstellung eurer Beziehung von seiner Seite aus als Alltagsflucht. Vielleicht auch deshalb, weil daheim nichts mehr wie vorher ist. Eltern in einer Trennungssituation zu sehr mit sich selbst zu tun haben, und weniger auf die Bedürfnisse und Befindlichkeiten der heran wachsenden Kinder Rücksicht nehmen.


    Wenn er dann noch wahrnimmt, dass ihr euch ebenso über Kleinigkeiten streitet, geht er weiter auf Distanz. Das Du Dich zurück gesetzt und irgendwie unwichtig als Freundin fühlst, kann ich allerdings nachvollziehen.


    Hier hätte ich den Rat, dass Du mit ihm ins Gespräch kommst, wenn er ruhig und entspannt ist. Frag ihn danach wie er sich fühlt, wie seine Sommerpläne aussehen, welche Wünsche und Vorstellungen er für sich selbst aktuell hat. Wie er euch als Partner sieht, und wie sich die Beziehung für ihn optimal gestalten lässt.


    Mit Vorwürfen und Kontrollverhalten wirst Du bei ihm wenig erreichen, sondern ihn noch weiter von Dir wegdrängen. Hier hilft wie von anderen Usern angeraten, sich eigene Aktivitäten vorzunehmen und Deinen Freund nicht zum Mittelpunkt Deiner Verlustängste und Vertrauenskämpfe zu machen. Auch für Dich wird sich nach dem Abi viel im Leben verändern. Wie wäre es mit einer Freundin wegzufahren und den Sommer nicht mit abwarten und lauern zu verbringen, wann Dein Freund wieder Zeit und Nähe zu Dir sucht?


    Du bist derzeit mehr in die Rolle einer "Mutter" rein gerutscht, die Ausschau hält, was der "Bub" gerade so anstellt, wenn er allein feiern geht. Ein Handy sollte nicht als Nabelschnur zum Partner betrachtet werden, dass ermöglicht seine Aktitvitäten zu verfolgen.


    Redet auf Augenhöhe miteinander, welche Vorstellungen jeder von euch beiden hat, und wie diese mehr in harmonischen Einklang gebracht werden könn(t)en. Bitte eröffne keine neuen Grabenkämpfe, weil diese eure junge Liebe zunehmend weiter belasten werden, und Deinen Freund unter Zugzwang setzen. Gleicht ab, ob eure Vorstellungen der Beziehung miteinander aktuell übereinstimmen und an welcher Stelle es gemeinsame Kompromisse geben kann. Dafür alles Gute und positives Gelingen.

    Zitat

    "du warst die letzten 3 wochen ohne mich feiern, willst du mich nicht vll mal wieder mitnehmen?"

    Hast du ihm das aber auch mal gesagt?! Das ist wirklich nicht in Ordnung und du solltest dich damit nicht abfinden müssen, sondern er muss da etwas ändern.