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    Gibt es denn noch eine Steigerung, als wahnsinnig dankbar und glücklich ":/ ?

    Ich glaube, bei Juli2006 ist das übersetzt "naja, so mittel". Die Steigerungen drückt sie selbst in ihren Texten aus und da hat sie viel Talent im noch blumigeren, noch wahnsinnigeren, noch superdupereren.

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    Aber nun ist das Kind eh schon in den Brunnen gefallen :=o

    Wirklich, in einer offenen Beziehung?

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    Genieße doch einfach den guten Sex und den tollen Mann (oder die beiden tollen Männer, jeden auf seine Art) und das ganze ohne schlechtes Gewissen (das machst du dir doch nur irgendwie selbst, oder?)

    So wie ich das verstanden habe, ist das schwierig, weil ihr "offener Beziehungsfreund" zwar sexuelle Freiheiten toleriert und sich auch nimmt, aber sich emotional enger an Juli2006 gebunden hat, was die Juli halt so nicht erwidern kann. Und Juli findet nun aber emotional und sexuell den Ben-Freund so dufte. Aber der Ben ist halt verheiratet mit Kindern und es fragt sich, wie offen diese Ben-Frau-Beziehung gestaltet ist. Ach Mann!

    Isabell, danke für das Teilen deiner Erfahrungen. @:)


    Ich habe die letzten Tage intensiv darüber nachgedacht - mein Freund und sein Sohn verbringen gerade ein paar Ferientage in meiner Wohnung, während ich sehr früh zur Arbeit fahre und abends recht spät heimkomme. So konnte ich quasi in Nähe und Distanz beobachten, wie die Dynamik zwischen ihm und mir so ist.

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    Aber da ich das ungern tue, kann ich nur sagen, dass es letztendlich meine Gefühlsverirrungen waren, dass ich mich überhaupt erst auf diese Beziehungen eingelassen habe. Vor allem auf die Letzte hätte ich mich gar nicht einlassen dürfen, ich bin selbst heute (10 Jahre später) noch richtig geschockt, auf was ich mich da eingelassen habe - das Schlimme daran ist, bzw. war, dass ich es zu diesem Zeitpunkt nicht nur hätte besser wissen müssen, sondern es sogar besser wußte. Und ich ging trotzdem drauf ein. Und eine wirkliche "Liebe", so wie ich sie meiner Meinung nach hätte fühlen müssen - hatte ich für Keinen. Es waren Gefühle von Sehnsucht nach Sicherheit, die Sehnsucht (endlich) etwas zu finden, geliebt zu werden und zu lieben...naja, man weiß ja, dass dieser Schuß meistens nach Hinten los geht :-). Mich hat das dann echt aus der Bahn geschmissen, es war nur noch Abhängigkeit die ich dabei gar nicht wollte.

    Das könnte eine Beschreibung meiner jetzigen Situation sein - nur dass ich sie niemals auf diese Weise formuliert hätte. Aber rein faktisch... ist es wohl genau so, wie du schreibst. Eigentlich mag ich das gar nicht zugeben, aber es stimmt. Ich hätte andere, liebevollere Worte gewählt, denn ich empfinde die Beziehung auch ebenso liebevoll und auf ihre Weise auch wertvoll. Wenn man aber die Ausschmückungen weglässt... bleiben deine Sätze übrig.


    Hängt anscheinend auch stark zusammen hiermit

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    Oder eben: du machst in der Darstellung nach außen was tolles draus, wie Karl May. :-) Das kann ich nicht unterscheiden, weil ich ja die "Realität" von Supertyp im Fitnessstudio, Gazellenfrau + Agenten-Mann, und nun Ben nicht kenne. Ich glaub dir, dass das so vorgefallen ist, aber ich denke, es hätte auch anderen passieren können, aber diese Art des erst Hineindeutens, dann tiefen Empfindens und hier ausführlich und in Details beschreibens, das haben andere nicht so. *Das* war mir aufgefallen an deinen Beiträgen.


    Pythonist

    Dieser Wesenszug hatte für mich bis jetzt immer etwas Schönes, Freundliches. Aber wenn ich hier so das feedback lese, bin ich mir nicht mehr so sicher, ob es sich tatsächlich um eine rundweg positive Eigenschaft handelt.

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    Und trotzdem habe ich bei dir den Eindruck: nach Supertyp kommt Agentenmann, nach Agentenmann kommt Ben, und nach Ben werden andere kommen, die halt in dir Gefühle aufwerfen, so dein Interesse wecken und dich aktiv werden lassen (...) Das muss kein Jagen und Erlegen sein(...) sondern beliebige andere Formen der Begeisterung (...)

    Da sind wir sogar der gleichen Meinung! Es wird sicher so sein, dass nach Ben jemand anderes kommt. Irgendwer. Irgendwann. Aber nochmal: ich suche das nicht. Mir "passieren" solche Männer eher, und ich habe keine Ahnung, woran das liegt. Ich hab ja hoffentlich nicht auf der Stirn stehen "leicht zu begeisternde Juli sucht ..." :-/

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    Und ich glaube auch, dass es ein Leben lang schön ist, positive Bestätigung von außen zu bekommen. Ich glaube, die Frage ist mehr: Wie geht man mit den in einem entstehenden Impulsen um?

    Auch darüber habe ich nachgedacht. Ein guter Denkanstoß. Obwohl ich einerseits nie das Gefühl hatte, z.B. für Supertyp oder den Donnerstagsmann "über"begeistert zu sein - ich hab es sehr genossen, ja. Aber mehr auch nicht. Ben ist der Erste seit keineahnungwann, der mich total umhaut, obwohl ich das keinesfalls wollte oder suchte. ??Thema Donnerstagsmann: Ben kommt übrigens tatsächlich in jenem Faden vor - er ist nämlich der Mann, mit dem ich später plaudernd am Tisch sitze, als der Donnerstagsmann mit Gazelle hereinkommt?? |-o

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    Ehrlich gesagt habe ich in den Texten schon den Überblick verloren, wer jetzt mit "mein Freund" wirklich gemeint ist. Der Ben-Freund? Der offene-Partnerschaft-Freund? Unsere deutsche Sprache ist mit "Freund" da etwas wortarm - oder bedeutungs-vielfältig.

    :-D


    Kann ich nachvollziehen. Mein Freund ist mein offener-Beziehungs-Freund. Mein Mann ist eigentlich mein Ex-Mann. Und Ben ist eben Ben...

    Die Frage ist tatsächlich: bin ich denn glücklich - mit dem Wissen, dass mein Freund es in dieser Konstellation vielleicht nicht ist? Und darf ich überhaupt eine Beziehung weiterführen, die nur mich glücklich macht?

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    Gibt es denn noch eine Steigerung, als wahnsinnig dankbar und glücklich ?

    Ich glaube, bei Juli2006 ist das übersetzt "naja, so mittel".


    Pythonist

    :-o


    unfassbar - das ist tatsächlich etwas, das ich im RL oft exakt genau so sage - mein Freund lacht immer gern darüber, denn in Wirklichkeit bedeutet er: Juli formuliert freundlich, dass sie etwas echt ätzend findet

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    So wie ich das verstanden habe, ist das schwierig, weil ihr "offener Beziehungsfreund" zwar sexuelle Freiheiten toleriert und sich auch nimmt, aber sich emotional enger an Juli2006 gebunden hat, was die Juli halt so nicht erwidern kann. Und Juli findet nun aber emotional und sexuell den Ben-Freund so dufte. Aber der Ben ist halt verheiratet mit Kindern und es fragt sich, wie offen diese Ben-Frau-Beziehung gestaltet ist. Ach Mann!

    So ist es. Vor allem der letzte Satz...

    Was mich interessieren würde ist, angenommen Ben würde tatsächlich gehen. Was bliebe dann? Was wäre mit Deinem Freund? Was trennt Euch, dass Du keine gemeinsame Wohnung willst? Was hält Dich dennoch? "Normal" ist ja, dass man sich verliebt und dann zusammen wohnt, weil man froh ist über gemeinsame Zeit. Die Freiheiten sucht man sich dann irgendwo. Aber dir scheint das zusammen wohnen ja viel zu eng zu sein. Warum eigentlich? Angst vor der Bindung? Oder fehlende Liebe? So ganz ohne Liebe kann es ja nicht sein, sonst wäre er nicht seit längerer Zeit schon "Dein Freund".


    Offene Beziehungen -ich habe / hatte eine - kenne ich aus zwei Richtungen:


    -zum einen von glücklichen Paaren, wo der Sex eine so grosse Bedeutung hat, dass man das erweitern will, bereichern um mehr. Das endet dann im Swingerclub und bei sehr eifersuchtsfreien Paaren in der offenen Beziehung.


    -zum anderen von Paaren, wo etwas fehlt und man sich das dann in beiderseitigem Einvernehmen woanders sucht. Das endet meist im Unglück, weil das dann keine Bereicherung ist sondern Ersatz und derjenige der da ersetzt wird unglücklich ist. Da kann man dann entweder mit den gewonnenen Erkenntnissen versuchen, die eigene Beziehung neu zu beleben, oder man erkennt, dass die Defizite gross sind und trennt sich.


    Du scheinst mir eher in die zweite Kategorie zu passen und dich permanent zu fragen, wo Du nun hin willst.

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    Was mich interessieren würde ist, angenommen Ben würde tatsächlich gehen. Was bliebe dann? Was wäre mit Deinem Freund? Was trennt Euch, dass Du keine gemeinsame Wohnung willst? Was hält Dich dennoch? "Normal" ist ja, dass man sich verliebt und dann zusammen wohnt, weil man froh ist über gemeinsame Zeit. Die Freiheiten sucht man sich dann irgendwo. Aber dir scheint das zusammen wohnen ja viel zu eng zu sein. Warum eigentlich? Angst vor der Bindung? Oder fehlende Liebe? So ganz ohne Liebe kann es ja nicht sein, sonst wäre er nicht seit längerer Zeit schon "Dein Freund".


    Ralph_HH

    Froh sein über die gemeinsame Zeit ist das Eine - dringend Zeit für sich allein benötigen das andere.


    Ich bin jemand, der immer 100% bei den Menschen ist, mit denen er sich umgibt. Es kann sein, dass ich einen ganzen Tag für niemanden erreichbar bin, weil ich mit meiner Freundin Zeit verbringe und überhaupt nicht auf die Idee käme, mal auf mein Handy zu schauen. Es muss Menschen in meinem Beisein gut gehen. Ich lasse mich immer voll und ganz auf sie ein, denke nicht an andere Dinge, während jemand mit mir spricht, tue nicht, achte stets mehr auf die akuten Bedürfnisse des Anderen als auf meine. Ich mache das Leben meiner Mitmenschen in dieser Zeit ganz zu meinem. Das ist überhaupt gar nicht bewusst oder gar berechnend, sondern etwas, das ich nicht steuern kann.


    Das bedeutet aber auch im Umkehrschluss, dass ich genug Zeit für mich selbst brauche. Ich muss genug mit mir allein sein. Ganz allein. Hier gab es mal den Thread "Aus dem Fenster gucken" - ja, genauso bin ich. Das ist für mich überlebensnotwendig - zu spüren, dass es mir gut geht. Dass niemand etwas will. Dass es keine Aufgaben gibt. Keine Erwartungen. Nichts. Nur mich.


    Ich kann es zwar über längere Zeit ausblenden, wenn mein "Sozial-Akku" verbraucht ist, aber er schlussendlich muss er dann doch wieder aufgeladen werden.




    "Was wird, wenn Ben geht?", hast du gefragt.


    Da wiederum bin ich mir nicht sicher. In meiner Vorstellung sehe ich mich ruhiger werden. Den Kopf einschalten statt Schmetterlinge spüren. Ich sehe mich wieder zu der Juli werden, die ich vorher war. Genauso fröhlich und freundlich wie jetzt - aber besonnener. Ben muss weg, ich weiß das selbst, denn ich muss erstmal ganz in Ruhe klären, ob und wie es mit meinem Freund weitergeht.


    Ben fährt in den nächsten Tagen mit seiner Familie für drei Wochen in den Urlaub - diese Chance werde ich nutzen, mich abzuseilen. So ist der Plan.


    Die Kunst daran wird allerdings sein, nach diesen drei Wochen nicht wieder in alte Muster zurückzufallen, zumal ich ihn immer wieder unvorhergesehen beim Pendeln zur Arbeit treffe(n kann).


    Ich hoffe sehr, dass ich es trotzdem schaffe :-/

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    Die Kunst daran wird allerdings sein, nach diesen drei Wochen nicht wieder in alte Muster zurückzufallen, zumal ich ihn immer wieder unvorhergesehen beim Pendeln zur Arbeit treffe(n kann).


    Ich hoffe sehr, dass ich es trotzdem schaffe :-/

    Ein zum Nahverkehrszug alternatives Verkehrsmittel zum dann alleinigen Pendeln (Fahrrad, Pedelec, Motor-Roller, E-Roller, Motorrad, kleines Auto) ist an sich schnell beschafft. Wenn es wirklich nur darum ginge.

    Leider nicht für 150km pro Weg, da ist der Zug alternativlos.


    Sehr wohl könnte ich z.B.


    a) andere Waggons nutzen als bisher ??Pendler und ihre Stammplätze...??


    b) zügig aussteigen und


    c) den Bahnhof ohne mich umzuschauen verlassen.


    Das heißt aber auch drei Mal den unbedingten Willen aufbringen zu müssen... da sehe ich meine Schwachstelle :-| Zumindest jetzt - vielleicht ist das in 3 Wochen besser...

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    Es muss Menschen in meinem Beisein gut gehen. Ich lasse mich immer voll und ganz auf sie ein, denke nicht an andere Dinge, während jemand mit mir spricht, tue nicht, achte stets mehr auf die akuten Bedürfnisse des Anderen als auf meine. Ich mache das Leben meiner Mitmenschen in dieser Zeit ganz zu meinem. Das ist überhaupt gar nicht bewusst oder gar berechnend, sondern etwas, das ich nicht steuern kann.

    Dir ist vermutlich durchaus bewusst, dass dieses Verhalten zum Einen Bindungen bei anderen Menschen aufbaut, die davon profitieren und sich bei dir wohlfühlen. Zum Anderen aber auch, dass dies oftmals eine sehr einseitige Sache ist, von der andere mehr profitieren als du selbst.


    Dies könnte auch erklären, warum dir diese Männer immer "passieren" - wie du selbst schon schreibst. Diese Aufmerksamkeit schmeichelt, die du anderen zuteil werden lässt. Du stellst Bedürfnisse fest und befriedigst diese auch. Wer so etwas ausstrahlt, der findet natürlich auch schnell die passenden Gegenparts. Vielleicht glaubst du dabei auch, dass du dir etwas Gutes tust, weil dich dieses Verhalten wohl auch irgendwie positiv belohnt. Aber ist es so? Bist du vielleicht eher auf der Suche nach der ultimativen Erfüllung, dich ganz auf andere einzulassen? Tut Ben dir wirklich so gut, oder ist es einfach dein Wunsch, Ben noch mehr gutzutun, als du es ohnehin schon tust? Du liebst es schließlich, zu geben. Und ich glaube, die Selbstaufgabe ist dabei schnell überschritten. Vor allem, wenn du nicht so viel geben kannst, wie Ben nehmen möchte/kann (gebunden, nur Affäre). Dann kann es schnell fatal werden, vor allem für dich. Diese Konstellation ist für dich nicht gesund und du solltest unbedingt versuchen, Abstand zu gewinnen.

    Danke, comran - du hast ziemlich präzise in Worte gefasst, was ich bisher nicht sortieren konnte. Eine wirklich gute Analyse.


    An meiner "Gebermentalität" habe ich allerdings - zum Beispiel mit Hilfe meiner engsten Freundin - in den Jahren nach meiner Trennung von meinem Mann sehr gearbeitet. Ich glaube, dass sich dieser Wesenszug vor allem in der Zeit mit ihm sehr ausgeprägt hat und ich habe gelernt, das wieder auf ein für mich ausgewogeneres Maß einzupendeln.


    Es ändert trotzdem nichts daran, dass ich nunmal so bin - und zwar auch wirklich gern. Deshalb genieße ich auch die Zeit mit meinem offene-Beziehung-Freund, denn er spiegelt mir viel von meiner Energie und Zuwendung. Das ist schön :)z

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    Tut Ben dir wirklich so gut, oder ist es einfach dein Wunsch, Ben noch mehr gutzutun, als du es ohnehin schon tust? Du liebst es schließlich, zu geben. Und ich glaube, die Selbstaufgabe ist dabei schnell überschritten. Vor allem, wenn du nicht so viel geben kannst, wie Ben nehmen möchte/kann (gebunden, nur Affäre). Dann kann es schnell fatal werden, vor allem für dich. Diese Konstellation ist für dich nicht gesund und du solltest unbedingt versuchen, Abstand zu gewinnen.

    Ich bin mir einigermaßen sicher, dass Ben mir nicht guttut. Nicht, weil er es böse mit mir meint, sondern weil ich schon nach der ersten "Nacht" mit ihm die Reißleine hätte ziehen müssen. Ich wusste damals sofort, dass das viel zu gut war. Dass da viel zu viel von allem im Spiel war. Aber ich war zu mitgerissen. Zu (neu)gierig. Zu sprachlos vor Glück.


    Wenn ich deine insgesamte Intention richtig verstehe, hast du den fettgedruckten Satz sicher falsch formuliert?! Denn natürlich ist das Gegenteil der Fall: ich kann nur zuviel geben. Ich habe mehr Verlangen, mehr Wünsche, mehr Gefühle und schlicht und ergreifend mehr Zeit und Möglichkeiten als er. Und du hast Recht, wenn du sagst, dass das nicht gut für mich ist.

    Dazu noch ein Moment von gestern abend - beim Einräumen der Wäsche in meinen Kleiderschrank begegnete ich meinem eigenen Blick in dessen Spiegeltür.


    Ich hab mir lange in die Augen geschaut - und mir selbst gesagt:


    "Er tut dir nicht gut. Lass ihn gehen!"


    Wiederholt, wiederholt und wiederholt.


    "Es war eine tolle Zeit. Aber es muss aufhören. Lass ihn gehen!"


    Manchmal funktonieren solche mantras ganz gut, und sei es nur zur Beruhigung. Gestern jedoch führte es dazu, dass ich schlussendlich anfing zu weinen.


    Und als ich das sah - mich, weinend im Spiegel... - puh... heftig... auch jetzt bin ich bei dem Gedanken daran noch ein bisschen erschrocken... Vielleicht habe ich das erste Mal wirklich bemerkt, wie heftig diese Situation für mich tatsächlich ist. Es ist wohl Zeit, die Zügel in die Hand zu nehmen.

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    Wenn ich deine insgesamte Intention richtig verstehe, hast du den fettgedruckten Satz sicher falsch formuliert?!

    Ja, natürlich |-o


    Du kannst nicht so viel geben, weil Ben nicht so viel nehmen kann, wie du ihm geben möchtest.

    Zur Gesamtsituation will ich nicht viel sagen, da hast Du schon genug Anregung und weißt glaub ich, wohin der Weg geht.


    Aber eines ist mir aufgefallen:

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    Auch, wenn ich sicherlich alles andere als "auf der Jagd" bin (mit mir passiert das irgendwie eher),

    Das glaube ich nicht. Für Dich fühlt es sich vielleicht so an als würde es "einfach passieren". Aber das ist nicht so. Den Supertypen, der Donnerstagsmann, Ben, die werden ja von anderen auch wahrgenommen. Aber Du suchst ihre Nähe und den Kontakt.

    Ich habe gerade noch eine perfide Idee: Juli, könnte sich denn dein Offener-Beziehungs-Freund für die Frau von Ben interessieren und umgekehrt? Und dann: Juli + Ben, Ex-Juli-Freund und Ex-Ben-Frau, und die Kinder von Ben+Frau werden in dem Patchwork-Kuddelmuddel groß? Ich meine, aus logischer Sicht liegt das auf der Hand als Variante, aber natürlich müssten da drumrum eine Menge Emotionen sich erstmal stimmig treffen.

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    Du sagst es. Und obwohl ich immer fair und ehrlich war, was unsere Beziehung angeht ??klar, abgesehen von genauen Details in der Ben-Intensität,??, habe ich ein schlechtes Gewissen. Warum eigentlich? Ich habe doch immer mit offenen Karten gespielt. War das falsch? Hätte ich für ihn mitdenken müssen?

    Du bist eben ein sensibler Mensch und weißt genau, wie weh Liebe tun kann. Deswegen hast du, trotz deiner Offenheit, eben ein schlechtes Gewissen.


    Und hier liegt genau das Problem... du schreibst, dass du dein Herz niemals mehr verschenken möchtest, dich emotional niemals mehr so an einen Partner binden möchtest. Alles aus Angst. Und nun bist du aber doch so halb gebunden. Erstens weißt du, wie weh deinem Freund das alles tut und zweitens bist du ja nicht mit vollem Herzen bei der Sachen. Das ist einfach so ein großen Ungleichgewicht - das kann nur kippen.




    Solange du Angst hast dein Herz zu verschenken, wäre es wohl besser komplett als Single zu leben.



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    Es ist seine freie Entscheidung, sich von Dir permanent weh tun zu lassen.

    Absolut richtig. Aber mir würde es auch zu sehr zu schaffen machen, wenn der Andere wegen mir (freiwillig) leidet. Das müsste ich mir und ihm nicht geben.


    Ich habe auch schon erfahren, wei es sich anfühlt, wenn der Andere einen mehr begehrt als man sebst. Ich fand es fürchterlich und habe mich lieber getrennt. Ich brauche Respekt, Achtung und eine Beziehung im Gleichgewicht, auf Augenhöhe. Und das ist bei der Beziehung der TE ja nicht wirklich gegeben. Sie ist ihm ja immer ein Stück vorraus/entfernt. Er kann ihr nicht wehtun, sie ihm schon.

    Außerdem ist es vlt reiner Selbstschutz wenn du deinen Freund behälst: solange du ihn hast und offiziell vergeben bist, ist Ben keine echte Gefahr für dein Herz. Stell dir mal vor, du würdest dich trennen... wärst theoretisch frei für Ben... dann täte es dir noch mehr weh, wenn er vegeben bleibt und es würde dir nochmehr Angst machen, würde er sich trennen und mit dir zusammenkommen. Denn an ihn würdest du dein Herz wieder verschenken...