• Ehe, Beziehung, Trennung richtige Entscheidung

    Hallo, zu meiner Person ich bin 33 M. 2 Kinder (2 und 7) seit 10 Jahren verheiratet.Vollzeitbeschäftigung. ich habe eigentlich ein vorbildliches Leben gehabt 3 Eigentumswohungen usw. Vor kurzem habe ich mich selbständig gemacht und habe eine nette Angestellte eingestellt die auch wirklich einen Job benötigt hat. Zu meiner Ehe , ich habe mit 23…
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    Ich denke, dass der TE nicht mal rumeiert, sondern in diesem Hamsterrad gefangen ist und momentan keinen Weg raus findet. Deswegen sind bestimmte Bemerkungen keine Hilfe, sondern eher abwertend

    Das war nicht abwertend, sondern die Empfehlung, eine klare Entscheidung zu treffen- unbeachtet der Tasache, dass jede seiner Entscheidugen mit Nachteilen verbunden ist. Und Fremdgehen hat rein gar nichts mit Hamsterrad zu tun. Und: der TE steckt überhaupt nicht in einem Hamsterrad. Nur weil er seine Kinder bei Trennung seltener sieht? (daran hat er sich in der Vergangenheit offenbar auch nicht besonders gestört und die Kinder weitgehend seiner Frau überlassen). Ich sehe in den Begründungen, zahlreiche Ausreden, um keine Entscheidung treffen zu müssen. Am Ende spielt der TE ja auch mit den Gefühlen der beiden Frauen ...


    Dass seine Frau derartig verärgert ist, kann ich nachvollziehen, wenn sie mit vielen Dingen alleine gelassen wird und wenn der TE offenbar ohnehin selten zu Hause erscheint, halte ich die Kritik schon für angebracht, nicht auch noch den letzten verbleibenden Rest möglicher gemeinsamer freien Zeiten auch noch mit irgendwelchen Freunden zu verbringen. Ich glaube, der TE sollte auch seine zeitliche Organisation auf die Reihe bekommen. Mit Kindern kann und sollte man nicht bis in die Puppen arbeiten. Wenn ihm die Kinder wirklich wichtig wären (und nicht nur die Kinder als lieben netten Onkel zu haben), dann hätte er auch bei seinem Job den zeitlichen Aufwand reduzieren müssen- ansonsten wird er der Verantwortung als Vater nicht gerecht.


    Mich erinnert das Verhältnis des TE-s zu seiner Frau an meine Kinderzeit und meine Eltern: Auch mein Vater war eher selten zu Hause und die Unterstützung meiner Mutter fiel eher mau aus, weil sein Job ständig im Zentrum stand- zusätzlich verpisste sich mein Vater zu seinem Hobby mit seinen Freunden. Als meine Eltern sich trennen wollten, war ich auch traurig (Kinder mögen in der Regel stabile Verhältnisse)- am Ende war ich aber froh, weil meine Mutter den Ärger nicht mehr hatte, weil es sie natürlich mitnahm und verärgerte, dass ihr Mann (mein Vater) ständig sich nur um seine Sachen kümmerte (und irgendwann auch fremd ging).

    ... letztendlich war ich als Kind nahezu ohne Vater aufgewachsen, da mein Vater sich mehr um andere Dinge- vor allem um seinen Job und sein Hobby kümmerte (wenn meine Mutter nicht hin- und wieder meinen Vater dazu verdonnerte, ihr auch mal uns Kinder abzunehmen, hätte er sich vermutlich noch weniger als "fast nicht" um uns "gekümmert"). Die "Vateraufgaben" haben bei mir eher gute Bekannte übernommen ...

    Bei mir lag die Trennung auch daran, dass mein Mann ein Workaholic war bzw. ist. Allerdings sehe ich es bei dem TE etwas anders. Er war doch selbstständig, oder habe ich jetzt den Faden vertauscht? Ich denke, da bedarf es gerade am Anfang viel Arbeit, damit der Laden erstmal läuft. Dafür hätte ich alles Verständnis der Welt ( auch bei meinem Ex gehabt, der war aber "nur" Angesteller )...


    Für meinen Sohn hat sich nach der Trennung nichts geändert, er sagte es sei wie immer – Papa ist nicht da :°(. Jetzt sehen sie sich auch eher selten, da mein Ex jetzt selbstständig ist und ich finde, gerade jetzt könnte er mal eine väterliche Hand/Rat gebrauchen und auch mal die Pubertät mittragen, aber er versucht eben auch Geld zu verdienen und sich was aufzubauen..

    jetzt habe ich zahlreiche beiträge gelesen erst mal vielen dank dafür.


    heute habe ich meiner frau zum ersten mal in meinem leben gesagt das ich mich trennen möchte. es war eine beschissene situation ich habe mich auch sehr schlecht gefühlt und meine tochter stand in der nähe und hat gespürt das etwas nicht stimmt und wörtlich gesagt ihr wollt euch trennen und das möchte ich nicht, es zerreißt mir regelrecht das herz wenn ich meine tochter sehe..........später habe ich etwas dazu erzählt wie wir das machen würde da ich ein block weiter wohnen würde, das hat sie etwas beruhigt ich musste auch weinen während ich das sagte..........


    meine frau änderte plötzlich ihr ganzes verhalten , die frau die, die totale kontrolle hatte und mir sachen an den kopf schmiss wie zb. fahr zur hölle oder geh doch etc.


    sagte auf einmal das sie mich total liebt und das sie alles für mich tun würde


    ich solle mich nicht trennen, es war eine ungewohnte situation , die mich nicht beeindruckte.....1 stunden später fingen wieder die vorschriften an "hol dein Koffer" "komm heute nach hause" das passte mir nicht....


    ich habe ein total mulmiges gefühl........


    die angst etwas falsches zu tun ist immer noch da !

    Zitat

    die angst etwas falsches zu tun ist immer noch da

    ich finde das es etwas ganz natürliches, gerade in Situationen, die so entscheidend sind.

    Zitat

    es zerreißt mir regelrecht das herz wenn ich meine tochter sehe..........

    ja, das glaube ich gern. Du kannst nur versuchen deine Tochter aufzufangen, indem du ihr die Angst nimmst dich zu verlieren.

    wenn du es jetzt nicht schaffst, irgendwann kommt der tag, da ist dir alles egal, du willst nur noch weg.......so war es bei mir. habe lange gekämpft mit mir, aber irgendwann hat es klick gemacht und ich merkte, ich gehe ganz kaputt, wenn ich es jetzt nicht tue. ich habe es nie bereut.

    Willst du denn überhaupt noch mit deiner Frau zusammenbeiben? Oder nur wegen der Kinder? Wenn ihr Beide bereit seit, an eurer Ehe zu arbeiten, dann sucht euch so schnell wie möglich Hilfe.


    Bei der Caritas z. B. kannst du dich beraten lassen, um eine Entscheidung für die Zukunft zu treffen und um Informationen zu bekommen, wie Kinder am besten mit einer Trennung fertigwerden.

    Es ist ein beschissene Situation


    Die mich bald krank macht


    Jetzt wohne ich bereits seit 2 Tagen in Hotels heute geht's zu meinen Eltern.


    Es ist total ungewohnt die Stimme der Kinder nicht zu hören aber widerum ein befreiendes Gefühl nicht mehr das alles anhören zu müssen .......


    Ich will nicht nach 3 oder mehreren Jahren


    Alles bereuen dann ist es definitiv spät


    Ich will aber auch nicht das Leben meiner Frau leben wollen.........dazu ist das Leben zu kurz

    Hallo,


    ich finde es etwas unfair, dem TE vorzuwerfen, er würde sich zuwenig um die Kinder kümmern.


    Leider geht eben nicht alles gleichzeitig: Berufliche Karriere machen und damit der Familie und den Kindern ein finanziell sorgenfreies Leben zu ermöglichen, und jederzeit für die Familie und die Kinder da zu sein.


    Letzlich ist aber beides – immer für die Familie dazusein, als auch arbeiten und der Familie eine finanziell sorgenfreie Zukunft (Ausbildung, Studium, ..) zu bieten – gleichermassen Ausdruck von Liebe.


    Entscheidungen, etwas zu ändern und damit das bekannte aufzugeben; oder alles beim alten zu belassen, um damit sich bietende Chancen auszuschlagen; sind immer heikel. Letzlich gibt man so oder so etwas auf.


    Auch die Idee, es mit Eheberatung zu versuchen, ist eine Entscheidung, die die sich jetzt auftuende Chance mit der anderen Frau ausschlägt. Gegen ein Versprechen oder die Hoffung auf eine bessere Zunkunft der bestehenden Ehe.


    Wie soll man sich da entscheiden? Was soll man da sinnvoll raten können? Man steuert auf eine Weggabelung oder eine Kreuzung zu, und weiß im vorhinein nicht, welcher der verschiedenen Wege der angenehmere, welcher der richtige sein wird. Das weiß man erst, wenn man ihn gegangen ist.


    *:)

    Zitat

    ich finde es etwas unfair, dem TE vorzuwerfen, er würde sich zuwenig um die Kinder kümmern.

    Er hat es selbst so geschrieben.

    Zitat

    Leider geht eben nicht alles gleichzeitig: Berufliche Karriere machen und damit der Familie und den Kindern ein finanziell sorgenfreies Leben zu ermöglichen, und jederzeit für die Familie und die Kinder da zu sein.

    Er macht sich aber nicht die Gedanken, wie er mehr Zeit mit seinen Kindern verbringen kann, sondern dass er sich mit seinen Kumpels oder wem auch immer nicht die Nächte bis 3 um die Ohren schlagen kann.

    Zitat

    Letzlich ist aber beides – immer für die Familie dazusein, als auch arbeiten und der Familie eine finanziell sorgenfreie Zukunft (Ausbildung, Studium, ..) zu bieten – gleichermassen Ausdruck von Liebe.

    Ist doch einfach festzustellen: Einfach mal die Kinder fragen, ob sie lieber die 5te Eigentumswohnung wollen oder mit dem Vater mehr Zeit verbringem'. :=o

    Zitat

    Auch die Idee, es mit Eheberatung zu versuchen, ist eine Entscheidung, die die sich jetzt auftuende Chance mit der anderen Frau ausschlägt. Gegen ein Versprechen oder die Hoffung auf eine bessere Zunkunft der bestehenden Ehe.

    Das würde nur Sinn machen, wenn der TE sich ändern wollte. Ansonsten würde er nur die Frau austauschen, für sie und die Familie zu wenig Zeit haben - somit nur eine Frage der Zeit, wann die nächste Beziehung in den Sand gesetzt wird.

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    Wie soll man sich da entscheiden? Was soll man da sinnvoll raten können?

    Hat er sich nicht schon etnschieden? Er will sich vielleicht trennen und zieht einfach mal aus, will seine Kinder aber sehen? Als ob es keine Trennungen gäbe, ohne dass man seine Koffer packt und einfach mal geht.

    Zitat

    Er macht sich aber nicht die Gedanken, wie er mehr Zeit mit seinen Kindern verbringen kann, sondern dass er sich mit seinen Kumpels oder wem auch immer nicht die Nächte bis 3 um die Ohren schlagen kann.

    Ich habe nicht gelesen, dass er jede Nacht bis 4 Uhr mit seinen Kumpels verbringen will, noch dass er es tut.


    Vielmehr, dass seine Frau ihm untersagt, auch nur eine einzige Nacht mal mit den Kumpels auszugehen.


    Ich finde, egal wieviel man arbeitet und wieviel Zeit man sonst noch mit der Familie verbringt, benötigt man auch soziale Freizeitkontakte ausserhalb der Familie, sonst geht der Mensch ein. Sonst kann sich eine Beziehung oder Ehe wie ein Zwang anfühlen, im Extremfall wie ein Gefängnis. Dann kann aus einem Wollen ein Müssen; eine lästige Pflicht werden.


    So etwas sollte nicht sein.

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    Auch die Idee, es mit Eheberatung zu versuchen, ist eine Entscheidung, die die sich jetzt auftuende Chance mit der anderen Frau ausschlägt. Gegen ein Versprechen oder die Hoffung auf eine bessere Zunkunft der bestehenden Ehe.

    Das würde nur Sinn machen, wenn der TE sich ändern wollte.

    Nicht nur. Auch seine Frau muss den Willen haben, sich zu verändern. Denn ansonsten ist es nur ein einseitiges Anpassen an seine Frau. Das wird nicht funktionieren. Es geht aber um beiderseitig tragfähige Kompromisse.


    Eheberatung ist also auch die Hoffnung darauf, dass sich der Partner in der Zukunft ändern wird.


    Irgendwelche Ratschläge in die eine wie die andere Richtung kann man aus der Ferne nicht geben.


    Lediglich, als aussen stehender, die verschiedenen Möglichkeiten erläutern.


    Sich über seinen zukünftigen Weg klarwerden muss sich der TE selber.


    *:)

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    Leider geht eben nicht alles gleichzeitig: Berufliche Karriere machen und damit der Familie und den Kindern ein finanziell sorgenfreies Leben zu ermöglichen, und jederzeit für die Familie und die Kinder da zu sein.

    Klar geht das. Ich halte es für ausgesprochen fragwürdig, den beruflichen Erfolg allzusehr am Arbeitszeitaufwand festzumachen(das kann höchstens mal in einem kürzeren überschaubaren Zeitraum sinnvoll und notwendig zu sein) – das gilt ganz besonders für Selbstständige. Insbesondere wenn man Kinder hat, sollte man sich auch der Verantwortung für seine Kinder bewusst sein, und daran denken, dass insbesondere bei kleineren Kindern als Vater mehr dazu gehört, als nur den Gutelauneonkel für die Gutenachtgeschichte zu spielen.

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    ich finde es etwas unfair, dem TE vorzuwerfen, er würde sich zuwenig um die Kinder kümmern.

    Der TE schrieb dazu:

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    Durch meinen Job kann ich mich auch kaum um die Kinder kümmern.

    Das bedeutet, dass die Arbeit mit den Kindern vor allem an der Frau hängenblieb.

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    Das bedeutet, dass die Arbeit mit den Kindern vor allem an der Frau hängenblieb.

    Als ob jemals auch nur eine Frau die "Arbeit" mit den Kindern an den Mann abgeben würde.