• Ehe und Kinder heutzutage finanzieller Selbstmord für den Mann?

    Solange es gut läuft und die Ehe hält, ist alles okay, aber wenn es zur Scheidung kommt und Kinder involviert sind, bedeutet es schnell mal finanziellen Selbstmord im Fall der Trennung. Bei 50% Scheidungsquote ein zu großes Risiko?
  • 135 Antworten

    Um mal wieder zum Urpsrungsthema zurückzukehren:


    Es gibt doch diese Spruch: Wer eine Garantie möchte, der soll sich einen Toaster kaufen. ]:D (Oder so ähnlich.)


    Unsere Standesbeamtin hat damals gesagt (und das empfinde ich auch absolut passend): Die Herausforderung heutzutage ist es sich festzulegen und sich zu seinen Entscheidungen zu bekennen. In einer so sprunghaften Zeit ist es schwer vertrauen zu fassen und aktiv auf Dauer an einer Partnerschaft arbeiten zu wollen (damit meinte sie das Einlassen auf eine Ehe).


    Das war natürlich nicht 1:1 ihr Wortlaut, da ich keine Tonbandaufnahmen habe ;-) aber so in etwa war es. Das fand ich super zeitgemäß und auch zutreffend. Irgendwie scheinen viele Menschen Angst vor der Ehe zu haben. Ich selbst konnte mir nie vorstellen zu heiraten, bis ich meinen Mann traf... da wusste ich es einfach. Das hatte nichts mit blinder Verliebtheit zu tun, sondern mit Vertrauen und nie gekannter emotionaler Intimität. Wichtig: damit meine ich nicht, dass das andere Paare nicht haben %-| , sondern bei mir war es einfach anders als es je gewesen war...


    Die Ehe an sich ist natürlich kein Friede Freude Eierkuchen. Das sind Beziehungen aber nie... es steckt immer Arbeit dahinter und auch der aktive Wille sich auf den anderen einzulassen bzw auch an sich selbst zu arbeiten. Das ist aber nicht nur negativ, sondern hat auf lange Sicht viele positive Aspekte. Das kann man natürlich auch in nicht "ehelichen" Beziehungen machen. ;-)


    Lieber Herkan,


    du hast nicht auf die Frage geantwortet, ob du momentan überhaupt eine Auserwählte hast. Falls es hier um rein hypothetisches Gedankengut geht, dann würde ich dir abraten einfach die nächste Frau zu heiraten ;-D . Vielleicht triffst du eines Tages jemand, mit dem du es dir vorstellen kannst... vielleicht auch nicht.


    Die vielen Negativbeispiele in deinem Freundeskreis sind nicht nur negativ, weil die Menschen sich aus Ehen geschieden habe. ;-D Und die zitierten Textzeilen klingen irgendwie als hätte die ein etwas enttäuschter und frustrierter Mensch geschrieben. ;-D ]:D


    Zusammengefasst: ich würde nicht heiraten, nur weil es bei dir so "brauch" ist. Lass es doch einfach auf dich zukommen. Ich würde meine Eheentschiedung übrigens nicht an Internetseiten und Meinungen fremder Menschen festmachen. ;-D


    Noch zum finanziellen: nicht jede Frau / oder Mann wird nach der Ehe zum geldgieren Fiesling... ":/ Diese Menschen gibt es natürlich, aber das hat weniger was mit der Ehe, sondern mit dem Charakter zu tun... ;-D


    Liebe Grüße

    Zitat

    Naja, Nachwuchs zu versorgen ist etwas, das zig Säugetierartenarten mit weniger Intelligenz hinbekommen. Sooo eine extrem komplizierte Aufgabe ist das - vom Prinzip her - auch wieder nicht. Natürlich ist es mit zig Herausforderungen verbunden, aber wenn es in der bisherigen Menschheitsgeschichte ging, dann ist es ja wohl auch heute machbar.


    Und gänzlich bereit - im Sinne von alles schon könnend und alles wissend - kann man eben nicht sein. Wie so viele Dinge ist das eben auch zu großen Teilen learning by doing.


    Wer fähig ist, Verantwortung zu tragen, ist m.E. prinzipiell auch als Elternteil geeignet.

    ach komm... wie kann man meinen beitrag denn derart missverstehen? natürlich geht es nicht um die pure fähigkeit zur umsetzung. die kinder irgendwie großbekommen, das schafft selbst der dümmste, klar.


    als ich schrieb "viele menschen denken sie wären bereit für kinder, sind es aber in wahrheit doch nicht" meinte ich damit natürlich den willen und die bereitschaft, all die veränderungen, opfer und all den verzicht zu leisten, die kinder nunmal mit sich bringen.

    Gibt es eigentlich eine Statistik wieviele der unterhaltspflichtigen Frauen ihren Verpflichtungen nicht nachkommen und wieviele Männer? Es gibt doch sicherlich Statistiken für beide Geschlechter... prozentual...

    Zitat

    Noch schlechter allerdings ist es um die Zahlungsmoral unterhaltspflichtiger Mütter bestellt. Die Informationen seien aufgrund der geringen Fallzahlen zwar nur vorsichtig zu interpretieren, heißt es in dem DIW-Papier. Im Ergebnis kamen von den Frauen aber sogar 85 Prozent ihren Verpflichtungen nicht nach.

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article157736853/Manche-zahlen-lieber-Geldstrafen-als-Unterhalt.html

    Ja, ich sehe es auch so, wie es in dem Artikel steht: Es wird eine künstliche Frontstellung Männer gegen Frauen aufgebaut.


    Tatsächlich haben fehlende Unterhaltszahlungen nichts mit dem Geschlecht zu tun, sondern mit anhaltenden familiären Zerwürfnissen nach der Scheidung oder schlicht und einfach mit fehlender Zahlungsfähigkeit.


    Aber anstatt sich mit solchen Ursachen auseinanderzusetzen soll "mehr Druck auf die Väter ausgeübt werden", indem man ihnen den Führerschein wegnimmt.

    Zitat

    Solange es gut läuft und die Ehe hält, ist alles okay, aber wenn es zur Scheidung kommt und Kinder involviert sind, bedeutet es schnell mal finanziellen Selbstmord im Fall der Trennung. Bei 50% Scheidungsquote ein zu großes Risiko?


    --Herkan

    Mann/Frau achte bei der Partnerwahl auf eine Frau/Mann mit vergleichbarem Einkommen und Vermögen, dann sinkt das finanzielle Risiko schon mal beträchtlich, egal wie der Ehevertrag gestaltet war (z.B. Zugewinngemeinschaft - das Standardmodell, Gütergemeinschaft oder Gütertrennung als alternative Optionen).


    Und bei Kindern: naja, das was Eltern in die Kinder in jungen Jahren "investieren", erhoffen sie sich gängig später mal zurück in Unterstützungsleistungen, Betreuung und Fürsorge.


    Also alles eine Frage der Perspektive. Und so ein bisschen Rationalität in der Gestaltung der Liebesbeziehungen und familiären Beziehungen nicht ganz zu vernachlässigen.

    Da kannst Du soviel planen,wie Du willst.Man weiss doch gar nicht,wie die werte Gattin in fünf Jahren tickt.Man kann den Leuten nur vor den Kopf gucken.

    Zitat

    Mann/Frau achte bei der Partnerwahl auf eine Frau/Mann mit vergleichbarem Einkommen und Vermögen, dann sinkt das finanzielle Risiko schon mal beträchtlich, egal wie der Ehevertrag gestaltet war

    Das meinte ich mit "Augen auf bei der Partnerwahl".

    Zitat

    meinte ich damit natürlich den willen und die bereitschaft, all die veränderungen, opfer und all den verzicht zu leisten, die kinder nunmal mit sich bringen.

    Ich hatte niemals das Gefühl, was aufgegeben zu haben oder gar Opfer bringen zu müssen. Für uns fühlte sich die Rolle als Eltern und das, was man für und mit den Kindern so tut, einfach völlig natürlich an.

    Zitat

    Mann/Frau achte bei der Partnerwahl auf eine Frau/Mann mit vergleichbarem Einkommen und Vermögen, dann sinkt das finanzielle Risiko schon mal beträchtlich

    Das kann man zwar versuchen, aber viel wichtiger als ein vergleichbares Einkommen (das kann sich im Laufe der Erwerbsjahre auch drastisch ändern) sehe ich eine ähnliche Einstellung zum Geld ausgeben. Was nutzt der gleiche Verdienst, wenn einer sehr sparsam ist und der andere dafür alles zum Fenster rauswirft?

    Zitat

    aber viel wichtiger als ein vergleichbares Einkommen (das kann sich im Laufe der Erwerbsjahre auch drastisch ändern) sehe ich eine ähnliche Einstellung zum Geld ausgeben.

    :)z


    Menschen mit eher bescheidenen Ansprüchen haben finanziell auch deutlich weniger Probleme.


    Während meiner Ehe gab es auch Zeiten, zu denen wir deutlich unterdurchschnittliches Einkommen bezogen (das kann gerade bei Selbständigen durchaus passieren- da kann es auch mal zu einer Flaute kommen). Dennoch hatten wir eigentlich finanziell nie größere Probleme- wir haben einfach unsere Ansprüche deutlich heruntergeschraubt- genügend Spaß und Freude hatten wir dennoch- auch oder gerade mit unseren Kindern, die auch finanziell schwierige Zeiten wunderbar mitgetragen haben, trotz mancher (aber seltenen) Maulerei.

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    OT: ich bin verwirrt, mittlerweile auf zwei Sensibelmänner im Forum zu treffen

    Das ist derselbe, der nur seinen alten Accountzugang verloren hat...

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    Ah - mal wieder eine Anfrage aus der Serie: wie heirate ich eine Statistik! Sehr beliebt die Dame

    Eine Statistik ist gut, wenn sie gut gemacht ist und wenn man sie zu lesen versteht. Eine Statistik sollte man vor allem bezüglich der Ursachen hinterfragen. Und das relativ hohe Risiko von Beziehungsbrüchen/Ehescheidungen entsteht ja oft nicht zufällig. Und ich finde es überhaupt nicht selten, dass Menschen Beziehungen eingehen, wo es schon von Anfang an nicht richtig passt- das Ende der Beziehung ist nur eine Frage der Zeit. Dass sich Menschen bezüglich des Partners ändern, kommt ja auch nicht nur zufällig zustande.


    Wenn Menschen sich am Anfang übertrieben von ihren Gefühlen leiten lassen und ihren Verstand außen vor lassen, um sich Dinge schön zu reden, dann brauchen sich diese nicht über Folgen zu wundern. Also einfach mal die rosarote Brille am Anfang absetzen, nicht nur vorrangig sich selbst, sondern auch dem Partner/der Partnerin Aufmerksamkeit und Achtung schenken, gleichberechtigt und auf Augenhöhe in die Beziehung gehen und bleiben, Probleme rechtzeitig kommunizieren und nicht einer Pseudoharmonie opfern ("ich will mich nicht streiten"), dann verringert sich auch das Risiko von Beziehungsbrüchen entgegen der Statistik deutlich unter 50%. Lebenssituationen und darauf aufbauende Statistiken sind keinesfalls immer zufällig und fatalistisch- oft haben Menschen vieles selbst in der Hand- durch eigenen Willen und eigenes Handeln bestimmt- man muss es oft nur wahrnehmen. Dann klappt das auch mit Kindern unproblematisch- sogar dann, wenn die Beziehung auseinandergehen sollte (so ganz spreche ich Zufall und Fatalismus nicht ab).


    Unterhalt für die Kinder leistet man ja mit oder ohne Beziehung in ähnlicher Größe (jedenfalls finanziell).


    Mehr noch- der Aufwand für die Kinder ist für die betreuende Person in der Summe höher, da ja nicht nur finanzielle Aufwendungen eine Rolle spielen (das ist unabhängig davon, dass die betreuende Person dafür auch die Freude mit den Kindern mehr erleben kann).