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    und trotz allem kann keiner eine Statistik heiraten

    Ja, sie kann nur auf Chancen und Risiken aufmerksam machen- und wie geschrieben, sollte man hinterleuchten (nö, eine Korrelation ist noch lange kein kausaler Zusammenhang), wie es zur Statistik kommt, um für das eigene Handeln Schlüsse ziehen zu können.


    Diesbezüglich sind Statistiken soetwas wie Bücher und diese sind wie G.C. Lichtenberg anmerkte: "Ein Buch ist ein Spiegel, wenn ein Affe hineinsieht, so kann kein Apostel heraus gucken."

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    Mann/Frau achte bei der Partnerwahl auf eine Frau/Mann mit vergleichbarem Einkommen und Vermögen, dann sinkt das finanzielle Risiko schon mal beträchtlich

    Das kann man zwar versuchen, aber viel wichtiger als ein vergleichbares Einkommen (das kann sich im Laufe der Erwerbsjahre auch drastisch ändern) sehe ich eine ähnliche Einstellung zum Geld ausgeben. Was nutzt der gleiche Verdienst, wenn einer sehr sparsam ist und der andere dafür alles zum Fenster rauswirft?

    Wenn beide ein vergleichbares Einkommen haben, aber der eine sparsam ist und der andere dafür alles zum Fenster rauswirft, hätten sie anfangs beim Kennenlernen kein vergleichbares Vermögen. :-) Na gut, das ist ein bisschen einfach gedacht.


    Und ja, die Einstellung zum Geld kann sich im Laufe der Erwerbsjahre auch drastisch ändern, aber so ziemlich alles Charakterliche kann sich im Laufe der Jahre drastisch ändern.


    Ich stimme dir aber zu: eine ähnliche Einstellung zum Geld ausgeben finde ich auch hilfreich, mit immer mal kleinen Impulsen. Bei zwei Sparsamen auch mal ne Großzügigkeit, bei zwei Verschwenderischen auch mal das Innehalten. Und bei zwei dazwischen in beide Richtungen. Irgendwie die gute Mischung aus Gleichsein und Anderssein.

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    Und ja, die Einstellung zum Geld kann sich im Laufe der Erwerbsjahre auch drastisch ändern, aber so ziemlich alles Charakterliche kann sich im Laufe der Jahre drastisch ändern.

    Da spielt aber die Qualität der Beziehung keine unerhebliche Rolle ...

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    Das mit den zwei Haushalten hatte ich in einem meiner Beiträge auch geschrieben - unter dem Strich kommen beide finanziell schlechter weg als vorher. Ist so.

    Was, um das dem Eingangsbeitrag gegenüberzustellen, davon bestätigt wird, dass man regelmäßig lesen kann, wie hoch das Armutsrisiko für Alleinerziehende ist.

    Es würden weniger Frauen heiraten wollen, wenn die Kinderbetreuung besser geregelt wäre, d.h. der Vater sich auch tatsächlich 50 % um die Kinder kümmern würde. Die meisten haben da keinen Bock drauf und möchten, dass sie Frau den Job aufgibt, was die Frau wiederum abhängiger macht vom Mann, der dann finanizell bürgen muss, ohne oder mit Scheidung. Ein einziger Teufelskreis. Man(n) muss dafür sorgen, dass die Frau schnell wieder arbeitet (Vollzeit!), damit sich keine Abhängigkeiten ergeben. Fertig aus.

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    ...zumindest wenn man die vermeintlichen Vorteile einer Hausfrauenehe nutzen möchte

    das mag ja sein, aber auch bei einer "fair" geführten, arbeitsteiligen ehe hat der mann ein massives finanzielles risiko, sobald kinder im spiel sind. es gibt zahllose männer, die sich in die betreuung und erziehung ihrer kinder eingebracht haben, der frau im haushalt viel geholfen haben, ihre karriere unterstützt haben, und so weiter. männer, die alles richtig gemacht haben. und wenn man sich dann trennt, ganz gleich aus welchem gravierenden oder nichtigen grund, sorgt die rachsüchtige exfrau dafür, dass er seine kinder fast überhaupt nicht mehr sehen kann, gleichzeitig aber voll für die kinder und zusätzlich noch für die exfrau blechen darf. mit freundlicher unterstützung deutscher gerichte, denen im zweifel gerechtigkeit stets weniger wichtig ist als dass der exmann zahlen muss (und nicht der staat).

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    ...zumindest wenn man die vermeintlichen Vorteile einer Hausfrauenehe nutzen möchte. Einen Tod muss man wohl sterben, wenn man es bequem haben will.

    Sehe ich auch so. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

    Im Übrigen, Black Gun, würde ich es SEHR unterstützen, wenn die Gerichte mehr gegen Mütter (oder auch Väter - nur kommt das seltener vor) vorgehen würde, die dem Partner die Kinder vorenthalten. Das finde ich ganz ganz schlimm, insbesondere dann, wenn der Vater immer eine gute Beziehung zu seinen Kindern hatte und sich auch gekümmert hat.


    Das mit dem Unterhalt für die Frau, wenn sie berufstätig ist, kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Wenn sie nicht grad total mies verdient und er unheimlich viel, fällt bei so einer Konstellation ja kein Unterhalt (oder nur wenig) an?!?!


    Kindesunterhalt ist klar und wurde in diesem Beitrag mehrfach diskutiert. Der ist fürs Kind und wird von dem Elternteil, der das Kind überwiegend betreut/umsorgt auch gebraucht. Das ist nun mal die Verantwortung, zu der man(n) sehen muß.

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    Das mit dem Unterhalt für die Frau, wenn sie berufstätig ist, kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Wenn sie nicht grad total mies verdient und er unheimlich viel, fällt bei so einer Konstellation ja kein Unterhalt (oder nur wenig) an?!?!

    wenn die kinder noch klein genug sind, kann die frau sehr leicht sagen dass sie wegen der kinderbetreuung nicht arbeiten kann. ja, seit der neuregelung vor ein paar jahren kann frau diese nummer nicht mehr bringen bis die kinder 16 sind, aber mindestens bis zur einschulung des jüngsten kindes geht das noch immer locker. das heisst wir sprechen von einem zeitraum von bis zu acht jahren, während dem der mann möglicherweise bis zur pfändungsgrenze hinab blechen darf für kinder, die er kaum noch sieht, und eine frau, die sich von ihm getrennt hat und womöglich sogar die treibende kraft hinter der scheidung war.


    jeder soll sich dazu seine eigene meinung bilden - in meinen augen ist das ein enormes risiko.

    Ja, da stelle ich aber - wie schon oben irgendwo geschrieben -das Risiko der Frau dagegen, daß der Mann kein Interesse an den Kindern hat, sich aus der finanziellen Verantwortung stiehlt (einfach nicht zahlt) und sie mit allem alleine da steht. Das ist definitiv auch ein Armutsrisiko.


    Kinder zu bekommen ist immer ein Risiko - für beide Seiten.

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    Kinder zu bekommen ist immer ein Risiko - für beide Seiten.

    stimmt, aber das risiko, die kinder zu verlieren und für den lebensunterhalt des expartners aufkommen zu müssen, liegt in der praxis fast ausschließlich beim mann.