• Ehefrau möchte Polygam (Polyamorie) leben

    Hallo liebes Forum Befinde mich aktuell in einer verzwickten Lage. Hoffe jemand hat Erfahrung oder kann mir einen guten Tipp geben. Kurze Info über uns: Ich 33 und meine Frau 30, gemeinsames Kind (1). Zusammen seit 13 Jahren, verheiratet seit 2.5 Jahren. Vor ca. 2 Jahren hat meine Frau einen Mann kennengelernt, den Sie sehr interessant fand während der…
  • 112 Antworten

    Lieber TE,

    was meinst du mit den 2 Jahre alten Wunden?


    geht es deiner Frau prinzipiell um „austoben“ oder nur um diesen einen anderen Mann?

    Wie begründet sie, dass es nun kein Zurück mehr gibt? Weiß sie wie schlecht es dir wirklich geht? Warum sind ihr deine Gefühle dabei so egal? Bist du ihr nicht mehr wichtig? Ich finde ihr Verhalten sehr egoistisch. Sagt sie, dass ihr euch trennen müsst wenn du damit nicht klar kommst? Wie oft möchte sie den anderen Mann sehen? Ist er Single? Wünscht er sich eine monogame Beziehung mit ihr? Hast du wieder Sex mit deiner Frau?


    Auch wenn ihr im Vorfeld 2 Jahre darüber geredet habt, gibt es aktuell neuen Redebedarf. Es ist dein gutes Recht, die ganze Sache nicht mehr zu wollen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie sich in den anderen verliebt hat, aus Bequemlichkeit aber eure Beziehung beibelassen will, aber du nun gefälligst die Füße still zu halten hast, damit sie ihr Ding ungestört durchziehen kann. Das kann es doch nicht sein. Es sollen ja beide etwas von der Entscheidung haben. Wenn einer leidet ist es nicht fair. was sagt sie dazu, wenn du ihr sagst dass du leidest?

    LolaX5 schrieb:
    Zitat

    Eine Trennung kommt aktuell für beide nicht in Frage. Das Kind soll dabei immer im Mittelpunkt stehen.

    Das mag ja nett klingen, die Wahrheit ist es aber nicht. Sie hat ganz klar sich und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt gestellt. Bereitwillig in Kauf nehmend, dass daran die Familie zerbrechen kann.
    Kann man so entscheiden, aber dann soll man bitte nicht so tun, als stünde das Kind im Mittelpunkt.

    Unterschreibe jedes Wort.

    TimFaber schrieb:

    warum um himmels willen hast du dich da darauf eingelassen :|N


    jetzt zu sagen, ich bin verletzt, ist zu spät.

    Dafür ist es nie zu spät und eine liebende Ehefrau würde auch nicht drauf bestehen, dass es zu spät ist, zu sagen, dass er das doch nicht verkraftet.

    Ich glaube, du hast mich missverstanden. Ich habe nicht gesagt dass diese Regel jeder verhängen muss. Ich kenne aber kein Paar, was offen lebt und ohne diese glücklch ist. Oder kennst du eins, wo beide glücklich sind mit deräm Credo "Familie ist nachrangig und wenn mein Partner leidet Pech gehabt"?

    hikleines schrieb:

    Ich finde nicht, dass das nach einer Frau klingt, die grundsätzlich polyamorös veranlagt ist, sondern nach einer, die sich einfach (auch noch) in jemand anderen verliebt hat.

    genau das sehe ich auch, der andere Mann hat es ihr angetan und sie kann ja nun beides haben


    kannst du wirklich damit Leben ohne daran kaputt zu gehen?


    ich lese aus deinen Beiträgen eher dass du dich selbst übergehst

    Madame Charenton schrieb:

    ich lese aus deinen Beiträgen eher dass du dich selbst übergehst

    Ich leider auch. Und dass er sich passend machen will, so gut es geht, was eigentlich nicht so sein Ding ist. Man wird nicht plötzlich polyamourös, auch wenn man sich noch so oft sagt "Hey, immerhin darf ich selbst jetzt auch überall mal..."

    PoopdeckPete schrieb:

    Sollte ich auch mal versuchen meine Erfahrungen zu machen (halt sehr dummer Zeitpunkt mit COVID) und sie einfach machen lassen, oder mich halt scheiden lassen?

    Nur diese zwei Alternativen zu nennen, finde ich sehr einfallslos. Fast schon lieblos.


    Bei mir würde an der Stelle eine Nachdenk- und Analyse losgehen, die auch etwas versachlicht. Mit solchen Fragen:


    1) Welche sexuellen Vorstellungen (Frequenz, Art, Dauer, Intensität, Promiskuität) hast du? Und dagegen: Welche hat sie?


    2) Ist die Antwort auf Frage 1) etwas festes, oder schwankt das mit der Zeit?


    Ich persönlich kann verstehen, dass in langen Beziehungen (bei euch: von 16 bis ca. 30) die sexuelle Lust auf einander abnimmt, und die Lust auf andere zunimmt.


    Ich finde da statt gleich offener Beziehung und jeder kann quasi sexuell machen, was er oder sie will, folgende Modelle sehr interessant.


    - "No questions Asked"-Tage oder Wochenenden oder Urlaube, die getrennt stattfinden

    Für eine vereinbarte Zeit sind also beide mal vogelfrei (das Kind sollte dann groß genug sein und/oder extern betreuet werden). Was in diesen Zeiten passiert, wird beim anderen nicht hinterfragt. Man kann das mit sehr geringer Frequenz machen, z.B. 1 Urlaubswoche im Jahr. Dann kann jeder - auch sexuell - mal ausbrechen, aber als kleiner Sonderhappen und nicht als Dauerlösung.


    - Trennung von Verliebtheit/Beziehung mit vielen (und da fällt Polyamorie mit rein) und Sex mit vielen (Polygamie).


    - Rollenspiele als Stilmittel, um einer Person (der Partnerin, dem Partner) auch verschiedene Seiten zuzugestehen.


    - Gemeinsamer Sex mit Dritten. Also dass sich das Paar gemeinsam noch weitere Personen dazu einlädt.

    Filme mit Isabell Huppert finde ich eine gute Inspiration für das Thema sexuelle Wünsche in einer Beziehung.

    Oder Filme über Swinger Clubs.


    - Man kann auch in einer Absprache die sexuellen, außerpaarlichen Kontakte auf Callboy/Callgirl oder Escort Service begrenzen. Dann setzen schon die Finanzen enge Grenzen in der Häufigkeit. Aber diese gefährden eher nicht die Beziehung.


    - Sexuelle Dienstleister, die keinen GV anbieten. Tantra Massage oder Body-to-Body-Massage in verschiedenen Formen kann sehr befreiend sein, ist aber nicht gleich verliebter GV-Paarsex mit anderen. Trotzdem kann z.B. so eine Yoni-Massage oder Lingam-Massage oder Prostata-Massage sexuelle Bedürfnisse gut erfüllen.


    - Kuschelparties/Kuschelabende, die professionell organisiert sind. Da geht sexuell - zumindest während des Abends - rein gar nix. Aber frau oder mann kann das Gefühl von Nähe, Angenommen sein, Rankuscheln, Schmusen auch mit anderen mal erleben. Und dann entscheiden, ob die 3-4 Stunden schon reichen, oder ob es wirklich noch "richtiger" Sex dazu sein muss, z.B. dann im privaten Kontakt nach Absprache außerhalb der Kuschelparties/Kuschelabende.


    Ich finde also die Lösungskreativittät wichtig und die Vielfalt der Modelle sexueller Bereicherung.

    Zuerstmal Polygamie steht nicht für "viel Sex" sondern für die Mehrfachehe.

    Zweitens, ein "dont ask, dont talk" ist in der Regel um einiges schmerzhafter.

    Und drittens finde ich es schwierig, eine Frage zur Polyamorie zu stellen, in einem überwiegend, monogamen Forum, klar dass dann viele den Wunsch deiner Frau verurteilen bzw sie nicht verstehen oder dir Tipps geben, zu Situationen, die sie selber nie erlebt haben. Aber nur meine Gedanken dazu.

    Und ja: derzeit mit der Pandemie geht einiges davon nicht von zwischenmenschlichen Kontakten.


    Dann finde ich noch interessant, was in die unbelebte Richtung geht:

    * große erwachsene Kuscheltiere oder Kuschelrolle (gibt's auch beheizt)

    * solche Penetriermaschinen (F*cking Machine) - gibt's prinzipiell für Frau und Männer für ganz verschiedene Konstellationen

    * Sexpuppe oder Teiltorso ergänzend zum Partner/Partnerin


    Anderes Thema:


    Für mehr Schwung und Abwechslung in den Tätigkeiten oder Unternehmungen einer Beziehung, aber nur nach reiflicher Überlegung (leider werden jetzt in der Covid19-Pandemie gerade viele Hundewelpen vermittelt, bestimmt nicht immer gut überlegt):

    * einen Hund - natürlich nicht für Sex, sondern als Animateur für die Besitzer, als stummen Tröster, Streichel- und Aufmerksamkeitsschenker, Ablenker von Sorgen.


    So ein Hund muss und will raus, er hört bei Sorgen zu (kann frau/man sich einbilden), er ist ein Rempeltier, das nicht redet oder argumentiert, sondern sein Leben sehr vereinfacht: Fressen, Gassi gehen, Schlafen, Selbstbefriedigung mit seiner Schnauze. Man kann jedes Wochenende woanders mit im hinfahren, man kann zusammen fahren oder allein mit dem Hund. Und er ist Kumpel und Wuschelbär.


    Zumindest wenn vorher der Wunsch nach Sex mit anderen eigentlich eher aus Langeweile und Leere entstand, mangelnder Kreativität, was man machen könne, hat man mit Hund einfach viel weniger Langeweile. Und z.B. während ein Partner weg ist, kann der andere mit dem Hund reden oder streicheln. Dadurch entsteht nicht so eine Verbitterung und Vereinsamung, sondern die Abhängigkeit nimmt etwas ab, dass nur der Partner/Partnerin eigene Wünsche erfüllen könne.


    Mit dem mehr an Rausgehen sind die Hundebesitzer häufiger draußen, bewegen sich mehr, auch bei schlechtem Wetter und behalten z.B. ihre Figur länger und sind an der frischen Luft. Nebenwirkung: auch der Hund will und muss natürlich betreut werden. Er (oder sie) ist also auch Verpflichtung.

    Ah du meine Güte, Polyamorie bedeutet auch nicht "rumficken", die Frau wird womöglich verliebt sein, in beide, DARUM geht es, um Gefühle und nicht um Sex.

    PoopdeckPete schrieb:

    Weine aktuell regelmässig heimlich Zuhause und bei der Arbeit.

    Da gilt es, aber flott was zu tun.


    Schlafmangel?

    Bewegungsmangel?

    Ernährung?

    Stress?

    Depressive Tendenzen?


    Das solltest du auf jeden Fall nicht nur deiner Frau anlasten. Sondern auch selbst für dich nach Lösungen suchen. "Was brauche ich zum Glücklichsein?" Ich finde, dafür ist auch einer Beziehung erstmal jeder für sich verantwortlich.

    Nofy schrieb:

    Zuerstmal Polygamie steht nicht für "viel Sex" sondern für die Mehrfachehe.

    Zweitens, ein "dont ask, dont talk" ist in der Regel um einiges schmerzhafter.

    Und drittens finde ich es schwierig, eine Frage zur Polyamorie zu stellen, in einem überwiegend, monogamen Forum, klar dass dann viele den Wunsch deiner Frau verurteilen bzw sie nicht verstehen oder dir Tipps geben, zu Situationen, die sie selber nie erlebt haben. Aber nur meine Gedanken dazu.

    Finde ich schon unfair den Antworten gegenüber. Ich habe für nahezu alle Modelle und Wünsche Verständnis. Nicht aber für jede Form der Umsetzung. Die Frau der TE zieht das laut Beschreibung gerade ziemlich straight im Alleingang durch und geht nur theoretisch auf seine Gefühle ein. Das ist schon schädlich für jede Variante von Liebesbeziehung.

    Im Grunde ist das was ich (und andere) daran kritisierte(n) ein Problem des Miteinanders und nicht des Beziehungsmodells.


    Die Definition und ob der TE den Begriff 100% korrekt verwendet hat, ist doch recht irrelevant. Evtl. weiss er auch gar nicht, was der andere Mann für sie ist und was nicht?

    Was ich vorschlage, ist nicht, sich hinter den beiden Begriffen zu verstecken. Denn da gibt's neben Definitionen auch viel individuellen Auslegungsspielraum und damit Missverständlichkeiten.


    Es lohnt sich eigentlich, diese beiden Begriffe wegzulassen und mal zu detaillieren, was die eigenen Bedürfnisse oder Wünsche eigentlich sind. Und die des Partners/Partnerin. Also was es bedeutet für das eigene Leben, Aktivitäten, Kommunikation, Zeiteinsatz, Ressourceneinsatz.

    Kann sein, dass er es nicht weiß, was der andere für seine Frau ist aber nicht nur er verwendet hier Begriffe falsch. Und noch schlimmer finde ich die Fixierung, der Kommentatoren, auf das Thema Sex. Gerade, wenn anscheinend nicht mal der Te weiß, worum es seiner Frau geht.

    Polyamorie steht für mehrere Beziehungen und wenn es das ist, das seine Frau sich wünscht, dann ist es nicht mit "dont ask, dont tell" geregelt. Dann geht es hier um Gefühle und dann macht auch ihre Äußerung, dass sie nicht mehr zurück kann, Sinn, ihr liegt auch was am anderen.

    Optimal ist die Situation nicht aber ich halte einige Kommentare hier für wenig hilfreich, bis schädlich, für den Te.

    Jemanden der polyamor veranlagt ist mit einer Penetrationsmaschine "heilen" zu wollen finde ich... kreativ. Und am Thema vorbei.