• Ehefrau möchte Polygam (Polyamorie) leben

    Hallo liebes Forum Befinde mich aktuell in einer verzwickten Lage. Hoffe jemand hat Erfahrung oder kann mir einen guten Tipp geben. Kurze Info über uns: Ich 33 und meine Frau 30, gemeinsames Kind (1). Zusammen seit 13 Jahren, verheiratet seit 2.5 Jahren. Vor ca. 2 Jahren hat meine Frau einen Mann kennengelernt, den Sie sehr interessant fand während der…
  • 112 Antworten
    Comran schrieb:

    Wie bist du denn verdrahtet, dass du ein offensichtlich emotionales Problem mit Vorschlägen zu Fickmaschinen und Sexpuppen lösen willst? :-/

    Zu der Frage: wie kann eine Sexpuppe zur emotionalen Entspannung der Situation beitragen?


    Mal angenommen, die beiden lieben sich wirklich (also der Fadenersteller und seine Frau) und suchen nach Lösungen. Aber wenn sie weg ist (z.B. bei fremden Männern), dann hat er Verlustängste. Also beschließen sie zusammen: kein neues Auto, sondern von ihr wird als Puppe quasi eine Kopie ihres Körpers gemacht.


    Dann hat er was zum Rankuscheln, wenn sie weg ist, er hat was, wo er in einer Übertragung weiter mit ihr quasi parallel Sex mit ihr haben kann. In komplett der Form, die er mag. Oder zum Reden, Streicheln, Anziehen, Ausziehen, Löffelchen einschlafen, was weiß ich.


    Und sie macht noch die Zusage: solange diese Puppe bei dir ist, komme ich auch immer wieder zurück zu dir. Damit steht dann die Puppe in der Übertragung für Sicherheit, Treue und Bindung. Damit hat sie ein weniger schlechtes Gewissen ob ihrer "Teilung" oder Zweigleisigkeit, und er baut seine Verlustängste ab. Gerade dann, wenn sie wirklich immer zurückkommt.


    Man müsste klären, inwiefern auch das gemeinsame Kind einen Bezug zu der Puppe nutzen kann (Bezug zu Mama, obwohl Mama gerade weg ist), oder ob es dem Kind und seiner psychosozialen Entwicklung eher schaden würde.


    Wenn sie dann wirklich mal die Beziehung zu ihm beenden wollte, würden sie vorher vereinbaren, dass dann auch diese Puppe, die nur Mittel zum Zweck war, quasi vernichtet wird. Und er würde vorher zusagen, dass er diese Puppe nicht einfach entwendet.


    Und seine Wünsche nach Sex mit andren Frauen? Naja, er kann die Puppe variabel gestalten in den Körperteilen, die er mal ändern wollte, um die Illusion einer anderen Frau zu haben (z.B. Haare, Gesicht, Brüste). Oder es könnten zwei Puppen beschafft werden. Dann er sich mit einer oder beiden Puppen austoben (das könnte für das Erlebnis schon ausreichen), bleibt aber "technisch" monogam.


    Oder aber: sie gestalten/konfigurieren zusammen eine Puppe von dem 2. Mann. Und die Frau verändert dann ihre Nähewünsche weg von dem realen zweiten Mann auf diese Männerpuppe. Und machen da was austauschbar an dem Männerpuppenkörper. Dann kann sie mit ganz unterschiedlichen Männerkörpern (auch wenn es nur Puppenteile sind) auch mal Sex haben. Das kann genug sein, damit sie sich nicht mehr monogam "gefangen" fühlt, aber eben gleichzeitig polygam genug.


    Die Vorteile einer Puppe sind klar: keine Schwangerschaft, keine STI/STD, keine Versorgungsansprüche, kein Klingeln nachts um 2 Uhr mit "Schatz, ich musste dich sehen", keine SMS oder Telefonanrufe oder E-Mails, keine Verliebtheitsschwüre, usw.


    Ich finde solche erwachsenen Überlegungen recht naheliegend. Am Ende ist es ein Spielen mit den Gedanken und Fantasien im Kopf. Und weg von gleich scheiden lassen oder sie (und sich selbst) zur Treue verpflichten.


    Am Ende können Objekte (die Penetriermaschine oder ziemlich realistische Mensch-Puppen) eben auch psychische Probleme adressieren, wenn die Menschen dafür bereit sind. Das sieht man an kleinen Kindern schon an sowas wie Kuscheltieren. An sich einfache Stoffgebilde mit Schaumstoff drin, aber mit wichtiger psychischer Funktion.


    Die Penetriermaschine und Sexpuppe sind dann in der Übertragung quasi Kuschelobjekte für Erwachsene mit ihren sexuellen Wünschen/Vorstellungen. Und erweitern das Paar-Erleben.

    hikleines schrieb:

    Sie hat sich da ja genau einen Kandidaten ausgesucht und den Kontakt mit ihm - ohne Sex - längere Zeit gehalten.

    Würde ich nicht überbewerten.


    Mal angenommen, sie hat erlebt wie ihr Mann zeugungsunfähig wurde (organisches Problem, das hier nur als Blasen- und Harnröhrenentzündung genannt wurde, aber eigentlich die Zeugungsunfähigkeit bedeutet). Aber sie wollte nun 2 Sachen: ihrem Mann verbunden bleiben, aber eben auch weitere Kinder.

    Dann kann sie sich in einem spezialisierten Samenspender-Forum jemanden schon mal gesucht haben, der quasi ersatzweise Samenspender ist. Und darin einwilligt und das psychisch getrennt bekommt, aber in den passenden Kriterien (Blutgruppe, Haarfarbe, Hautfarbe) eben keinen Verdacht später bei der Analyse aufkommen lässt. Das hat sie jetzt am Wochenende durchgezogen, aber damit ist ihr Interesse dann quasi auch wieder erloschen. Denn sie hat ja, was sie wollte. Und er hat eingewilligt.


    Das Festhalten an dem einen Samenspender-Mann, wäre dann wichtig, weil er mit seinen genetischen Merkmalen so eben genau so von ihr rausgesucht wäre. Nicht, weil er für sie eine besonders große Emotionalität bedeuten würden.

    Dir ist aber schon bewusst, dass zur psychosozialen Entwicklung normalerweise auch die Überwindung der Übertragungsobjekte gehört?

    So viel Absurdität in einem so ernst gemeinten Beitrag...

    Comran schrieb:

    Aber vielleicht ist es ein großes Bedürfnis von dir, über solche Dinge zu schreiben ;-)

    JFTR, ich kann die Stille schlecht aushalten, wenn sich der Originalersteller des Fadens nicht auch immer mal mit Fakten und Informationen meldet. o:) Dann komme ich ins Grübeln und Denken über Möglichkeiten und Lösungen.

    PoopdeckPete schrieb:

    Habe mich mit dem Gedanken dazu entschlossen die Beziehung zu öffnen, dass ich es Emotional wegstecken kann und mich für sie freuen kann, was ich auch bis zu einem gewissen Grad tue, jedoch fällt es mir sehr sehr schwer.

    Tja, gedanklich vornehmen kann man sich so einiges, ob die Emotionen dabei auch mitspielen, steht auf einem anderen Blatt. Zu den Emotionen kommen dann auch noch eine Portion Verlustängste die bewältigt werden wollen. Wenn man das alles hinkriegt, muss man nicht am monogamen Konzept festhalten.

    Nofy schrieb:

    Ah du meine Güte, Polyamorie bedeutet auch nicht "rumficken", die Frau wird womöglich verliebt sein, in beide, DARUM geht es, um Gefühle und nicht um Sex.


    Comran schrieb:
    DarkerShark schrieb:

    Dann finde ich noch interessant, was in die unbelebte Richtung geht:

    * große erwachsene Kuscheltiere oder Kuschelrolle (gibt's auch beheizt)

    * solche Penetriermaschinen (F*cking Machine) - gibt's prinzipiell für Frau und Männer für ganz verschiedene Konstellationen

    * Sexpuppe oder Teiltorso ergänzend zum Partner/Partnerin

    Wie bist du denn verdrahtet, dass du ein offensichtlich emotionales Problem mit Vorschlägen zu Fickmaschinen und Sexpuppen lösen willst? :-/

    :)^

    Hört sich nach einer Vollbluttheoretikerin an.

    Meinst du mich? ???

    hikleines schrieb:

    Dir ist aber schon bewusst, dass zur psychosozialen Entwicklung normalerweise auch die Überwindung der Übertragungsobjekte gehört?

    Kannst du das begründen? Warum sollte das nach deiner Meinung überwunden werden? Und von wem in welchem Alter?


    Und ich würde es trennen: die eine Sache ist der Umgang des Fadenerstellers mit der Puppe. Denn der erwachsene Fadenersteller kann frei entscheiden.


    Den Umgang des Kindes damit würde ich getrennt sehen. Ja, hier kann das wirklich eher schädlich sein. Aber das Kind muss die Puppe ja nicht zu sehen bekommen. Eltern haben im Schlafzimmer ihr eigenes Leben.

    Zitat

    So viel Absurdität in einem so ernst gemeinten Beitrag...

    Inwiefern absurd?

    Meine Meinung: in jeder Beziehung muss genau besprochen werden was ok ist, wie sich jeder fühlt usw.


    Wenn einer der Beteiligten nicht (mehr) glücklich ist, muss das besprochen werden.


    Was dazu von anderen gesagt wird ist irrelevant, vor allem wenn es so eine wilde Herumraterei beinhaltet - vor allem von Leuten, für die Polyamorie nur eine spannende "Perversion" darstellt, die man mit Sexmaschinen und Hunden doch lösen könnte, wenns für die "Ratgeber" ja doch sowieso nur um Perversion geht.

    Nein, im Gegenteil. Ich glaube, wir sind ziemlich einer Meinung.

    Dass du das nicht erkennst bestätigt nur, dass es für dich echt nur Theorie ist.

    Ich will den Faden eigentlich nicht noch mehr schrotten, aber ich hab gerade eine tolle Vorstellung im Kopf. Ostern, er bekommt eine Sexpuppe nach den Maßen der Frau, sie eine Fickmaschine mit Aufsätzen nach den anatomischen Gegebenheiten von Ehemann und Schwarm und Baby bekommt einen Hund und alle haben gefälligst wieder glücklich zu sein.


    Dass das nicht klappen kann ist wohl spätestens jetzt allen klar, oder?

    Den Eindruck habe ich auch und war deswegen "einer Vollbluttheoretikerin" etwas verwirrt, da Darkershark männlich zu sein scheint ;-D

    Ich habe mich auch gefragt Komisch, irgendwie hatte ich DarkerShark weiblich verortet