Ehemals gute Freunde - Abhängigkeit der Kinder zu Liebe

    Hallo zusammen.


    Ich bin gerade etwas überfragt... mich würde eure Meinung dazu interessieren.

    Unser Sohn 10, hat einen Freund der in die selbe Klasse geht. Die beiden werden nach den Sommerferien auf die gleiche weiterführende Schule wechseln.

    Die beiden haben privat zusammen Musikunterricht. Mehrere Monate fiel der Unterricht aufgrund von Krankheit vom Lehrer aus. Nun gibt es seit Ende Januar eine Vertretung. Ich habe meine Stelle zum Jahresanfang gewechselt und muss ausgerechnet an diesem Nachmittag nun immer arbeiten und da ist auch nichts dran zu drehen. Der Nachmittag bleibt.

    Den unterricht an einem anderen Tag ist auch nicht möglich. Uns fehlt ein 2. Auto, wobei es sich für uns eben nur für diesen einen Nachmittag nicht rentiert.

    Somit wird mein Sohn von der anderen Mutter immer mitgenommen.

    Die beiden kennen sich von Geburt an. Bis vor einiger Zeit waren wir Mütter und Väter befreundet. Und da ist nun der Haken.

    Leider bekam diese Freundschaft durch die damaligen Probleme meiner Ehe einen Knacks...sie war mit meiner Entscheidung, meinem Mann eine weitere Chance zu geben, nicht einverstanden.

    Wir näherten uns zwar nach einiger Zeit als Freunde wieder an, aber es war nie wieder wie vorher...

    Generell ist es schon immer so gewesen, das alles nur nach ihr ging... wenn nicht, war sie beleidigt.

    Nun habe ich aber nach vielen Jahren einfach keine Lust mehr immer nur alles zu machen wie sie es möchte.

    Ebenso Ende Januar... Es gab eine größere Veranstaltung... sie gab einen Tag vor, wir Frauen richteten uns nach ihr. Zwei Wochen später hieß es sie könne da doch nicht, dann doch den anderen Tag. Da war aber schon was anderes geplant. Es ging nicht nach ihr und seitdem ist sie beleidigt, meldet sich bei allen Frauen die beteiligt waren, nicht mehr.

    Wir haben uns weder gestritten noch groß darüber gesprochen. Sie hat sich einfach von einem zum anderen Tag nicht mehr gemeldet, ging auch nicht ans Telefon wenn ich anrief, selbst wenn mein Sohn gerade dort war.

    Sie meldet sich nur noch bei mir, wenn es um die Kinder geht. Für mich ok, denn Freundschaft war das für mich nicht mehr.


    Ich bin es allerdings leid, auf sie angewiesen zu sein und war schon einige Male am überlegen unseren Sohn zum Sommer vom Musikunterricht abzumelden, da er eh nicht mehr sooo extrem gern spielt. Er tut sich aber schwer mit der Entscheidung und möchte seinen Freund nicht im Stich lassen...

    Die Mutter kam letztens an und wollte schnellstmöglich wissen ob unser Sohn weiter macht oder nicht... denn einzelunterricht kostet das doppelte. Alles über WhatsApp und sie muss immer sofort ne Antwort haben..

    Nach langem Gespräch mit unserem Sohn war klar er macht weiter...

    Sie nimmt ihn weiter mit.

    Durch corona war nun 2 monate kein Unterricht...

    Jetzt geht es wieder los. Auf meine Fragen dauert es dann aber auch schon mal einen halben Tag bis ich ne Reaktion bekomme... sie liest, ist ständig online, lässt mich aber schön zappeln. Die Antwort kommt dann von oben herab... nun auch wieder... sie nimmt ihn mit, aber nur wenn er Abstand hält... damit hätte er ja Probleme... hääää... wie kommt sie darauf? Hat ihn seit März nicht gesehen... ja sie hatte das Gefühl als sie ihren Sohn letztens zur Schule brachte.

    Zudem sind die beiden in der gleichen Unterrichtsgruppe und ich weiß das ihr Sohn mit 3- 4 Kindern auch in der Freizeit zu tun hat. Hat sie mir selber erzählt als wir vor Wochen wegen online Musikunterricht telefonierten.


    Mir ist bewusst, das sie so reagiert, um mir eins auszuwischen.. zumal sie weiß, das ich in dieser Situation ja nun abhängig von ihr bin.

    Ich habe aber keine Lust auf diese Spielchen... habe nur geantwortet das ich unserem Sohn es nochmal mitteile.. ich hätte am liebsten noch ein paar Sachen dazu geschrieben, aber möchte nicht diskutieren, streiten usw. Es lohnt sich nicht. Sie hat Recht und ich meine Ruhe.

    Aber ehrlich gesagt überlege ich gerade wieder, ob ich unseren Sohn nicht doch zum Sommer abmelde... auf Dauer immer von ihr abhängig zu sein? Ich möchte es eigentlich nicht...

    Wie seht ihr die Situation?

  • 94 Antworten

    Gibt es nicht die Möglichkeit, dass jemand anders deinen Sohn zum Unterricht fährt?

    Eine andere Freundin vielleicht, die Zeit hätte und das gegen eine kleine Aufwandsentschädigung machen könnte?

    Verwandte vielleicht?

    Ansonsten gäbe es für mich zwei Möglichkeiten:

    1. Dem Sohn erklären, dass es nicht mehr geht mit dem Musikunterricht und er was anderes aussuchen kann an einem Nachmittag, an dem du fahren kannst.

    Oder 2. der anderen Mutter erklären, dass du es nett fändest, wenn sie deinen Sohn mitnimmt, aber sonst willst du nicht groß quatschen. Ich würde mich am Sprit beteiligen, wenn ich selber nicht fahren kann und gut ist.

    Macht sie Theater, wieder zu Möglichkeit 1 wechseln.

    Danke für deine Antwort. @:)

    Ich müsste schauen, ob jemand anderes fahren kann. Ich denke aber eher das es schwer werden wird, da die eine Freundin keine Kinder hat und im Schichtdienst Vollzeit arbeitet.

    Und meine andere Freundin hat selber drei Kinder, und somit genug Stress, arbeitet momentan zusätzlich schichtentgegen von ihrem Mann, wegen der fehlenden Kinderbetreuung.

    Bliebe nur noch meine Mutter, die aber leider schnell überfordert ist (aufgrund psychischer Erkrankungen, u.a. Zwänge).

    Sie hat mal gesagt das sie ihn bringen würde, falls er nicht mitgenommen werden würde... aber ich weiß, das spätestens nach paar Wochen die Luft raus ist.

    Sie müsste 30 min. Im Auto warten... im Sommer ist es ihr zu heiß, im Winter zu kalt.

    Somit bliebe mir nur Nr. 1.

    Ich kann dich gut vestehen , dem 1. Impuls folgen würde ich auch nicht abwhängig sein wollen und sagen , ach dann beenden wir das eben, zumla der Sohn ja nicht mehr so gerne ein Instrument lernen will...


    aber jetzt kommt mal eine ganz nüchterne Netrachungsweise , so von außen ohne Gefühle:

    1. wäre kann man versuchen zu trennen - deine Gefühle , die ünsche und das beste für deinen Sohn.

    2. so lange, wie dein Sohn ein Instrument lernt ist das poitiv für ihn.

    3. ändere deine Sichtweise, dich nicht mehr so abhängig zu fühlen, denn sie möchte ja genre, auch auf Grund der höheren Kosten für den Einzelunerricht, dass dein Sohn (sozusagen ihr als halbe Mitzahler) für Gemeinschaftsunterricht mit ihrem Sohn zur Verfügung steht

    4. biete ihr an dich an den benzinkosten zu beteiligen

    5. Einhaltung der Abstandsregeln - sage ihr, na sie sei doch als Erwachsene dabei und können die Kinder gerne erinnern, wenn sie es mal vergessen. Gleiches gilt für die Lehrerin


    also einfach versuchen Gefühle rauszunhemen, die ganze Sache pragmatisch nüchtern bertachten - wichtig, was ist gut für dein Kind

    wenn der Sohn kein Spass mehr daran hat, dann soll er entscheiden, ob er weiter machen möchte (und bitte nicht wegen einem Freund,der könnte ja schließlich auch ihm zu liebe dreifach zusätzlich noch mit was anderem anfangen ;))

    Gefühle rausnehmen wäre super. Ist aber oft nicht so einfach.


    Ich weiß nach fast 11 Jahren wie sie tickt und was ihr Verhalten zu sagen hat.

    Mir war Ende Januar sofort bewusst, das sie genau so reagieren würde, wie sie es tat. Sie redet mit mir und den anderen Frauen nicht über die Situation, aber mit ihren weiteren 2- 3 Freunden wird sie alles bis ins kleinste Detail ausdiskutiert haben... so war es grundsätzlich... jemand hat einen furz gelassen, das gab ihr den Grund dazu, mich täglich mehrmals anzurufen und Stunden darüber zu diskutieren. Bis ins kleinste alles auseinander zu pflücken...

    Ich weiß, das sie nun der Meinung ist, das sie am längeren Hebel sitzt... ihr ist es egal ob es die Kinder trifft oder nicht... solange ihrem Sohn es an nichts fehlt...

    oweje ihr Sohn hat mal keinen zum spielen, oder er muss mal zurück stecken... dann wars ein schwarzer Tag, und sowas geht ja gar nicht. Betrifft es ein anderes Kind, ist es selber Schuld.. schon oft zu hören bekommen von ihr...


    So ist auch diese Situation... eigentlich möchte sie momentan so wenig Kontakt wie möglich zwischen unseren Kindern (aufgrund der geplatzten Veranstaltung), aber eben wegen dem überteuerten Einzelunterricht, muss sie schnell wissen, wie und was, weil ihr Sohn ja weiter spielen soll, sie aber nicht tief in die Tasche greifen möchte.

    Wäre es umgekehrt gewesen, wäre es ihr egal, denn es betrifft ja nicht sie selber...


    Das wiederum führt dazu, das ich mich schon recht ärgere... umgekehrt wird sie wissen, das ich mich ärgere... :=o

    Um dem ganzen Wahnsinn zu entgehen wäre mir lieber ihn abzumelden. Allerdings weiß ich nicht ob das auch im Sinne meines Sohnes ist. Der hat eben generell Probleme sich zu entscheiden.

    Als ich meinem Sohn heute morgen erzählte, was geschrieben wurde, war er geschockt.

    "Mama das stimmt doch gar nicht. An dem Tag wo sie xy brachte, war xy schon im Klassenzimmer als ich kam" außerdem kommt xy mir immer nahe und letztens saß er mit yz in der nestschaukel, die halten gar keinen Abstand und dürfen ja auch nachmittags spielen!"

    Sie ist eigentlich eine freundliche und hilfsbereite Person, solange man das tut was sie möchte. Aber sie ist eben sehr schnell angefressen, wenn nicht alles so läuft wie sie es gerne hätte und eben dann auch lange nachtragend...und in dem Fall ist sie dann einfach auch sehr berechnend.


    Spritgeld hat sie trotz das sie es nicht wollte, bekommen.

    Nur vermute ich, das sie es auf Dauer ziemlich ausnutzt, das ich in dem Sinne auf sie angewiesen bin, und das um mir eins auszuwischen...


    King-kong14 schrieb:

    wenn der Sohn kein Spass mehr daran hat, dann soll er entscheiden, ob er weiter machen möchte (und bitte nicht wegen einem Freund,der könnte ja schließlich auch ihm zu liebe dreifach zusätzlich noch mit was anderem anfangen ;))

    Wenn er spielt, hat er Spaß daran. Er kann es auch gut. Aber er spielt schon lange nicht mehr einfach nur so zu Hause... dann muss ich ihn dazu drängen. Und auch dann spielt er eher widerwillig und nur kurz. Auch mit Musikunterricht Hausaufgaben ist es schwierig... deshalb hatte ich Ende des Jahres mal gesagt das ich ihn evtl zum Sommer abmelde... wir haben nur zum April und September die Möglichkeit aufzuhören.


    Aber wie gesagt unser Sohn hat Schwierigkeiten sich generell zu entscheiden.

    im Grunde müsste ich es auch so machen wie sie... nur meine Vorteile zu sehen.. also das sie ihn mitnimmt.

    Aber das fällt mir unheimlich schwer.

    Spritgeld habe ich ihr ab Anfang Februar über unseren Sohn gegeben.


    Trotzdem wäre es mir lieber, wenn der Musikunterricht auf einen Tag verlegt werden würde wo ich selber fahren kann. ":/ Dann wäre diese blöde Abhängigkeit erledigt.

    Wäre ich an deiner Stelle, würde ich ausnahmsweise für den Sohn entscheiden und ihn abmelden, dann ist das Gehampel vorbei.

    Generell find ich es nicht gut, wenn die Kinder alles mitbekommen was die Erwachsenen schreiben oder besprechen. Das färbt auch auf die Beziehung zu seinem Freund ab, wenn er mitkriegt, dass dessen Mama Dinge anders erzählt.

    So bekommst du das nicht aus dem Kopf und es belastet dich immer wieder.

    Manchmal ist es besser, einen Schlussstrich drunter zu ziehen und mit was anderem neu anzufangen und Menschen, die einem nicht gut tun aus dem Leben auszusortieren.

    Die Kinder können ja weiter befreundet sein, mit 10 brauchen sie ja auch nicht mehr ständig Aufsicht von euch Müttern.

    Bei Verabredungen Kind aus dem Auto hüpfen lassen ( falls sie nicht selber den Weg zu Fuß oder mit dem Rad bewältigen), Uhrzeit fürs Abholen ausmachen und fertig. Da braucht es keinen großartigen Kontakt unter euch Müttern.

    zwergi25 schrieb:

    Sie ist eigentlich eine freundliche und hilfsbereite Person, solange man das tut was sie möchte. Aber sie ist eben sehr schnell angefressen, wenn nicht alles so läuft wie sie es gerne hätte und eben dann auch lange nachtragend...und in dem Fall ist sie dann einfach auch sehr berechnend.

    Und genau DAS würde ich mir nicht mehr bieten lassen, Sohn hin oder her. Wenn er eh nicht mehr gerne spielt, ihn aus dem Unterricht rausnehmen.

    Warum richten sich alle nach dieser Frau. Wenn ihr ihr mal alle die Zähne zeigen würdet und ihr klarmachen würdet, dass sie in Zukunft allein dasteht, wenn sie meint, es müsse alles nach ihr gehen, dann würde sie sich aber schnell ändern oder halt wirklich allein dastehen. Ihr lasst das alles mit Euch machen.

    Ich würde mich von dieser Familie trennen aber zusehen, einen Weg zu finden, dass die beiden Jungs sich weiter sehen können.

    :)z:)^

    Solange die Jungs befreundet sind und Zeit miteinander verbringen möchten, wirst du um den Kontakt nicht gänzlich herumkommen.

    Vielleicht macht es daher Sinn, der Frau mal zu sagen, wie man sich fühlt. Die Reaktion muss man dann mal aushalten.


    Wer weiß, denn warum der Sohn sich so unschlüssig ist, ob er weiterhin den Unterricht besuchen soll. Denkt er vielleicht, dass er seinen besten Freund gar nicht mehr sieht oder sehen darf, wenn er jetzt den Unterricht abbricht?

    Spielt er vielleicht doch ganz gern, merkt aber den Unmut der Mama und hofft, dass sie ihn abmeldet, damit die Mama glücklich ist?


    Das ist ein Ding zwischen den zwei erwachsenen Frauen und die sollten das auch miteinander klären.

    Ich weiß ja nicht, wie weit der Weg ist und welches Musikinstrument mitgenommen werden muss, aber kann er nicht mit dem Fahrrad hinfahren? Idealerweise mit seinem Kumpel?

    Ich würde da tatsächlich streng sachlich bleiben.


    Du bist in keiner Bringschuld, du gibst regelmäßig Benzingeld


    Sei höflich, lass dich nicht auf längere Gespräche ein und wenn höchstens auf Small talk über das Wetter. Sei ruhig freundlich, aber setz Grenzen - geh zum Beispiel nicht mit zum Auto sondern winke fröhlich von deiner Haustür aus, um ein Gespräch zu vermeiden.


    Ansonsten, wenn das zu viel ist, melde dein Kind ab.


    Ich hatte eine ähnliche Situation mal, ich habe den Kontakt auf oben Geschilderte Weise gelöst. Irgendwann war es dann einfach normal, dass sich eben nur noch kurz und freundlich zugenickt wurde.

    Ui... also ich würde die Kinder da penibel raushalten und ihnen nicht erzählen, was ihr Mütter so beredet. Dein Sohn muss sich jetzt ja auch schrecklich fühlen. So, wie du ihn beschreibst, ist er ja auch sehr feinfühlig. Vielleicht hat er auch keine Lust mehr, sein Instrument zu erlernen, weil er merkt, wie sehr dich die Situation belastet.


    Am Besten wäre es wohl wirklich, du könntest das mehr trennen. Also die Mutter ihre Machtspiele spielen lassen und dich dabei so weit rausnehmen, wie möglich, nicht ärgern, nicht nachdenken, so wenig wie möglich miteinsteigen. Freundschaften sind für Kinder sehr wichtig und dein Sohn und sein Freund können ja nix dafür, dass es auf der Eltern-Ebene nicht funktioniert. Klar ist es mies, dass die Mutter des Freundes so eine "blöde Kuh" ist, aber es hilft ja nix...


    Wenn dein Sohn nicht mehr zum Musik-Unterricht geht, könnte das der Anfang vom Ende dieser Freundschaft sein. Muss natürlich nicht, aber könnte. Das sollte man schon bedenken.