So ein Kinderwunsch läßt sich für viele nicht mal eben beiseite schieben. Das hat die Natur geschickt eingerichtet.


    Daß Alias da wirklich gelitten hat und leidet glaube ich ihr aufs Wort, auch wenn bei mir der Kinderwunsch nie soo extrem ausgeprägt war. Aber es geht vielen Frauen ähnlich. Und im Gegensatz zu Euch Männern tickt bei den Frauen die Uhr.

    Im übrigen bin auch ich ein Verfechter des "erst mal alleine Klarkommens". D.h. nicht unbedingt, daß sie die Beziehung zu dem anderen aufgeben soll, aber erst mal alleine wohnen, auch wieder zu sich kommen und die alte Beziehung verarbeiten halte ich schon für wichtig. Bis das geleistet ist kann man auch mehr zum Fundament der neuen Beziehung sagen.

    Völlig richtig, Schokoladensüchtig, bei den Frauen tickt die biologische Uhr.


    Deshalb suchen sich die Männer auch immer eine jüngere, wenn die aktuelle 35 ist oder zu viel quängelt. So ein Schmarn.


    Was der aktuelle Mann von Alias will, wissen wir alle nicht. Fakt ist nur, dass sie ihn mehrfach exrrem unter Druck gesetzt hat und dann noch ihre Erwartungen nicht sauber kommunizierte. War,es nicht so, dass sie ihn schon zur Hochzeit drängte und dann hoffte, jetzt geht auch der nächste Schritt. Und er ging nicht. Und was ist das,für ein komischer Frauenarzt, der mit den Augen rollt, weil sie immer noch nicht schwanger ist.


    Wieder mal zeigt dieses Beispiel, wozu mangelhafte Kommunikation in der Beziehung führt. Das Leben ist doch kein Ponyhof ....

    Zitat

    Ich finde es etwas beängstigend wie stark du dich auf deinen Kinderwunsch versteift hast

    ich finde das völlig normal ":/


    ein Mann ohne Kinderwunsch wäre damals für mich gar nicht in Frage gekommen. Und es wäre auch nichts, womit ich mich hätte abfinden können.

    @ Süntje

    Was hilft das hier weiter? Kennst du den Mann, um den es hier geht? Weiss du von seinem fehlenden Kinderwunsch?


    Alles was ich weiß: Sie Kinderwunsch (völlig normal) - er zögerlich (völlig normal) - fehlende Kommunikation (völlig unnormal)

    @ sportxx:

    Er hätte auch mal Farbe bekennen können. Wenn er zustimmt (wie geschrieben), nach der Hochzeit "loszulegen", dann sollte man dazu stehen. Oder eben über Unsicherheiten sprechen, wenn es das ist, was ihn hat zögern lassen. Oder eben Farbe bekenne, daß er keine will.


    Egal, wie genau die Kommunikation gelaufen ist, sie hat ihm ja offensichtlich schon irgendwie klar gemacht, daß das für sie ein drängendes Thema ist.

    ich sehe keine fehlende Kommunikation von Alias Seite.


    Und nein, natürlich kenne ich ihren Mann nicht, mein Kommentar bezog sich auf das eingebaute Zitat. Hier kommt öfters etwas Unverständnis auf, was den Kinderwunsch von Alias betrifft. Anscheinend ist das nicht von jedem einfach so nachzuvollziehen. Und von mir eben absolut.

    Im übrigen ist diese Art des Zögerns nicht normal in meinen Augen.


    Daß man vielleicht eine gewisse Bedenkzeit braucht - ja. Aber irgendwann muß man sich bekennen. So ist das nun mal. Und ich kenne genug Leute, die Eltern geworden sind, wo der Mann nicht so ewig gebraucht hat, um sich zu entscheiden.


    Bei uns war das auch unkompliziert. Ich hatte das Thema mit ca. 25 mal auf den Tisch gebracht. Es drängte für mich nicht, aber der Rahmen war einfach perfekt. Mein Mann wollte nicht. Kein Problem damals für mich.


    Irgendwann kamen die ersten Kinder im Bekanntenkreis. Da kam das Thema öfter auf den Tisch. Irgendwann war dann dieses: ja, ich würde auch gern. Und dann haben wir besprochen, wann wir mit der Verhütung aufhören (das dauerte dann sogar noch ein knappes Jahr). Ende der Geschichte. Kein Rückzieher, kein Rumgeeiere.

    Süntje

    Zitat

    was sagt denn deine Freundin bei der du jetzt wohnst zu dem Ganzen?


    Ich meine, du bekommst hier Zuspruch und fühlst dich bestätigt, was deine neue Liebe angeht, aber du wirst ja Gründe gehabt haben, dir diese zwei Wochen zum Überlegen einzuräumen?

    Meine Freundin will mir nichts raten. Sie sieht wie zerrissen ich bin und wie ich leide. Natürlich würde sie es gerne sehen wenn mein Mann und ich es schaffen würden. Ebenso meine Mutter und die andere Freundin. Es wissen bislang nur meine Mutter und meine beiden engsten Freundinnen bescheid.


    Aber das ist natürlich - wie sicher alle Beiträge hier auch - subjektiv eingefärbt. Meine Mutter und meine Freundinnen kennen meinen Mann und lieben ihn. Natürlich bevorzugen Sie ihn gegenüber eines Fremden der noch dazu 17 Jahre älter ist. Aber sie wollen mich nicht beeinflussen und wollen eben das ich glücklich werde.

    Oldie49

    Entschuldige, dass ich auf deine Beiträge bislang nicht eingegangen bin. In meinem Kopf ist Chaos im Moment. Ich lese sie jetzt nochmal nach und dann antworte ich.

    Zitat

    Ich weiß eben nur nicht ob es ist, weil ich ihn nichtmehr genug liebe, oder ob es ist, weil ich so verletzt und enttäuscht bin, dass ich es nur gerade nicht spüre.

    dieser Satz von dir, Alias, hat mich stark berührt.


    Ich war auch mal so verletzt und enttäuscht und eine Therapie brachte in dem Moment dann gar nichts, da ich nicht mehr an uns geglaubt habe. Ich war sicher, meine Liebe war verschwunden.


    Aber du scheinst nicht ganz sicher, das würde ich unbedingt herausfinden wollen.

    Zitat

    Egal, wie genau die Kommunikation gelaufen ist, sie hat ihm ja offensichtlich schon irgendwie klar gemacht, daß das für sie ein drängendes Thema ist.

    Genau nicht! Wir kennen die Kommunikation nicht. Wir kennen seine Ängste und Gründe nicht. Ihr seid doch sonst immer so feinfühlig.


    Nimm dir die Auszeit - das tut dir gut zu reflektieren und ihm auch. Und dann überlegt mal, ob es nicht sinnvoll ist, füreinander zu kämpfen. Ich bin der letzte, der nicht für seine Eigeninteressen kämpfen würde und auch eine Beziehung aufgibt, wenn es nicht mehr passt. Aber im Moment reizt dich das Neue, das Unbekannte. Sei dir erst sicher, das in der alten Beziehung nichts mehr geht, verarbeite die und gehe dann eine neue ein. Und rechne mal, wieviel Zeit dafür nötig ist.


    Vielleicht hilft auch eine Paartherapie, auch wenn es dann trotzdem auf Trennung hinausläuft. Es müssen ja dann nicht die Fetzen fliegen, weil die Fronten verhärtet sind.

    Die TE hat mehrfach geschrieben, daß sie das Thema seit Jahren immer wieder angesprochen hat und vertröstet wurde. Ich möchte die ganzen Zitate jetzt nicht heraussuchen. Fehlende Kommunikation? Vielleicht war ihm die Dringlichkeit nicht bewußt. Das ist möglich. Aber das das Thema eine Bedeutung hat, hätte er ganz sicher begreifen können/müssen.


    Und letztlich können wir hier immer nur das beurteilen, was hier geschrieben wird. Was genau gelaufen ist und gesagt wurde weiß keiner hier.

    Oldie49

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    Du stehst also zwischen zwei Männern, A und B, die beide den Kinderwunsch ihrer Partnerinnen irgendwie instrumentalisiert haben. Und bei beiden weiß man natürlich nicht, ob sich das ändert und wie nachhaltig sich das ändert.

    Möglich. Aber das Problem dabei ist, dass es ja nicht so ist, dass ich jetzt emotional völlig unbefangen bin, und darauf warte, welcher Mann zuerst "go" sagt. Ich bin zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher ob mein Mann jemals Kinder mit mir haben möchte, und mein Vertrauen darin ist bereits nachhaltig geschädigt.


    Ich wollte ihm nie ein "Ultimatum" setzen, denn ich will kein erpresstes Kind. Ich habe das Thema in regelmäßigen Abschnitten angesprochen und immer wieder neue "Fristen" bekommen die dann verstrichen.


    Mein Kollege hat seine Exfreundin nie angelogen, was das Thema Kinder anging, vielleicht habe ich das falsch ausgedrückt. Er hat ihr gesagt das er sich nicht vorstellen kann, nochmal Kinder zu kriegen.


    Das Thema heiraten blieb immer offen, sie drängte und mein Kollege spürte das er das nicht möchte.


    D.h. nicht mal in der ersten Verliebheitsphase hat er von diesen Dingen mit seiner Exfreundin geträumt. Ich sehe nicht das er ihren Kinderwunsch instrumentalisiert hat.

    Zitat

    Wir wissen hier sehr wenig über deinen Mann, also A. Vor allem, dass er abenteuerliche Geschichten erfunden hat, um sich nicht der "Angst vor dem Vaterwerden" stellen zu müssen. Wir wissen nicht, woher diese Angst kommt und wie manifestiert sie ist. Es kann also sehr gut sein, dass er ein schlechter Vater wäre, weil er dafür schlechte Vorbilder hatte oder schlechte Erfahrungen diese Ängste erzeugt haben. Darüber hinaus lassen deine Andeutungen darauf schließen, dass ihr eine gute Beziehung geführt habt, die mit 9 Jahren schon außergewöhnlich so lange gedauert hat, dass man das beurteilen kann. Ich warne darum davor, ihn nur wegen des Kinderwunsches zu verlassen.

    Mein Mann hatte eine behütetet Kindheit und wuchs als Einzelkind auf. Seine Eltern sind liebevoll und zugewandt. Ich glaube nicht das hier der Grund zu suchen ist. Wir haben eine gute Beziehung geführt, bis zu dem Zeitpunkt da ich mich in eine andere Richtung entwickelte wie er (ich wollte Familie, er weiter reisen).


    Das Problem ist ja nur: Jetzt würde ich ihn nicht mehr NUR wegen des Kinderwunsches verlassen. Wegen des Kinderwunsches bin ich anfällig geworden mich neu zu verlieben. Aber jetzt habe ich starke Gefühle für einen anderen Mann, habe neue Erfahrungen gemacht. Das kann ich nicht einfach ignorieren.

    Zitat

    Da sind also zwei Männer, die wissen, dass du sie als Partner nehmen würdest, wenn sie einem Kinderwunsch freudig zustimmen würden. Und alles andere ist dann unwichtig?

    Naja. Ganz so ist es ja aktuell nichtmehr. Ich glaube nicht das ich sofort freudig zustimmen könnte, wenn mein Mann nach allem was war jetzt seinen Kinderwunsch beteuert. Wie soll ich ihm noch glauben?


    Meinem Kollegen glaube ich - ich habe keinen Grund an seinem Kinderwunsch mit mir zu zweifeln.

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    Deine Entscheidung also an den Kinderwunsch zu koppeln ist logisch, aber sehr zerbrechlich. Wichtiger wäre, was abseits davon in der PT noch zur Sprache kommt und vor allem, was da noch erhellend ist, neue Erkenntnisse bringt.

    Bislang nicht viel. Wie gesagt, die Fronten sind verhärtet: Er wirft mir die Untreue vor, ich ihm das Hinhalten. Es geht nicht vor und nicht zurück.

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    Wichtig wäre auch zu erfahren, wie zerbrechlich der neu erwachte Kinderwunsch von B ist. Denn dass er das gleich mit seiner Ex besprochen hat, finde ich fraglich, seine Kinder haben auch schon angekündigt, dass sie "dagegen stimmen". Wovon wird es dort also alles noch abhängig sein, ob du mit B Kinder bekommst oder nicht? Vor allem, da seine finanzielle Grundlage eher schwach ist, wenn du mit dem Arbeiten aufhören solltest. Er zahlt ja sicher auch noch kräftig Unterhalt.

    Er weiß um diese Dinge, will aber trotzdem eine Beziehung und Kinder mit mir. Das ist das, was ich mit "die äußeren Bedingungen sind nicht optimal" meine. Diese Dinge haben auch mich abgeschreckt und tun es teilweise auch jetzt noch. Aber dagegen steht eine Liebe von der ich ausgehen muss dass ich sie kein zweites Mal erleben werde. Ich wäge das seit einigen Monaten ab.


    Unterhalt wird er noch eine Weile zahlen müssen.


    Hätte ich mit meinem Mann Kinder gekriegt, hätte ich als Mutter wohl nicht mehr arbeiten müssen. Aber das sind äußere Faktoren, was nützt mir ein Leben in finanzieller Absicherung wenn die Liebe nichtmehr da ist bzw. wenn ich ständig zweifle, ob mein Mann die Kinder jemals wollte?

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    Von außen gesehen ist deine Entscheidung längst gefallen. Ein Neuanfang nach einer Außenbeziehung gelingt in aller Regel nur dann, wenn diese Außenbeziehung mit Pauken und Trompeten beendet wurde und keine Rolle mehr spielt. Davon kann bei dir absolut nicht die Rede sein.

    Haben wir mehrfach versucht und sind kläglich dran gescheitert.

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    Und darum glaube ich nicht daran, dass dein Kopf es noch schaffen kann, dein Herz zu A zurück zu bewegen, egal, welche schlüssigen Argumente hier im Forum vorgebracht werden. Dein Herz ist bei B, er wartet auf dich und deine Entscheidung, er wurde nicht von dir verletzt und bei ihm brauchst du nicht – wie bei A – einer Aufarbeitung eines Treuebruchs entgegen sehen. Für ihn spricht alles, was auf Herzensebene überhaupt sprechen kann. Auf Kopfebene spricht fast alles dagegen. Aber der Kopf ist schwach bei solchen Entscheidungen. Er ist dafür besonders gut darin, für die viele Probleme, die euch als Paar nach deiner Trennung winken, Lösungen zu finden. Und da kenne ich mich nun wieder auch persönlich aus. Obwohl ALLES gegen meine Trennung vor 18 Jahren sprach, hat das Herz so entschieden. Und der Kopf hat Lösungen gefunden.

    Zum oberen Teil: Das befürchte ich auch. Mein Herz kämpft mit allem was es hat. Der Weg zurück zu meinem Mann wäre hart und ungewiss. Im schlimmsten Fall würde mich eine zerrüttete Ehe erwarten aus der sich keiner traut, auszubrechen.


    Darf ich sagen: Dafür, dass du selbst in dieser Situation auf dein Herz gehört hast, bist du erstaunlich kritisch und argumentierst sehr vernünftig. Bereust du diesen Schritt manchmal?

    Zitat

    Ja, schlimmstenfalls wird auch B deinen Kinderwunsch nicht mehr erfüllen. Dann hast du vieles verloren, aber nicht dein Leben, nicht deinen Kinderwunsch, nicht deine Gesundheit und nicht deine Liebesfähigkeit. Du kannst also alles bewältigten, was vor dir liegt, egal wie du dich entscheidest. Und das ist – so glaube ich – die wichtigste Botschaft. Und die setze ich mal einfach so in die Welt

    Danke dir. :)_ So ähnlich argumentiert mein Kollege auch immer. Ich bin oft verzweifelt und habe viel geweint in den letzten Monaten, mit dem Schicksal gehadert. Er sagt immer: Es ist keine Katastrophe. Es fühlt sich nur jetzt so an. Selbst wenn ich keinen der beiden Männer habe am Ende, bin ich immer noch ich, habe einen Beruf, eine Ursprungsfamilie die mich liebt, und würde wohl wieder einen Partner finden - wenn ich auch dann vielleicht keine Kinder mehr bekommen kann. Dann werde ich damit leben. Ich rechne mit allem mittlerweile.

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    Es ist wurscht, ob dieser Satz stimmt oder nicht. Du kennst ihn und er wirkt bei dir schonungslos. Damit ist der Gedanke, dass dein Mann in dir etwas sehr Wichtiges ablehnt manifestiert. Ein Baustein in der Mauer, die zwischen euch steht.

    Richtig. Die Mauer ist ziemlich hoch mittlerweile. Ich kann mich jetzt vor den Spiegel stellen und mir hundertmal sagen "Er liebt mich - auch wenn er noch keine Kinder mit mir will". Es nützt wohl nichts.


    Ich habe zig Ratgeberbücher gelesen, sowas wie "Liebe dich selbst und es ist egal wen du heiratest". Alles sehr interessant und erhellend, ändert aber leider nichts an meinen Gefühlen diesbezüglich.

    Zitat

    Ja, die Sorge ist berechtigt. Darum sollte es in deinen Überlegungen zur Trennung auch nicht in erster Linie darum gehen, ob du von A zu B gehst, sondern ob A noch der Lebenspartner ist, mit dem du zusammen alt werden willst. Bis dahin hat B nur eine FUNKTION gehabt, er hat dir gezeigt, dass eine Beziehung anders sein kann, als es die gestörte Beziehung zwischen A und dir war. Ob er über die "Funktion" hinaus auch als "Person" für dein Leben wichtig sein wird, ist eine separate Entscheidung, die du nicht zeitgleich treffen musst (aber vermutlich treffen willst). Du bist frei darin auszuziehen, die Trennung einzuleiten und dich zunächst einmal frei zu machen und frei zu fühlen. Damit hast du ja schon begonnen und das war klug. Es ist auch klug, nicht zwei Entscheidungen zugleich treffen zu wollen, sondern das, was wie ein riesiger Problemberg vor einem steht, schaufelweise abzuarbeiten, also in seine Einzelteile zu zerlegen.

    Das versuche ich und dazu rät mein Kollege mir sogar. Er will das ich die Entscheidung unabhängig von ihm treffe. Was vernünftig ist, aber nicht leicht. Wäre er nicht gewesen, würde ich wohl noch länger warten und hoffen das mein Mann irgendwann soweit ist.


    Ich weiß aber auch, dass mein Kollege nicht ewig warten kann und will. Irgendwann wird sein Herz zu gehen und dieser Zeitpunkt ist ungewiss. Auch das macht mir Druck.


    Und ja, wenn es soweit ist, dann planen wir eine Phase des Kennenlernens, auch wenn wir gefühlt schon alles über den anderen wissen. Ich werde nicht sofort bei ihm einziehen.

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    Auch seine Sorgen sind ernst zu nehmen und einzeln anzuschauen. Von ihm, von dir, von Freunden oder Beratern, mit denen er sich besprechen kann. Das alles wird mit viel Verstand angesehen werden.

    Richtig, das ist das nächste Problem. Viele Menschen, Berater, Freunde, gehen nur nach äußeren Fakten: Alles rationale spricht dagegen, nur die Gefühle dafür. Und die Gefühle können außenstehende leider nicht spüren, nicht messen, nicht nachempfinden, daher ist es unglaublich schwer, hier etwas zu raten. Zum Glück lässt sich mein Kollege da von außen wesentlich weniger beeinflussen als ich.

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    Und im Gegensatz zu Euch Männern tickt bei den Frauen die Uhr

    Die Uhr wird noch eine ganze Weile weiter ticken, momentan ist bei ihr gerade einmal Halbzeit. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Unterschiede zwischen Männern und Frauen hier wirklich so groß sind. Selbst wenn die 'harte' biologische Grenze weg fällt, lässt sich das Thema nicht unendlich aufschieben: mit 50 noch einmal Vater zu werden um den Sohn dann als 70 Jähriger zum Abi zu gratulieren ist nun mal auch nicht jedermanns Sache

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    ich finde das völlig normal. ein Mann ohne Kinderwunsch wäre damals für mich gar nicht in Frage gekommen. Und es wäre auch nichts, womit ich mich hätte abfinden können

    Das kann ich auch verstehen, und obwohl wenn ich selbst den Wunsch nach Kinder nicht teile, ist mir natürlich klar, dass es sich dabei um eine grundlegende Entscheidung handelt, die nicht verhandelt werden kann, und wegen der Beziehungen auch mal zerbrechen können. Mein Eindruck war lediglich, dass Alias sich von ihrer 'idyllischen Familie' noch wesentlich mehr erhofft, und ich denke nicht, dass sie alleine dadurch plötzlich komplett wäre

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    Irgendwann kamen die ersten Kinder im Bekanntenkreis. Da kam das Thema öfter auf den Tisch. Irgendwann war dann dieses: ja, ich würde auch gern. Und dann haben wir besprochen, wann wir mit der Verhütung aufhören (das dauerte dann sogar noch ein knappes Jahr). Ende der Geschichte. Kein Rückzieher, kein Rumgeeiere.

    So würde ich mir das auch vorstellen. Mein Eindruck war aber eher nicht, dass Alias das Thema tatsächlich mal ganz klar angesprochen hätte, sondern versucht hat ihn in die Richtung zu drängen, ähnlich wie schon bei der Ehe, ohne jemals wirklich konkret zu werden. Nachdem sie damit keinen Erfolg hatte begann sie das Thema zu vermeiden und ihren Frust in sich hineinzufressen, die Beiden haben sich dadurch zunehmend entfernt, und sie hat sich auf die Affaire mit ihrem Kollegen eingelassen. Ich bin deshalb mir nicht sicher, dass ihm zu den Zeitpunkt wirklich klar war, wie wichtig es ihr eigentlich ist, und denke mit etwas mehr Kommunikation hätte man damals noch einiges Lösen können