• Ehepartner beschimpft Kinder

    Hallo liebe Forumgemeinde! *:) Ich bräuchte jetzt doch mal dringend Rat von Außenstehenden. Vielleicht mal zunächst zu unserer Vorgeschichte. Wir sind 2004 ein Paar geworden und ich wurde relativ schnell ungeplant schwanger. Es hat sich jedoch soweit alles gut entwickelt, wir haben 2008 unser zweites Kind bekommen und sind nun auch schon einige Zeit…
  • 26 Antworten

    Habe zufällig gerade in einem anderen Faden auch etwas dazu geschrieben.


    Bei uns war es auch so, dass mein zwei Jahre älterer Bruder mit meinem Vater die Hölle auf Erden hatte. Nicht nur verbale Attacken, sondern auch körperliche Züchtigung. Ich war sein Engelchen, und das war für mich auch schlimm, weil ich ja schließlich auch meinen Bruder geliebt habe, und das kaum aushalten konnte. Ich liebe meinen Papa, und hätte sich meine Mutter getrennt, wäre ich lieber mit ihm gegangen.


    Schlimm war natürlich auch die Zerrissenheit meiner Mutter.


    Ach Gott, bin ich froh, dass ich alleine bin mit meinem Kind und sie trotzdem den besten Papa aller Zeiten hat.

    ;-D

    Zitat

    attackiert das Kind und "wünscht es sich weg".

    naja rausrutschen kann einem das schon mal im eifer des gefechts. mein mann sagte auch schon mal er zieht aus weil er seine ruhe will. es kommt dann halt immer darauf an wie man damit als paar umgeht. ich hab gesagt er soll sich keine illusionen machen, wer als erster aufgibt nimmt die kinder mit ;-D


    es kommt immer drauf an wie sehr er den jungen angeht. natürlich sind solche sprüche mist, aber kein grund eine familie aufzugeben.


    mein ex hat kurz bevor ich ihn rausgeschmissen habe meinem adoptivsohn (damals 13) wortwörtlich gesagt er wäre ein ??nichtsnutziger bastard einer hure und er hätte es nicht verdient bei mir zu leben.??


    das war dann der punkt wo ich mich sofort getrennt habe.


    von daher wäre halt hier abzuklären wie massiv und persönlich der mann der te die kinder angeht.

    ;-D jepp, er hat dann auch nur grinsend die augen gerollt. die kinder haben gelacht und schwups war der eigentlich verletzende satz gar nicht mehr so schlimm.

    Für mich war u.A. genau dieses Verhalten einer der Trennungsgründe. Gut - bei uns lag noch einiges anderes im argen, aber seine ewige Unbeherrschtheit den Kindern gegenüber war unerträglich. Und stets mußte ich filtern, erklären, sagen, ach, er war wütend, nein, das hat er nicht so gemeint...auch mein Ex war immer wieder gaanz einsichtig und es tat ihm leid. Das hielt genau von jetzt bis gleich und schon gab es wieder einen Grund zu motzen, zu brüllen, mit irgendwas zu werfen.


    Seine eigene Erklärung dazu: "Ja, ich bin eben ein sehr emotionaler Mensch...Theaterspielen kann ich nicht."


    Und, btw: DER hatte keine schreckliche Kindheit. DER war der Kronprinz zuhause.

    Zunächst einmal möchte ich mich für die ganzen Beiträge bedanken. Deswegen hab ich ja hier geschrieben, um Meinungen von außern einzuholen, die das ganze nicht so subjektiv empfinden wie ich.


    Ich bin bestimmt keine Übermama, ich mache auch meine Fehler und wenn ich diese erkenne dann stehe ich dazu, auch vor meinen Kindern und meinem Mann und ich entschuldige mich dafür. Denn meine Kindern sollen und müssen lernen, dass ich auch nur ein Mensch bin und auch ich Fehler mache.


    Dennoch lasse ich meinen Kindern bestimmt nicht alles durchgehen. Ich hab schon oft von meiner Mutter zu hören bekommen, dass ich schon relativ streng bin und klare Grenzen setze. Das kommt aber auch immer auf die Phasen der Kinder drauf an. Testen sie grad die Grenzen muss man diese natürlich dementprechend setzen. Aber ich will hier jetzt nicht auf einen Erziehungsfaden raus.


    In Punkto Erziehung ziehen mein Mann und ich aber am Gleichen strang. Die Kinder haben bei uns beiden die gleichen Grenzen.


    Es ist in der Tat so, dass mein Mann das letzte halbe Jahr arbeitslos war. Seit gut 2 Wochen hat er nun wieder einen Job. Das war natürlich nicht leicht, aber wir haben es gemeistert.


    Dass es für ihn schwerer ist, ein guter Vater zu sein, da er kein Vorbild hatte ist mir klar und war es auch immer. Und ich sag ja auch nicht, wenn seine Nerven mal unten sind, dass er sich bei mir nicht ausheulen darf oder nicht mal wütend sein darf. Jeder hat seine Emotionen und das ist auch gut so.


    Nur kanns das einfach nicht sein, vor seinem Kind zu sagen, man wünschte es wäre nicht da. Was löst sowas in einer Kinderseele aus? Beim ersten Mal ist er vielleicht nur kurz verletzt. Doch wenn das noch öfters passiert, wie soll ich das meinem Großen denn bitte erklären?


    Ich bin jederzeit für meinen Mann da, aber da sind einfach Grenzen erreicht. Er braucht Hilfe von außen aber nimmt sich keine. Ich hab weder den nötigen Abstand noch die Ausbildung dafür ihn zu therapieren.


    Ich bin kein Mensch, der gleich immer alles hinschmeißt oder bei Problemen abhaut. (sonst wären weiß gott schon ewig nimmer zusammen, da es vor allem am Anfang alles andere als leicht war)


    Aber ich bin jetzt einfach an einem Punkt, wo ich alleine nimmer weiter weiß. Ich habe einfach Angst, wenn ich mich jetzt nicht vor meine Kinder stelle und ihre Seele vor diesen Ausbrüchen beschütze, sie irgendwann einen psychischen Schaden davon tragen. Deswegen frag ich ja hier um Hilfe und um Meinungen.

    @ Ratlose

    Ich habe jetzt lange hin und her überlegt, wie ich das am besten schreibe, ohne zu subjektiv zu werden. Mein Vater war nämlich auch so drauf wie dein Mann. Wenn dein Mann abgesehen von seinen Ausbrüchen wenigstens ein guter, liebevoller Vater ist, überlies bitte meinen Rat, aber wenn nicht, würd ich dir raten, bitte bring deine Kinder in Sicherheit. Glaub mir, die seelischen Wunden, die man Kindern damit zufügt, die tragen sie ihr ganzes Leben lang. Überleg mal, sie bekommen von ihrem Vater - ihrem Vater, der sie eigentlich SCHÜTZEN sollte, zu dem sie aufschauen, dem sie ausgeliefert sind, weil es nunmal kleine wehrlose Geschöpfe sind - vermittelt, dass er sie nie wollte und dass er sie "zerreißen" würde ... er zerstört damit das Selbstwertgefühl deiner Kinder...das Urvertrauen....vielleicht haben sie in solchen Momenten richtige Angst vor ihrem Vater...das ist richtig richtig richtig schlimm !!!!!!


    Ich hatte immer mit Depressionen, Essstörungen, selbstverletzendem Verhalten, Selbsthass und generell einem sehr gestörten Selbstwertgefühl zu kämpfen und das verdanke ich alles meinem Vater ! Dazu kommt ein Problem mit Autoritäten (=meinem Vater fühlte ich mich auf Gedeih & Verderb ausgeliefert)...ich hab das jetzt alles mehr oder minder ziemlich gut im Griff, weil ich hart an mir gearbeitet habe, aber man trägt die Folgen von diesen seelischen Vergewaltigungen definitiv sein Leben lang mit sich rum und das ist nicht zu unterschätzen !

    So, nach fast einem Jahr wollte ich nun doch einmal berichten.


    Mein Mann hat den Schuß vor den Bug wohl ernst genommen. Er wirkt durch seinen Job, den er immer noch mit Begeisterung ausübt, viel ausgeglichener. Es kamen keine Ausbrüche in der Art mehr vor, wobei er aber auch nach wie vor weiß, dass sowas auch nimmer vorkommen darf.


    Ich denke, wir sind auf einem guten Weg. :)z