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    Ich wüsste nicht, was ihr Partner viel anders machen könnte, außer ihr die Themen in Sachen Tochter zu ersparen, sich nur mit der Mutter der Tochter zu verständigen und mit der neuen Liebe sich nur auf die eigene Beziehung zu konzentrieren.


    Hier gibt es den goldenen Mittelweg eher nicht.

    einen goldenen mittelweg vielleicht nicht, aber da gibt es für mich noch viele andere möglichkeiten dazwischen - die losgetreten teilweise bei und in sich selber finden muss und viel mit ihrem freund absprechen könnte. als ersten schritt sollten die beiden mal übers reden reden und sich nicht gleich auf die inhalte stürzen.


    **und irgendwie finde ich es gerade blöd, wenn wir drei über losgetreten diskutieren und nicht mit ihr, bzw. an sie gerichtet posten** :-/

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    und irgendwie finde ich es gerade blöd, wenn wir drei über losgetreten diskutieren und nicht mit ihr, bzw. an sie gerichtet posten** :-/

    Stimmt, damit hast Du vollkommen recht, ein Sorry an 'losgetreten', tut mir leid. Das war unüberlegt von mir. @:)

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    als ersten schritt sollten die beiden mal übers reden reden und sich nicht gleich auf die inhalte stürzen.


    Die Seherin

    Genau das meinte ich vor ein paar Tagen, als ich vorschlug, mal neutral über die Kommunikation in eurer Beziehung zu sprechen.


    Losgetreten, ich habe den Eindruck, dass ihr euch da noch nicht richtig "eingegroovt" habt, wenn ich das hier so lese:

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    Ich hab zwar schon öfters versucht, das anzusprechen, auch völlig sachlich und ohne vorwürfe, aber ich gebe zu, jedesmal in einer situation, die vielleicht nicht ganz frei von anspannungen war und deshalb hat mein freund jedesmal sofort genervt reagiert und ich habs dann sein gelassen, als ich gemerkt hab, dass es bei ihm nicht ankommt.

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    Einen versuch ist es wert, aber ich denke, dass auch da mein freund nicht darauf einsteigt und mir dann eher vorwirft, die schöne stimmung zu ruinieren. (hat er bei nem anderen thema nämlich schon mal so gemacht)

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    Ich glaube aber einfach, dass meinem freund generell jegliche diskussionen, die in diese richtung gehen, einfach zu hart sind, weil es für ihn aus seiner sicht da keinen diskussionsbedarf gibt.

    Deswegen scheint es an vielen Stellen zu haken und in schwierigen Phasen und Situationen schlägt es sich doppelt auf's Beziehungsleben, wenn man nicht offen miteinander reden kann. Sehr schwierig, denn in einer angespannten Situation ist dein Freund zu genervt, um ein Gespräch zu führen. In entspannten Situationen möchte er nicht, dass die Stimmung kippt oder sieht keinen Gesprächsbedarf, weil er kein Problem hat. Nun ja. :-/


    Ich finde, man könnte ihn da durchaus ein wenig festnageln und an seine Bereitschaft appellieren, auch Themen zu besprechen, die ihm nicht wichtig sind, dir allerdings schon. Dabei ist es total kontraproduktiv gleich beleidigt zu sein, was nicht heißen soll, dass so ein Gespräch auch emotional werden kann.


    Was vorher allerdings wichtig wäre - und da bin ich wieder bei Seherin ( *:) ): sortierte dich erstmal und zwar in Ruhe. Jetzt ist es gerade für alle Beteiligten akut anstrengend und schwierig. Da bringt so ein Gespräch vermutlich nicht viel, außer ihr seid Typen für "Große Eskalation zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, im Zuge dessen aber Karten auf den Tisch und hinterher reinigende Aussprache, weil Dinge beim Namen genannt und geklärt werden konnten". Gibt es ja auch.


    Jedenfalls bin ich mir sicher, dass ihr für euch einen Weg finden könnt, wenn ihr beide es wollt und auf euch zugeht.


    Bei meiner Freundin und mir hat es auch länger gedauert, bis wir für unsere Beziehung ein gutes - ich nenne es mal - Kommunikationsgleichgewicht finden konnte. Wir sind sehr unterschiedlich und so wie es bei euch die Patchwork-Sache ist, gab und gibt es auch bei uns Themen, die uns als Paar immer wieder fordern. Es hat Zeit gebraucht, bis wir das auch als Paar nehmen konnten. Klar, natürlich kommen jeweils die persönlichen, individuellen Komponenten mit dazu, aber inzwischen sind wir geübt und eingespielt und auch wenn mal Feuer am Dach ist, können wir zusammen damit umgehen. Das bedeutet nicht, dass es nie Streit gibt, wir einander nicht auch mal missverstehen oder verletzen und 24/7 eitel Wonne herrscht. Aber es gibt diese Basis des Grundverständnisses füreinander und eine Gesprächsebene auf der man sich alles sagen kann, was man einander sagen will. Auch und gerade, wenn irgendetwas total doof ist.


    Das wäre für euch, denke ich, super wichtig. Aber wie gesagt: da muss man erstmal für sich selbst viel, viel aufdröseln und vielleicht auch die eigenen Schwächen und dunklen Punkte anschauen, auch wenn es unangenehmer ist, als die Schwächen und dunklen Punkte anderer zu bemerken.

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    ja, ich fühle mich außen vor, weil ich weiß, dass mein freund, seine ex und die tochter immer irgendwie eine familie bleiben, in der ich nie ein "echtes" mitglied" sein werden kann.

    Das sehe ich ganz anders.


    Alles was war, bevor sich dein Freund und seine Exfrau voneinander getrennt haben, kann man nicht mehr beeinflussen und ändern und ja, das gehört den dreien. Das kann man ihnen nicht nehmen, das ist ihres, daran gibt es nichts zu rütteln. Deswegen kannst du als neue Frau an der Seite deines Freundes nur entscheiden, ob du das akzeptieren kannst/willst oder nicht.


    Was hingegen jetzt ist und noch kommt, ist eures. Du bist ein Teil des Lebens deines Freundes und damit auch Teil des Lebens seiner Tochter. Wie ihr das zu zweit (dein Freund und du; aber auch seine Tochter und du), zu dritt (dein Freund, die Tochter und du) und eben manchmal auch zu viert mit der Ex gestaltet, ist EURES. Da spielst du eine Rolle, da kannst du dich einbringen und darauf Einfluss nehmen, wie sich deine Beziehung zu der Tochter entwickelt, aber auch euer Leben als Familie. Manchmal durch aktives Handeln, manchmal durch passives Akzeptieren, was um dich rum passiert.


    Da seid ihr alle gefragt und es wird das, was ihr daraus macht. Erzwingen kann man nichts, entwickeln kann sich alles.


    Ich denke da zum Beispiel an den neuen Partner meiner Exfrau, der sich im Alltag meiner Kinder sehr schnell sehr engagiert hat. Mittlerweile nennen sie ihn schon seit längerem "Papa Vorname" und er ist fester, wichtiger Bestandteil ihres Lebens, auch wenn sie wissen, dass er nicht immer da war (und ich das Original bin ;-) ). Jedenfalls: wäre er jetzt plötzlich weg, wäre es für die Kinder eine Katastrophe.


    Meine Freundin hingegen wollte meine Kinder aus verschiedenen Gründen lange Zeit nicht kennenlernen und hatte größere Berührungsängste. Da entwickelt sich die Vertrautheit, die es mittlerweile gibt und die immer noch am Wachsen ist, deutlich langsamer und auf ganz andere Weise.


    Es kommt einfach darauf an, wofür man offen ist und was man möchte. Legt man sich selbst Grenzen auf und den Fokus nur auf Dinge, die anderen Leuten in dem Gefüge gehören, nimmt man sich in meinen Augen viele Chancen auf den Teil, dem man vollwertig angehört oder zumindest angehören kann.

    @ losgetreten

    Außen vor fühlst du dich wahrscheinlich auch, weil du selbst keine Kinder hast. So entsteht nämlich ein Ungleichgewicht. Drei (Mann, Ex, Tochter) gegen eine, zumindest gefühlt.


    Ideal wäre: Du bringst nervende Kinder mit in die Beziehung, er bringt ein nervendes Kind mit - Gleichstand, Augenhöhe. Das wäre ganz gesund. Und stutzt auch so manches zurecht.


    Gut, nun bist du aber kinderlos und hast irgendwie Schwierigkeiten mit dem Patchwork-Modell, was ich durchaus verstehen kann.


    Andere Altlasten - Schulden, alte Eltern - haben sich (leider) irgendwann erledigt, aber Stiefkinder bleiben. Patchwork wird man niemals los.


    Willst du das wirklich ein Leben lang? Mit einem Mann auf Augenhöhe (hier: kinderlos) wirst du vielleicht auf Dauer glücklicher?

    Ich weiss nicht, wie du diese Situation auflösen könntest. Ich glaube, es wird nicht passieren.


    Du kannst es nicht beeinflussen, diesen Konflikt zwischen "drin und draussen", Teil davon sein und auch wieder nicht.


    Ich glaube auch, den anderen Konflikt kannst Du nicht lösen, bei dem Dein Freund erwartet, dass Du Dich einläßt, umgekehrt aber keine Antenne für Deine eigene Lage hat. Er erkennt Dein Dilemma gar nicht, versteht es nicht und wird daher jedes Gespräch in der Richtung als eher nervig und "was hat sie jetzt schon wieder" empfinden. Keine gute Grundlage für Veränderungen.


    Du kannst eigentlich nur wirklich beeinflussen, wie Du selbst mit der gegebenen Situation umgehst. Schaffst Du es, die Selbstsicherheit zu entwickeln, die Dir bisher in der Beziehung fehlt? Woraus eben der zweite Konflikt entsteht? Willst Du das? Es bedeutet ja auch, "sich mit Haut und Haaren darauf einzulassen". Eben von der reflektierten (man könnte negativ auch sehr rationellen und kühlen) Betrachtung und Abwägung wegzukommen und die Gefühle für den Mann sprechen zu lassen? Mit so einem rückhaltlosen drauf einlassen, begibst Du Dich natürlich in eine sehr exponierte Lage, wenn das dann nicht klappt, tut es richtig weh.


    Eine eigentlich fernöstliche Kriegslist besagt, wenn man die Situation von aussen her nicht ändern kann, dann soll man sie umarmen. Mit offenen Armen annehmen, sich zum Teil der Situation machen und dann von innen heraus mit kleinen Änderungen für alle Beteiligten das beste daraus machen. Ok, das ist jetzt vom Original her sehr ins positive abgewandelt, aber Du bist ja auch nicht im Krieg - wobei die Liebe manchmal ja nicht so weit davon entfernt ist. ;-D

    Gadgetier


    :)z :)^ :)=


    Sehr gut auf den Punkt gebracht, ebenso wie die Schlussfolgerungen aus dieser Situation.


    Als von außen auf die Situation schauende, hätte ich ebenso die Befürchtung, dass gewisse Themen zum "Punchingball" mutieren, wenn es weiter eskaliert.


    Es könnte vom Partner schnell der Gedankenansatz kommen. Es gab die Kenntnis der Situation Tochter + Ex im Vorfeld, also das es ein Vorleben auf seiner Seite gibt. Die neue Freundin hat sich mit dem kurzen Wechsel alte Beziehung out, neue on eingelassen.


    Es hätte trotz großer Verliebtheit irgendwie in Erwägung gezogen werden können, dass die alte Beziehung nicht sofort emotional und logistisch "erledigt" ist, wenn die Trennung/Scheidung erfolgt ist.


    Vielleicht erinnerst Du Dich noch ein Stück zurückliebe 'losgetreten', wie schwer Dir die ersten Schritte nach der Trennung von Deinem Langzeitpartner gefallen sind. Ich habe überlegt, ob vielleicht auch aus dieser Phase Deines Lebens einen Teil Deiner Ängste herkommen.


    http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/731282/#p22628454


    Verlustängste waren, so drücken es einige Deiner Threads im Forum aus, schon immer ein Teil Deines Lebensalltages. Auch deswegen habe ich es so formuliert, dass Du schauen solltest, woher diese negativen Gefühle kommen, weil sie schon länger Teil Deiner Vergangenheit sind.


    Hier sehe ich den Anteil Deines Partners eher geringer und die Tochter/die Ex sind eher ein Symptom für Deine innere Unzufriedenheit, aber nicht die eigentliche Ursache.


    Es besteht die latente Gefahr, dass Du wieder wie in der langen Beziehung zuvor, emotional abhängig wirst. Zu wenig Eigenprofil entwickelst und das durch sehr viel Zuwendung und Aufmerksamkeit Deines Partners kompensieren willst.


    Auch deswegen habe ich angeregt, eigene Hobbies und Interessen für Dich neu zu entdecken, die Du unabhängig vom Partner genießen kannst. Es ist kein Fehler, wenn Du Dich sehr eng verbunden fühlen möchtest in Deiner Beziehung.


    Es wird nur dann zum Problem, wenn es um erkämpfte Ausschließlichkeit/Exklusivität, als Partnerin geht, Konkurrenzdenken und Neid die Situation beherrschen.


    Sinnbildlich gesprochen, zuerst Ich, dann eine große lange Weile nichts und dann dürfen alle anderen mal kurz anfragen. Mir scheint, Dir macht Angst, dass Du die Situation, wie sie aktuell besteht, nicht unter 'Kontrolle' hast. Sich Dinge ergeben und gelebt werden, die Du nicht sehr gut beeinflussen kannst. Liege ich damit richtig in etwa?

    hey, vielen dank hier an alle für den äußerst regen austausch - und

    seherin und dosis

    ihr dürft ruhig über mich diskutieren, ich klink mich dann schon ein, wenn ich etwas dazu sagen möchte. ;-)


    bin ja sehr froh, dass ihr euch mit meinem thema beschäftigt :)_ :)_


    _________________


    irgendwie lustig, da war ich die letzten tage doch wirklich ziemlich betrübt, verunsichert und genervt und natürlich hat das mein freund gemerkt, aber gestern gings dann irgendwie wie von selbst:


    wir saßen im auto und als hätte mein freund die beiträge hier gelesen, sagte er plötzlich, wie froh er doch wäre, mich an seiner seite zu haben und dass er mir das schon längst hätte wieder mal sagen müssen. ohne mich wäre die situation mit seiner tochter noch viel schlimmer, aber mit mir zusammen sei das leben so viel schöner und leichter. da kamen mir dann die tränen und ich hab eben gesagt, dass mich das einfach oft überfordert, das drama mit seiner tochter und das gefühl, dann nicht zu seiner "familie" zu gehören.


    da reagierte er dann plötzlich total verständnisvoll, das sei blödsinn, dass ich nicht dazugehöre, ich sei jetzt ein teil dieser familie und gar kein unwichtiger, denn auch mit der ex habe er über mich gesprochen, wie gut es der tochter täte, dass ich für sie ein wichtiger ansprechpartner bin und auch die ex hätte dann gesagt, dass sie so froh sei, dass ich dem mädchen eine stütze bin, denn von mama und papa lasse sie sich eh nix sagen, mir höre sie aber zu.


    naja, das war für mich echt mal ein wichtiges statement und hat einige trübe wolken verblasen. :-)


    mein freund hat dann auch noch gesagt - auch sehr wichtig für mein sicherheitsgefühl - dass er gar nicht wegwolle von mir (er fährt von montag bis mittwoch weg, halb privat, halb berufl). als ich dann entgegnete, dass ich zwar auch gerne bei ihm bin, es uns aber zwischendurch mal guttut, einen oder zwei tage eine "verschnaufpause" zu haben, in der sich jeder mit sich selbst und anderen dingen beschäftigen kann, hat er gleich gesagt, dass er keine verschnaufpause brauche, nie und niemals nicht - denn egal, wie sehr er gerade genervt ist oder ob er mich manchmal nicht versteht - er ist dennoch immer und zu jeder zeit lieber MIT mir als ohne mich.


    nun ja, ich weiß ja, dass hier und da ein bisschen abstand ganz gut tut und den haben wir auch, da wir beide beruflich öfters weg sind (er mehr als ich), aber mir hat es einfach nochmal ganz viel sicherheit gegeben, zu wissen, dass mein freund nicht das gefühl hat, ich enge ihn ein, eher das gegenteil. das tut gut und lässt mich jetzt ein bisschen freier atmen.


    was ich heute auch gut gebrauchen kann, denn: heute treffen sich mein freund, seine ex und das kind zur gemeinsamen aussprache und anschließend haben sie einen termin mit dem klassenvorstand der tochter....


    ich werde in der zwischenzeit ein bisschen unseren balkon verschönern und anschließend versuchen, mich zu verschönern, mir was gutes tun, baden, nägel lackieren und mich dann vielleicht mit einem gläschen weißwein auf den neu gestalteten balkon setzen und ich hoffe, dass keine panik aufkommt, dass mein freund und seine ex sich von angesicht zu angesicht herzzereißend versöhnen.... ;-) ;-)

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    Es besteht die latente Gefahr, dass Du wieder wie in der langen Beziehung zuvor, emotional abhängig wirst. Zu wenig Eigenprofil entwickelst und das durch sehr viel Zuwendung und Aufmerksamkeit Deines Partners kompensieren willst.

    ja, das gebe ich unumwunden zu. und ich bin sicherlich schon total emotional abhängig von meinem partner. es kommt nur nicht so offensichtlich zum vorschein, dass ich (zumindest momentan noch) das glück habe, einen partner zu haben, der das gleiche nähebedürfnis zu haben scheint wie ich. aber trotzdem. verlustängste und emotionale abhängigkeit sind nie gut.

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    Auch deswegen habe ich es so formuliert, dass Du schauen solltest, woher diese negativen Gefühle kommen, weil sie schon länger Teil Deiner Vergangenheit sind.

    aber wie schaut man, woher diese negativen gefühle kommen und vor allem, wenn ich dann geschaut und es herausgefunden habe, was mache ich dann damit? ":/

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    Mir scheint, Dir macht Angst, dass Du die Situation, wie sie aktuell besteht, nicht unter 'Kontrolle' hast. Sich Dinge ergeben und gelebt werden, die Du nicht sehr gut beeinflussen kannst. Liege ich damit richtig in etwa?

    in etwa? nein, damit liegst du goldrichtig. {:(


    diese latente angst lebt ständig in mir mit. früher war sie auf andere dinge bezogen, jetzt ist es die angst, mein freund könnte sich von mir abwenden.


    ich kann absolut nicht mit dingen umgehen, die ich nicht unter kontrolle habe bzw. beeinflussen kann. ich weiß das. aber ich weiß nicht, wo und wie ich anfangen soll, dies zu ändern.

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    ich kann absolut nicht mit dingen umgehen, die ich nicht unter kontrolle habe bzw. beeinflussen kann. ich weiß das. aber ich weiß nicht, wo und wie ich anfangen soll, dies zu ändern.

    Dein großer Pluspunkt und das meine ich mit großer Anerkennung, dass Du Deine/eure Situation selbstkritisch und differenziert betrachten kannst. Das ist schon eine wichtige Stufe, die Du erreicht hast. Vor dieser schrecken viele Menschen in ähnlicher Situation zurück, weil es wehtut und Ängste verstärkt.


    Allerdings weiß ich, dass man für bestimmte Entwicklungen sehr weit zurückgehen muss im Leben und Dinge hervorholt, wenn man bohrt, die Dich erst einmal in Loch bringen. Deswegen bin ich mir nicht sicher, ob das Forum einzig der richtige Ort für diese tiefen Ängste in Dir ist. Es fehlt dann jemand, der das was offengelegt wird, emotional auffängt.


    Das kann nicht Dein Partner sein, dafür ist er nicht der richtige Ansprechpartner. Einige Dinge sind auch zu privat, um sie dann hier tiefer gehend zu diskutieren. Aber ich kann vieles was Du von Dir bisher beschrieben hast durch Empathie nachempfinden. Allerdings, nicht so lenken, dass Du damit positiv in ein ruhiges entspanntes Innenleben zurückfindest.


    Das ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen passiert, das ist die schlechte Nachricht an Dich. Du wirst viel Geduld brauchen, um erworbene und erlernte Verhaltensmuster ablegen zu können. :)_

    Lass dir bitte nicht einreden, dass deine Gefühle pathologisch sind. Das hat auch nichts mit Selbstbewusstsein zu tun.


    Vorbehalte gegenüber der Ex und Genervtsein von fremden KIndern sind ganz normal.


    Im Gegenteil, du scheinst im Umgang mit der Stieftochter sehr gutmütig zu sein. Wenn ich da an meine Kolleginnen denke ...


    Dein Alltag wird schon jetzt von einem fremden KInd bestimmt, das wird nicht besser. Willst du das wirklich für den Rest deines Lebens?


    Verzichten?

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    Lass dir bitte nicht einreden, dass deine Gefühle pathologisch sind. Das hat auch nichts mit Selbstbewusstsein zu tun.

    Sind sie nicht, im Gegenteil nämlich sehr menschlich. :)z ;-)

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    Vorbehalte gegenüber der Ex und Genervtsein von fremden KIndern sind ganz normal.

    Dafür müssen Kinder nicht mal "fremd" sein, dass schaffen die eigenen wunderbar von selbst. ]:D

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    Im Gegenteil, du scheinst im Umgang mit der Stieftochter sehr gutmütig zu sein.

    Zwei verwandte Seelen, die gerade jeder für sich selbst in einem "Ausnahmezustand" ist, auch das verbindet auf erstaunliche Weise, jedweder Logik vermissend. :)^

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    Dein Alltag wird schon jetzt von einem fremden KInd bestimmt, das wird nicht besser. Willst du das wirklich für den Rest deines Lebens?

    Nicht? Was machen dann die meisten Eltern in ihrem Leben, sich in lebenslanger Selbstaufopferung ihren "Sklaventreibern", ähm Kindern unterwerfen?


    Glaube ich irgendwie nicht so ganz.

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    Verzichten?

    Tut uns allen mal ganz gut, statt in einer Welt von stetiger Selbstoptimierung und Selbstverwirklichung lebend, die Bedürfnisse anderer Menschen in unserer Umwelt auszublenden.


    Verzicht macht auch glücklich, so lange die Dosis die richtige ist und nicht innerlich "vergiftet". :-)

    Liebe Dosis,


    eigene Kinder sind ganz etwas anderes als fremde Kinder. Und das weiß doch auch jeder.


    Schon in den Märchen taucht die böse Stiefmutter auf, die die eigenen Kinder bevorzugt.


    Und ist auch im RL überall zu beobachten.


    Verzicht wegen eines eigenen Kindes? Immer. Verzicht wegen eines fremden Kindes? Das fällt schon viel schwerer.

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    Verzicht wegen eines eigenen Kindes? Immer. Verzicht wegen eines fremden Kindes? Das fällt schon viel schwerer.

    ich sehe hier ehrlich gesagt keinen wirklichen verzicht :-/


    die beiden sind rasend schnell miteinander von alten beziehungen, über eine recht kurze anbahnungsphase in die alltagsphase gerast! dass sie sich jetzt unter diesen etwas enger gesteckten rahmenbedingungen kennenlernen, miteinander leben lernen müssen, kommunikations-schieflage geraderücken sollten, finde ich ja eher eine bereicherung, als denn einen verzicht - anstrengend, aber irgendwie toll!


    eher habe ich das gefühl, dass du - liebe losgetreten - an deiner gelassenheit arbeiten kannst. du wirkst auf mich ganz humorvoll und schussfest :)_ es wäre doch gelacht, wenn du das nicht hinbekommen würdest!

    Und natürlich richtet sich das Leben nach der Tochter.


    Können wir am Wochenende überraschend nach Venedig oder geht es nicht, weil er die Tochter hat? Spontan-Sex fällt auch flach, wenn das Kind da ist. Für ein eigenes Kind verzichtet man eher.


    Und schon ist man eingeengt wegen eines fremden Kindes. Da ist es dann gut, wenn man als Frau eigene Kinder mit in die Ehe bringt.


    Sie verzichtet wegen seinen Kindern, er verzichtet wegen ihren Kindern.


    Ausgleichende Gerechtigkeit.


    Aber vielleicht lebst du ja mit Stiefkindern und alles ist in Ordnung.


    Losgetreten, du bist da sehr gutmütig. Ich hätte da schon längst keine Lust mehr.