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    Aber vielleicht lebst du ja mit Stiefkindern und alles ist in Ordnung.

    wir haben alles durch ;-D kinder, stiefkinder, all diese patchwork-themen, kommunikationsschieflagen, eifersucht auf die exen... und jetzt lebe ich mit stiefmutter! als verzicht haben mein kerl und ich das alles nie empfunden, sondern eher als herausforderung, die uns noch stärker macht als team, wenn wir die gemeinsam angehen!

    Liebe Bater W.

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    eigene Kinder sind ganz etwas anderes als fremde Kinder. Und das weiß doch auch jeder.

    Mir geht es hier nicht um recht haben oder Recht kriegen. Im Gegenteil, sondern werbe für Verständnis auf allen Seiten, weil nur so ein konstruktiver Weg möglich erscheint.


    Es gibt auch Eltern eigener Kinder, die sich trennen, weil sie in Erziehung und Umgang mit den Kids kein gemeinsames Konzept finden können. Den Nachwuchs als Einschränkung ihrer eigenen Bedürfnisse empfinden, wenn er nicht so "spurt und sich entwickelt", wie die elterliche Vorstellungswelt es vorgibt.


    Gibt auch sehr interessante Threads dazu im Forum.

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    Schon in den Märchen taucht die böse Stiefmutter auf, die die eigenen Kinder bevorzugt.

    Ich mag solche Verallgemeinerungen nicht. Ist so, war so und wird immer so bleiben. Es gibt Menschen, denen es leichter fällt, sich für Menschen zu öffnen, die nicht zum eigenen Dunstkreis gehören und anderen wird es aus Vorurteilen heraus nicht gelingen.


    Wäre dem so, wie Du es beschreibst, gäbe es weder rechtliche Adoptionen, noch Pflegekind-Verhältnisse, soziale Adoptionen und welche Konstellation auch immer.


    Mir fällt da ein Sprichwort ein.


    Um ein Kind aufwachsen zu lassen bedarf es eines ganzen Dorfes.


    https://www.taz.de/!5363677/

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    Und ist auch im RL überall zu beobachten.

    Erlebe ich ehrlich gesagt anders, nicht nur einzig positiv, da bin ich bei Dir, aber eben auch nicht nur negativ. Es gibt viele Formen des Zusammenlebens und nur Perfektion haben wir alle nicht gelebt.

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    Verzicht wegen eines eigenen Kindes? Immer. Verzicht wegen eines fremden Kindes? Das fällt schon viel schwerer.

    Auch hier, kann ich nicht so ganz bestätigen. Ich bin als Einzelkind in einem großen Familiengefüge aufwachsen, in dem es normal war aufeinander zu achten und ja, sich auch anzupassen in Situationen, in denen es notwendig und angebracht war. Dadurch kennengelernt, dass sich zurücknehmen können an geneigter Stelle auch ein Zugewinn für alle anderen sein kann.


    Möglich, dass dies im fortgeschrittenen Alter leichter wird als in der Sturm- und Drangphase des Lebens, wenn es noch viele Ideale gibt, es anders zu machen wie daheim vorgelebt. ;-)


    Das meine ich nicht absolut in der Wirkung. Jeder sollte einen gesunden Egoismus entwickelt haben. Das ist überlebenswichtig en Detail. Aber der Unterschied ist, ihn nicht NUR zum eigenen Vorteil durchdrücken zu wollen.

    seherin und dosis

    ??liebe dosis, ich hoffe, ich darf deinen nick so abkürzen?? o:)


    ich danke euch wirklich sehr dafür, dass ihr euch so intensiv mit meiner situation auseinandersetzt. :)_

    bater w.

    danke auch dir für deine sichtweise. du hast recht, wenn man selbst gar keine kinder hat, ist es sicherlich nochmal schwieriger, in so ein patchworkgefüge hineinzuwachsen, als wenn man eigene kinder in die beziehung mitbringt.


    aber ich muss auch zugeben, dass ich da mit meinem freund und seiner tochter insofern ein wahrlich pflegeleichtes paket ;-D erhalten habe, als dass die tochter so gut wie nie bei uns übernachtet und auch die obsorgeregelung (jedes zweite wochenende beim vater verbringen) nicht eingehalten wird. nicht, weil sich jemand nicht seiner verantwortung bewusst wäre, aber die tochter wohnt nur 500 meter entfernt und entscheidet so selbst, ob und wann sie zu uns kommen möchte - sofern wir nichts anderes geplant haben und zuhause sind.


    wir haben eigentlich so gut wie noch jeden spontantrip und kurzurlaub durchziehen können, und um ehrlich zu sein, wir fahren oft weg. ;-D


    das einzige, mit dem ich noch ein bisschen klarkommen muss, ist die willkür, mit der das mädchen bei uns auftaucht. oft bin ich nach einem blöden tag in der arbeit einfach nur müde und leicht gereizt und dann hab ich oft wirklich keine nerven, wenn das mädchen pötzlich spontan entscheidet, den abend bei uns zu verbringen.


    aber summa sumarum - und um deine frage zu beantworten: ja, der verzicht und die einschränkungen, die mit dieser beziehung für mich einhergehen, sind es wert. absolut und zu 100%. ich kann mir vorstellen, so zu leben und ich will auch weiterhin mit meinem freund zusammen sein.


    ich hoffe einfach, dass das mädchen älter (und eventuell damit verbunden auch ein bisschen reifer, vernünftiger und verantwortungsbewusster ;-) ) wird und diese dramen irgendwann weniger werden. klar, der erste freund, der erste liebeskummer - das sind alles noch dinge, die mir/uns bevorstehen. :-o X-
    aber sie ist fast 16 und ich denke, dass die welt in ein paar jahren - sollten wir noch zusammensein - dann anders aussieht. :)z

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    das einzige, mit dem ich noch ein bisschen klarkommen muss, ist die willkür, mit der das mädchen bei uns auftaucht.

    Hier verdrängst Du, dass das die Normalität 15 Jahre ihres Lebens war, als noch beide Eltern in einem Haushalt für ihr Kind Ansprechpartner waren. Für mich nachvollziehbar, dass zumal, wenn der Papa nur 500 m entfernt lebt, sie ihrem normal kindlichen Bedürfnis folgen möchte.


    Hat Muttern ihren schlechten Tag, dann ab zu Vattern. :=o Vielleicht ist der ja besser drauf oder die junge Freundin ergreift Partei usw. Kinder sind so, das macht sie ganz sicher nicht, um Dir den Tag/ Abend mit dem Liebsten zu versauen.


    Dann würde sie sich insgesamt ganz anders zu euch als Paar positionieren.

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    aber sie ist fast 16 und ich denke, dass die welt in ein paar jahren - sollten wir noch zusammensein - dann anders aussieht.

    Na klar, wird das so sein. Vielleicht schneller als Du es selbst erwartest. Mit dem ersten Verliebtsein, gewinnt die Empathiefähigkeit qualitativ enormmmm positiv an Bedeutung. Das kann ich Dir als Mutter dreier erwachsener Söhne versichern. ;-) :)_

    Liebe Dosis,


    hast du denn Stiefkinder, die unangemeldet abends vorbei kommen, wenn du müde bist?


    Du rührst die Werbetrommel für Verzicht auf Zweisamkeit wegen fremder Kinder. Und bei Dir selbst? Man sollte anderen nur das schmackhaft machen, was man selbst zu tun bereit ist.


    Wenn du antworten möchtest?

    Liebe Bater W.


    nein Stiefkinder in dem Sinne hatte ich nicht. Aber ich habe in einer kleinen Gemeinde gelebt, in mitten vieler junger Familien. Einige haben gebaut, sich nebenbei selbstständig gemacht. Hatten pflegebedürftige Eltern, die einige 100 km weg gelebt haben.


    Kinder, die pubertierend den eigenen Eltern das Leben zur Hölle gemacht haben, die Schule schmeißen wollten usw.


    Da meine Söhne ebenso einen lebendigen Freundeskreis hatten, war es nicht ungewöhnlich, wenn schon am Nachmittag die Nachricht kam, dass jemand bei uns das Wochenende, den Abend, wahlweise auch ein paar Wochen gelebt hat.


    Umgekehrt hatte ich das für einige Umbrüche in meinen Leben ebenso. Ein Bsp, von einigen, meine Mutter starb vor über einem Jahrzehnt direkt an Weihnachten und ich musste zwischen Weihnachten und Silvester/Neujahr die Beerdigung das drum herum bewältigen. Es gab in meinem Freundeskreis nicht eine Familie, die mich abgewiesen hat, weil ich die damals noch jungen Kinder nicht zu jeder Behörde/Beerdigungsinstitut usw. mitnehmen konnte.


    Ebenso wenig in der Situation, als richtige Trauerarbeit daheim mit drei jungen Kindern nicht möglich war. Ich vier Monate später 2 Wochen unbedingt raus musste um wieder halbwegs im Alltag funktionieren zu können. Meine Kinder wurden in den verschiedenen Familien hervorragend betreut.


    Selbiges habe ich auch öfter so gemacht und das war damit gemeint, dass um ein Kind aufziehen ein ganzes Dorf notwendig ist. Wenn man denn ein sozial veranlagter Mensch ist und Geben und Nehmen zum Charakter dazu gehören. :-)

    Zitat

    hast du denn Stiefkinder, die unangemeldet abends vorbei kommen, wenn du müde bist?

    ist zwar an die dosis gerichtet, aber ich habe zum beispiel sehr wohl kinder und stiefkinder, die immer mal wieder unangemeldet vor der tür stehen. erst letztes wochenende, als ich mich riesig auf ausschlafen und rumschlumpfen und nichts-tun und mein sauberes haus gefreut hatte, stand mein stiefsohn mit dem enkelfratz vor der tür und die fegten dann wie ein tsunamie durch meine pläne ;-D - das nervt mich bei den eigenen und den stiefkindern gleich stark (oder auch nicht), weil das an meiner tagesform liegt und nicht an der (nicht) vorhandenen blutsverwandtschaft.


    und trotzdem bedeutet es keinen verzicht für mich, sondern eine bereicherung!

    Ich habe seit 2012 zwei Stiefkinder (damals 14w und 16m) und seit 2015 mit dem Vater der beiden noch nen Nachzügler. Die Ausgangssituation war etwas anders, da mein Mann nicht direkt von der Mutter getrennt mit mir zusammen war, sondern da eine Beziehung dazwischen lag.

    @ losgetreten

    Ich freue mich, dass ihr das Thema nochmal habt besprechen können, wenn auch ungeplant, aber dafür offen und ehrlich. Ich finde auch, dass du es toll machst mit dem Mädel, eben weil es mit 15 garantiert anstrengend ist. Für alle. Und ich finde auch schön, dass die Mutter sieht und erkennt, dass du einen Draht zur Tochter hat, das kann verdammt hilfreich sein (für alle 4) ??Ich erinnere mich an einen Anruf meiner Stieftochter um halb 2 morgens, aus dem Ferienlager, sie habe seit Tagen Bauchweh, Angst vor einer Schwangerschaft und noch mehr Angst davor, ihrer Mama überhaupt was davon zu erzählen??

    @ Bater w.

    Sorry, wenn ich das so sage, aber ich finde deine Aussagen sehr radikal. So brutal jetzt zu hinterfragen ob man das immer so will, fremd bestimmt zu leben, als Sklave der fremden Tochter... die ja nicht ewig 15 und pubertär bleibt...


    Und ich muss sagen, die Bezeichnung "fremde Kinder" finde ich befremdlich. Sind ja doch die Kinder des Partners, von denen man ja normalerweise wusste. Unter fremde Kinder Stelle ich mir eher die Nachbars Kinder vor, die willkürlich auftauchen und einem den Abend übern Haufen werfen


    Ich persönlich finde es etwas anstrengender, seit der kleine da ist, den großen gerecht zu werden, bzw aktuell der Tochter, obwohl sie mittlerweile beide über 20 sind ??der Sohn hat aus eigenen persönlichen Gründen den Kontakt vor knapp 1 Jahr sowohl zu uns als auch zur Schwester abgebrochen?? Kann also die Aussage nicht unterschreiben, dass es als kinderlose schwieriger war wie jetzt, wo ich selbst Mutter bin.

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    ... die ja nicht ewig 15 und pubertär bleibt ...

    Und dann wird die Stiefmutter unter Umständen als Kindermädchen missbraucht, um auf Enkel aufzupassen.


    Meine Kollegin hat mehrfach auf das Kind des Stiefkindes aufgepasst. Am Samstag Abend, wo andere ins Theater gehen ... oder ins Kino ... oder Freunde treffen. Das muss man wirklich wollen.

    Da gebe dir recht. Man muss es wollen. Aber es zu pauschalisieren finde ich etwas schwierig.


    Ich kenne deine Kollegin nicht, aber wenn sie es so gar nicht wollen würde, ist sie schon selber dran schuld, aber das auf die TE rüber zu projezieren, und deshalb gleich die ganze Beziehung in Frage zu stellen


    Und irgendwo da draußen (unabhängig von losgetreten, und von deiner Kollegin) gibt es vermutlich Frauen, die ungewollt kinderlos sind, und dann eines Tages gerne auf das Kind des Stiefkindes aufpassen, da es die einzigen Enkel sind, die sie je haben werden.

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    Und dann wird die Stiefmutter unter Umständen als Kindermädchen missbraucht, um auf Enkel aufzupassen.

    Sorry, bei so viel Egoismus läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken. Unter Missbrauch, sorry stelle ich mir dann schon noch etwas anderes vor. Zudem haben erwachsene Menschen einen Mund und können "Nein" sagen, wenn es unpassend ist.


    Nur trifft man eine Entscheidung, wenn man sich als Frau/Mann mit einem Partner zusammen tut, der bereits die Mutter- oder Vaterrolle inne hat und entscheidet sich für das Gesamtpaket und nicht nur für die netten Rosinen. :-o


    Das nennt sich für mich Eigenverantwortung und klagt hintendran nicht rum, dass es nun doch nicht so locker und leicht ist, wie man es sich gewünscht hat.


    Diese Haltung gibt in meiner Wahrnehmung zum Glück nicht so häufig.

    Zitat

    Meine Kollegin hat mehrfach auf das Kind des Stiefkindes aufgepasst. Am Samstag Abend, wo andere ins Theater gehen ... oder ins Kino ... oder Freunde treffen. Das muss man wirklich wollen.

    Stimmt, wenn ein Besuch im Theater anliegt, verständigen sich erwachsene Menschen beizeiten und sagen das es für den Zeitraum XY unpassend sei und gut ist. Was muss das doch für ein schlimmer Zustand sein, wenn erwachsene Kinder den Eltern weiter ins Leben rein "fuschen" wollen. Mal von Einzelfällen abgesehen, in denen es wirklich ungesunde Formen von beiden Seiten her angenommen hat.


    Gibt ja auch Eltern, die dem Nachwuchs mit Enkeln keine ruhige Minute gönnen, weil sie nichts verpassen wollen. ;-D


    Wobei die Entscheidung die Kinder bekommen zu wollen auch eine bewusste Handlung war, meistens hoffe ich zumindest. ;-D

    @ Dosis

    Zitat

    Sorry, bei so viel Egoismus läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken

    Naja, so hart sehe ich das nicht. Es zeugt aber von einer großen Respektlosigkeit, wenn man andere Menschen als Dienstboten missbrauchen will. Es gibt ja einige, die reisen auf der "Papi, nehmt ihr am Wochenende die Kinder?"-Welle durchs Leben, unabhängig davon, ob es sich um leibliche Eltern oder Stiefeltern handelt.

    Zitat

    ... verständigen sich erwachsene Menschen beizeiten und sagen das es für den Zeitraum XY unpassend sei und gut ist.

    Gut ist? Habe ich mal erlebt, saß daneben. "Mami, nehmt ihr morgen Abend die Kinder? Wir sind bei X eingeladen." Mami lehnte es aber diese Mal ab. Na, das lange bebende Gesicht hättest du mal sehen sollen. ]:D Zehn Minuten später war das Gesicht immer noch lang. ]:D Ganz beleidigt ]:D Die ganze Planung war über den Haufen geworfen. ]:D Die Teilnahme an der Feier war in Gefahr, weil Mami EINMAL an sich dachte und die Kindermädchenrolle verweigerte ]:D


    Und was die bewusste Entscheidung für Stiefkinder angeht: Patchwork-Familien sind weit verbreitet, und die mir im RL bekannten Frauen mit Stiefkindern unterscheiden alle zwischen eigenen und fremden Kindern, kritisieren hinterrücks alle die Stiefkinder, messen alle mit zweierlei Maß. Im Netz ist das natürlich immer anders.

    @ malika

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    ... ob man das immer so will, fremd bestimmt zu leben

    Das tut die TE ja jetzt schon. Sie kann abends nicht entspannen, weil jeden Augenblick die Tür aufgerissen werden kann und die Tochter vor der Tür steht. Es ist ja auch ein großer Unterschied, ob Ex und Kind 500 m entfernt leben, in einem anderen Bundesland oder gar im Ausland.

    @ losgetreten

    Ich kann dich durchaus verstehen. So wie du es schilderst - willkürliches, tägliche Auftauchen - ist kaum noch Zweisamkeit möglich. Das ist für eine Beziehung nicht gut.


    Ja, die Tochter leidet unter der Trennung, aber für mich klingt es so, als ob bei ihrem Verhalten auch Prinzessinnen-Getue und Getöse dabei ist. Mit knapp 16 sollte man doch schon ein gewisses Benehmen haben. Termine absprechen und einhalten, andere respektieren. Vieles kann auch am Telefon besprochen werden, da muss nicht persönlich aufkreuzen. Dein Freund müsste ihr einfach mehr Grenzen setzen.

    Ich bestreite nicht, dass Du mit gewissen Einzelsituationen im Recht bist. Dennoch weiß ich zumindest aus meiner gelebten Erfahrungen, dass es diese divergierende Liebe zwischen eigenen und Stiefkindern nicht im Automatismus gibt.


    Hat vielleicht auch viel damit zu tun, wie man selbst in seinen Herkunftsfamilien durch Vorbild und Sozialisierung geprägt wurde. Ja, gewisse Egoismen haben wir sicher alle und das ist auch gut so.


    Dennoch bin ich der Meinung, dass mit einer entsprechenden Kommunikation und vereinbarten Rahmenbedingungen viele Stressmomente vor allem in der Familie vermieden werden könn(t)en.


    Die TE beschreibt, dass sie auch in ihrer persönlichen Wahrnehmung sehr viele Freiheiten und Freiräume in Bezug auf die Tochter/Stieftochter haben.


    Zitat:

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    aber ich muss auch zugeben, dass ich da mit meinem freund und seiner tochter insofern ein wahrlich pflegeleichtes paket ;-D erhalten habe, als dass die tochter so gut wie nie bei uns übernachtet und auch die obsorgeregelung (jedes zweite wochenende beim vater verbringen) nicht eingehalten wird.

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    wir haben eigentlich so gut wie noch jeden spontantrip und kurzurlaub durchziehen können, und um ehrlich zu sein, wir fahren oft weg. ;-D

    Das erklärt die als empfundene 'spontane Willkür' der jungen Tochter, wenn sie die wenigen Gelegenheiten, in denen der Vater für sie erreich- und fassbar ist, für sich und ihre Themen nutzt.


    Ich habe es auch nicht so heraus gelesen, dass die Tochter jeden Abend dort unangemeldet auftaucht.


    Zudem kennen wir im Forum die frühere Prägung der Vater-Tochter-Bindung nicht bzw. die Dynamik wie sich das in den 15 Jahre der Ehe gestaltet hat zwischen den beiden.


    Wenn der Vater bisher, obwohl beruflich oft außerhäusig und über Tage unterwegs, für die Tochter ohne Einschränkungen ansprechbar war, empfindet es die Tochter aus ihrer Sicht nicht als "übergriffig" oder respektlos dies weiterhin wie bisher gewohnt in Anspruch zu nehmen. Sie war nun mal zuerst im Leben des Mannes der ihr Vater ist, der nun eine neue partnerschaftliche Bindung eingegangen ist.


    Sie nur aufgrund ihres Teenageralters als "erwachsen" und reif denkend/handelnd sehen zu wollen, fände ich aus Sicht der Tochter die für die Trennung der Eltern nichts kann, wenig empathisch.

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    Ja, die Tochter leidet unter der Trennung, aber für mich klingt es so, als ob bei ihrem Verhalten auch Prinzessinnen-Getue und Getöse dabei ist. Mit knapp 16 sollte man doch schon ein gewisses Benehmen haben. Termine absprechen und einhalten, andere respektieren. Vieles kann auch am Telefon besprochen werden, da muss nicht persönlich aufkreuzen. Dein Freund müsste ihr einfach mehr Grenzen setzen.

    Oh je, wenn das Deine Vorstellung von Erziehung und Vorbild ist, dann verstehe ich schon, dass die Verrohung der Gesellschaft gut voran schreitet.


    Ich verliebe mich einfach neu und dann soll der Rest der Blutsbande einfach zusehen, wo er ab bleibt. Hier verwundert es mich kaum noch, dass einige Eltern im Alter kaum noch Fürsorge und Empathie innerhalb der Familie erfahren, wenn das der neue Standard werden soll. Willkommen im Leben.


    Geben und Nehmen hört weder in der eigenen Familie noch darüber hinaus auf. Es sei denn, wir wollen nur noch Egoismen und Selbstverwirklichung durchsetzen, wie in vielen Teil-Bereichen gewollt und tageslichttauglich geworden.


    Viele Trends schwappen früher oder später auch gen Europa. Wohl bekomms. Manchen Menschen tut es gut, die eigene Kost irgendwann selbst "genießen" zu dürfen.


    https://deutsch.rt.com/asien/67186-aus-einsamkeit-japanische-senioren-begehen-straftaten-um-ins-gefaengnis-zu-kommen/


    Zitat:

    Zitat

    Sie haben vielleicht ein Haus. Sie haben vielleicht eine Familie. Aber das bedeutet nicht, dass sie einen Ort haben, an dem sie sich zu Hause fühlen",

    Zitat

    Ich finde mein Leben im Gefängnis angenehmer. Es ist immer jemand da, und ich fühle mich hier nicht einsam. Als ich das zweite Mal rauskam, versprach ich, nicht zurückzugehen. Aber als ich draußen war, konnte ich nicht anders, als mich nostalgisch zu fühlen", ...

    :-/

    Zitat

    Oh je, wenn das deine Vorstellung von Erziehung und Vorbild ist, ...

    Na, nun bleibe bitte mal auf dem Teppich. Keine Aufregung.


    Es kann ja nun keine Lösung sein, sich von einer 16Jährigen auf der Nase herumtanzen zu lassen. Andere im späteren Leben lassen sich das auch nicht gefallen. Ja, sie leidet unter der Trennung. Aber es gibt ihr nicht das Recht, andere respektlos zu behandeln. Immerhin ist die TE erwachsen und muss nicht alles hinnehmen.


    Die TE war der sehr geduldig und gutmütig.

    Zitat

    Dennoch weiß ich zumindest aus meiner gelebten Erfahrungen, dass es diese divergierende Liebe zwischen und Stiefkindern nicht im Automatismus gibt

    Im Automatismus vielleicht nicht, aber dennoch weit verbreitet in meinem Patchwork-Umfeld.


    Ein frisches Beispiel aus der Verwandtschaft: Ein Geschiedener mit studierendem Kind zieht zu einer Geschiedenen mit zwei studierenden Kindern. In der Wohnung leben also jetzt fünf Personen: die zwei Erwachsenen und die drei studierenden, auch erwachsenen Kinder (18 -20). Ihre leiblichen Kinder leben dort komplett umsonst, das Stiefkind muss Kostgeld abgeben. Gerecht? Messen mit zweierlei Maß?

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    ... dann soll der Rest der Blutsbande einfach zusehen, wo er ab bleibt ...

    Deshalb mein Rat an jede Frau in so einer Situation: Genau überlegen, ob man es machen möchte. Besonders dann, wenn die Ex und das Kind nur 500 m entfernt leben.