Eigenes Glückes Schmied....Ehebruch mit Ankündigung

    Hallo zusammen,


    ich bin jetzt 44 und seid 3 Jahren mit meinem Mann 38 verheiratet.


    Wir hatten in der Vergangenheit schlimme Zeiten, die durch sein Trinkverhalten und daraus entstehenden Aggressionen zu tun hatten.


    Zuletzt eskalierte es vor einigen Wochen, worauf er für 2 Wochen verschwand.


    Ich hatte mich eigentlich damit abgefunden und unseren gemeinsamen Urlaub mit Freunden umgebucht, dh. ihn rausnehmen lassen.


    Wir telefonierten als er weg war und letztendlich rief er an und gestand unter Tränen das er tatsächlich ein Problem mit Alkohol hat und er daran arbeiten möchte, mich liebt wie verrückt und es alleine ohne uns ( ich brachte Kinder mit in die Ehe) nicht schaffen würde.


    Ich ließ mich darauf ein und tatsächlich bis dato diesbezüglich alles Top.


    Sein Arbeitgeber nahm ihn mit Kusshand zurück.


    Mein eigentliches Problem besteht allerdings sexueller Natur, nur alles zusammen ist mir zu viel.


    Wie in jeder Beziehung spielen die Hormone anfänglich verrückt, man vögelt überall und jederzeit, das ging die ersten 2 Jahre bei uns jedenfalls so.


    Ich bin nicht prüde, im Gegenteil sogar, wesentlich aufgeschlossener und offener als mein Mann.


    Zwischendurch ( auch in den ersten 2 Jahren) sah er sich zwischendurch Pornos an, war mir egal, tat ich auch wenn es mal nötig war und ich war alleine Zuhause, allerdings sahen wir uns auch mal gemeinsam Filmchen an ;-)


    Seid einem Jahr beschränkt sich unser Sex auf vielleicht mal alle 4 -6 Wochen und ich habe schon alles versucht, auch mit ihm darüber zu sprechen.


    Keine Reaktion ausser es zu bagatellisieren.


    Er steht teilweise Nachts dafür auf nur um sich Frauen anzusehen, nicht der Akt an sich sondern lediglich nackte Frauen.


    Am besten älter (50+ und xxl Boobs)


    Er steht morgens früher auf als er muss um ungestört vor der Arbeit seinem "Hobby" nachzugehen.


    Ich selber....null- in den Arm nehmen, Küssen, Liebes Beteuerungen? JA, Sex...NEIN


    Vor einer Woche ist mir der Kragen geplatzt, ich habe ihm in aller Deutlichkeit an den Kopf geschmissen das ich mir was( jemanden) für meine Bedürfnisse suchen werde.


    Er reagierte natürlich erst wütend ( verständlich) und anschließend mit auf Knien rutschen ( tatsächlich auf Knien) und erklärte mich/ uns nicht verlieren zu wollen.


    Ich halte das aber nicht mehr aus, in erster Linie dieses abgelehnt werden, nicht das "rein raus Spiel" sondern diese verhungern am ausgestrecktem Arm.


    All das zusammen was in der Vergangenheit schon passiert ist, die vielen Tränen, die Abweisung.....zu viel momentan.


    Ich denke ernsthaft darüber nach mir eine Affäre zu suchen.


    Mir fehlt die Zweisamkeit die eine Beziehung ausmacht!


    Dann denke ich, ich übertreibe, das " dass" ja nicht alles ist in einer Beziehung.


    Heute morgen wieder, er TV Ton aus, Frauen reingezogen und ich liege Nachts im Bett und frage mich was mit mir nicht stimmt?!


    Seine Reaktion.....Wut....Kaffeekanne aus der Hand reißen und mich anbrüllen ....Ich solle mich nicht wegen ein paar " Titten" so anstellen, dabei habe ich nicht einen Ton gesagt.


    Dann allerdings schon und ihm versucht klar zu machen das es doch um das nicht ginge, sondern um das mit mir nicht mehr zu schlafen.


    Keine Reaktion, lediglich ein - Ich liebe Dich doch!


    Das ist der Punkt, ich glaube das nicht, ich denke es ist eher eine Art der Abhängigkeit weil er selber zugibt er schafft es nicht alleine, ein Halt für ihn, ein Anker weil er sonst wieder untergeht und das will ich nicht sein, nicht nur!


    Ich will eine Frau sein die komplett geliebt wird, die glücklich ist....und das bin ich nicht.(mehr)


    Ich fahre morgen mit meinen Freunden und den Kindern für eine Woche in den Urlaub und ich ertappen mich dabei darüber nachzudenken was ich mir alles einpacke für den Fall der Fälle......


    Betrug, Fremdgehen mit dieser Absicht in den Urlaub zu fahren ist so erbärmlich :(


    Ich schäme mich und gleichzeitig trotzig weil ich nicht weiß was dieser Mann noch von mir will?


    Was war in den 2 Wochen, was ist passiert das nun nichts mehr stattfindet...null!


    Warum ich ihn wieder aufgenommen habe?


    Weil ich ihn liebe, das was wir hatten noch vor einem Jahr, das möchte ich zurück, eigentlich.


    Hätte ich die Chance auf eine Affäre?


    Definitiv, auch Zuhause....in meinem Umfeld, Signale genug und ich fange an darüber nachzudenken.


    Eigentlich ist diese Ehe damit schon besiegelt, oder nicht?


    Ich brauche Hinweise, Ratschläge, Kritik, egal was!


    Eines noch, ich sitze auf der Arbeit ( letzter Tag, Hurra) und schreibe über das Handy, Ihr wisst schon Auto Korrektur, Worterkennung usw...;)


    Liebe Grüße

  • 9 Antworten

    Naja, ich machst kurz:


    Er ist süchtig nach Alkohol, fremden Boobs... von dir wahrscheinlich abhängig und kann dir krankheitsbedingt NICHTS geben.


    Gewiss: Du hast es verdient, in den Arm genommen zu werden. Sorge gut für dich, damit du gut überleben kannst.


    Ich empfinde es als große Kränkung, so abgewiesen zu werden.

    @ :) :)* :)* @:)

    Du möchtest die Ehe aufrecht erhalten, bist im Wesentlichen "nur" sexuell unzufrieden, richtig? ??für mich nicht nachvollziehbar, ich sehe da persönlich nichts in deinen Schilderungen, was für mich eine Fortsetzung der Beziehung erstrebenswert machen würde, aber ich bin ja nicht du??


    Dann ist es eine unkonventionelle, aber in Eurem Fall vielleicht sogar passende Lösung, zumal du so fair bist und die Affäre ehrlich ankündigst.


    Am besten für alle Beteiligten wäre es dann vermutlich, dass der Affärenpartner ebenfalls gebunden (und idealerweise seinerseits ehrlich zur Partnerin) ist.


    Das Ganze nennt sich dann offene Beziehung. ;-)

    Zitat

    Hätte ich die Chance auf eine Affäre?

    Die hättest Du definitiv und ich denke, dass weißt Du für Dich selbst auch. Ob Du sie in vollen Zügen genießen wirst, steht auf einem anderen Blatt.


    Was eine Affäre nicht lösen kann ist eure Situation daheim, und somit bleibt es eine Art von "Trostpflaster", mit einem Verfallsdatum. Es ist ein Spiel mit dem Feuer, dass Dich jeder Zeit voll erfassen kann, wenn es

    Zitat

    Mir fehlt die Zweisamkeit die eine Beziehung ausmacht!

    um genau diesem Punkt geht. Es ist nicht allein der Sex der Dir fehlt, sondern auch um die emotionale Zuwendung, Aufmerksamkeit und respektvoller Umgang miteinander.


    Gerade Letzteres ist bei euch als Partner auf der Strecke geblieben.

    Zitat

    Wir hatten in der Vergangenheit schlimme Zeiten, die durch sein Trinkverhalten und daraus entstehenden Aggressionen zu tun hatten.

    Hier klingt es danach als ob seine Alkoholkrankheit einen nicht unwesentlichen Teil eurer Beziehung bereits seit längerem überschattet und in Dir viel auf der Strecke geblieben ist, als Frau und Partnerin. Du, die Kümmerin, die oft versucht hat das Boot in der Fahrtrinne zu halten.


    Wenn eine Ehe und destruktive Beziehung (hier klingt es so) viele Blessuren erhalten hat, stellt sich insgesamt die Frage, wie lange geht das noch gut. Zumal Du auch Kinder erwähnst, die von den Streitigkeiten sicher einiges mit bekommen haben dürften. Wie alt sind diese und wie ist ihr Verhältnis zum Stiefvater?


    Es nutzt Dir nichts in der Vergangenheit mit Deiner Gedankenwelt zu leben. Und es scheint so, dass Du gegen mehr als nur ein "Gespenst" in dieser Ehe kämpfst. Drei Jahre ist noch keine lange Zeit, und es liest hier so als ob die schönen Zeiten eher durch viel gemeinsamen Sex geprägt waren. Was ist mit den anderen Bereichen eurer Beziehung? Wie lange besteht das Problem mit seinem unkontrollierten Trinken einschließlich der dadurch bedingten Aggressionen, seit den Anfängen oder erst deutlich später?


    Dein Mann kennt Deine Bedürfnisse und Wünsche und geht darauf nicht ein, sondern reagiert erst wieder auf Dich, wenn er bedürchten muss das eure Beziehung in Gefahr gerät.


    Du wirst aufpassen müssen, dass eue Ehe nicht zu einseitig geführt und gelebt wird. Meine Empfehlung wäre, wenn Du Dir sicher bist diesen Mann innerlich gefestigt zu lieben, eine konsequente Entziehungskur für ihn und für euch eine anschließender Paartherapie in Erwägung zu ziehen. Eure Paar-Dynamik hat einen Punkt erreicht, der nur noch schwer allein aufzulösen ist. Du solltest mit an Deine Kinder denken, die in eurem Umfeld leben und mit den Werten die ihr ihnen vorlebt für ihr Leben geprägt werden.


    Eine offene Ehe sehe ich aufgrund der anderen Themen in der Partnerschaft als keine gesunde Lösung an, weil es die Eskalationsstufen nach dem was Du bisher geschrieben hast, deutlich erhöhen wird.

    Ersteinmal vielen Dank.


    Grundsätzlich sei gesagt, meine Kinder sind mir sehr wichtig, der / die älteste 17 ( Zwillinge) und der jüngste 10 Jahre.


    Anfänglich total begeistert vom Stiefvater, mittlerweile genauso gekränkt und enttäuscht.


    Bevor er zurück kam, habe ich mit den Kindern gesprochen, wie sie dazu stehen würden.


    Wir hatten eine Pro und Contra Liste erstellt, jeder für sich und anschließend gemeinsam durchgegangen.


    Das Ergebnis war recht einstimmig, es hielt sich die Waage, ein Versuch stünde ihm noch zu.


    Bedingung war Therapie in Form von Alkohol und Familientherapie, inzwischen weist er das von sich.


    Grundsätzlich führen wir ein Leben für ihn, es dreht sich sehr viel um seine Bedürfnisse, ihn nicht zu sehr unter Druck zu setzen um ihm die konstante Abstinenz leichter zu machen.


    Er fasst uns nicht an, verbal sieht das schon anders aus und er beherrscht die Kunst das andere sich zu 100% schlecht fühlen. ( es scheint ihm dann besser zu gehen)


    Er war sehr enttäuscht das er aus der Urlaubsbuchung rausflog und wir keine Anstalten unternahmen dieses noch kurzfristig zu ändern.


    Möchte ich auch nicht, es ist der erste Urlaub seid 8 Jahren für mich und die Kinder und wir brauchen diesen wirklich dringend und er sollte besonders für die Kinder zu 100% unbeschwert sein.


    Ich war mit meinen Kinder alleine als wir uns kennenlernen, ich hab viel gearbeitet, die Kids wurden super betreut und es war eine sehr beruhigende Kontinuität in allem deutlich.( endlich wieder)


    Er besaß nichts, kam aus einer Therapie und fing bei null an.


    Beide hatten wir in unseren Beziehungen vorher gelitten, beide unsere Existenz verloren und befanden uns im Aufbau.


    Inzwischen lebt er besser als vorher und seine Vergangenheit wird für ihn immer undeutlicher, vieles will er gar nicht mehr wahrhaben.


    Ich verschwinde dabei.....


    Manchmal frage ich mich ob es wirklich Liebe ist die mich an ihm festhalten lässt oder die Angst zu versagen. :�(

    Ich sehe auf Deiner Seite kein Versagen, außer vielleicht in diesem Punkt;

    Zitat

    Grundsätzlich führen wir ein Leben für ihn, es dreht sich sehr viel um seine Bedürfnisse, ihn nicht zu sehr unter Druck zu setzen um ihm die konstante Abstinenz leichter zu machen.

    Das ist destruktiv und setzt eher euch unter Erfolgsdruck, wenn euer Wohlbefinden nur gut ist, wenn Dein Partner und für die Kids der Stiefvater seine Alkoholabstinenz durchhalten kann.


    Ihr seid in der Rolle unbewusst zu seinen Therapeuten geworden, die sich zurück nehmen damit er als Familienmitglied "funktionieren" kann. Mir scheint nach dem was Du von euch beschreibst, dass Dein Partner sich auf diese Rücksicht auf ihn verlässt und sie sogar einfordert, in dem er Dich anschnauzt, dass Du nicht wegen der Bilderschau vor TV oder PC "Theater" machst.


    Im gesamten Kontext klingt das weder partnerschaftlich noch Dir gegenüber empathisch. Ist es die Angst vor dem Alleinsein, dass Dich all die Reiberein und Zurückweisung Dir gegenüber ertragen lässt?


    Es klingt viel nach innerer Spannung was den Familienalltag angeht. Seine Bedürfnisse werden über euch gedeckt, während ihr versucht "gute" Stimmung zu machen, damit der Alltag lebbar ist.

    Zitat

    Bedingung war Therapie in Form von Alkohol und Familientherapie, inzwischen weist er das von sich.

    Dann sind seine Worte Schall und Rauch, was die Liebe zu Dir und den Kindern angeht. Wäre ihm eure Familie wichtig, deren Teil er ebenso ist, würde er erkennen das die Uhr 5 vor 12 tickt und das Angebott annehmen.


    Das Du den Urlaub für Dich und die Kinder allein durchziehst finde ich persönlich gut. Es zeigt Deinem Partner, dass es für alles Grenzen gibt. Er hat Deine mit seinem Verhalten mehr als einmal deutlich überschritten und tut es noch.

    Zitat

    verbal sieht das schon anders aus und er beherrscht die Kunst das andere sich zu 100% schlecht fühlen. ( es scheint ihm dann besser zu gehen)

    Klingt für mich nach sehr viel Ich-Bezogenheit auf seiner Seite, und ich glaube nicht, dass es für euch als Familie eine gute Situation ist. Deine Kids sollten Dich als autarke und starke Persönlichkeit wahrnehmen, und nicht als "Kindermädchen" für einen erwachsenen Mann, der vielleicht nur deshalb bei euch lebt, weil er allein in seinem Leben nicht klar kommen würde. Gerade für die beiden Teenager ist das eine ganz wichtige Stellung, die Du in der Familienstruktur einnimmst.


    Setze deutlich Grenzen für Dich und lass Dir nicht mehr auf der Nase rum tanzen. Mir scheint, dass nach Deinen weiteren Ausführungen zum Familienleben/eurer Partnerschaft weit mehr im Argen liegt als "nur" sein Alkohol- und "Frauenschau-Hobby".

    Im Prinzip hast Du Dir die Antwort schon längst selber gegeben.


    Du hängst an etwas, was vergangen ist, trauerst dem nach und kannst noch nicht loslassen. Das ist nur allzu verständlich. Aber im Grunde genommen hast Du erkannt, dass diese Ehe, so wie sie ist, keine Zukunft hat.


    Man kann in einer glücklichen harmonischen Beziehung in der alles perfekt scheint, nur der Sex fehlt über eine Affäre nachdenken. Idealerweise macht man das offen, das nennt sich dann offene Beziehung. Besser noch wäre es, den Sex in der Beziehung wieder neu zu beleben. Aber hier scheint mir die Affäre nur einen von vielen Aspekten der nicht mehr intakten Ehe abzudecken. Dir den Sex an anderer Stelle zu holen löst keins der Probleme Deiner Ehe. Da wäre vielleicht die Überlegung angebracht, die Ehe zu beenden und dann ganz frei über etwas neuen entscheiden zu können. Aber wenn Du eine Affäre brauchst, um dann die Trennung danach zu machen, dann tu das doch.

    Hallo Pseudo17,

    ich möchte dir noch eine andere Sicht auf die Dinge, bzw. euren Zustand liefern. Das was sich bei euch in der Beziehung abspielt scheint fast ein normaler Zustand zu sein. Das med1-Forum ist unter der Rubrik Beziehungen und Sexualität voll von ganz ähnlichen Beschreibungen:


    Man lernt sich kennen,


    Wolke7,


    nach 2, 3 Jahren läßt alles nach,


    der Sex geht zurück, aber nicht nur der Sex sondern auch das andere, die Zärtlichkeit, das in den Armgenommen-Werden etc.,


    aber der Partner, der das nicht mehr geben kann, beteuert den andern trotzdem noch zu lieben.


    Wenn der Mensch, der weiterhin in der Wolke 7 leben möchte und könnte, die Frau ist, dann sucht sie oft die Schuld bei sich. Ob sie nicht mehr attraktiv genug wäre. Dabei hat es mit ihrer Attraktivität nichts zutun, sondern die Ursache ist der Partner.


    Meine ganz persönliche Meinung ist, dass es Menschen gibt die ihr Verhalten unter der Droge "Verliebtheit" unbewußt ändern. Es sind Menschen die eigentlich eine eher geringe Libido haben und auch ihr Bedarf an körperlicher Nähe ist nicht sonderlich groß. Aber wehe wenn sie losgelassen, sprich verliebt sind. Dann verhalten sie sich so wie Menschen mit einer großen Libido und auch mit einem entsprechenden Nähebedürfnis.


    Aber mit dem Schwinden der Verliebtheit fallen sie dann wieder in ihr "normales" Schema zurück und der Jammer beginnt. Aber alle behaupten sie würden ihren Partner weiterhin lieben. Und meiner Meinung nach tun sie genau auch das. Nur halt auf ihre gewohnte Art, ohne Sex oder sehr wenig Sex und auch sonstige Nähe. Und das ist für den anderen Partner, der ganz anders gestrickt ist, dann schwer zu verstehen. Der zweifelt dann an deren Liebe.


    Soweit ist eure Beziehung kein Einzelfall. Es geht vielen so. Was bei euch reinspielt ist der Alkohol. Und, wenn es deinem Mann besser geht seit er mit dir/euch zusammen ist, kann seine Liebesbeteuerung auch Angst gesteuert sein euch zu verlieren. Das kann ich nun nicht so genau beurteilen. Generell zu seinem Verhalten hat ja DieDosismachtdasGift schon viel geschrieben.


    Ich wollte dir mit meinem Beitrag nur aufzeigen, dass es auch ohne sein Alkohol-Problem zu dem Beziehungsproblem gekommen wäre und, dass das in vielen Beziehungen fast was normales ist und, dass seine Beteuerung dich zu lieben echt sein kann, auch wenn sich das in seinem jetzigen Verhalten für dich absolut nicht zeigt.


    Dass du dir Gedanken darüber machst, ob du dir das, was dir fehlt, nicht woanders holen möchtest, kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich kann dir allerdings in dieser Hinsicht keinen Rat geben, weil ich selber nicht wüßte wie ich handeln würde. Aber falls du es tun würdest, würde ich dich deshalb nicht verurteilen.

    Wie lange habt ihr euch gekannt bevor ihr geheiratet habt? Nach 2-3 Jahren ist der Hormonrausch tatsächlich vorbei und es zählt dann vor allem das, was eine auf freundschaftlich-Partnerschaftliche Art verbindet, der Sex wird meist immer unwichtiger. Hobbies, Arbeit, Interessen, Sport, Gesprächsthemen. Wenn das nicht gegeben ist, wird es meist nach dem anfänglichen Sex-Rausch vorbei sein.

    Zitat

    Ich war mit meinen Kinder alleine als wir uns kennenlernen, ich hab viel gearbeitet, die Kids wurden super betreut und es war eine sehr beruhigende Kontinuität in allem deutlich.( endlich wieder)


    Er besaß nichts, kam aus einer Therapie und fing bei null an.

    Wenn das tatsächlich so stimmt, dann fragt man sich als Außenstehender ohne Verständnis für deine damalige Verliebtheit: Was hat dich da bloß geritten? Wie kommst du auf die Idee, dass ein mitteloser Alkoholiker ein guter Ersatzvater für deine Kinder und ein stabiler Lebenspartner für dich wäre? Oder für irgendjemanden?


    Klar, du warst verliebt, aber das lässt anscheinend gerade nach. Was bleibt?


    Hast du selbst irgendwelche Vorgeschichten bezüglich schlechter Kindheit, Helfersyndrom oder ähnliches? Man gerät doch nicht zufällig an so einen Mann und heiratet ihn dann auch noch und merkt erst dann, dass das ne wackelige Ausgangslage für eine stabile Ehe ist?