Eigentumswohnung-kann es auch beiden Ehepartner gehören?

    Ich hab mal ne Frage,,und zwar bin ich jetzt seit 3 Jahren verhreiratet und habe ein Sohn.


    Vor unserer Ehe hat mein Mann eine Eigentumswohnung gekauft, die er immer noch abbezahlen muss.


    Bis jetzt habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, was passieren kann, wenn wir uns irgendwann trennen sollten.


    Habe ich dann kein Anspruch auf das Vermögen.?


    Im Internet habe ich gelesen:

    Zitat

    Beispiel: Bei Eheschließung gehörte der Ehefrau eine Eigentumswohnung im Wert von Euro 250.000. Auf dieser Wohnung liegen allerdings noch Bankschulden in Höhe von Euro 175.000. Vom Wert der Wohnung sind die Schulden abzuziehen, so dass das Anfangsvermögen Euro 75.000 beträgt.

    Aber auch wenn die Wohnung nur meinem Mann gehört ?


    LG

  • 31 Antworten

    also ich finde, wenn es zu einer trennung kommt, dann soll beiden partnern auch wieder das gehören, was sie vor der beziehung hatten. wie das rechtlich aussieht, weiß ich nicht. aber fair wäre es. wenn ich mir vorstelle, dass ich nach ner kurzen ehe mein vermögen teilen müsste, was mir alleine gehört... neee.... das finde ich blöd.

    Aber mein Mann hat nur zwei Jahre lang die Schulden allein abbezahlt.


    Seitdem wir verheiratet sind, zahlen wir beide..

    Zitat

    Vor unserer Ehe hat mein Mann eine Eigentumswohnung gekauft

    Dann ist es auch allein seine Wohnung.

    Zitat

    Bis jetzt habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, was passieren kann, wenn wir uns irgendwann trennen sollten.


    Habe ich dann kein Anspruch auf das Vermögen.?

    Nein. Wenn er die Bude vor der Ehe gekauft hat, zählt sie zum Anfangsvermögen (beim Zugewinnausgleich), so dass Du keinen Anspruch auf Ausgleich hast. Ich nehme an, ihr habt keinen Ehevertrag?

    Zitat

    Seitdem wir verheiratet sind, zahlen wir beide..

    Dein Mann kann Dir jederzeit hälftiges Miteigentum übertragen, wenn er will.

    wie sieht das denn mit den mieteinnahmen aus? gehören die auch euch beiden oder sind dadurch zins und tilgung gedeckt? dann würden ja keine kosten für dich anfallen.

    Ich nehme an, dass beide in der Eigentumswohnung wohnen. Dann gibt es auch keine Mieteinnahmen.


    Andererseits müsste die TE woanders Miete zahlen - von daher ist es schon ok, wenn sie einen Teil der Schulden übernimmt, obwohl die Wohnung ihrem Mann alleine gehört...

    Meint Ihr das mir Eigenheimzulage, die einmal im Jahr gezahlt wird vom Finanzamt ?


    Also, ich bekomme keine Eigenheimzulage. Mein Mann und mein Sohn schon.


    Die Wohnung gehört mir vielleicht nicht, aber vor unserer Ehe hatte mein Mann Schulden und jetzt immer noch.


    Von 100,000 Euro hat er damls nur 30,000 Euro abbezahlt und damit hatte er immer noch 70,000Euro Schulden, den wir jetzt zusammen abbezahlen.

    Zitat

    Das Anfangsvermögen berechnet sich nach § 1374 BGB. Es ist das Vermögen "das einem Ehegatten nach Abzug der Verbindlichkeiten bei Eintritt des Güterstandes (also im allgemeinen bei Eheschließung) gehört". Man sieht sich also zunächst an, was an Vermögenswerten da ist und schaut sodann darauf, ob diesen Vermögenswerten irgendwelche Schulden gegenüberstehen.

    ich habe da aber letztens gehört, dass die gesetze da geändert wurden und der partner dann im falle einer trennung einen anteil abbekommt. genau habe ich mir das aber nicht gemerkt.

    serperen

    Ich kann mal nur von unseren Gesetzen ausgehen, aber glaube, in Deutschland ist es aehnlich.


    Die Wohnung hat Dein Mann gekauft, seine alleinige Unterschrift ist geleistet.


    Schulden hat nur Dein Mann auch da mit seiner Unterschrift.


    Einen Teil an Miete zahlen an ihn, ist OK. Nur fuer seine Schulden muesste er selbst aufkommen.


    Nach einer Trennung steht Dir nichts zu, nur was nach der Heirat zusammen erwirtschaftet wurde. Das wird geteilt.


    Jedenfalls finde ich es so richtig, denn was man vorher sich erarbeitet hat und nach einer Trennung auch noch hergeben muesste, waere ja ein hartes Ding.

    Zitat

    Jedenfalls finde ich es so richtig, denn was man vorher sich erarbeitet hat und nach einer Trennung auch noch hergeben muesste, waere ja ein hartes Ding.

    Nun, wenn die Wohnung jetzt von dem gemeinsamen Geld noch abbezahlt wird, wird doch ein Teil davon gemeinsaem erwirtschaftet, oder nicht? :-/


    Was heisst den eigentlich "gemeinsam erwirtschaftet". Wie wird das Geld in einer Ehe aufgeteilt. Wenn einer die Wohnung abzahlt und der andere immer Einkaufen geht, gehoert die gemeinsame Wohnung dann nur dem einen ??? Und wenn nur einer Arbeiten geht? Ist das dann sein Geld oder das von Beiden? :-/

    Hier stehs genauer


    http://www.anwalt-scheidung-online.de/zugewinn-scheidung.php


    Oder mal einfach "Zugewinn" in Google eingeben ;-)

    Zitat

    Nach einer Trennung steht Dir nichts zu, nur was nach der Heirat zusammen erwirtschaftet wurde. Das wird geteilt.

    So ist das im Prinzip auch in Deutschland :)z

    ok, der Link sagt ja aber nichts darueber aus, wem die Wohnung dann schlussendlich gehoert, oder? Es geht ja nur um den Wert der Wohnung. :-/ Also in diesem konkreten Fall die 30'000 Euro, die schon abbezahlt sind (oder?). :-/

    Wenn er die Wohnung damals alleine gekauft hat, gehört sie ihm auch alleine. Unabhängig davon, ob er jetzt die Schulden alleine bezahlt oder nicht. Beim Zugewinnausgleich würde die Wohnung also bei ihm ins Anfangsvermögen fallen und zwar würde da der Wert der Wohnung abz. Schulden angesetzt werden. Wenn die TE die Schulden mitabbezahlt und es irgendwann zur trennung kommt, könnte sie ihr geld höchstens über den Wegfall der Geschäftsgrundlage (§ 313 BGB) zurückfordern. Keinesfalls kann sie verlangen, dass ihr auf einmal die Hälfte der Wohnung gehört.


    Die Eheleute müssen ihre finanziellen Verhältnisse schon unter sich klären. Kann ja auch nicht sein, dass der Gesetzgeber alles bis ins kleinste Detail regeln muss.

    Zitat

    Beim Zugewinnausgleich würde die Wohnung also bei ihm ins Anfangsvermögen fallen und zwar würde da der Wert der Wohnung abz. Schulden angesetzt werden.

    Und im Endvermögen taucht die Wohnung dann wieder auf, allerdings über die Ehezeit hinweg indiziert, sprich mit dem momentanen Wert. Beispiel: Angenommen die Wohnung war am Anfang der Ehe 100.000,-- EURO wert und am Ende 120.000,--, dann sind 20.000,-- EURO der sog. Zugewinn, die Hälfte - also 10.000,-- EURO - würden ihr gehören (Ausgleich), der Mann müßte dieses Geld an sie auszahlen. Umgekehrt geht es genauso, wenn nämlich die Wohnung plötzlich weniger wert wäre als am Anfang.