• Ein Leben lang...ich will andere Frauen

    Ich bin in einer zweijährigen Beziehung. Meine Freundin plant, Zukunft, eine gemeinsame Wohnung, glücklich bis ans Lebensende. Nur stimmten diese Pläne nicht mit meinen überein. Ich empfinde ein äußerst starkes Verlangen, mit anderen Frauen zu schlafen. Ich habe eine kennengelernt, eine wahnsinns Frau, lange Beine, einen Knackarsch...und abgelehnt.…
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    Ich find's ziemlich traurig. {:( Wie kann man nur stolz darauf sein, sich alles zu nehmen, was man will, auch wenn man dafür jemanden hintergehen "muss", den man liebt oder zumindest vorgibt zu lieben? Ich finde es wirklich deprimierend wieviele Menschen es gibt, die so falsch sind und Betrug zum integralen Bestandteil ihres Lebens machen. Den Schaden haben natürlich andere. Aber wieso solltem man auf andere Menschen Rücksicht nehmen? Die sind doch schließlich nur Gebrauchsgegenstände ohne Gefühle. %:|

    Ich sehe es wie Stahlträger. Hab den Wirbel um die körperliche Treue noch nie verstanden und der Exklusivitätsanspruch – der ja hier treffend gleichgesetzt wurde mit Besitzanspruch! – ist in meinen Augen lächerlich. Mag auch daran liegen, dass ich kein großer Beziehungsfan bin und eh verschwinde, sobald in punkto Treue Ansprüche an mich gestellt, Szenen gemacht oder sonstwie geklammert wird, ebenso, wenn die Frau über alles was ich so mache, Bescheid wissen will und meint, ein Anrecht drauf zu haben, alles über mich zu erfahren.


    Wo wird denn was anderes als kindisches Besitzdenken beeinträchtigt, wenn man trotz Beziehung anderweitig rumpoppt? Das Krankheits-Argument ist nicht wirklich stichhaltig, dafür gibt es Kondome, und HPV-Viren (die ja so gern angeführt werden, weil Gummis da nicht perfekt schützen...), die kann man sich auch vom festen (treuen) Partner einfangen oder aber längst in sich tragen, so wie die Bevölkerung damit durchseucht ist.

    Zitat

    Hab den Wirbel um die körperliche Treue noch nie verstanden und der Exklusivitätsanspruch – der ja hier treffend gleichgesetzt wurde mit Besitzanspruch! – ist in meinen Augen lächerlich.

    Diese Gleichsetzung ist überhaupt nicht treffend. Man kann vollkommen ohne Besitzdenken einen Exklusivitätswunsch haben. :)z Und es gibt Menschen, die keinen Wert auf sexuelle Exklusiviät legen und trotzdem massives Besitzdenken pflegen. Viele der heimlichen Fremdgänger sind ja aus Gründen den Besitzstandswahrung heimliche Fremdgänger: Die Beziehung, den Partner, die/den sie schon "haben" möchten sie behalten, deswegen verbergen sie ihre sexuellen Aktivitäten mit anderen. Sie haben schon etwas (Beziehung) und wollen noch mehr (Sex mit anderen) und gleichzeitig diagnostizieren sie das Besitzdenken bei denen, die sich sexuelle Exklusiviät wünschen. Nicht besonders logisch, finde ich.

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    Das Krankheits-Argument ist nicht wirklich stichhaltig, dafür gibt es Kondome, und HPV-Viren (die ja so gern angeführt werden, weil Gummis da nicht perfekt schützen...), die kann man sich auch vom festen (treuen) Partner einfangen oder aber längst in sich tragen, so wie die Bevölkerung damit durchseucht ist.

    Ja, die HPV-Stämme aus der Vergangenheit, die der Körper noch nicht so richtig unterdrückt hat, bekommt man von jedem Partner (je nach Vergangenheit dürfte die Anzahl schonmal recht unterschiedlich sein). Aber bei den Fremdgängern kommen ja (potentiell) laufend neue hinzu, die durch den kurzen Abstand zwischen den Sexpartnern noch dazu umso einfacher weitergegeben werden können. Das Argument fällt also nur bei Menschen weg, die selbst schon eine vollständige HPV-Sammlung angelegt haben. ;-D

    Aber wenn es kein Besitzdenken ist, wo liegt dann der Reiz der Exklusivität? ":/ Leuchtet mir nicht ein. (Ich denke außerdem, dass nur die wenigsten Leute dann gleich mehrere Sexpartner pro Monat haben – in Bezug auf Krankheiten.)


    Wie schon mal gesagt wurde – es wird dem Partner nichts Greifbares "weggenommen". Ich wüsste jedenfalls nicht, was genau mir "gestohlen" wird, wenn in einer Beziehung meine Freundin mit einem anderen schläft, während ich zB arbeiten bin. Ich könnte doch dann eh gerade keine Zeit mit ihr verbringen. Auch weiß ich nicht, was ich konkret davon hätte, würde sie es unterlassen.

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    Aber wenn es kein Besitzdenken ist, wo liegt dann der Reiz der Exklusivität? Leuchtet mir nicht ein. (Ich denke außerdem, dass nur die wenigsten Leute dann gleich mehrere Sexpartner pro Monat haben – in Bezug auf Krankheiten.)


    Wie schon mal gesagt wurde – es wird dem Partner nichts Greifbares "weggenommen". Ich wüsste jedenfalls nicht, was genau mir "gestohlen" wird, wenn in einer Beziehung meine Freundin mit einem anderen schläft, während ich zB arbeiten bin. Ich könnte doch dann eh gerade keine Zeit mit ihr verbringen. Auch weiß ich nicht, was ich konkret davon hätte, würde sie es unterlassen.

    Wenn du emotional nicht so gestrickt bist, dass dir die Exklusivität etwas bedeutet, dann wirst du den Stellenwert, den sie für andere (wie mich z.B.) hat, in letzter Konsequenz wohl nie nachvollziehen können.


    Für mich liegt der "Mehrwert" der Exklusivität im "nur Du! :-D". Sexualität ist für manche eben etwas sehr Besonderes, das nicht mit irgendwelchen Freizeitaktivitäten vergleichbar ist. Es ist für mich die exklusive Komplizenschaft, die mir wichtig ist. Es soll kein den anderen Einsperren sein, sondern ein gemeinsames die-anderen-Aussperren. :-D Weil eben beide durch die Exklusivität eine Intensivität, Tiefe und Vertrautheit erreichen, die einfach niemals möglich wäre, wenn man einer von mehrern parallelen Sexpartnern wäre. Wenn jemand Sex mit einer andern hat, statt seine Begierde für mich zu reservieren, würde ich mich nicht so wichtig fühlen, wie ich mich in einer Beziehung fühlen möchte. Jemand, der mir diese Exklusivität nicht geben möchte, muss mit mir keine Beziehung anfangen. Was aber wirklich extrem unfair wäre, wäre mir diese Exklusivität nur vorzuspielen und mich gesundheitlich zu gefährend und beziehungstechnisch zu entmündigen. :(v Dazu hat niemand ein Recht. Wenn die Beziehungsvorstellungen nicht zusammenpassen, dann darf man eben keine Beziehung eingehen. Sich eigenmächtig über die Wünsche des anderen hinwegzusetzen ohne das dem anderen zu sagen, ist einfach nicht richtig.

    Ich finde es moralisch überhaupt nicht verwerflich, wenn jemand in der Gegend rumvögelt, solange er mit offenen Karten spielt. Wenn jemand regelmässig One-Night-Stands hat oder mehrere Sex-Beziehungen nebenher ist das vollkommen ok, solange er dem anderen nicht vortäuscht, eine Beziehung im klassischen Sinn zu führen.


    Das finde ich vor allem dann total daneben, wenn der betrogene Partner dieses Bedürfnis nach Exklusivität hat. Eine Beziehung, selbst wenn Sie nur auf Sex beruht, hat auch etwas mit Respekt, dem Partner gegenüber zu tun. Und in dem Moment, wo man seinen Partner betrügt, missachtet man das Bedürfnis des Partners nach Exklusivität und setzt sich einfach eigenmächtig darüber hinweg.


    Und das nicht etwa, weil man so ein "Freigeist" ist und eben nicht so "spiessig" wie Andere, sondern weil man schlicht und einfach zu feige ist, mit den Konsequenzen zu leben. Das hätte nämlich dann zur Folge, dass die Beziehung einen Knacks bekommen würde und der Partner sich evtl. sogar von einem trennt.


    Also lügt man dem Partner die Hucke voll und spielt heile Welt, nur um seine eigenen egoistischen Bedürfnisse auszuleben und schert sich einen Dreck um die Bedürfnisse des betrogenen Partners. Unter respektvollem Umgang in einer Beziehung stelle ich mir was Anderes vor.


    Fremdgehen in einer Beziehung kann immer passieren, so weltfremd bin ich auch nicht und ich würde auch für mich nicht die Hand ins Feuer legen, dass mir sowas nie passiert. Aber es macht einen Unterschied, ob der Fremdgeher seinen Fehler einsieht und dann sein Verhalten ändert oder ob er das kaltschnäuzig durchzieht und das vielleicht sogar regelmäßig.


    Ein einmaliges Fremdgehen könnte ich noch als menschlich ansehen...wenn mich jemand regelmäßig belügt und betrügt, wäre das wie ein Schlag ins Gesicht und ich hätte das Gefühl, dass meine Bedürfnisse dem Anderen scheißegal sind.

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    Wo wird denn was anderes als kindisches Besitzdenken beeinträchtigt, wenn man trotz Beziehung anderweitig rumpoppt?

    In sehr vielen Fällen wird die sexuelle Begierde auf die Partnerin/den Partner herabgesetzt. Das ist ja nicht selten gerade eines der Dinge, weshalb das Fremdgehen überhaupt auffällig wird...


    Kurzzeitig mag es funktionieren- wenn das Fremdgehen noch Spannung und Abenteuer verspricht- aber das erlischt irgendwann auch im Alltagsrausch...

    Dass die Begierde auf den aktuellen Partner durch das Fremdgehen herabgesetzt wird, kenne ich so nicht. Eher so, dass die Lust auf den aktuellen Partner nicht mehr so groß ist und Fremdgehen dann eine Option wird.

    Zitat

    Dass die Begierde auf den aktuellen Partner durch das Fremdgehen herabgesetzt wird, kenne ich so nicht.

    Es ging um die sexuelle Begehrlichkeit von Menschen ohne Exklusivitätsansprüche...


    Viele Männer schaffen es ja nicht mal, eine einzige Frau jeden Tag zufrieden zu stellen- wie soll das gehen, wenn es mehrere Frauen sein sollten- notwendigerweise wird die eine oder andere dann "kürzer treten" müssen...

    Mir geht dieses Thema auch gerade durch den Kopf. Meine Freundin träumt auch von einer Beziehung mit mir auf Lebenszeit, mit Kindern usw. Am liebsten Heute schon als morgen – doch ich stelle mir momentan die Frage ob ich mir das überhaupt vorstellen kann. Sie ist meine 1. Freundin, der Sex ist auch nicht so gut und meinerseits ist das Verlangen groß eine andere Frau kennenzulernen. Klar bietet eine längerfristige Beziehung viele Vorteile, doch das bedeutet zu gleich sich fest binden zu müssen und das möchte ich momentan auch ungern. Klar, Kinder, Familie, Haus und das alles mit der richtigen Frau ist sicher sehr schön, aber ist es so schön ungebunden zu sein und das zu machen auf was man gerade Bock hat und man auch mal auf Damenjagd zu gehen :) ?

    @ Rafa88:

    Wenn Du jetzt schon so massive Bedenken hast, würde ich auf Kinder definitiv verzichten. Und wenn Du mit dem Sex unzufrieden bist, solltest Du Deine Freund mal behutsam darauf ansprechen....kann man ja etwas vorsichtig formulieren und ein paar Vorschläge machen.


    Wenn Du so gar nicht zufrieden bist und auch keine Änderung der Situation ins Aussicht ist und Du erstmal lieber ungebunden sein willst, hat es keinen Sinn, Dich auf eine feste Beziehung zu versteifen. Das geht sehr wahrscheinlich auf Dauer nicht gut.


    Allein aus Sicherheitsgründen, um "unter der Haube" zu sein, würde ich keine feste Beziehung eingehen, wenn da nicht mein Herz dranhängt.

    Stimmt. Naja das Thema Sex ist bei uns in Arbeit. Ob sich was ändert wird sich in den kommenden Wochen, Monaten zeigen – wenn es keine Besserung gibt ziehe ich die Reißleine.


    Das Ganze ist aber nicht leicht wenn noch Gefühle für die Partnerin mit im Spiel sind.

    Ich weiß. Aber Du deutest ja jetzt bereits indirekt an, dass Du zumindest gedanklich Deine Fühler auch in Richtung anderer Frauen ausstreckst. Und da solltest Du wirklich hellhörig werden.


    Ich sehe so etwas als Alarmsignal, dass etwas grundlegendes mit der Beziehung nicht stimmt.