Du nimmst Dir das Recht nicht, Du hast es. Nun nimmst Du dein Recht wahr und das passt ihm nicht.


    Was Deine Schwiegermutter betrifft: Klingt so als wäre sie dann eben einfach besorgt dass Ihr verwöhntes Jüngelchen nicht mehr weiter verwöhnt wird. Da sind ja seine Fehler egal. Sie hat offenbar Angst davor das Verwöhnen dann selbst wieder übernehmen zu müssen... vielleicht auch gerade weil sie selbst die Unabhängigkeit genießt und schlichtweg Angst hat ihn an der Backe zu haben. Und klar, da sucht man dann nach jedem "Argument" und manipuliert so gut es geht damit die Schwiegertochter nur ja nicht mit dem Verwöhnprogramm aufhört.


    So oder so: Sie ist nicht Dein Maßstab. Du hast Rechte,Du musst sie nicht "stehlen"..

    Ich finde sie pflegt damit das Bild genau, also deine Schwiegermutter. Sie arbeitet und trägt nebenbei noch ihrem Mann den Arsch nach. Sie findet das nicht so toll, aber sie selbst hat sich nie gelöst und ist immer in Vorleistung gegangen. Wer weiß schon wie sie sich damit fühlt?


    Vielleicht konfrontierst du sie, wenn du gehst, damit dass all ihr hoffen und warten für die Tonne waren, denn solche Menschen ändern sich höchst selten. Das tut natürlich weh, sich einzugestehen, dass man Jahrzehntelang der Depp ist, obwohl es auch anders gegangen wäre.


    Wie sieht es denn momentan bei euch aus?

    Ich dachte wir hätten vielleicht ein Konzept, was tragbar für beide Seiten wäre. Dass sich der Schlaf so schnell nicht ändern wird, und derzeit sogar noch ein größeres Problem darstellt, ist klar.


    Mein Vorschlag war es, in das Zimmer des Großen zu legen, so dass einer von uns beiden darauf schlafen kann. Ich bot ihm an, eine Nacht dann da zu schlafen und er kann in Ruhe, bei geschlossener Tür zu schlafen. Er musste nicht aufstehen, konnte ausschlafen so wie er wollte. Das Angebot nahm er direkt an. Die Nacht war extrem kurz, endete um 3 Uhr. Er selbst hat bis 11.30 geschlafen...


    Am folgenden Abend wollte ich dann das gleiche Recht für mich. Er ist ausgerastet. Es sei mein Job und wie könnte ich nur so kaltherzig sein, wenn die Kinder nach mir rufen. Nachdem er dann immer lauter wurde und die Türen zugeschlagen hat, bin ich ins Zimmer gegangen, habe die Kinder versorgt und wollte zumindest nur ausschlafen. Um 7 uhr am nächsten Morgen wurde ich geweckt. Er sei müde und ich solle nun aufstehen. Status: für mich getrennt. Ich warte auf den Beratungstermin, wo ich Kontakt zu einer Anwältin bekomme, weil unsere Finanzielle Lage und die Verantwortung für gewisse Bereiche nicht ganz so einfach zu greifen ist. Wenn ich da mehr weiß, werde ich mich offiziell von ihm trennen.


    Ich bin unendlich traurig. Langsam kommt es bei mir an, dass den Mann, den ich geheiratet habe, nicht mehr bei mir sitzt und auch nicht wiederkommen wird.

    Es macht mich sehr traurig, dass Dein Mann dermaßen viel Ballast auf Dich läd.


    Aber Du bist unglaublich stark und ich bewundere, wie Du nun bereit bist, doch diesen schweren Schritt zu vollziehen. Ich wünsch Dir dabei alles erdenklich Gute.


    Es wird sicher nicht einfach, aber ganz bestimmt besser als mit diesem Mann, der Dich nicht verdient hat.

    Dass ich mich natürich innerlich sträube und immer und immer wieder an das guten im Mensch und vor allem in diesem Menschen glaube, sieht man glaub ich. Ich habe immer gedacht, dass man entschlossen und sauer sein muss, um sich zu trennen. Zumindest nicht mehr emotional so gebunden. Ich liebe ihn. Nach wie vor. Und genau deswegen habe ich immer innerlich gehofft, dass er diesen einen Hinweis versteht und es in die Hand nimmt. Und wenn er diesen nicht verstanden hat, dann doch aber den folgenden. Es kommt nicht.


    Ich bin nicht stark. Ich weine viel, zweifel an mir und meinen Fähigkeiten und hardere ganz stark mit allem, was mir gerade die volle Breitseite bietet. Nach Außen habe ich gelernt, eine dicke Fassade zu bauen, die gerade, nur ein einziger Mensch hinterblicken kann.


    Die drohende Scheidung ist für mich ein versagen. Ich fühle mich, als hätte ich nun auch da noch versagt. Gerade einen Sinn im Leben zu finden, fällt mir unglaublich schwer.

    Wenn einer versagt hat, dann er. Auf ganzer Linie. Du hast alles getan, was Du konntest. Du hast ihm Chance um Chance eingeräumt und er hat keine davon genutzt. Er ist der Versager. Ihm wird der Sinn im Leben fehlen. Du gehst weiter geradeaus während er fest hängt.

    Es kommen bei mir natürlich gerade viele Faktoren zusammen. Es ist nicht so, dass er mein Lebensinhalt ist. Es sind viele Dinge, die stark an mir knabbern. Sehr sehr stark gerade. Das wird vielleicht auch wieder werden.


    Ich wünschte mir nur, dass das nicht auch noch auf der Liste stehen müsste. Das ich zumindest da mal nicht kämpfen müsste.

    Ich glaube, was mich an der Situation am meisten traurig macht, dass es ihm egal zu sein scheint. Klar merkt er was und das ist auch gut so. Aber ihn macht es nicht traurig. Von ihm kommt nur dann etwas in die Richtung, dass es ihn stört, wenn es für ihn unbequemer wird. Diese absolute Uneinsicht. Auch wenn wir dieses Familienmodell so bewusst gewählt haben und ich es auch so wollte, dass ich mich um die Kinder kümmere, ist das doch eine völlig andere Ausgangsposition.


    Er ist so sehr auf seinen eigenen Schlaf bedacht, dass er sogar in Erwägung zieht, eine Osteuropäische Pflegekraft einzustellen, die mit uns dann auf 110 qm wohnt...Sie soll dann nachts aufstehen und morgens die Kinder in den Kindergarten bringen. Damit ich dann "endlich Ruhe gebe".


    Vielleicht bin ich da auch zu starrsinnig. Aber es sind doch unsere Kinder und ich möchte nicht, dass jemand Fremdes solche wichtigen Bindungszeiten der noch sehr kleinen Kinder übernimmt. Das ist unsere Aufgabe. Und es ist ja nun auch nicht so, dass ich das von ihm jede Nacht fordern würde. Ich möchte nur einmal in der Woche etwas mehr Schlaf haben wollen.

    Gleiches Lied, neue Strophe... {:(

    Dieser Mann ist ein egoistisches, lieblosen Arschloch.


    Und Du VIEL zu bescheiden und duldsam, ja, selbstaufgebend.


    Und wieder der selbe Wunsch von mir an Dich:


    Ich hoffe, dass Du bald die Klarheit und das Selbstbewusstsein findest, diesem Trauerspiel ein Ende zu machen.


    :)*

    Zitat

    Er ist so sehr auf seinen eigenen Schlaf bedacht, dass er sogar in Erwägung zieht, eine Osteuropäische Pflegekraft einzustellen, die mit uns dann auf 110 qm wohnt...Sie soll dann nachts aufstehen und morgens die Kinder in den Kindergarten bringen. Damit ich dann "endlich Ruhe gebe".


    Vielleicht bin ich da auch zu starrsinnig. Aber es sind doch unsere Kinder und ich möchte nicht, dass jemand Fremdes solche wichtigen Bindungszeiten der noch sehr kleinen Kinder übernimmt. Das ist unsere Aufgabe. Und es ist ja nun auch nicht so, dass ich das von ihm jede Nacht fordern würde. Ich möchte nur einmal in der Woche etwas mehr Schlaf haben wollen.

    An der Stelle verstehe ich dich leider auch nicht. Du brauchst dringend Entlastung - das solltest du doch selbst am besten wissen. Wie stellst du dir das vor, wenn du mit den beiden kleinen Kindern mal alleine leben würdest? Dann hast du niemand der auch nur mal ne Stunde auf die kleinen achtet.


    Deine Kinder sind doch beide älter als ein Jahr? Damit in einem Alter wo viele Kinder in die KiTa oder Kindergarten gehen. Das es vielleicht nicht dein Wunschmodel ist mag ja sein. Trotzdem solltest du anfangen auch mal Hilfe anzunehmen.

    Zitat

    Vielleicht bin ich da auch zu starrsinnig.

    Starrsinnig ist nicht das richtige Wort, ersetze es durch 'ungute Spirale' und es wird deutlich, was gerade eben wieder passiert: Denk doch bitte nur mal an das Angebot Deines Mannes, einmal ausschlafen zu können. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte sich Dein Kerl dann am abend zuvor derartig einen übergeschüttet, daß Du Angst hattest, ihm die Kinder zu geben.


    So weit war das ja auch richtig und das hätte bestimmt jede von uns getan. Allerdings gibst Du an diesem Moment wieder auf, anstelle bei Deinem Mann auf dem nächsten Termin zu bestehen. Dein Mann ist in diesem Muster ebenso gefangen wie Du, denn es dauert nicht lange, und er kommt mit einem neuen 'Angebot' auf Dich zu, das natürlich wiederum weder angenommen werden kann (weil völlig unrealistisch) noch angenommen werden wird (magst Du nicht, weil......)


    Das ist er auch, was mich an den vielen Schuldzuweisungen stört (ER ist schuld/Schwiegermutter hat versagt), denn so etwas hält eine solche Spirale, in der ihr beiden festhängt, hervorragend am laufen.


    {:(

    Naja, also die Idee mit der Pflegekraft finde ich gut.


    Und das dein Mann auch sehr auf seinen Schlaf achtet, ist auch verständlich, da er täglich arbeiten gehen muß, um die Kohle reinzubringen.


    Das soll jetzt keineswegs eine generelle Verteidigung deines Mannes sein, aber sein Vorschlag mit der Pflegekraft ist gut.


    Denn dadurch, dass dein Mann fulltime arbeitet, kann er sich nunmal wirklich nicht genug um die Kinder kümmern und nachts noch Amme spielen.

    Geht's noch? Ich arbeite auch Fulltime und brauche meinen Schlaf. Jedoch war ich in der Lage für mein Kind auch aufzustehen, mal nur 4 Stunden zu schlafen usw.


    Dieser Mann ist alles andere als willens für seine Familie da zu sein.


    Liebe Holly, trenn dich endlich mal von diesem Hinkebein.

    Sie will doch nur am Wochenende einen Tag ausschlafen, er aber beide. Und bezeichnet sie als kaltherzig wenn die Kinder nach ihr weinen (kein Wunder, wenn er sich nie kümmert, und gleichzeitig sehr praktisch für ihn).