gato


    So sehr ich Deine Argumente verstehe, so bedeutet es nicht das alle Annahmen stimmig sein müssen. Natürlich auch meine nicht, dass maße ich mir auch nicht an bei Menschen die ich nicht von Angesicht zu Angesicht erlebt und kennengelernt habe.


    Was ich aber weiß, dass Männer mitunter anders leiden und Konflikte ausleben. Ich weiß aus eigenem Erleben was es mit Menschen machen kann, die sich auf die Geburt des ersten Kindes unbeschreiblich gefreut haben. Ich lese es mit viel Empathie, wie Holli es in ihren Beiträgen beschrieben hat wie sie sich die Entwicklung ihrer Söhne vorgestellt hat.


    Solche Vorstellungen haben nicht nur Mütter, die oft viel näher an ihren Kindern dran sind, wenn sie die Versorgung in den ersten Monaten, vielleicht auch Jahren übernehmen in der traditionellen Geschlechterrolle. Hier gab es in den Anfängen zwischen Vater und Mutter einen ausgehandelten Konsens. Dieser hat vielleicht ein Stück weit so lange funktioniert als die Entwicklung des erstgeborenen Sohnes noch "normal" verlaufen ist.


    Ich sage nicht, dass dieser Mann eine Ausgeburt an Fürsorge und Verständnis in Bezug auf seine Familie ist. Aber ich habe vielfach die Hilflosigkeit erlebt, die Familien innerlich zerreißt, wenn die Tatsache mein Kind wird nicht wie alle anderen sein zu einem nicht korrigierbaren Fakt geworden ist.


    Wenn ständig widersprüchliche Diagnosen von Ärzten jedes Hoffen und Bangen zu einer psychischen Seilbahnfahrt machen. Je nach Fall-Lage mal nach oben, um dann wieder steil abfallend. Wenn zwei Menschen um jedes Wort ringen und sich dabei verlieren, weil sie einander nicht verständlich machen können was sie empfinden. Und ja, dass kann auch zu Reaktionen führen, wie sie Holli's Mann seit längerem zeigt.


    Hollis Mann versucht sich gegen die Tatsachen noch sehr inkonsequent zu wehren. Nein, dass ist auch für Außenstehende nicht die Haltung, die man sich von ihm als Mann und Vater wünscht. Aber wer weiß welche inneren Kämpfe er mit sich selbst austrägt?


    Auf so eine Situationen, dass ein Erstgeborener im Laufe der Zeit besonders wird, wurden diese beiden Menschen nicht vorbereitet. Das ist auch unmöglich, und deswegen fällt es schwer den Schmerz zu erkennen, den selbst ein Mann wie Hollis Mann haben könnte. Ob dem so ist, weiß ich nicht. Aber ich schließe es nicht völlig aus.


    Ich habe Familien erlebt die unter dieser Belastung zerbrochen sind, obwohl beide Eltern engagiert und liebend in Bezug auf das besondere Kind waren. Ebenso habe ich erlebt, wenn die richtigen Kommunikationsstrategien in der Familie Einzug gehalten hat, sich Konflikte zunehmend gelöst haben, die lange Zeit bestanden haben. Natürlich kann das nur funktionieren, wenn die Liebe, Achtung und Respekt die Phase von Kränkung, Verzweiflung und Alltagsproblemen auf beiden Seiten überleben konnte.


    Für Holli wünsche ich mir, dass sie aus dieser Dauerbelastungssituation raus finden kann. Sie Hilfsangebote bekommt, die sie jetzt gerade braucht. Es gibt diesen Punkt wo man das Land vor lauter Wasser nicht mehr sehen kann bzw. will. Wir kennen den Mann von Holli beide nicht. Wenn ich eins im Leben gelernt habe, dass bei Menschen nicht immer alles so sein muss wie es von außen wahr genommen und bewertet wird.


    Menschen, die über ihre Gefühlen nicht reden, die sich aus Angst vor Konflikten verschießen. Die in die Fluchtstrategie gehen - denen kann man schwerlich helfen. Ich weiß, dass Holli für ihren Mann nicht obenauf noch therapteutische Hilfe leisten kann, die er genauso wie sie braucht. So eine Situation wie sie in dieser Familie entstanden ist sitzt man nicht aus.


    Holli braucht ihre Energien aktuell für den eigenen Erhaltungsmodus. Diese verbrauchen sich allerdings schon an der schwierigen Gesamtsituation. Und das habe ich in beiden Richtungen erlebt. Habe Männer vor Hilflosigkeit weinen sehen, die jeder der sie kannte für die größten Alpha-Tiere schlechthin gehalten hat.


    Nicht jeder Vater und Ehemann der wie ein A....h wirkt, ist auch einer. Holli hätte sich kaum zu einer 2. Schwangerschaft entschlossen, wenn das bereits nach der Geburt des Erstgeborenen als Fakt klar gewesen wäre. Ich warte auf die ergänzenden Beiträge der TE, weil diese dynamischen Spekulationen wie sie sich aus unseren Diskussionen ergeben sehr kontraproduktiv werden könnten.


    Ich möchte nicht über Menschen reden, die Probleme haben. Sondern mit ihnen und sie versuchen an der Stelle abzuholen an der sie sich noch verstanden fühlen in ihrer Problematik. Das wird aber nur gelingen, wenn sie sich dazu ohne Angst äußern können ohne das man ihnen Worte von außen in den Mund legt. Ich habe lediglich versucht mich diffenziert der Familiensituation zu nähern, ohne den Anspruch zu haben DAS alles stimmig ist was ich dazu geschrieben habe.

    Zitat

    Ich sage nicht, dass dieser Mann eine Ausgeburt an Fürsorge und Verständnis in Bezug auf seine Familie ist.

    Er erfüllt nicht mal das alleraller minimalste, geringste Maß an Zusammenarbeit und Unterstützung, das man von einem Partner erwarten könnte.


    Das lässt charakterlich tief blicken, und ist laut Holli nicht erst so, seit mit dem Jungen augenscheinlicher etwas nicht stimmt.

    Zitat

    Aber wer weiß welche inneren Kämpfe er mit sich selbst austrägt?

    Es ist eine der selbstzerstörerischsten, tragischsten und fatalsten Eigenschaften von Frauen, selbst noch für die Männer Verständnis aufzubringen, die man schon beinahe als Peiniger betrachten könnte!


    DieDosismachtdasGift


    In aller Regel schätze ich Deine Beiträge hier im Forum sehr. Was Du allerdings gerade hier schreibst, halte ich für absolutes Gift für Holli.


    Nach jahrelanger Selbstaufgabe neben einem ignoranten, egoistischen und sogar medizinische Behandlungen boykottierenden "Partner" wachsen in ihr nun endlich die notwendigen Zweifel und das Selbstwertgefühl eine Trennung in ernsthafte Erwägung zu ziehen!


    Und Du versuchst mit dem Hinweis auf Deinen ominösen Erfahrungsgintergrund zum Thema Dich hier mit einer sehr deplatzierten rationalisierenden Art zum Advocatus Diaboli aufzuschwingen.

    Zitat

    Ich habe lediglich versucht mich diffenziert der Familiensituation zu nähern, ohne den Anspruch zu haben DAS alles stimmig ist was ich dazu geschrieben habe.

    Das war für Dich wohl nur ein theoretisches Gedankenspiel, eine Herausforderung, selbst hier noch beide Seiten zu sehen...


    Und es wirkt trotzdem: er war nun einmal (!) etwas partnerschaftlich heute, und schon knickt Holli wieder ein.


    Das ist einfach nicht richtig so: Du schießt über das Ziel hinaus, und richtest damit in meinen Augen realen Schaden an :|N

    Holli

    Liebe Holli,


    bitte prüfe eingehendst, ob Dein Mann Dir hier nur etwas entgegenkommt um eine Trennung abzuwiegeln.


    Oder ob er ernsthaft und nachhaltig bereit ist endlich seine Partner- und Vaterrolle wahrzunehmen.

    @ :) :)_

    Zitat

    Das ist doch ein Anfang, oder?

    nein. Das ist selbstverständlich.


    Außerdem wolltest du in diesem Faden doch losgelöst (so weit möglich) von eurem Sohn sprechen.


    Was bleibt dann? Ich zitier dich mal:

    Zitat

    Mit seinem Verhalten schränkt er mich so sehr ein, dass ich inzwischen das Gefühl habe zu ersticken. An allem bin ich schuld und sein Ton mir gegenüber, hat sich deutlich verschlechtert.

    Zitat

    Er versteckt sich gerne hinter seiner Arbeit und sitz vieles aus.

    Zitat

    Allerdings werde ich nicht ernst genommen, meine Wünsche und Bedürfnisse kategorisch ignoriert, nur um die eigene Zufriedenheit nicht zu gefährden

    Zitat

    Er ist sogar derjenige, der über Trennung spricht. Dass ihm meine Eskapaden (arztbesuche, mal ausschlafen wollen, krankenhausaufenthalte und der eine abend bei meinem schwager) auf die nerven gehen.

    Dass mit dem Sex lass ich weg und ich geh auch nicht rüber in den anderen Faden um von da zu zitieren, was er dir schon an den Kopf geknallt hat.


    Aber wenn andere, hier die User dir sagen: "Pack deine Koffer" dann wiegelst du ab und sagst so schlimm ist es nicht um im nächsten Post wieder zu schreiben "ich kann nicht mehr".


    Nein, dir beim Kinder ins Bett bringen zu helfen ist kein Anfang.

    @ HolliWood 0,1

    Zitat

    Ich ziehe mich aus dem Faden hier und den anderen zurück.

    Schade Holli. Eigentlich sind es ganz gute Beiträge, wenn du sie ruhig durchliest und auf dich wirken läßt. Die User hier wollen dich doch nicht auffressen, sie wollen etwas beitragen. Und ehrlich gesagt spüre ich auch, dass du nicht bereit bist, den hier angezeigten Tatsachen ins Auge zu sehen. Das zeigt auch deine Verletztheit. Aber irgendwann wirst du die Hinweise verstehen. Die Leute hier meinen es gut mit dir. @:)

    Nur noch mal kurz off topic ich möchte Hollis Faden hier nicht schreddern.

    Zitat

    Ich bitte Dich, nicht ganz so dick auftragen und Du weißt genau warum ich das gerade Dir ans Herz lege. :)* @:)

    Nein, das weiß ich nicht...? ":/


    Ich bitte Dich, meine Ansicht zu Deinem letzten Beitrag respektieren. :-)

    Zitat

    Ich bitte Dich, meine Ansicht zu Deinem letzten Beitrag respektieren.

    dann respektiere du doch auch ihre Meinung. Ein,al gesagt ist doch genug...warum muss man nach jedem neuen Post auf die eigene Meinung pochen wenn man nur einen gut gemeinten Rat geben will. Aussuchen muss dann die Fragestellerin alleine. Diese Nebenkriegsschauplätze gehören der Chef absolut gar nicht hierhin...denn das trägt jetzt dazu bei, dass die TE hier verschwinden will.


    liebe Holli, ich habe das Gefühl dass du das alles nicht mehr lange aushälst und irgendwann zusammen brichst. Damit ist niemandem geholfen. Achte auf dich und wäge genau ab auf welchen Rat du am liebsten hörst...oder vielleicht von jedem ein bisschen? Nur....achte auf dich und pass auf dass du nicht zusammen brichst.


    Ich wünsche dir eine dicke Portion Kraft.