Verständnis zu haben, heißt nicht, dass man etwas gut heißt, sondern, dass man demjenigen die Chance gibt, für sich selbst Hilfe zu holen, um die gemeinsame Situation dauerhaft zu verändern. Es gibt Fälle, wo das tatsächlich funktioniert.


    Fehlt dazu jeder Wille, will man es einfach nicht, weil einem alles zu viel ist und man einfach nur weiterleben will wie bisher, dann ist eine Trennung das allerbeste. Auch diese Fälle gibt es häufig.


    Letztendlich kann nur Holli einschätzen und wissen, wie es sich tatsächlich verhält und sie muss in erster Linie an sich denken und ihr Leben erleichtern. Die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, das ist überlebenswichtig.

    Na toll %-| . Ich meine, ich war ja nicht mal eine von den Schreibern/innen, die sich besonders eingebracht hat, aber trotzdem interessiert einen ja, wie es weitergeht. Dass Holli das jetzt nicht leisten kann oder will, ist ja okay - dazu ist niemand verpflichtet. Aber eine Begründung wäre zumindest nett gewesen. Denn wenn jemand so ernste Probleme hat, macht man sich einfach tierische Sorgen, wenn dann am Ende nur kommt: "War ein Fehler hier zu schreiben." Naja...

    Ich glaube das nicht. Ich denke eher, sie ertrug die - aus meiner Sicht berechtigten - Angriffe gegen ihren Mann nicht mehr.


    Jeder hat aufgrund seiner Erfahrungen und Prägungen eine andere Vorstellung von Normalität. Den Spiegel ertragen viele Menschen nicht.


    Natürlich schriebt hier jeder von uns freiwillig aber wenn man 1,5 Jahre lang mitfiebert und sich Gedanken macht ist so ein spontanes Abmelden ohne Begründung natürlich bedauerlich.

    Ich hatte leider das Gefühl, dass es nach außen immer gut aussehen soll. Glückliche Familie, er arbeitet, sie kümmert sich aufopferungsvoll um die Kinder. Friede, Freude, Eierkuchen. Hinter der Fassade eine völlig überforderte Mutter (was ich voll verstehe und überhaupt nicht abwertend meine! ) und ein Mann, der keinerlei Respekt und Mitgefühl für seine Frau übrig hat. Keiner der beiden konnte aus seiner Rolle heraus.

    Zitat

    Naja, ich denke ihr Problem hat sich immer mehr zugespitzt, dass sie sich jetzt wirklich in Therapie begeben hat. Ist sicher besser als sich hier den Kopf immer mehr verdrehen zu lassen.

    Das bleibt halt - leider - reine Spekulation. Mit Therapie meinst du Hilfe, um mit der Krankheit des Sohnes und dem kaputten Familienkonstrukt umzugehen, oder? Es bleibt wohl nur, das Beste zu hoffen. Wenn Holli nicht bald Hilfe bekommt, ist es eh nur noch eine Frage der Zeit, bis sie zusammenbricht. Ich frage mich eh, wie man das schafft, mit so einem Schlaf-Defizit dauerhaft zu (über)leben.

    Zitat

    Natürlich schriebt hier jeder von uns freiwillig aber wenn man 1,5 Jahre lang mitfiebert und sich Gedanken macht ist so ein spontanes Abmelden ohne Begründung natürlich bedauerlich.

    Genau das meine ich. Die User hier sind weder irgendwie seelenlos noch sind sie ausgebildete Psychotherapeuten, die solche Situationen rein analytisch beurteilen können. Man will es von Holli fast nicht verlangen - schließlich hat sie gerade wirklich genug Probleme - aber ein bisschen Rücksicht auf die Teilnehmer in ihren Fäden wäre ganz schön gewesen.

    ??Ihr habt recht. Ich muss dem ganzen irgendwann in die Augen schauen. Und ihr habt auch recht, dass ich auf mich aufpassen muss. Noch mehr habt ihr recht, dass es bei uns nicht läuft. Klar, wie denn auch? Nach außen wirkt es wirklich perfekt.


    Der Arzt sagte mir heute, ich muss ganz dringend schauen, wie ich Entlastung bekomme. Aber keine ahnung wie??

    ??Gerade fühlt sich alles wie verlieren an. Ich weiß nicht, wann ich mich das letzte Mal erholt gefühlt habe. Mal nicht völlig an die grenze getrieben. Mein ganzer Körper tut weh von dem nicht schlafen. Wie soll ich die Kraft aufbringen, auch noch zusätzlichen Stress mit meinem Mann auszuhalten??