• Eine Zweckehe eingehen. Ja oder nein? Aber wie?

    Ich weiß nicht wo ich beginnen soll, hoffe das wird nicht zu durcheinander. Eigentlich sagt der Titel ja schon alles und eigentlich auch wieder nicht. :-/Mein Lebensgefährte und ich lieben uns nicht wirklich. Sind aber schon fast neun Jahre zusammen und haben auch ein Kind zusammen. Er hat das Thema schon öfters mal angesprochen, dass heiraten gut wäre,…
  • 94 Antworten
    Mike578 schrieb:

    Wie Du ja sagst, kann man keine weiteren Ehen gleichzeitig eingehen, daher hat die Ehe nachwievor eine Art "wir sind dauerhaft Zusammen" Stellenwert, auch rechtlich. Nur die Sache mit "bis ans Lebensende" ist ja heute nicht mehr der Fall. Man kann auch eine Ehe für 3 Jahre eingehen und dann wieder getrennte Wege gehen und auch wieder jemand anderen heiraten.

    Mit der hohen Scheidungsrate ist die Dauerhaftigkeit nicht mehr die früherer Zeiten. Aber ordnend wirkt das immer noch, nur eben seriell mit den Ehen, die so nacheinander geschlossen werden. Denn ja: die Ehe auf Zeit ist heute das wahrscheinlichere Szenario.


    Die Sachen des Ehe schließens und Ehe scheidens sind aber aus meiner Sicht organisatorisch etwas einfacher als die ganzen einzelnen Rechtsgeschichten losgelöst erst aufzubauen/einzugehen und dann wieder aufzulösen oder zu trennen. Aber gehen würde das aus meiner Sicht auch, gerade wenn einer der beiden rechtlich gut sattelfest ist.

    Also ich würde sagen: macht es!

    Da es bei Euch beiden keine hohe Warscheinlichkeit gibt, dass sich in jemand anderen verliebt wird und das sexuelle Interesse bei Euch beiden eh nicht groß ist, dafür aber Freundschaft und Zuneigung besteht und Ihr auch Eltern seid, glaube ich, dass es klappt. Es hört sich nach einer gut durchdachten Sache an.

    Und wie hier schon geäußert wurde: Corona ist in Sachen Partymuffel eine wirklich gute Freundin. ;-)

    Die Feier halt so klein wie möglich halten, auf eine Art, mit der Ihr beide zufrieden seid. Wie ich schon schrieb: so eine Feier ist doch schnell vorbei. Denkt an den Nutzen, an Eure Ehe. Dafür kann man so eine Feier doch mal hinter sich bringen. Viel Glück! @:)

    Plüschbiest schrieb:

    Ich finde das echt strange wie viele hier zur Hochzeit raten, obwohl keine Liebe im Spiel ist.

    Hier braucht doch gar keiner zur Hochzeit zu raten, das ist der Plan der TE und ihres Partners. Und wenn die beiden das praktisch finden, warum nicht? Ich finde rein pragmatische, rechtliche Erwägungen für eine Heirat immerhin stimmiger als rein romantische, schließlich ist die Eheschließung ein Rechtsgeschäft, das dann zu bestimmten Rechten und Pflichten führt.

    DarkerShark schrieb:

    Eine gegenseitig abgeschlossene Risikolebensversicherung und ggf. ein paar Vollmachten (Auskunft bei Krankheit, Kind abholen und so) wäre dann vielleicht das stimmigere Konstrukt,


    DarkerShark schrieb:

    Die Ehe ist da "nur einfacher".

    Eben! Und wenn es dann irgendwann doch nicht mehr passen sollte, kann man das auch durch eine Scheidung wieder einfacher aufdröseln.


    Was die Feier angeht: Alias, besprich halt mit ihm, warum er das möchte und wie er sich das vorstellt. Wenn es dazu dient, dass andere nicht merken dass es "nur eine Zweckehe" oder sonst irgendwas gesellschaftlich betrachtet Komisches ist, dann nutzt die corona-Zeit aus (finde ich einen super Tip ]:D ) und macht irgendwas Kleines, Pseudomäßiges.

    Naja wenn dein Mann etwas in der Öffentlichkeit steht sieht er villeicht auh bisschen den gesellschaftlichen DRuck: das macht man so .


    Jüngere Leute können eher mal sagen ich scch... auf alle Konventionen....heirate heimlich.


    Und wenn es bei ihm so ist, dann ist es immer noch nichts schlechtes.

    Die Te scheint sich aber nicht sicher zu sein, ob sie das machen soll.

    Warum sonst der Faden?

    Nur heiraten, damit man anschließend nebeneinander her lebt?

    Der Plan klingt, als hätte man mit dem Leben abgeschlossen und möchte den Rest des Lebens einfach nur mit einem guten Freund "absitzen".

    Zitat

    Alias 976187 schrieb: Mein Lebensgefährte und ich lieben uns nicht wirklich.

    Bei Dir steht dann wohl Deine Versorgung im Vordergrund, nicht die Liebe

    Zitat

    BenitaB. schrieb: Ich würde mich jedenfalls nicht an einen ungeliebten Mann ketten.

    :)^

    Andifreak schrieb:
    Zitat

    Alias 976187 schrieb: Mein Lebensgefährte und ich lieben uns nicht wirklich.

    Bei Dir steht dann wohl Deine Versorgung im Vordergrund, nicht die Liebe

    Zitat

    BenitaB. schrieb: Ich würde mich jedenfalls nicht an einen ungeliebten Mann ketten.

    :)^

    Ich bin auch kein Fan von Zweckehen, aber was hat eine Ehe mit "anketten" zu tun? Die Kette ist genausolang wie bei einem nicht verheirateten Menschen, ungefähr 20.000 km weit kann man sich vom aktuellen Ort entfernen.

    DarkerShark schrieb:

    Aus meiner Sicht geht es bei einer Ehe vor allem um das Signal nach außen, also an andere. Denn jemand der verheiratest ist, kann in Deutschland ohne Trennung keine neue Ehe schleißen. Damit ordnen die Eheschließungen die Gesellschaft in Paare.


    Aus meiner Sicht ist eine Ehe völlig für den Hugo, nur hätte ich die TE bisher nicht so verstanden, dass sie die Eheschließung hinterfragt, sondern die Feier. Darum auch die Möglichkeit, dass der Partner der durchaus eine gewisse Außensicht berücksichtigen könnte, genauso auch eine romantische Komponente, dass zu einer Eheschließung eine Feier gehört, sofern die TE nicht noch einige Fakten nachliefert, was für sie so sehr dagegen spricht, ihre Eheschließung mit anderen zu feiern.

    Plüschbiest schrieb:

    Die Te scheint sich aber nicht sicher zu sein, ob sie das machen soll.

    Steht nirgends. Es geht um die Feier.

    Plüschbiest schrieb:

    Nur heiraten, damit man anschließend nebeneinander her lebt?

    Auch das kann ich nirgends herauslesen, sondern nur, dass es da keine großartige sexuelle Anziehung gibt.

    Plüschbiest schrieb:

    Der Plan klingt, als hätte man mit dem Leben abgeschlossen und möchte den Rest des Lebens einfach nur mit einem guten Freund "absitzen".

    Gute Freundschaften scheinst du anders zu definieren als ich. Genauso gibt es zumindest in meinen Freundschaften tiefe gegenseitige Zuneigung, platonische Liebe, großartige Gegenseitigkeiten, viel Spaß, etc. etc. Wie die Beziehung der TE ist, hängt von der ihr und ihrem Partner ab, was sie für Persönlichkeiten sind, was sie für ihr Leben entscheiden. Es gibt Menschen, die leben nach gewissen Plänen und sind genau damit zufrieden. Ich würde da die Krise kriegen.

    DarkerShark schrieb:

    Bei einer Ehe würden sich sonst ja auch die Fragen stellen, ob diese mit Ehevertrag sein soll und was da drin stehen soll.

    Das kann ja sein, dass sich die Frage für die TE und ihren Partner genauso gestellt hat und sie sich für oder gegen eine entschieden haben. Nur, weil sie es nicht erwähnt hat, oder auch andere Dinge, würde ich ihr jetzt nicht unterstellen, dass sie nicht alles, was für sie und ihren Partner wichtig ist, schon abgeklärt haben. Es geht ja auch darum, danach feiern oder nicht?

    Mike578 schrieb:

    Wie Du ja sagst, kann man keine weiteren Ehen gleichzeitig eingehen, daher hat die Ehe nachwievor eine Art "wir sind dauerhaft Zusammen" Stellenwert, auch rechtlich. Nur die Sache mit "bis ans Lebensende" ist ja heute nicht mehr der Fall. Man kann auch eine Ehe für 3 Jahre eingehen und dann wieder gettrennte Wege gehen und auch wieder jemand anderen heiraten.

    Ich wüsste nicht, dass das zum Text am Standesamt gehört. Kann man sich heutzutage wahrscheinlich wünschen. Allerdings ist eine Eheschließung nichts anderes, als Pflichten und Ansprüche nach den gesetzlichen Punkten zu legalisieren und sogar mit einer Scheidung bleiben ja viele Verbindlichkeiten bestehen, auch wenn eine Ehe geschieden wird. Also Romantik ist zumindest für mich etwas anderes. Die TE scheint aber irgendwo die Assoziation zu haben, dass bei einer Eheschließung aus irgendeinem Grund Romantik dabei sein muss. Eine Eheschließung ist ein Vertrag, aus dem man punktuell nie wieder aussteigen kann.


    Mike578 schrieb:

    Ich bin auch kein Fan von Zweckehen, aber was hat eine Ehe mit "anketten" zu tun? Die Kette ist genausolang wie bei einem nicht verheirateten Menschen, ungefähr 20.000 km weit kann man sich vom aktuellen Ort entfernen.

    Zumal jede Ehe einen Zweck hat, auch die, die aus romantischen Zwecken geschlossen wird. Es geht ja auch nicht darum, wovon man selbst der Fan ist. Ich bin von keiner Ehe ein Fan, weder der romantischen noch der materiellen. Vielleicht ist auch die TE kein Fan. Entscheidungen werden aus den unterschiedlichsten Gründen getroffen und nicht unbedingt deswegen, weil man ein Fan ist, aber diese hat sie ja zumindest bis jetzt nicht hinterfragt.

    Andifreak schrieb:

    Bei Dir steht dann wohl Deine Versorgung im Vordergrund, nicht die Liebe

    Ja, hat sie doch geschrieben. ":/

    wintersonne 01 schrieb:

    Und wenn er eine kliene Feier will, warum nicht. Ihr feiert, dass ich geheiratet habt und nicht, dass bei euch die große Liebe ausgebrochen ist.

    :)^

    Das steht oben im Titel.

    Eine Zweckehe eingehen. Ja oder nein?

    Das klingt nicht danach, als wenn die TE sich sicher wäre, was sie will.

    Plüschbiest schrieb:

    Wennn man sich sicher ist, würde man hier nicht fragen.

    Dann frag sie doch einfach, anstatt gleich zu unterstellen. Es kann ja sein, genauso aber auch nicht.

    CoteSauvage schrieb:

    Wenn es dazu dient, dass andere nicht merken dass es "nur eine Zweckehe" oder sonst irgendwas gesellschaftlich betrachtet Komisches ist, dann nutzt die corona-Zeit aus (finde ich einen super Tip ]:D ) und macht irgendwas Kleines, Pseudomäßiges.

    Ich würde die Ehe nicht mit so einer Pseudo-Geschichte und auch keiner Corona-Ausrede beginnen lassen.


    Wenn ihr beide zu der Feier steht: dann macht eine gemeinsame Feier. Wenn du nicht dazu stehst, dann sag an der entscheidenden Stelle einfach "Nein, so möchte ich das nicht." Entweder zur Feier, oder zur Ehe, oder zu beidem. Und dann: "Sondern so möchte ich das: ..."

    just_looking? schrieb:

    Echt jetzt? Seit wann beantworten wir denn nur die Überschrift und nicht mehr den Text der darunter steht?

    Die TE selbst sagt, dass der Titel eigentlich schon alles sagt

    Plüschbiest schrieb:

    Die TE selbst sagt, dass der Titel eigentlich schon alles sagt

    Ja, allerdings verstehe ich die Frage in Zusammenhang auf die Feier, aber sie kann das ja klären.