• Eine Zweckehe eingehen. Ja oder nein? Aber wie?

    Ich weiß nicht wo ich beginnen soll, hoffe das wird nicht zu durcheinander. Eigentlich sagt der Titel ja schon alles und eigentlich auch wieder nicht. :-/Mein Lebensgefährte und ich lieben uns nicht wirklich. Sind aber schon fast neun Jahre zusammen und haben auch ein Kind zusammen. Er hat das Thema schon öfters mal angesprochen, dass heiraten gut wäre,…
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    mnef schrieb:

    Wenn man das Maximum an Kohle rausziehen will natürlich heiraten.

    Hinzu kommt noch die Zusammenveranlagung bei der Einkommensteuer, die bei unterschiedlichem Einkommen beider, wovon ich hier ausgehe, eine geringere Steuerlast bedeutet. Nennt man übrigens auch Ehegattensplitting, wobei dieser Begriff eigentlich unkorrekt ist.

    mnef schrieb:

    Um den Partner für den Fall der Fälle finanziell abzusichern gibt ea viele Möglichkeiten

    Richtig, es gibt viele Möglichkeiten, alle kostenpflichtig und meist mit geringerer Rendite. Die Pension als Witwe kostet gar nichts und ist in der Leistungsfähigkeit unschlagbar. Ich sehe es an meiner Mutter.


    Unabhängig davon, was spricht gegen eine Ehe?

    Pfefferminzbonbon schrieb:

    dass es für manche ganz unvorstellbar ist, nicht aus romantischen Gründen zu heiraten.

    Aber die beiden leben doch bereits 9 Jahre zusammen. Da kann man durchaus heiraten, zumal ein Kind vorhanden ist.

    sehe ich ja auch so, und die müssen das auch selber wissen. Aber es kommt eben für manche ganz einfach nicht infrage, wenn es nicht aus Romantik erfolgt.

    Pfefferminzbonbon schrieb:

    Aber es kommt eben für manche ganz einfach nicht infrage, wenn es nicht aus Romantik erfolgt.

    Dann bräuchten sie auch nicht zusammenleben.


    Also Ihr beiden: Bitte heiraten!

    Liebe TE,

    wie siehst Du Dein Leben in 5 Jahren, in 10 Jahren und in 20 Jahren?

    Wenn Du glaubst, in 20 Jahren immernoch mit Deinem jetzigen Partner in einem Haus zu wohnen dann spricht alles für eine Heirat. Es macht das Zusammenleben (gerade auch mit Kind) deitlich einfacher. Und es sichert Euer Kind ab (falls Ihr bisher keine vertraglichen Regelungen und Vollmachten erstellt habt)

    Magst Du nicht heiraten, weil es sich für Dich falsch anfühlt dann lass es.


    Meine Meinung: früher war eine Ehe immer eine Zweckehe - udn das war normal. Heute muss es das total romantische Happening sein - der unvergessliche Moment gebannt auf Instagramm, Facebook und sonstgen Timelines.

    Es kann ein festliches Ritual sein, aber auch nur ein einfaches Rechtsgeschäft.

    who cares?]:D

    Pfefferminzbonbon schrieb:

    dass es für manche ganz unvorstellbar ist, nicht aus romantischen Gründen zu heiraten.

    Für mich nicht.

    Was mich skeptisch machte, schrieb ich schon, @KeinEinstein.

    Alias 976187 schrieb:

    Jemand Gedabken dazu? Beantworte auch gerne Fragen falls was unklar geblieben wäre.

    Ja, ich habe Gedanken dazu und auch Fragen.

    Alias 976187 schrieb:

    Verlieben ist auch nicht so unser Ding, sind wenig romantisch.

    Für mich hat (ver)lieben nicht zwangsläufig mit romantisch sein zu tun.


    Alias 976187 schrieb:

    Danke an alle die uns nicht verurteilen!!!!

    Tue ich auch nicht.

    Aber ich habe da so meine Erfahrungen wie das Leben an sich einem so mitspielen kann. Wie es Einen eiskalt erwischen kann.

    Mich würde mal interessieren wie alt Ihr seid, vor allem wie alt Du bist?

    Und noch mehr würde mich interessieren ob Du denn schon mal verliebt warst?

    Alias 976187 schrieb:

    Ich habe wenig Interesse an sexuellen Dingen und er auch nicht so besonders.

    Ich habe auch kein Interesse an sexuellen Dingen - wenn ich nicht verliebt bin. Dann aber schon. Dann möchte ich das Objekt meiner Begierde auffressen, ihn spüren, ihm körperlich nahe sein...usw....das ganze Paket eben.

    (Mit Romantik als Solches hat das noch immer nichts zu tun, sondern einfach mit Gefühlen).

    Kalinkana schrieb:

    Da es bei Euch beiden keine hohe Warscheinlichkeit gibt, dass sich in jemand anderen verliebt wird und das sexuelle Interesse bei Euch beiden eh nicht groß ist

    Wieso gibt es keine hohe Wahrscheinlichkeit?

    Hier sehe ich nämlich die Gefahr: Dass es irgendwann doch passiert.

    Ich war um die 10 Jahre Single und glücklich mit meinem Leben. Dann treffe ich einen Menschen und wumms - alles ist anders.

    LolaX5 schrieb:

    Ich würde es davon abhängig machen, ob es dich stören würde, geschieden zu sein. Wenn nicht, dann ist die Ehe vermutlich keine große Sache.
    Wenn man KEINESFALLS geschieden sein will, dann hat man dagegen durch NICHT heiraten eine 100% Garantie nie geschieden zu sein. ;-D:-) (= einer der Gründe, warum ich nicht heiraten wollen würde.)

    Nur mal aus Neugier: Was ist für Dich an der Vorstellung so schrecklich? Geschieden zu sein?

    Bin ich auch, einzig die Zeit bis zur Scheidung, das Trennungsjahr, war nicht so nett. Ansonsten?

    Zitat

    Nur mal aus Neugier: Was ist für Dich an der Vorstellung so schrecklich? Geschieden zu sein?

    Allein schon, dass man das auf diversen Formularen dann immer angeben muss (sofern man nicht wieder heiratet). Außerdem das öffentliche Scheitern einer Beziehung, die auf Dauer gedacht war. Das Offensichtliche Brechen eines Versprechens. Und überhaupt, dass man einen Richter für eine Trennung braucht. Solche Sachen. (Ich finde zugegebenermaßen aber auch schon das Deklarative am Heiraten blöd. ;-D Beziehung ist für mich etwas Privates.)

    LolaX5 schrieb:

    dass man das auf diversen Formularen dann immer angeben muss (sofern man nicht wieder heiratet)

    Soweit ich weiß gibt es auf den üblichen Formularen schon seit Jahren "nicht verheiratet", das gilt auch für Geschiedene.

    Wie alt bist du denn, dass du dein ganzes Leben mit einem Mann verheiratet sein willst, den du nicht begehrst, nicht liebst und nicht anziehend findest?

    Was ist, wenn der Richtige kommt?

    Eine Scheidung ist richtig teuer, unendlich viel Papierkram und langwierig.

    Das würde ich mir nicht freiwillig antun.

    Ich würde an eurer Stelle so weiterleben und dich finanziell anderweitig absichern.

    Na teuer wird die Scheidung im vorliegenden Fall ja eher für den Mann als für sie und das ist ihm sicher bewusst. Und wie teuer eine Scheidung wirklich wird, lässt sich ja durchaus auch vorher regeln, zum Beispiel mit einem Ehevertrag. Wenn man sich einig ist - und die Chancen stehen bei so einer Zweckgeschichte ohne verletzte große Gefühle ja nicht schlecht - dürften sich die Kosten wohl ohnehin in Grenzen halten.

    Was ich mich noch frage.. arbeitest du selbst auch? Und könntest du ohne Ehe und ihn für dein Kind und dich sorgen?

    Und würde es dir etwas ausmachen, wenn er irgendwann eine Parallelbeziehung mit romantischen Gefühlen führen könnte?