• Eingeengt... und jetzt Zweifel an Gefühlen

    Ich hab zwar schon mit Freundinnen und auch mit meinem Freund selbst darüber gesprochen, aber mich interessieren auch die Meinungen von komplett Außenstehenden – würde mich freuen wenn ihr euch kurz Zeit nehmt! Ich bin seit einem Jahr mit meinem Freund zusammen. Wir haben uns über das Internet kennengelernt. Leider war der Zeitpunkt des Kennenlernens…
  • 37 Antworten

    Wenn ich zum Eingangsbeitrag zurueckgehe (um noch weiterzutreiben was ich eben schon schrieb):

    Zitat

    Nur weiß ich mittlerweile dass er mich durch seine Gefühle unbewusst einengt.

    Wenn ich so darueber nachdenke: Das kann er nicht machen, ohne dass du es mitspielst. Da gehoeren zwei dazu. Du laesst dich einengen. Und es ist vermutlich sachdienlich, herauszufinden, wie du das machst, und was du daran aendern kannst. "Das Problem liegt bei ihm" ist falsche Denke, da bin ich ziemlich sicher.

    Zitat

    Nur weiß ich mittlerweile dass er mich durch seine Gefühle unbewusst einengt.


    Wenn ich so darueber nachdenke: Das kann er nicht machen, ohne dass du es mitspielst. Da gehoeren zwei dazu. Du laesst dich einengen. Und es ist vermutlich sachdienlich, herauszufinden, wie du das machst, und was du daran aendern kannst.

    Da hat Lewian Recht. Du fühlst dich eingeengt, weil du du deine Beziehung nicht als ausgewogen ansiehst. Ich vermute, da spielt auch noch der "Idiot, der dich verletzt hat" eine Rolle. Wer hatte in dieser Beziehung mehr an Gefühlen investiert - vermutlich du, oder? Und jetzt hast du ein Problem damit, dass es anders herum ist.


    Ich kenne das aus eigener Erfahrung - in meiner letzten Beziehung war auch ich diejenige, die mehr getan und investiert hat und in meiner jetzigen hatte ich anfangs totale Probleme damit, dass da jemand war, der für mich mehr tat als ich für ihn. Ich fühlte mich durch die Intensität seiner Gefühle, dadurch, dass ich wusste, ich musste nicht "kämpfen", irgendwie eingeengt. Und zweifelte auch an mir und meinen Gefühlen. Ich fragte mich, brauche ich das Gefühl, kämpfen zu müssen? Brauche ich das Gefühl, mehr oder mindestens genausoviel investieren zu müssen? Kann ich damit, dass ich sicher sein kann, dass ich mich nicht bemühen muss, nicht umgehen?


    Kann das vielleicht auch auf dich zutreffen??


    Übrigens, den Beitrag von Wallace habe ich mir vor einiger Zeit sogar ausgedruckt, weil ich ihn so toll fand...

    Jetzt hat sie ja zumindest mal viele gute Anregungen von verschiedenen Seiten bekommen. :)z


    Ich stimme dir im Übrigen auch zu, Lewian, wenn du sagst, dass es falsch von ihr wäre, zu denken, dass das Problem (nur) an ihm liegt.

    sympathy

    Den Beitrag von Wallace sollte ich mir eventuell auch noch ausdrucken. Schade, dass er schon ca. 2 Jahre nicht mehr hier war. Ich hätte ihm gerne noch dafür gedankt. @:)

    @ Schokopraline:

    Zitat

    Entweder: Ich will gerne zu ihm und mit ihm zusammen sein. Oder: Ich hätte gerne Zeit für mich und will momentan gar keinen Mann oder vielleicht nen anderen.

    Da hast du schon recht, mit der Frage nach dem Bedürfnis - Das Problem ist, dass das irgendwie ständig wechselt, mal so mal so. Nein, nen anderen will ich eigentlich nicht, bzw. kann ich mir nicht vorstellen dass ein anderer "besser" wäre. Puh, Freundschaft oder Partnerschaft, ich finde ab einem gewissen Stadium der Beziehung verschwimmen da die Grenzen. Ich finde im Idealfall ist er mein bester Freund, der mir auch noch körperliche Nähe gibt, einfach das Gesamtpaket.

    @ Lewian:

    Ja, ich versuche eh schon, mir soviel Zeit wie möglich für mich zu nehmen, ich habe ein zeitintensives Hobby, ich treff meine Freundinnen sooft ich kann, nur manchmal möchte ich vielleicht den ganzen Abend/Nacht alleine sein, nur das geht nicht weil wir zusammen wohnen. Und rausschmeissen kann ich ihn wohl auch schlecht. Es kommt nicht oft vor, dass er selber alleine was unternehmen mag, meistens will er bei mir sein. Und wenn ich mir dann Zeit für mich nehme und er sich gezwungenermaßen mit was anderem beschäftigen muss hab ich ein schlechtes Gewissen. Mir kommt vor ich habe nie Gelegenheit ihn mal ordentlich zu vermissen!


    Und zum Thema "den anderen ändern": Nein, ich weiß, es muss von ihm ausgehen. Aber ich weiß dass das Potential in ihm drin ist, und wie gesagt, er möchte sich auch um seinetwillen ändern, das ist mir sehr wichtig.


    Er macht sich halt immer mehr Sorgen und Gedanken um mich statt um sich selbst, und das finde ich nicht gut. Das tut keinem gut, an erster Stelle sollte immer man selbst stehen und dann die anderen. Es macht mich fast schon wütend wenn er wegen jedem schiefen Blick von mir oder Seufzer den ich loslasse ganz besorgt fragt, was denn los sei, obwohl nichts ist, oder zumindest nichts, was ich großartig erörtern möchte weil es total belanglos ist. Ich bin eben ein Mensch der nicht gern über seine Gefühle spricht.


    Aber ihr habt schon recht, ich sollte nicht so viel darüber nachdenken sondern einfach nach dem gehen, was ich will und was mich glücklich macht. Es kommen halt immer wieder diese Gedanken an die Zukunft, Heirat, Kinder usw. - irgendwann möchte ich das auch, aber ich denke ich muss aufhören ihn da unbedingt "hineinformen" zu wollen - entweder er ist es wenn der Zeitpunkt gekommen ist, oder er ist es nicht. Wir werden sehen was die Zukunft bringt, bekanntlich gibt es ja für nichts eine Garantie ;-)

    josie81

    Zitat

    Er macht sich halt immer mehr Sorgen und Gedanken um mich statt um sich selbst, und das finde ich nicht gut.

    ...du aber auch um ihn, in dem Posting selber, und auch hier:

    Zitat

    Und wenn ich mir dann Zeit für mich nehme und er sich gezwungenermaßen mit was anderem beschäftigen muss hab ich ein schlechtes Gewissen.

    Zitat

    ich sollte nicht so viel darüber nachdenken sondern einfach nach dem gehen, was ich will und was mich glücklich macht.

    Genau, folge deinen eigenen Prinzipien, wende sie auch auf dich selber an! :)*

    Lewian Das hast du schön gesagt :)

    ** josie81 Das hört sich ja wirklich so an, als würde es dich schon geradezu nerven, dass du ihn andauernd um dich hast. Und dann hast du auch noch gleichzeitig Schuldgefühle, weil du merkst, dass er dich wirklich nervt. Wobei zu einer Beziehung immer mehrere Gefühle gehören und so wie sich das anhört, will er ja wirklich immer bei dir sein. Das kann ganz schön intensiv - und manchmal zu intensiv werden.


    Ich würde mich freuen, wenn du weiterhin Bericht erstattest. Und sagst, ob es klappt, wie du es dir vorstellst.

    sympathy

    Zitat

    Ich fühlte mich durch die Intensität seiner Gefühle, dadurch, dass ich wusste, ich musste nicht "kämpfen", irgendwie eingeengt. Und zweifelte auch an mir und meinen Gefühlen. Ich fragte mich, brauche ich das Gefühl, kämpfen zu müssen? Brauche ich das Gefühl, mehr oder mindestens genausoviel investieren zu müssen? Kann ich damit, dass ich sicher sein kann, dass ich mich nicht bemühen muss, nicht umgehen?


    Kann das vielleicht auch auf dich zutreffen??

    Eindeutig JA. Und wie bist du damit umgegangen? Für mich ist das absolutes Neuland. Zuvor hatte ich mich mit selbstzerstörerischer Freude immer in Beziehungen gestürzt, wo ich von vornherein wusste dass er nicht so viel empfand wie ich für ihn, ich das aber nur nicht wahrhaben wollte und dann furchtbar enttäuscht war wenn ich wieder abserviert wurde.

    Schokopraline


    Naja, es nervt zum Glück nicht immer, nur manchmal. Wobei ich festgestellt habe, dass mir eigentlich die paar Stunden die ich alleine zuhause bin bevor er von der Arbeit kommt (wie jetzt eben) eh schon sehr viel geben. Da kann ich meinen Kram erledigen, oder faulenzen, oder sonstwas tun. Und jetzt schau ich schon dauernd auf die Uhr weil er bald kommen müsste ;-D.


    Ich glaube das wird schon wieder, und ich halte euch gern auf dem laufenden :-)

    Na also..das zeigt ja, dass du ihn schon freudig erwartest. Aber schlimm wäre es auch nicht, wenn du dich jetzt nicht unbedingt freuen würdest. Kann in der besten Beziehung mal vorkommen.


    Und das mit dem Verliebtsein würde ich nicht überbewerten. Immerhin kennt man sich da ja noch gar nicht - wahre Gefühle der Liebe kommen meiner Meinung nach sowieso erst später. Die Flamme am Anfang ist schön, aber geht sowieso vorbei. Wenn sie erst nur leicht lodert, ist es ja auch nicht so wild. :)*


    Aber was ich noch fragen wollte: Warst du denn bei deinen Partnern davor aufgeregt oder hattest ein Kribbeln im Bauch? Manche haben das ja einfach nie und da wäre es dann logisch, wenn du es bei deinem Partner auch einfach gar nicht gehabt hättest.


    Ich hatte es davor immer, bei ihm aber erst nicht. Bis ich gemerkt habe, dass es doch mein Typ ist - da hats dann auch gekribbelt...zumindest ein bisschen. ;-D

    Zitat

    Und wie bist du damit umgegangen? Für mich ist das absolutes Neuland. Zuvor hatte ich mich mit selbstzerstörerischer Freude immer in Beziehungen gestürzt, wo ich von vornherein wusste dass er nicht so viel empfand wie ich für ihn, ich das aber nur nicht wahrhaben wollte und dann furchtbar enttäuscht war wenn ich wieder abserviert wurde.

    Ich habe mich u.a. mit dem Thema Beziehungsangst bzw. Angst vor Nähe beschäftigt. Und vieles davon bei mir wiedererkannt. Das äußert sich so, dass man in Beziehungen gerät, in denen man entweder die Rolle des "Unterlegenen" einnimmt, d.h. desjenigen, der mehr Gefühl investiert und eher klammert oder eben die entgegengesetzte, die des "Überlegenen", der eben weniger Gefühl investiert und eher auf Distanz bedacht ist. Das kann auch wechseln, d.h. in der einen Beziehung ist man eher unterlegen, in der anderen eher überlegen. Im Fall des Überlegenen kann das zum Gefühl des Eingeengt-Seins und sogar zu Flucht führen. Im Grunde hat man aber Angst vor zuviel Nähe. Es gibt da einige gute Bücher zu diesem Thema. Könnte evtl. auch auf dich zutreffen. Denn als "Überlegener" hat man meist einen Partner, der dann entsprechend eher klammert und mehr Gefühl investiert.


    Ich versuche, nachdem ich mir dieser Mechanismen bewusst geworden bin, dagegen zu steuern, allerdings gelingt mir das auch noch nicht immer. Ich habe auch oftmals das Bedürfnis, alleine zu sein, dem ich dann nicht nachgeben mag, weil ich weiß, er ist enttäuscht.


    Was mir auch hilft, ist, dass ich mir bewusst gemacht habe, ich muss ja nicht bleiben, ich kann ja jederzeit gehen. Und mir damit den Druck genommen habe, das jetzt unbedingt "durchhalten" zu müssen. Seitdem kann ich entspannter mit der Beziehung umgehen. Ich versuche, den Augenblick zu genießen und mache mir keine Gedanken darüber, was in Zukunft passieren könnte.

    Hallo Alle Zusammen,

    @ josie81

    ich habe mir jetzt mal alle Beiträge durchgelesen und würde gerne dazu Stellung beziehen.


    Die Angst davor Gefühle zu verlieren weil man eingeengt ist, kann ich nachvollziehen. Vielleicht ist es aber auch eine Ganz andere Thematik, vielleicht gestehst du dir einfach nicht ein, einmal Glücklich zu sein. Ich denke es muss kein Zeichen von Schwäche sein für einen Mann, wenn er einmal richtig verliebt ist und bereit seine Gewohnheiten und für sich aufgestellte Regeln zu verändern, nur um seiner Liebsten das Gefühl vermitteln zu wollen, dass sie so sein kann wie sie ist. Alles für seinen Partner zu machen bedeutet nicht, dass er sich selbst aufopfert, oder mehr in die Beziehung investiert wie du. Sondern er ist im Moment bereit dazu, weil er fest daran glaubt, dass es dir deshalb gut geht. Ich werde jetzt einmal etwas provozieren, kann es sein, dass du Angst davor hast, dass es dir gut gehen könnte? Ich kann deine Zweifel gut nachvollziehen, aber vielleicht wäre es das beste, wenn du mit deinem Freund nochmal in ruhe darüber redest. Du hast zwar geschrieben, dass du mit Freundinnen und mit ihm darüber gesprochen hast, vielleicht hast du dich aber nicht so ausgedrückt, dass er wirklich verstanden hat was dich im Moment bedrückt. Denn das ist, denke ich das wichtigste in einer Beziehung. Darüber reden, aber so das beide es Verstanden haben! Vielleicht ist er gar nicht so weich wie im Moment, vielleicht ist er nur Bereit sich im Moment "unterzuordnen" um dir ein Gutes Gefühl zu vermitteln und hofft insgeheim darauf, dass er, wenn er selbst einmal die Zuneigung von dir braucht oder die Unterstützung, du dich "unterordnen" kannst. Ich habe mal ein Pärchen kennengelernt, welches fast sechzig Jahre zusammen war. Wir konnten uns bei einem Glas Wein (oder vielleicht ein Paar Flaschen) ausgiebig über das Thema Liebe unterhalten. Das schöne daran war, dass sich beide 100%ig einig waren. Das es Phasen in ihrem Leben gab, in dem der eine zurückstecken musste und der andere davon provitieren konnte, aber auch wieder umgekehrt. Ich denke, dass was wir Menschen heut zu Tage verloren haben und was dieses Pärchen definitiv hatte, die "GEDULT". Heut zu Tage muss immer alles schnell gehen. Wenn es in der Beziehung nicht stimmt, dann wird schnell Schluss gemacht. Wenn Zweifel aufkommen, werden diese immer auf Sachen oder Dinge geschoben, die vielleicht gar nicht so sind. Wallace hat in seinem Beitrag von Brokolie gesprochen und davon, dass die Äpfel in Nachbars Garten besser schmecken, als die eigenen. Worüber er nicht gesprochen hat ist, dass man doch einfach mal akzeptieren sollte, dass man einen Partner gefunden hat der da ist und nicht gleich weg läuft, wenn es kompliziert ist. Der fest an diese Verbindung (Beziehung) glaubt, dass er bereit ist, sich auch einmal unterzuordnen wenn es nötig ist. Ihr könnt mich nun Altmodisch nennen, aber ich finde es furchtbar heutzutage, dass man eine Beziehung anfängt und dann wenn es schwierig wird beendet. Ich persönlich habe in meinem Leben noch nicht viele Beziehungen geführt, nicht weil ich nicht konnte, sondern weil ich mir es genau überlegt habe, diese Beziehung zu führen oder nicht, ist die Person es Wert oder nicht. Ich habe in jeder Beziehung mehr gelernt, unter dem Strich vor allem über mich selbst. Irgendwann kam ich zu dem Punkt, dass wenn man wirklich liebt und gerne mit dem Partner zusammen ist und bereit ist, sich für ihn auf den Kopf zustellen, es auch wert macht dafür zu kämpfen. Das bedeutet nicht, dass man sich ein Lebenlang unterorden soll nur um seinem Partner es recht zu machen, aber wenn er die Phase durchmacht, dann sollte man dazu bereit sein.


    Ich habe einmal ein Buch gelesen, da ging es um ein Interview eines jungen Reporters mit dem reichsten Mann der Welt. Der Reporter fragte den Mann, was er gemacht hatte, damit er der reichste Mann der Welt wurde. Er antwortete mit folgendem: "Ich habe in meinem Leben viele Entscheidungen getroffen, aber ich war mir immer Bewusst, dass ich eine Entscheidung nicht zurücknehmen kann. Ich kann Sie zu gegebenen Zeitpunkt "Neu" entscheiden. Aber in dem Wort Entscheidung steckt das Wort Scheidung und dies bedeutet man trennt sich von etwas. Wenn ich den rechten Weg gehe, kann ich nicht erfahren was auf dem linken Weg passiert wäre."


    Ich finde diese Worte sehr treffend, wenn ich mich einmal Entschieden habe eine Beziehung zu führen sollte man sie führen und nicht bei einer Schwierigkeit über den Haufen werfen. Ich möchte deine Ängste bzw. Zweifel nicht herrunter reden, ich denke sie sind für dich sehr aufwühlend und anstrengend, aber ich glaube, wenn du deinem Partner offen und ehrlich alles darüber erzählst, dann kann auch er damit besser umgehen und dir vielleicht so manche Angst nehmen. Wichtig hierbei ist allerdings, dass du ihm vertraust und es auch zulässt, dass er dir die eine oder andere Angst nimmst. Wenn du das Gefühl hast, das Beste im Leben gefunden zu haben, warum sollte man dann noch weitersuchen? Es wird immer Spielchen geben in deinem/eurem Leben, aber der Witz daran ist, dass man dieses Spielchen nicht auf Teufel komm raus gewinnen wollen, sollte.


    Überlege, doch mal was eine Beziehung ausmacht. Ein Packt zwischen zwei Menschen, der besagt füreinander dazusein, zu lieben und vor allem zu achten. Der letzte Punkt ist denke ich sehr sehr wichtig, es geht hier auch viel um Respekt und Anstand in einer Beziehung. Wenn ich mir deinen ersten Beitrag so durchlese, stelle ich mir die Frage ob du einengen (sprich er macht alles für dich) nicht vielleicht einfach nur mit Respekt verwechselt. Vielleicht mag oder liebt er dich weil du so bist wie du bist und vielleicht akzeptiert er und vor allem respektiert er deine Meinung und Ängste. Evtl. auch aufgrund deiner Vorgeschichte, die du ihm ja erzählt hast. Vielleicht hat er irgendwann beschlossen dir zeigen zu wollen, dass es auch Männer gibt die eine Frau nicht schlecht behandeln müssen, oder ihr irgendwann Fremdgehen, oder nur das eine von ihr wollen. Vielleicht hast du ihn am Anfang eures kennenlernens von etwas begeistert, was ihn sicher macht, dass du es wert bist. Vielleicht hätte er oder hat er auch dafür Verständnis wenn du mehr Zeit für dich brauchst, vielleicht erkennt er sich selbst gerade nicht wieder, dass ist oft nicht so dass man Dinge die man tut bewusst macht, vielleicht bringt er dir dieses Verständnis jetzt im Moment einfach unbewusst entgegen.


    Es gibt immer viele Faktoren die man einwerfen kann oder bedenken sollte, manchmal sollte man aber einfach nur daran glauben :-)


    Weißt du irgendwann ist der Zeitpunkt vielleicht auch erreicht, dass du mit deinem Gefühlsschwankungen oder mit deinen Ängsten ihn so sehr verletzt hast, dass er nicht mehr kann. Dann ist es vielleicht zu spät, sich zu entschuldigen.


    So nun Schluss mit meinem Beitrag, ich möchte mich in aller Form entschuldigen, wenn ich mich vielleicht etwas unklar ausgedrückt habe und vor allem für meine vielen Rechtschreibfehler, aber wenn ich schreibe dann achte ich nicht darauf.


    Lass den Kopf nicht hängen akzeptiere, dass er dich liebt und fang an es zu genießen!

    Wow, anonymus1002, danke für deinen langen Beitrag!


    Ihr habt mir wirklich alle sehr geholfen, meine Ängste sind schon um einiges weniger geworden, eben weil ich aufgehört habe, mir so viele Gedanken zu machen.


    Ja, anonymus1002, du hast völlig recht, ich kann damit nicht umgehen einen so tollen Freund zu haben. Vor ihm war ich immer der Meinung vom Schicksal "verflucht" zu sein und kein Liebesglück zu verdienen, deshalb kann ichs auch bei ihm kaum glauben dass er wirklich da ist. Ich habe ihm vor einigen Tagen einen langen Brief geschrieben wo ich alle meine Gedanken und Gefühle dazu festgehalten habe, und auch wie froh ich bin ihn zu haben und dass er ein wunderbarer Mensch ist. Ich kann das einfach besser wenn ich es aufschreibe. Er war sehr gerührt und versteht mich total.

    Zitat

    Vielleicht mag oder liebt er dich weil du so bist wie du bist und vielleicht akzeptiert er und vor allem respektiert er deine Meinung und Ängste. Evtl. auch aufgrund deiner Vorgeschichte, die du ihm ja erzählt hast. Vielleicht hat er irgendwann beschlossen dir zeigen zu wollen, dass es auch Männer gibt die eine Frau nicht schlecht behandeln müssen, oder ihr irgendwann Fremdgehen, oder nur das eine von ihr wollen.

    Ja, das wird es sein. Und genau das bin ich nicht gewohnt. Mein Exfreund mit dem ich drei Jahre zusammen war hat mich zwar auch gut behandelt, aber er war nie so interessiert an mir, an meiner Persönlichkeit, an meinem Leben wie mein jetziger Freund. Auch die Worte "ich hab dich lieb" oder "ich liebe dich" hatte ich zuvor noch nie von einem Mann gehört. Mein Ex konnte es irgendwie nie sagen, und ich daher auch nicht. Und selbst jetzt fällt es mir schwer es zu sagen - aber nicht weil es nicht der Wahrheit entspricht, sondern weil es mir einfach nicht über die Lippen kommen will. Mein Freund hat selbst DAfür Verständnis! Ja, manchmal frag ich mich echt wie es kommt dass ich plötzlich sojemanden verdient habe...

    Hallo Josie *:)


    ich finde es toll, dass deine Ängste schon weniger geworden sind...


    Mir geht es im Mom ähnlich.....mein Freund ist auch der erste der mir seine Liebe im Übermaß zeigt....ich kenne das so nicht und bin davon total erdrückt.....


    Auch ich stelle mir immer wieder die Frage: liebe ich ihn???


    Ich denke der Anfang ist wirklich, sich diese Frage nicht ständig zu stellen weil man sich keine Antwort auf diese Frage geben kann.


    Auch ich wohne mit ihm zusammen und habe das Gefühl zu wenig Zeit für mich zu haben....er möchte jede freie min mit mir verbringen und macht nichts ohne mich.....wenn ich es dann tu schaut er bedröppelt was mich total unter Druck setzt....ich fühle mich dann schlecht, bin aber gleichzeitig auch sauer.....wenn ich mich zuhause nicht ausschließlich mit ihm beschäftige folgt gleich ein trauriger Blick.....sitzen wir mal etwas voneinander entfernt kommt kurz darauf: du kuschelst dich ja garnicht an......


    Bei mir kommt hinzu, dass ich zur Zeit an einer Depression leide und mit der Behandlung dieser nicht so recht weiter komme....ich bin schnell genervt fühl mich in mir selbst beschissen und fühle mich nutzlos....


    Ich weiß nicht wie es weitergeht....ich hoffe nur, dass es mir bald besser geht und dass sich auch das Problem in meiner Beziehung regeln wird....


    Ich frage mich auch oft, wie ich so jemand tolles verdient habe und fühle mich schlecht weil ich mich von seiner Liebe erdrückt fühle und von so sovielem genervt bin.....


    Ich wünsche dir, dass du auch bald wieder richtig glücklich bist ohne diese ständigen Zweifel @:)*:)


    Ganz liebe Grüße und verzeih mir, dass ich so viel über mich geschrieben habe....ist ja dein Faden!!!


    Melanie