Einsamkeit

    Ich finde keine Rubrik zu diesem Thema. Bin ich an dieser Stelle richtig...?


    Ist es nicht so, dass die Menschen durch den ganzen elektronischen Kommunikations-Schnickschnack(Smartphone), den die auf der Strasse, in der U-Bahn usw. benutzen, gleich doppelt einsamer werden?


    1.: Sind gedanklich ganz wo anders


    2.: Sind -so doof sich das anhört- auch in gewisser Weise körperlich weniger anwesend / die Aufmerksamkeit(Augen) ist garnicht da wo sie sich wirklich gerade befinden = nehme deren Umwelt weniger wahr.


    Wobei 1. und 2. natürlich zusammenhängt. Aber ich finde es schon krass. Dazu dann noch die Musik im Ohr. Und weil die Leute nicht mehr wahrnehmen was Drumherum ist, müssen die dann auf Partnerbörsen im www. gehen. Ist doch Schwachsinn. Aber ich fürchte das ist ganz extrem stark die Entwicklung... :|N

  • 17 Antworten

    In Ubahn und co hat das dir mich nicht wirklich was geändert, auch ohne elektronisches Spielzeug bin ich da geistig komplett abwesend.


    Aktiv und sonst unterwegs sein, und wenn's zu Fuß ist, da ist das kritischer. Ob's aber einsamer macht? Walkman gibt's auch schon lange, trotzdem gab es weiter Partnerschaften. Irgendwann ist auch der beste Akku aus, da schaut man dann schon auf, und wenn's nur ist um nach einem Ladekabel zu fragen ;-)

    Zitat

    Ist es nicht so, dass die Menschen durch den ganzen elektronischen Kommunikations-Schnickschnack(Smartphone)

    Naja, die Frage ist vermutlich, wie man diese Medien nutzt. Man kann die elektronischen Medien durchaus für mehr Kommunikation nutzen. Obwohl in der Tat das Körperliche und oft eben Mimik und Gestik fehlen. Ich persönlich nutze Smartphone eher selten und mit meinen Kindern und mit meiner Frau unterhalte ich mich hinreichend viel und real. Früher las ich Bücher, las Zeitungen und Zeitschriften heute lese ich am Computer (da hat sich im Prinzip nur das Medium geändert). Aber unterhalten hatte ich mich früher weniger als heute- wenn ich z.B. die Unterhaltungen in sozialen Medien dazunehme, so ist die Kommunikation angestiegen. Meine Hobbys und sonstige Freizeitgestaltung sind weitgehend so geblieben wie früher auch. Bei meinen Kindern habe ich nicht den Eindruck, dass sie einsamer sind, offenbar verlagert sich aber die Art der Kommunikation, die wesentlich häufiger digital erfolgt und weniger real.

    So sehe ich das auch.


    Kommt halt immer drauf an, wie man das für sich selbst nutzt. Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber ich komme in meiner Freizeit, beim spazierengehen, einkaufen usw. oft mit Menschen ins Gespräch. Die tragen überwiegend keine Kopfhörer oder daddeln am Smartphone herum. Das sehe ich in der Öffentlichkeit fast ausschließlich bei


    Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Aber auch da hält sich das in meinem Umfeld in Grenzen.


    Wenn ich z.B. beim Arzt warten muss, nutze ich auch das Handy zum lesen. Da würde ich aber auch ohne Handy nicht mit großartig mit jemandem sprechen wollen. Hab ich schon früher nicht. Und da gabs dort nur Zeitungen.


    Apropos Zeitungen. In unserer Tageszeitung stehen regelmäßig Partnerschafts-Gesuche und -Angebote drin.


    Man sucht sich halt das bequemste aus, und das ist nun mal heutzutage das WWW.

    Zitat

    Naja, die Frage ist vermutlich, wie man diese Medien nutzt. Man kann die elektronischen Medien durchaus für mehr Kommunikation nutzen.

    Ja natürlich. Aber wenn ich heute in eine Hotellobby gehe, dann sind von 30 Leuten, die sich dort aufhalten, mindestens 28 mit Laptop oder Smartphone beschäftigt. (Ausser das ist eine Seniorengruppe) Das ist doch ein absolutes Hindernis um zB auf Reisen in Kontakt mit Menschen zu treten. Das Gleiche im HotelFahrstuhl oder selbst beim Frühstück dann am Morgen etc.


    Diese Beispiele liessen sich noch endlos fortsetzen. Ich finde da ist echt ein Verlust eingetreten.

    Wer Kontakt zu seinen Mitmenschen möchte, bekommt den auch, bzw. vermittelt das seinen Mitmenschen auch.


    Wer nicht will, wirkt auch ohne Laptop oder Handy abweisend oder blockt mögliche Gespräche ab.

    Bin schon älter, aber nun mal Butter bei die Fische: habe auch früher nicht dauernd in Bussen und Bahnen Kontakt gesucht, auch nicht in Hotelhallen, als es weder Laptop noch Handy gab. Und zuhause war das Telefon so arschteuer, dass man sich überlegte, ob man zumindest außerhalb des Ortes überhaupt jemanden anrufen wollte.


    Wenn, dann eben jagt wat kurz. Wollte nur schnell sagen und tschüs... Man konnte dann irgendwann statt nur der Telekom auch mit Billigvorwahlen sparen....


    Man schrieb sich gerne mal ne Postkarte aus dem Urlaub und zu Weihnachten. Denke mal, da wird heute viel mehr Kontakt gepflegt als früher....

    Hotellobby, im Fahrstuhl (besonders extremes Beispiel) ist beim Frühstück. Da will ich doch nicht mit mir fremden Leuten reden! Einfach nur nein. Und das hat nix damit zu tun ob ich ein Handy in Händen halte. Ich schätze meine Ruhe, will keinen Kontakt mit mir unbekannten Menschen, besonders, ganz besonders im Urlaub. Warum sollte das auch erstrebenswert sein?!?

    Und man muss ja bedenken, die ganzen Menschen mit Smartphone kommunizieren ja gerade mit jemandem, nur eben nicht mit dir, lieber TE. 😋


    Und wer früher halt nen Buch gelesen hat, statt am Smartphone zu hängen, hat ja auch nichts von seiner Umwelt mitgekriegt.


    Ich sitze auch sehr oft mit Smartphone und Musik im Ohr in den Öffis und registriere trotzdem all die schönen Frauen um mich rum... ]:D

    Ich schließe mich meinen Vorrednern an.


    Ich hab mich auch früher weder im Zug noch im Hotellobbys oder ähnlichen Orten von jemandem anquatschen lassen. Ob man nun einen abweisenden Blick aufsetzt, ein Buch oder ein Handy rausholt, ist doch egal.


    Du sagst ja selber ganz richtig - die Leute sind durch ihren Kommunikationsschnickschnack ganz woanders. Eben bei ihren Partnern, Freunden, Familie usw. Die sind garantiert kein bisschen einsam.

    Zitat

    Die sind garantiert kein bisschen einsam.

    Der immer höhere Anteil der Singlehaushalte und die zahllosen Partnerbörsen im Internet zeigen, dass sehr wohl Einsamkeit ein massives Problem in unserer Gesellschaft ist.


    Die schreiben auf dem Smartphone nicht (nur) mit der Freundin sondern überwiegend wird gespielt. Kann man in der U-Bahn etc. ganz deutlich sehen. Oder es wird 50x am Tag geschaut was von der Partnerbörse kommt (Werbung und Fakeprofil-Messenges)

    Zitat

    Hotellobby....Da will ich doch nicht mit mir fremden Leuten reden!

    Doch doch, es gibt Leute die wollen auf Reisen Leute kennenlernen. Gemeinsames Hotel ist schonmal praktisch. :=o

    Das hat aber nix mit Smartphones zu tun, diese Entwicklung gibt es schon länger.


    Früher hat man in der Bahn eben Walkmen gehört, seine Nase in ein Buch oder die Zeitung gesteckt oder gedöst. Großartig kommuniziert haben Fremde da noch nie miteinander.


    Und woher willst du wissen wer gerade Mails von Partnerbörsen checkt und dort hauptsächlich Fakes unterwegs sind? Dieses Fazit erschließt sich mir irgendwie nicht. ":/

    Die Leute haben Früher aber nicht so viel und so tief die Nase in Bücher und Zeitungen gesteckt, dass sie dabei auf der Strasse die Leute umlaufen, wie heute die Smartphonesüchtigen.


    Sitzen mit dicken Jacken völlig zugekrampft in der knalligen Sonne, natürlich mit Wollmütze, und Musik im Ohr, Zigarette.


    Und dann "Psychoprobleme" und "Hautleiden"...


    In der U-Bahn kann man oft sehr leicht sehen was die Leute mit dem Smartphone treiben: 80% Spiele.


    Deine Nachfrage betreff Partnerbörsen würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen ;-)