Zitat

    Du kannst mir allerdings auch gern sagen, wenn das aus deiner Sicht kein plausibler Werdegang ist, um auf den jetzigen Zustand zu kommen.

    puhhh. natürlich ist das ein plausibler werdegang. Abgesehen von der zeit mit der 60-stunden woche, sehe ich aber nicht, wie deine "karriere" dich von einem normalen privatleben abgehalten hat. Musste denn der vollzeitjob neben dem studium sein? Ich kenne es eher so, dass die leute neben dem studium nicht voll arbeiten. und dann auch noch zeit für ein sozialleben haben. (Dafür halt dann weniger geld)


    Diese paar kurzen absätze von dir, machen auf mich schon den eindruck, als ob dir ausbildung und beruf sehr sehr wichtig sind. Das wäre für mich schon irgendwann ein problem. Ich hätte wohl angst, nur dann zeit zugeteilt zu bekommen, wenn es beruflich grad passt. natürlich kann man nicht total frei über seine zeit verfügen, aber man kann prioritäten setzen (ich könnte sicher mehr karriere machen, wenn ich wieder 100% arbeiten würde, den unbezahlten urlaub sein lassen würde und zu einer grossen firma wechseln würde ;-) andererseits bin ich froh damals die prioritäten so gesetzt zu haben, dass ich eine gute ausbildung gemacht habe!)


    In einem frühere beitrag von dir ist mir übrigens aufgefallen, dass du die partnersuche anscheinend als eine art projekt siehst, dass du angehst, wenns zeitlich passt (nach dem studium?) Und dann wegen wenig erfolg zugunsten eines anderen (beruflichen) projekts wieder aufgegeben hast (sorry, falls ich das falsch in erinnerung habe).. das wirkt, zumindest auf mich, extrem abschreckend. Ich mag nicht die lösung für eine projektspezifikaton sein :-

    Ich finde den Werdegang auch plausibel, aber auf mich würde es auch eher abscreckend wirken bezüglich einer Partnerschaft. Sehe das da genauso wie sicklittelmonkey.


    Darüber hinaus hat es für mich etwas von Verantwortung für nicht stattgefundene Beziehungen auf den Job abwälzen: "Ich konnte ja gar nicht anders, der Job hat mir keinen Raum gelassen"


    Aber wenn man es mal nüchtern betrachtet, hast Du dich doch aus freien Stücken dazu entschieden das so zu machen und Dein Privatleben zum Erliegen kommen zu lassen. Und zwar, weil Du das so wolltest und es Dir zu der Zeit am wichtigsten war. Die Konsequenzen für jegliches Handeln bekommt man oft erst später zu spüren.

    @ walkingghost

    Achso meinst du das. In der Börse wo ich mich bewege ist es echt bunt gemischt. Wie gesagt ich habe das Gefühl, dass dort Männer Mitte bis Ende 30 sehr begehrt erscheinen. Weil das so das klassische Papa werden Alter geworden ist und viele Damen mit Ende 20, suchen einen Mann mit dem sie eine Familie gründen wollen. Das ist nur mein Gedanke. Ich bekomme viele Nachrichten von Männer um die 40 herum, was aber für mich absolut in Ordnung ist. Und darum meine ich fällt die Konkurrenz für mich grösser aus, erstmal die 28 jährigen die den Papa noch suchen, dann die 35 jährigen die schon ein Leben herum haben (wie gesagt es kann auch nur ein Gefühl sein).


    Diese Altersklasse scheint mir deswegen ziemlich gefragt.

    @ sicklittlemonkey

    Zitat

    puhhh. natürlich ist das ein plausibler werdegang. Abgesehen von der zeit mit der 60-stunden woche, sehe ich aber nicht, wie deine "karriere" dich von einem normalen privatleben abgehalten hat. Musste denn der vollzeitjob neben dem studium sein? Ich kenne es eher so, dass die leute neben dem studium nicht voll arbeiten. und dann auch noch zeit für ein sozialleben haben. (Dafür halt dann weniger geld)

    Vielen Dank für dein Verständnis - das hilft wirklich. Sagen wir mal, das Studium lag genau in dem Zeitrahmen, in dem ich privat am ehesten noch was hätte herumreißen können. Allerdings gab es dieses Studienangebot vorher noch nicht. Meinen sicheren Arbeitsplatz im ö. D. wollte ich nicht aufgeben und mein Arbeitgeber hätte sich aus anderen als familiären Gründen auch niemals auf Teilzeit geeinigt. Es war aber auch so machbar und ich denke nicht, dass weniger Arbeitsstunden großartig was an der Situation geändert hätten, denn dann wäre auch nur eine Lücke zwischen Arbeit und Vorlesungen gewesen, die man für Privates kaum hätte nutzen können.

    Zitat

    Diese paar kurzen absätze von dir, machen auf mich schon den eindruck, als ob dir ausbildung und beruf sehr sehr wichtig sind. Das wäre für mich schon irgendwann ein problem. Ich hätte wohl angst, nur dann zeit zugeteilt zu bekommen, wenn es beruflich grad passt. natürlich kann man nicht total frei über seine zeit verfügen, aber man kann prioritäten setzen (ich könnte sicher mehr karriere machen, wenn ich wieder 100% arbeiten würde, den unbezahlten urlaub sein lassen würde und zu einer grossen firma wechseln würde ;-) andererseits bin ich froh damals die prioritäten so gesetzt zu haben, dass ich eine gute ausbildung gemacht habe!)

    Ja, das kommt so herüber, weil ich alles im Extrem praktiziere. Tatsächlich halte ich vieles davon aber für eher sinnentleert. Speziell das Studium war zu 75 % nur ein Mittel zum Zweck, um meine Beziehungsvoraussetzungen zu verbessern. Ich wollte einfach nur meinen Horizont erweitern und mit meinem Gegenüber quasi gleichziehen - das war mein Selbstanspruch. Dass die Uhr bereits tickte, war mir mit 25 oder 26 bewusst, aber das musste durchgezogen werden, um insgesamt flexibler zu werden. Das letzte Jahr hab ich wie gesagt nur noch für ElitePartner studiert, weil ich das als vermeintlichen Lösungsansatz fehleingeschätzt hatte. Klingt krank, ich weiß, aber wenn man nur noch ins Leere greift, fixiert man sich irgendwann auf so eine Scheiße.

    Zitat

    In einem frühere beitrag von dir ist mir übrigens aufgefallen, dass du die partnersuche anscheinend als eine art projekt siehst, dass du angehst, wenns zeitlich passt (nach dem studium?) Und dann wegen wenig erfolg zugunsten eines anderen (beruflichen) projekts wieder aufgegeben hast (sorry, falls ich das falsch in erinnerung habe).. das wirkt, zumindest auf mich, extrem abschreckend. Ich mag nicht die lösung für eine projektspezifikaton sein :-

    Das war möglicherweise eine unglückliche Formulierung von mir - wahrscheinlich in dem Zusammenhang, dass ich das "Projekt" mangels Erfolgsaussicht endgültig auf Eis legen wollte. Nein, eine zustande kommende Beziehung hätte schon oberste Priorität - war ja schließlich immer der Gedanke hinter meinen Bemühungen in den letzten Jahren. Und ich bin ja mittlerweile fertig und hab dadurch Einiges an Zeit mehr zur Verfügung.

    Zitat

    Nein, eine zustande kommende Beziehung hätte schon oberste Priorität - war ja schließlich immer der Gedanke hinter meinen Bemühungen in den letzten Jahren. Und ich bin ja mittlerweile fertig und hab dadurch Einiges an Zeit mehr zur Verfügung.

    Mein gott, mich würdest du damit heillos überfordern. Die beziehung als das eine projekt im leben. Das fühlt sich nicht nur nach lösung für eine projektspezifikation an, sondern als die vermeintliche lösung der spezifikation eines total unmöglichen projekts, dassd den kunden auch noch ruiniert, wenn man dann doch nicht die lösung ist. Wie kann irgendwer diese anforderungen auch nur erfftp://llen versuchen wollen? wo bleibt der raum für spielerisches, für interesse am gegenüber als person, ja auch für gesetzte grenzen, wenn diese das gesamte lebensprojekt gefärden könnten.

    Zitat

    Das ist schon richtig, wobei sich die Auswahl in einem 150km-Radius schon mit den grundlegendsten Filterkriterien auf eine untere dreistellige Zahl einschränken dürfte.

    Frankfurt Main. Recht viele Singles da.

    Zitat

    Schreibt sie denn selbst aktiv an, wenn man fragen darf?

    Natürlich!

    Zitat

    Ich finde den Werdegang auch plausibel, aber auf mich würde es auch eher abscreckend wirken bezüglich einer Partnerschaft. Sehe das da genauso wie sicklittelmonkey.


    Darüber hinaus hat es für mich etwas von Verantwortung für nicht stattgefundene Beziehungen auf den Job abwälzen: "Ich konnte ja gar nicht anders, der Job hat mir keinen Raum gelassen"


    Aber wenn man es mal nüchtern betrachtet, hast Du dich doch aus freien Stücken dazu entschieden das so zu machen und Dein Privatleben zum Erliegen kommen zu lassen. Und zwar, weil Du das so wolltest und es Dir zu der Zeit am wichtigsten war. Die Konsequenzen für jegliches Handeln bekommt man oft erst später zu spüren.

    Das ist schon richtig, aber offensichtlich gewinnt man auf dem Partnermarkt ja keinen Blumentopf, wenn man nicht wenigstens seine Stärken ausbaut. Klar trägt man die Konsequenzen jeglichen Handelns selbst, aber es ist ja nicht die Zustandsbeschreibung "mit 30 kaum Beziehungserfahrung", die abschreckt, sondern es sind die möglichen Ursachen dahinter (Beziehungsunfähigkeit, Lebensuntauglichkeit usw.). Wenn diese Ursachen aber nicht zwingend gegeben sind, verstehe ich nicht, wo das große Problem liegt. Hab ich mehr Fehlentscheidungen getroffen als eine arbeitslose alleinerziehende 30jährige, die mit vier verschiedenen Männern Kinder hat? Und dafür, dass ich nach wie vor wie Anfang 20 aussehe, kann ich auch eher wenig. Wie gesagt, ich bin bereit, die Konsequenzen meines Handelns selbst zu tragen, aber ich bin lern- und anpassungsfähig und verstehe nicht ganz, was ich so Unverzeihliches verbrochen hab, dass ich mir auf Level Null die Zähne ausbeißen muss.

    @ -vietnamesin-

    Zitat

    Achso meinst du das. In der Börse wo ich mich bewege ist es echt bunt gemischt. Wie gesagt ich habe das Gefühl, dass dort Männer Mitte bis Ende 30 sehr begehrt erscheinen. Weil das so das klassische Papa werden Alter geworden ist und viele Damen mit Ende 20, suchen einen Mann mit dem sie eine Familie gründen wollen. Das ist nur mein Gedanke. Ich bekomme viele Nachrichten von Männer um die 40 herum, was aber für mich absolut in Ordnung ist. Und darum meine ich fällt die Konkurrenz für mich grösser aus, erstmal die 28 jährigen die den Papa noch suchen, dann die 35 jährigen die schon ein Leben herum haben (wie gesagt es kann auch nur ein Gefühl sein).


    Diese Altersklasse scheint mir deswegen ziemlich gefragt.

    Gut, das ist nicht ganz abwegig. Mitte bis Ende 30 greift bei entsprechender Ausstrahlung halt auch die deutlich jüngeren Damen ab, die auf ältere, angeblich lebenserfahrenere Männer stehen (tatsächlich sind solche Männer, sofern sie entsprechende Altlasten mitbringen, oft nicht mehr als große Kinder). Aber das betrifft dann allenfalls die höhere Resonanz auf eigene Anschreiben und Frauen ergreifen allein deswegen nicht häufiger die Initiative - nicht mal auf Bezahlseiten wie ElitePartner.

    Zitat

    offensichtlich gewinnt man auf dem Partnermarkt ja keinen Blumentopf, wenn man nicht wenigstens seine Stärken ausbaut.

    in einem ratgeber zum besser klettern hab ich mal gelesen, man macht am meisten fortschritte, wenn man an seinen schwächen arbeitet. Das macht aber niemand gerne, weil das ja per definition die sachen sind, bei denen wir uns schwer tun ;-)

    Zitat

    verstehe nicht ganz, was ich so Unverzeihliches verbrochen hab, dass ich mir auf Level Null die Zähne ausbeißen muss.

    das ist genau etwas, was ganz ganz schlecht ankommt. Diese erwartungshaltung, dass man ja nix schlimmes gemachthl hat und deshalb ja eigentlich das recht auf erfolg hat. Auch wenns hart ist: so funktioniert das nicht!

    Nachtrag: die erwartungshaltung ist wieder so ein punkt, wo ich nicht das gefühlt hätte, dass es um mich persönlich geht. Man hat nix grossartig falsch gemacht, die defizite, die da sind, hat man ja nicht selbst verschuldet, die prerequisits sind also erfüllt und jetzt soll gefälligst jemand die spezifikation erfüllen. So kommt es bei mir (vielleicht etwas plakativ gesagt) an

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    Wie gesagt, ich bin bereit, die Konsequenzen meines Handelns selbst zu tragen, aber ich bin lern- und anpassungsfähig und verstehe nicht ganz, was ich so Unverzeihliches verbrochen hab, dass ich mir auf Level Null die Zähne ausbeißen muss.

    Ich glaube, Du musst eine Sache verstehen: das Universum ist nicht fair, das Leben ist nicht fair, Gefühle sind nicht fair.


    Eine Partnerin zu finden ist keine Projekt mit Pflichtenheft, keine Ausschreibung, wo man die verschiedenen Anforderungen abhakt, und dann bekommt man den Zuschlag. Keine zu finden ist keine Strafe für irgendetwas, von irgendwem verhängt (auch nicht von "den Frauen").


    Beziehungen entstehen unter den seltsamsten Umständen, in den unlogischsten Situationen und den ungünstigsten Ausgangslagen - oder auch nicht. Weil jeder Mensch so unterschiedliche Bedürfnisse in eine zwischenmenschliche Beziehung einbringt, dass es unvorhersehbar ist, ob es "funkt" oder nicht. (Ob die Beziehung sich dann als tragfähig erweist, ist eine andere Sache)


    Du hast überhaupt nichts verbrochen. Es spricht selbstverständlich nichts dagegen, seine Stärken auszubauen oder sich persönlich weiterzuentwickeln. Wenn Du das aber tust, weil Du daraus ableitest, irgendwann müsste es doch dann mit den Frauen klappen, sage ich Dir einen stetigen Abstieg in die Verbitterung voraus.

    @ sicklittlemonkey

    Zitat

    Mein gott, mich würdest du damit heillos überfordern. Die beziehung als das eine projekt im leben. Das fühlt sich nicht nur nach lösung für eine projektspezifikation an, sondern als die vermeintliche lösung der spezifikation eines total unmöglichen projekts, dassd den kunden auch noch ruiniert, wenn man dann doch nicht die lösung ist. Wie kann irgendwer diese anforderungen auch nur erfftp://llen versuchen wollen? wo bleibt der raum für spielerisches, für interesse am gegenüber als person, ja auch für gesetzte grenzen, wenn diese das gesamte lebensprojekt gefärden könnten.

    Nein, so meinte ich das nicht. Das, wovon ich rede, sind Selbstansprüche, also z. B. seiner Verantwortung gerecht zu werden, für Konsequenzen einzustehen, dem anderen kein Klotz am Bein zu sein und diesen auch nicht einzuengen. Beziehung ist für mich weder Lösung für ein Problem noch ein steriles Projekt, sondern es geht ja gerade darum, eine gemeinsame Schnittmenge an Vorstellungen zu finden und sich daraus völlig ungezwungen etwas aufzubauen. Mir geht's primär um die andere Person bzw. die gemeinsame Verwirklichung und nicht um irgendeinen hirnrissigen Status. Mit "Projekt" meinte ich das gescheiterte Unterfangen, online überhaupt noch irgendwelche Kontakte zu knüpfen.

    @ NotMichaelCaine

    Zitat

    Frankfurt Main. Recht viele Singles da.

    Ok, so ein Ballungszentrum hatte ich jetzt nicht in Betracht gezogen. Überschuss ist aber meistens besser als einseitiger Mangel wie in den Neuen Bundesländern.

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    Das ist schon richtig, aber offensichtlich gewinnt man auf dem Partnermarkt ja keinen Blumentopf, wenn man nicht wenigstens seine Stärken ausbaut.

    Seine Stärken ausbauen ist natürlich immer ein großartige Idee; was aber, wenn die Stärken nur im beruflichen Bereich zu liegen scheinen? Was hat eine potenzielle Partnerin von diesen Stärken? Machen diese Stärken mich so interessant, dass allein das Vorhandensein dieser Stärken Frauen anzieht? Oder wären andere Stärken (die sich nicht auf das berufliche beziehen) vielleicht attraktiver im Rahmen der Partnerwahl?

    Zitat

    Beziehungsunfähigkeit, Lebensuntauglichkeit

    Das greift ja nicht bei allen, die mit 30 noch nie eine Beziehung hatten. Es gibt auch Menschen wie Dich, denen eine Partnerschaft einfach nicht wichtig genug war. Einer neuen Bekanntschaft kann sich, sofern Du in der Realtität genauso streng, zielgerichtet und auf Nutzen fixiert herüberkommst, die Frage stellen, ob sie Dir überhaupt so wichtig werden kann dass Du Lebenszeit an sie verschwendest bzw ob sie mit Deinen Charaktereigenschaften überhaupt zurecht kommt, das kann nämlich auch nicht jede.

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    Hab ich mehr Fehlentscheidungen getroffen als eine arbeitslose alleinerziehende 30jährige, die mit vier verschiedenen Männern Kinder hat?

    Das kann niemand wissen. Ich weiß n icht, was Du an Entscheidungen getroffen hast, ich weiß auch nicht, was sie an Entscheidungen getroffen hat. Was ihr anscheinend gemeinsam habt, ist dass ihr beide mit dem Ist-Zustand nicht glücklich seid. Augenscheinlich scheint sie aber eine andere Strategie zu haben, Menschen -Männer- kennenzulernen aus denen sich eine Beziehung entwickelt. Ob das dann das richtige ist, sei dahingestellt! Fakt ist wohl, ihr beide macht etwas für Euch grundlegendes falsch. Wo da die Ursachen liehen, müsste jeder für sich selber rausfinden und dann da ansetzen.

    Zitat

    Wie gesagt, ich bin bereit, die Konsequenzen meines Handelns selbst zu tragen, aber ich bin lern- und anpassungsfähig und verstehe nicht ganz, was ich so Unverzeihliches verbrochen hab, dass ich mir auf Level Null die Zähne ausbeißen muss.

    Ich glaube, alles was man dazu sagen könnte, hast Du in deinem Leben schon oft genug gehört oder gelesen, muss nicht wiederholt werden, oder :-)?

    Ich nehme auch an, dass du unsere antworten alle schon genug oft gehört hast. Mag sein, dass wir dich alle missverstehen, aber auch der eindruck, dass du ganz anders ankommst, als du anscheinend bist, kann ja eine erkentniss sein, die evtl. weiterhilft. @:)

    @ sicklittlemonkey

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    in einem ratgeber zum besser klettern hab ich mal gelesen, man macht am meisten fortschritte, wenn man an seinen schwächen arbeitet. Das macht aber niemand gerne, weil das ja per definition die sachen sind, bei denen wir uns schwer tun ;-)

    Das ist mir schon klar. In dem konkreten Fall kannst du aber davon ausgehen, dass man, indem man seine Stärken ausbaut, auch gleichzeitig seine Schwächen mit in Angriff nimmt.

    Zitat

    das ist genau etwas, was ganz ganz schlecht ankommt. Diese erwartungshaltung, dass man ja nix schlimmes gemachthl hat und deshalb ja eigentlich das recht auf erfolg hat. Auch wenns hart ist: so funktioniert das nicht!


    Nachtrag: die erwartungshaltung ist wieder so ein punkt, wo ich nicht das gefühlt hätte, dass es um mich persönlich geht. Man hat nix grossartig falsch gemacht, die defizite, die da sind, hat man ja nicht selbst verschuldet, die prerequisits sind also erfüllt und jetzt soll gefälligst jemand die spezifikation erfüllen. So kommt es bei mir (vielleicht etwas plakativ gesagt) an

    Auch wenn es so herübergekommen sein sollte - es geht mir hier nicht um einen Anspruch (gegenüber anderen). Gerade im Beziehungskontext funktioniert das schon mal gar nicht. Fakt ist aber, dass ich andere Personen durchaus als genauso fehlbar und defizitär wie mich selbst wahrnehme. Damit kann ich gut leben, genauso wie mit meinen eigenen, selbst verschuldeten Fehlern, für die ich auch gern den Kopf hinhalte. Was ich die ganze Zeit sagen möchte: Auf entsprechenden Seiten sind überhaupt keine Begegnungen auf Augenhöhe möglich, weil der Marktwert von Frauen dort maßlos überhöht ist. Und logischerweise machen dann nur die Blender das Rennen, wenn eine Seite partout nicht mehr bereit ist, über ganz gewöhnliche Defizite, die jeder hat, hinwegzusehen. Das ist auch erst mal ganz unspezifisch und überhaupt nicht auf mich gemünzt. Und da kann sich jeder noch so von Anspruchsdenken distanzieren - wenn man von so einer massiven Ungleichbehandlung betroffen ist, dann greift einen das über kurz oder lang an, und zwar jeden.

    @ a.fish

    Wenn ich mich der Illusion hingeben würde, irgendwas wäre fair, dann wäre ich vermutlich deutlich ruhiger. Das man im Einzelfall nie eine Erfolgsgarantie hat, ist mir logischerweise auch bewusst, aber hier geht's ja primär um Partnerbörsen, damit auch größere Zahlen und abstraktere Zusammenhänge. Ich sage auch nicht, dass es bei mir überhaupt grundsätzlich klappen müsste, aber ich bin nicht der Meinung, dass man Schrammen im Lebenslauf, die nun mal jeder hat, auch als allgemeine Erscheinung betrachten sollte.