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    Das kann natürlich jede Familie halten, wie sie möchte, ich meine nur, dass ich diese "Mein Haus, meine Regeln"-Aussage verstehen kann, wenn wir hier von erwachsenen Kindern sprechen. Bei, äh, Kinder-Kindern finde ich sie auch daneben.

    Richtig albern wird es dann wenn das Kind mit 16 einen Freund hat und der in ihrem Zimmer schläft, mit 18 dann aber ausziehen muss. ;-D ;-D


    Angesichts der Tatsache das man mit 18 oft noch zur Schule geht finde ich das eine seltsame Marke. Verständlich fände ich es wenn man bereit wäre dem Kind eine Wohnung zu zahlen und das will nicht ausziehen weil es dann knapper wäre. Aber solange ich als Elternteil nicht möchte das mein Kind auszieht, finde ich die Regel nicht fair. Aber Eltern sind ja auch nicht immer fair.

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    Angesichts der Tatsache das man mit 18 oft noch zur Schule geht finde ich das eine seltsame Marke.

    Na, mit 18 ist man volljährig. Erwachsen. Für sich selbst verantwortlich. Sicher empfinden und handhaben das viele Menschen nicht so, ist ja völlig recht.

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    Aber solange ich als Elternteil nicht möchte das mein Kind auszieht, finde ich die Regel nicht fair.

    Gut, das wissen wir in dem Fall hier nicht.

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    Na, mit 18 ist man volljährig. Erwachsen. Für sich selbst verantwortlich

    Und da liegt der Hase im Pfeffer, das kann man zum einen nicht am Alter festmachen (manche werden nie erwachsen ;-D ), die Ansichten zwischen den "älteren" Erwachsenen => Eltern und den "neu" Erwachsenen differieren oft stark.


    Und wer für was verantwortlich ist führt eben zu Reibereien (kann führen)

    Die Volljährigkeit tritt mit der Vollendung des 18. Lebensjahres ein, man ist erwachsen. Man ist für sich selber verantwortlich, das elterliche Sorgerecht endet. Ob man sich dem gewachsen fühlt, ob man so behandelt wird und ob man sich selber so fühlt, ist eine andere Sache.

    Es ist das Haus der Eltern und die Regeln der Eltern.


    Willst du deine eigenen Regeln, dass ziehe aus!


    Solange ich zu Hause gewohnt habe, durfe ich das auch nicht und da war nichts dran zu machen. Natürlich hat es mich damals gestört, jetzt wohne ich fast 10 Jahre nicht mehr zu Hause und schmunzle drüber.

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    Es ist das Haus der Eltern und die Regeln der Eltern.

    Sehe ich auch so. Es ist weder mein Haus, noch sind die meisten Dinge "mein", weil ich schlichtweg nichts dazu beigetragen habe. Auch wenn ich die abwasche, bügle oder mal sauber mache, so steht das in keinem Verhältnis zum finanziellen Aufwand der Eltern. Wenn ich ausziehe, nehme ich auch "meine" geschenkten Sachen mit und sonst nichts. Ich bin Gast und je nach "Gastfreundlichkeit" meiner Eltern und unseren Bedürfnissen, sind gewisse Dinge kompatibel oder nicht, wie in jeder Beziehung eben und gleichwertig wird diese Beziehung nicht so schnell, da Eltern die Verantwortung für ihre Kinder tragen, auch wenn sie gerade mal 18 geworden sind. Da werden Regeln oft notwendig, die den Kindern nicht gefallen. Müssen ja auch nicht. Eltern sind aus meiner Sicht nicht dazu da, um zu gefallen und alles zu verschenken, was sie haben, sondern soweit es geht selbstverantwortliche Erwachsene heranzuziehen. Ihre Moralvorstellungen und Weltsicht abzulegen, sehe ich da auch nicht inbegriffen. Wenn es denn dann einer 18jährigen nicht gefällt, darf sie ja auch ausziehen, wenn sie meint, sie wäre schon in der Lage das Leben zu meistern.

    18 Jahre lang Gast im Haus der Eltern? Im Ernst? wie soll man sich denn so im Leben verorten, ein eigenes Selbstverständnis entwickeln, wenn man stets nur zu Gast ist? Ich finde das eine ganz, ganz antiquierte Nummer... Natürlich kann man Heranwachsenden, die kackedreist immer mehr fordern und nicht erkennen, dass alles auch verdient werden muss, auf diesen Umstand auch mal hinweisen. Dass ihnen aber gar nichts gehört, sie stets Bittsteller und Gäste sind, ihr halbes Leben lang, haste nix, biste nix, solange Du Deine Füße unter meinen Tisch strecks usw. ... üble Nummer, ganz üble Nummer.

    Ich würde nicht mit meinem Freund in meinem Bett schlafen wenn nebenan meine Eltern schlafen. Muss man sich mal richtig klar drüber werden dass da immer die Eltern als Lauscher auf der Lauer liegen um ja alles schön spitz zu bekommen was das Töchterlein da mit dem Freund nebenan macht. Austoben könnte ich mich da auch nicht wie sonst immer wegen des Geräuschpegels, wäre das bombastische frustrierende Sex-NoGo für Tochter und Freund. Peinlich ist das finde ich bei den Eltern der Freundin schlafen zu wollen, für die Tochter und die Eltern.

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    Ich hatte dieses Gefühl daheim zu Gast zu sein erst, als ich schon länger ausgezogen war. Zum Glück.

    Ja, das war/ist bei mir auch so und finde ich richtig so.

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    Wenn ich ausziehe, nehme ich auch "meine" geschenkten Sachen mit und sonst nichts. Ich bin Gast und je nach "Gastfreundlichkeit" meiner Eltern und unseren Bedürfnissen

    Übrigens gibts ja auch den Spruch: "fühl Dich wie zuhause", wenn man Gäste hat. Gäste sollen sich zuhause fühlen und die eigenen Kinder wie Gäste?? Echt jetzt? Die gesamte Kindheit und Jugend lang, bis sie erwachsen sind?

    Kleio


    Natürlich haben meine Kinder nichts finanziell beigetragen, aber sie tragen jeden Tag dazu bei das dies hier unser zu Hause ist. Ohne sie wäre diese Wohnung nichts mehr für mich. Vermutlich wäre ohne sie das allermeiste meines Lebens (vorerst) nicht mehr sehr viel. Ich teile gerne mit ihnen, es bereitet mir vieles sehr viel mehr Freude mit ihnen. Und natürlich gibt es einen ganzen Satz an Regeln die ihnen nicht passen, aber die dienen ihrem und unserem Schutz oder dem Schutz des gemieteten Wohneigentums. Je mehr sie selbst für diesen Schutz sorgen können, desto mehr werde ich mich da zurückziehen und Dinge mit ihnen aushandeln.

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    18 Jahre lang Gast im Haus der Eltern? Im Ernst? wie soll man sich denn so im Leben verorten, ein eigenes Selbstverständnis entwickeln, wenn man stets nur zu Gast ist?

    Mir gefällt dieses Bildnis in Bezug auf Eltern. Gäste werden beschenkt, man teilt mit ihnen alles, worauf man selbst verzichten kann, wenn es ein besonderer Gast ist, verzichtet man auch auch einiges. Da es ein Gast ist, geht es auch irgend wann und bleibt nicht ewig und die Eltern haben wieder ihre Zweierbeziehung und müssen sich nicht mehr auf die Bedürfnisse ihres Gastes einstellen.

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    Natürlich kann man Heranwachsenden, die kackedreist immer mehr fordern und nicht erkennen, dass alles auch verdient werden muss, auf diesen Umstand auch mal hinweisen.

    Ich wusste mit 5-6 Jahren, dass nichts vom Himmel fällt.


    Heranwachsende können auch fordern, wenn sie wissen, dass nichts vom Himmel fällt. Das ist eine Sache der Persönlichkeit. Die trifft man ja dann auch als Erwachsene, die ständig fordern.

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    Dass ihnen aber gar nichts gehört, sie stets Bittsteller und Gäste sind, ihr halbes Leben lang, haste nix, biste nix, solange Du Deine Füße unter meinen Tisch strecks usw. ... üble Nummer, ganz üble Nummer.

    Ja, klingt übel.

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    Ich hatte dieses Gefühl daheim zu Gast zu sein erst, als ich schon länger ausgezogen war. Zum Glück.

    Ich wurde erst als ich Erwachse als Gast behandelt und bin dann auch gerne geblieben und gerne wieder gekommen. :-) Vorher weniger. :-)

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    Übrigens gibts ja auch den Spruch: "fühl Dich wie zuhause", wenn man Gäste hat. Gäste sollen sich zuhause fühlen und die eigenen Kinder wie Gäste?? Echt jetzt? Die gesamte Kindheit und Jugend lang, bis sie erwachsen sind?

    Jeder soll es sehen, wie er mag. Ich sehe mich als Gast und sehe da auch keinen Widerspruch. Wenn sich Gäste zu Hause fühlen, dann wohl das Kind auch. ":/

    danae87

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    Natürlich haben meine Kinder nichts finanziell beigetragen, aber sie tragen jeden Tag dazu bei das dies hier unser zu Hause ist. Ohne sie wäre diese Wohnung nichts mehr für mich. Vermutlich wäre ohne sie das allermeiste meines Lebens (vorerst) nicht mehr sehr viel. Ich teile gerne mit ihnen, es bereitet mir vieles sehr viel mehr Freude mit ihnen. Und natürlich gibt es einen ganzen Satz an Regeln die ihnen nicht passen, aber die dienen ihrem und unserem Schutz oder dem Schutz des gemieteten Wohneigentums. Je mehr sie selbst für diesen Schutz sorgen können, desto mehr werde ich mich da zurückziehen und Dinge mit ihnen aushandeln.

    Das ist ja auch in Ordnung. Interessant wird es werden, wenn Du der Meinung bist, dass sie für ihren Schutz nicht so sorgen können, wie sie meinen es tun zu können und sie dann gerade 18 werden. Aber darum geht es nicht, sondern genau darum, dass Eltern da die unterschiedlichsten Vorgehensweisen haben werden.