• Enddreißiger ohne Führerschein, Auto und eigener Wohnung

    mal ne Fragen an die Damen hier könntet ihr euch eine Beziehung zu einem Mann vorstellen der mit Ende 30 in ner WG lebt und keinen Führerschein oder Auto hat, einen ehemaligen Dauerstudenten mit unsicheren Einkommen und fast mittellos ?
  • 164 Antworten
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    Faule Männer habens schwer. Faule Frauen heiraten und bekommen Kinder? Ihr wollt alle Gleichberechtigung, der Mann soll aber bitteschön beschützen und das meiste Geld verdienen. Leider praktizieren viele Frauen einen Feminismus light, und nur wenn er zu ihrem Nutzen ist. Finde ich sehr verlogen.

    Naja. Auch hier bestimmen Angebot und Nachfrage den Markt. Wenn es keine Männer geben würde, die das mit sich machen lassen, würden die "faulen Frauen" leer ausgehen. Selbst schuld, wer sich auf sowas einlässt.


    Die Nachfrage nach "faulen Männern" scheint einfach kleiner zu sein.

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    cerebrale_diarrhoe**

    Zitat

    Nach den ersten 3 Seiten habe ich nicht weitergelesen.

    Hättest Du mal machen sollen bevor Du hier derartige Unterstellungen in den Raum wirfst.

    So, jetzt habe ich alle Beiträge gelesen. Ein intelligenter brotloser Geisteswissenschaftler geht gerade noch. Aber einfach ein Hänger, ein Looser, einer der immer ein wenig langsamer ist als die Anderen, die gehen natürlich nicht. Und so richtig zugeben wollen es die meisten nicht das bei Frauen das Problem wunderbar kaschiert werden kann und bei Männern eben nicht. Frauen werden zu Latte-Macchiato-Müttern, ach so gestresst von allem. Und ruhen sich mit zwei Kindern beim Stricken aus. Ihr eher zweifelhafter Lebenslauf bis dahin, mit dem ökosozialen Jahr, der einjährigen Australienreise (work and travel) und dem 13-semestrigen Kulturwissenschaftsstudium ohne Abschluss, aber mit Auslandssemsester wird unreflektiert verdrängt.


    Leider wird das nicht so schonungslos betrachtet wie bei einem Mann. Dem fehlt da einfach die Exitstrategie bis zum Vorruhestand. Ich durfte das erst letztens beim 20-jährigen Abitreffen bewundern, der Kiefer ist immer noch nicht wieder oben.

    Griesspudding


    Ach komm', schon der Ansatz einer derartigen Diskussion ist doch "für die Füße". ;-)


    Die Basis wäre: Frauen die Kinder bekommen und nicht arbeiten sind per se faul, wollen sich aushalten lassen. Das untergräbt, bzw. diffarmiert zum Einen die Aufgabe der Hausfrau und Mutter (um gleichberechtigt zu bleiben: Des Hausmannes und Vaters).


    Des weiteren ist es doch so, dass zu einer Beziehungskonstellation immer ZWEI gehören. Und diese zwei machen miteinander aus wie sich die Beziehung gestaltet.


    Per se eine derartige Verallgemeinerung in den Raum zu schmeißen: "Eine Frau ("die Frau als Solches") will einen Versorger um sich einen faulen Lenz zu machen und wagt es dann auch noch irgendwelche Ansprüche zu stellen....", dann noch Begriffe wie "Feminismus" einzubringen – das ist doch, wie gesagt, keine Grundlage für eine vernünftige Diskussion. Schon mal gar nicht in einer laufende Diskussion ohne diese überhaupt verfolgt zu haben.

    Naja, cerebrale diarrhoe trägt seinen Namen doch sicher nicht ohne Grund, oder?


    Also ich würde mich von ihm nicht Trollen lassen...


    http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur)

    cerebrale_diarrhoe


    Wenn Du wirklich alle Beiträge gelesen hast, dann sollte Dir auch aufgefallen sein, dass es auch hier bei den Beiträgen der mitschreibenden Frauen zum größten Teil nicht rein um irgendwelche im Eingangsposting angebrachte Eckpfeiler geht. Sondern immer um die Gesamtumstände.


    Vor allem hat hier keine der Frauen so deartig respektlose, undifferenzierte wie auch verallgemeinernde Sprüche gebracht à la:

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    Frauen werden zu Latte-Macchiato-Müttern, ach so gestresst von allem. Und ruhen sich mit zwei Kindern beim Stricken aus.

    Nicht "Frauen werden zu etwas" (auch nicht Männer), sondern "Menschen werden zu etwas".


    Und so wie es die eine Mutter geben mag, die ihre Kinder von einer Nanny erziehen lässt und sich "strickend" (??) in die Ecke setzt, gibt es die andere Mutter, die fast Alles alleine ohne Hilfe wuppen mußt und dazu vielleicht noch ein weiteres Kind in Form ihres Partners hat.


    Heißt: Jeder kann sein Leben so gestalten wie er es möchte. Den Anspruch diesbezüglich an einen anderen zu stellen, dass er dies erst möglich macht – der ist zwar nicht meins – aber trotzdem legitim und ob der jeweilige andere diesen Anspruch erfüllt ist alleine seine Entscheidung. Das ist völlig geschlechterunabhängig.


    Denn ja, Du hast recht: Die so hochgehaltene Gleichberechtigung gilt für alle.


    Und genau deswegen muß heute auch keine Frau mehr dafür sorgen, dass das Familienleben mit ihr steht und fällt, weil sie die zweite "Mutter" ihres Mannes sein soll. Weil dieser meint, es reiche aus Geld mit nach Hause zu bringen und ansonsten kann er die Füße hochlegen.

    that's amore


    Auch mein erster Gedanke.


    Deswegen auch meine Beiträge sich nicht auf die Provokation einzulassen.


    Andererseits: Es gibt leider noch immer zu viele Menschen die eine derartige Denkkultur an den Tag legen.

    Natürlich bin ich kein Troll! Und ich meine meine Aussagen auch sehr Ernst. Und nur um es zu untermauern: Meine Frau ist genauso berufstätig wie ich, wir haben zwei Kinder und teilen uns alle anfallenden Aufgaben.


    Die meisten Menschen sind Durchschnitt, wollen aber natürlich etwas Besseres sein. Aber was passiert mit all den Unterdurchschnittlichen? Welch Perspektive haben die denn? Das und die immer noch starken gesellschaftlichen Konventionen von vorgerstern lassen eine relativ große Gruppe an sogenannten Junggesellen zurück.


    Mehrfach durfte ich schon beobachten das es riesige Probleme in Beziehungen gab wenn z.B. die Frau mehr verdient oder es viel weiter gebracht hat auf der Karriereleiter. Es wird implizit ein Machtgefälle erwartet. Und natürlich als bequeme Exitstrategie von Frauen auch bisweilen ausgenutzt. Sollte ich zu provokativ und verallgemeinernd geschrieben haben so war dies ein klein wenig gewollt. ]:D

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    Sollte ich zu provokativ und verallgemeinernd geschrieben haben so war dies ein klein wenig gewollt. ]:D

    Ach, sag' bloß...? :-o ]:D ]:D

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    Heißt: Jeder kann sein Leben so gestalten wie er es möchte. Den Anspruch diesbezüglich an einen anderen zu stellen, dass er dies erst möglich macht – der ist zwar nicht meins – aber trotzdem legitim und ob der jeweilige andere diesen Anspruch erfüllt ist alleine seine Entscheidung. Das ist völlig geschlechterunabhängig.

    Leider ist Mann/Frau eben nicht so frei in der Entscheidung! Ich kenne sowohl Turbostudenten, als auch besagte langsame Geisteswissenschaftler. Mir, und nicht nur mir, ist aufgefallen das Männer wie im Eingangsbeitrag erwähnt die Opfer der Gleichberechtigung sind, die gesellschaftlich Abgehängten. Das finde ich sehr schade. Und ich führe dies darauf zurück das recht viele Frauen sich jeweils immer nur die Schokoladenseite des gesellschaftlichen Wandels zueigen machen. Selbstredend müsste hierzu natürlich auch von staatlicher Seite das Angebot an die Kinderbetreuung besser ausgebaut werden. Dann entfällt ein weiterer Punkt das man ja nicht in das Berufsleben einsteigen muss. ]:D

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    Naja, inzwischen gibt es doch auch für Männer die Exitstrategie "Hausmann und Vater". ;-D

    Die kann ich nur mit einem entschiedenen Nein beantworten. Es muss mindestens ein großes Handicap dazukommen das ein Hausmann und Vater gesellschaftlich auch nur einen Zentimeter über, sagen wir einem FDP-Politiker steht.

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    Und ich führe dies darauf zurück das recht viele Frauen sich jeweils immer nur die Schokoladenseite des gesellschaftlichen Wandels zueigen machen.

    Und Männer machen das natürlich nieeee und haben das noch nieeeee gemacht? ;-)


    Natürlich versucht jeder aus seinem Leben das Beste zu machen, im Rahmen der gesellschaftlichen Möglichkeiten. Das ist ja eben das tolle an der Gegenwart: Die Gestaltung des eigenen Lebens steht einem offen.

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    Mir, und nicht nur mir, ist aufgefallen das Männer wie im Eingangsbeitrag erwähnt die Opfer der Gleichberechtigung sind, die gesellschaftlich Abgehängten.

    Der Mann aus dem Eingangsbeitrag hat sich seinen Weg selbst gesucht. Und kann ihn jederzeit ändern, wenn er möchte. Übrigens hätten seine Chancen bei der Frauenwelt vor den Zeiten der Gleichberechtigung noch deutlich übler ausgesehen als heute. Kein Vater verheiratet seine Tochter mit einem mittellosen Taugenichts.

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    Mir, und nicht nur mir, ist aufgefallen das Männer wie im Eingangsbeitrag erwähnt die Opfer der Gleichberechtigung sind, die gesellschaftlich Abgehängten.

    Wie kommst Du eigentlich darauf?


    Vor noch 50 – 100 Jahren hätte es eine derartige Diskussion noch nicht mal im Ansatz gegeben.


    Ein Mann der so lebte war doch gesellschaftlich von vornherein tot.


    Denn:


    Ein Mann hatte in der Lage zu sein eine Familie finanziell zu versorgen. Alleine(!).


    Ein Mann der das nicht konnte war entweder ein "Giggolo/Casanova..."-what ever, er heiratete eben reiche Frauen und ließ sich somit aushalten


    ODER er heiratete zumindest eine Frau die finanziell (sie ging arbeiten) und häuslich für das Familienwohl (somit auch seins UND das der Kinder, Haushalt blieb an ihr hängen) sorgte


    ODER er blieb eben Junggeselle.


    Der Gleichberechtigung (also nicht der fanatisch angehauchten, die ist wieder was ganz Anderes) ging es nie darum, dass Frauen sich endlich mal auf die faule Haut legen. Sondern darum, dass sie mal aus der Rolle der ewigen Hausfrau und vor allem der des Mutter-sein-müssens rauskommen. Denn wie oben schon erwähnt: Selbst die Frauen die gar keine leiblichen Kinder hatten wurden in die Rolle gedrängt ihren Mann zu "versorgen". Darum geht es in der Gleichberechtigungssache und nicht, wie oben schon gesagt, um einen Emazipationsfanatismus à la Alice Schwarzer.

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    Der Mann aus dem Eingangsbeitrag hat sich seinen Weg selbst gesucht. Und kann ihn jederzeit ändern, wenn er möchte. Übrigens hätten seine Chancen bei der Frauenwelt vor den Zeiten der Gleichberechtigung noch deutlich übler ausgesehen als heute. Kein Vater verheiratet seine Tochter mit einem mittellosen Taugenichts.

    Punkt für dich!


    Mit einem leisen aber ;-D: Früher, also die Zeit vor der Erfindung von Facility Managern, konnte man ein schmales und kärgliches Auskommen allein mit stumpfsinniger, monotoner und anstrengender körperlichen Arbeit erreichen und im Idealfall eine Familie damit durchbringen. Heute dagegen sind wir kurz davor Stulle schmieren out-zu-sourcen. Selbst die NPD lässt ihr Mitgliedermagazin in Polen drucken. (Die Ausländer nehmen den Deutschen die Arbeit weg, harhar!) Leider gibt es für einige Menschen keine ansprechende Perspektive.

    Das stimmt. Durch die defakto Abschaffung wirklicher Armut in Deutschland, bei gleichzeitig schlecht bezahlten Jobs für Geringqualifizierte gibt es keinen echten Druck eine Karriere, oder zumindestens eine auskömmliche Arbeit sich suchen zu müssen. Langzeitarbeitslose Studienabbrecher mit sporadischer unterbezahlter Arbeit (was mit Medien...) gab es schlicht und ergreifend vor 50 oder 100 Jahren noch nicht. Es gab keine Heulsusen mit Affiliate Marketing im eigenen Blog namens "wie-werde-ich-mit-bloggen-reich.de". Es gab einen Druck sich ins Arbeitsleben integrieren zu müssen. In der heutigen Welt von Kettenbefristungen und schlecht bezahlten Teilzeitjobs verschwimmen diese alten Grenzen.