• Enddreißiger ohne Führerschein, Auto und eigener Wohnung

    mal ne Fragen an die Damen hier könntet ihr euch eine Beziehung zu einem Mann vorstellen der mit Ende 30 in ner WG lebt und keinen Führerschein oder Auto hat, einen ehemaligen Dauerstudenten mit unsicheren Einkommen und fast mittellos ?
  • 164 Antworten
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    Wenn er deswegen so lebt, weil er es momentan gut findet, dann ist alles bestens.

    Das ist wohl die passendste Äußerung, ohne dass man Bauarbeitern Unrecht tut oder auch Frauen, die von sich sagen dass sie sich eben gut selbst ernähren können und dazu keinen Mann brauchen.


    Auch wenn eine Frau keinen Versorger "braucht", hat sie lieber einen der versorgen kann als einen der es nicht kann.

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    Ich war gerne Bauarbeiter, war 2 mal selbstständig, einmal auf artfremdem Gebiet und bin nicht so dumm.

    Das glaube ich Dir. Als Selbständiger ist man nicht nur "Bauarbeiter", man ist auch Unternehmer und Geschäftsmann und trägt seine Existenz auf den eigenen Schultern. Beim Bau kann man außerdem tausend Dinge falsch machen. Gutes Handwerk hat eben seinen Wert.


    Der Bauarbeiter-Spruch war bloß ein Klischee-Beispiel, so wie "Frauen hinterherpfeifen", "Bierpulle in der Hand", "grober Umgangston". Natürlich gibt es auch intelligente Bauarbeiter, wieso denn nicht. Wenn man hier im Forum mit Klischees arbeitet, dann um etwas zugespitzt Gegensätze zu veranschaulichen, aber nicht um andere Berufsgruppen schlecht zu machen die hart arbeiten und deren Männer sicher auch schöne Frauen zu Hause sitzen haben. :)z

    Führerschein und Auto würden mich nicht interessieren, da beides bei mir vorhanden, wodurch wir flexibel wären. Unregelmäßiges Einkommen würde mich auch nicht stören, da mein Einkommen auch für zwei reicht. Er dürfte nur kein Problem damit haben, sich einladen zu lassen, denn auf Camping-Urlaub und Dosenfutter, nur weil er knapp bei Kasse ist und zu stolz, sich von mir einladen zu lassen, habe ich keine Lust.


    Einziges Problem sehe ich im WG-Leben. Ist absolut nicht mein Ding und mir ist da jemand, der genau so viel wert auf Privatsphäre und die "eigenen" 4 Wände legt, als Partner lieber. Möchte Badezimmer und Toilette nicht mit anderen teilen und mich frei in der Wohnung bewegen können. Deshalb wäre mir jemand, der aufgrund seiner finanziellen Verhältnisse lieber alleine einen kleinen Schuhkarton bewohnt, wohl sympathischer, als jemand der in einer großen WG lebt.

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    Grundsätzlich finde ich Menschen interessant, die dem Mainstream nicht ganz entsprechen. Leute, die sich bewusst für einen anderen Lebensstil entschieden haben, also nicht 40-50h die WOche arbeiten, sondern ihr Hobby zum Beruf machen, um die Welt reisen, Musik machen oder Schreiben und davon leben – finde ich toll.

    Da kann ich mich anschliessen!


    WG faende ich besser als eine voellig charakterlose kleine Bruchbude, ich mochte WGs immer, auch wenn eine eigene Wohnung natuerlich ihre Vorteile hat. Kein Auto waere mir egal, kein Fuehrerschein faende ich unpraktisch und wuerde mir schon wuenschen, dass sich das aendert.


    Geld – naja. Waere fuer mich nicht so wichtig, aber sicherlich schwieriger, als wenn beide etwa gleich gut verdienen. Die Frage ist auch, warum hat er so wenig Geld – hat er seinen Traumjob gefunden, der leider schlecht bezahlt ist, dann wuerde ich das verstehen und unterstuetzen. Waere es eher eine "kein-Bock-auf-nichts"-Mentalitaet, haette ich ein Problem damit.


    Das groesste Problem waere aber fuer mich: "keine Hobbies". Uaaah – von was soll er mir denn erzaehlen, wenn er keine Hobbies und Interessen hat? Wuerde mich zu Tode langweilen, da koennte er noch so intelligent und lustig sein. Menschen, die sich fuer nichts begeistern, koennen mich nicht begeistern, das gilt fuer Freunde und potentielle Partner gleichermassen.

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    Auch wenn eine Frau keinen Versorger "braucht", hat sie lieber einen der versorgen kann als einen der es nicht kann.

    und da glaube ich, dass das sehr vom alter, bzw. der lebensphase abhängt (ganz davon abgesehen, dass mir das zu verallgemeinernd ist!)


    in der familiengründungsphase war das für mich schon ein thema. heute allerdings spielt bei mir der versorgungsaspekt gar keine rolle mehr. ich könnte mir sogar vorstellen, einen mann zu versorgen (wenn ich nicht schon einen ganz wundervollen hätte!), der ganz andere baustellen der beziehung bedient.

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    mal ne Fragen an die Damen hier


    könntet ihr euch eine Beziehung zu einem Mann vorstellen der mit Ende 30 in ner WG lebt und keinen Führerschein oder Auto hat, einen ehemaligen Dauerstudenten mit unsicheren Einkommen und fast mittellos ?

    WG: egal, wenn er sich damit wohlfühlt störts mich nicht.


    Kein Auto/Führerschein: Happig. Solange ich nicht irgendwann als Dauertaxi betrachtet werde und er es schafft auch anderweitig von A nach B zu kommen würde es gehen.


    Ende 30 und nix erreicht: Nein. Erscheint mir sehr ziel und antriebslos im Leben.


    Kaum Kohle weil Arbeit schlecht bezahlt-> Ok.


    Kaum Kohle weil Arsch nicht hochbekommt und in den Tag hineinlebt bzw. sich nicht um anständigen, festen Job bemüht -> Nein.


    Und damit meine ich nicht das mit durchziehen, sondern diese ganze Lebenseinstellung wäre mir zutiefst zuwider.

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    angenehmes Äußeres, ist aber Geschmackssache, ca. 1,90 m


    keine besonderen Hobbys

    Ähems...

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    keine besonderen Hobbys

    Das wäre für mich ein Ausschlusskriterium.

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    heute allerdings spielt bei mir der versorgungsaspekt gar keine rolle mehr. ich könnte mir sogar vorstellen, einen mann zu versorgen (wenn ich nicht schon einen ganz wundervollen hätte!), der ganz andere baustellen der beziehung bedient.

    Ich mir überhaupt nicht, dieser versorgte Mann zu sein. Aber ich bin Mitte 30, Nicht Mitte 50 oder Ende 40. Vielleicht wirklich eine Frage der Lebensphase.


    Andererseits ist meine Einstellung zum Thema Versorgen erlernt. Ich hätte, psychologisch gesprochen, schon immer gerne eine starke Mama als Partnerin gehabt die sich um mich kümmert während ich ancere Baustellen bedienen kann, welche auch immer das sein mögen (Rücken massieren?). Ich hab aber ganz einfach lernen müssen, dass es solche Frauen unter 50 offenbar nicht gibt. Selbst die, die dem vom Typ her nahe kommen und Bemutterungspotential haben, erwarten einen Mann zu haben zu dem sie aufsehen können und der sie tragen kann anstatt andersrum. Also wächst man da rein.


    Ich hätte früher geboren sein müssen und Seherin früher kennenlernen müssen. Im nächsten Leben dann. ;-D

    Zitat

    Ich hätte früher geboren sein müssen und Seherin früher kennenlernen müssen. Im nächsten Leben dann.

    nun, einen jugendlichen liebhaber zu versorgen, wäre mir heute ein vergnügen – wenn ich denn nicht schon einen gleichaltrigen hätte!


    (obwohl ich bei der bemutterungs-komponente raus wäre... das hatte ich schon mit meinen kindern!)

    Also ich könnte mir nicht vorstellen einen Mann zu versorgen. Dafür ist mein Sicherheitsbedürfnis auch einfach zu groß und ich verdiene nicht genug um mich dabei entspannt zurück zu legen.


    Ich habe nicht vor, für immer zuhause zu sitzen und komme auch alleine ganz gut klar. Wenn wir mal Familie gründen möchte ich aber schon ein paar Monate zuhause bleiben können und Stillen und sowas und mich nicht nach 4 Wochen Vollzeit ins Büro quälen, weil mein Kerl zu faul ist. ???

    Zitat

    Wenn wir mal Familie gründen möchte ich aber schon ein paar Monate zuhause bleiben können und Stillen und sowas und mich nicht nach 4 Wochen Vollzeit ins Büro quälen, weil mein Kerl zu faul ist. ???

    da frage ich mich immer, wie weit das mit der gleichberechtigung nun wirklich schon ist?


    es könnte ja sein, dass der mann eben nicht zu faul ist, vielleicht aber lieber den inhouse-job machen würde? und dann?

    Gürteltier32

    Zitat

    Auch wenn eine Frau keinen Versorger "braucht", hat sie lieber einen der versorgen kann als einen der es nicht kann.

    Er muß nicht mich versorgen können, sondern in erster Linie sich selbst.


    Und ein Mensch der sich selbst versorgen kann, kann auch, wenn es sein muß oder er es will (sei es ein "Notfall" wie Krankheit oder Familienplanung), für Andere sorgen.


    So könnte ich auch z.B. eher mit jemandem zusammensein, der sich entschlossen hat in einer WG zu leben, als mit jemandem der Kinder hat, sich aber nicht kümmert.

    Zitat

    Ich hätte, psychologisch gesprochen, schon immer gerne eine starke Mama als Partnerin gehabt die sich um mich kümmert während ich ancere Baustellen bedienen kann, welche auch immer das sein mögen (Rücken massieren?).

    Gruselig.... ;-D – sorry, aber das ist für mich ein absolutes NoGo.

    Zitat

    Ich hab aber ganz einfach lernen müssen, dass es solche Frauen unter 50 offenbar nicht gibt. Selbst die, die dem vom Typ her nahe kommen und Bemutterungspotential haben, erwarten einen Mann zu haben zu dem sie aufsehen können und der sie tragen kann anstatt andersrum.

    Ich erwarte, dass es bei mir und meinem Partner gleich ist, also wir diesbezüglich gleich denke und handeln. Ich brauche niemanden der mich "trägt" und zu dem ich aufsehen kann – in Maßen klar, das gebe ich dann gleichermaßen zurück – aber nicht in einem Ungleichgewicht.


    Banales Beispiel: Ich koche gerne und bekoche gerne (auch Freunde, Familie) – aber ich gehe ungern einkaufen, also wäre ein Partner für mich ideal, der das gerne tut (kenne so einige Männer, die das gerne tun ;-)). Das wäre für mich so ein Gleichgewicht. Man erledigt das, was man gerne macht und tut was für den den Anderen mit ("trägt").


    Wie wir jeweils räumlich leben ist dabei sekundär. Eine WG ist ja nicht gleichbedeutend mit faul, nicht ehrgeizig, nichts auf die Reihe kriegen etc..


    Die Seherin

    Zitat

    nun, einen jugendlichen liebhaber zu versorgen, wäre mir heute ein vergnügen

    Echt jetzt? :-o ;-D Für mich eine Horrorvorstellung, gerade weil ich zwei Kinder großgezogen habe.

    Isabell

    deswegen habe ich ja auch gesagt, dass ich aus der sache mit dem bemuttern raus wäre ;-D


    und es gibt ja sehr unterschiedliche ansätze, wie man jemanden versorgen kann, ohne gleich in die eltern-rolle zu verfallen!

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    es könnte ja sein, dass der mann eben nicht zu faul ist, vielleicht aber lieber den inhouse-job machen würde? und dann?

    Kann er ja machen ... Anspruch auf Elternzeit hat man ja über 3 Jahre, die lassen sich beliebig verteilen. Aber das mit dem Stillen wenn das Kind noch recht frisch ist ... bleibt nunmal meist an der Frau hängen, Gleichberechtigung hin oder her

    Die Seherin

    Zitat

    und es gibt ja sehr unterschiedliche ansätze, wie man jemanden versorgen kann, ohne gleich in die eltern-rolle zu verfallen!

    Sicher – jetzt kommen wir zu den Feinheiten ;-).


    Wenn Du unter "bemuttern" auch "verwöhnen" verstehst – das tue ich auch gerne.


    Für mich ist der entscheidende Unterschied der: Kann er sich alleine versorgen und ich versorge (verwöhne?) ihn, weil es mir Spass/Freude macht – kein Thema.


    Geht es aber um solche Dinge wie:


    Ich muß ihn morgens wecken oder an Termine erinnern, sogar Termine für ihn managen/ausmachen...etc. weil er sonst nichts auf die Reihe kriegt....nein Danke.

    von mutter zu mutter...

    Zitat

    Ich muß ihn morgens wecken oder an Termine erinnern, sogar Termine für ihn managen/ausmachen...etc. weil er sonst nichts auf die Reihe kriegt....nein Danke.

    ... gott bewahre! ich bin froh, dass meine aus dem haus sind!!!