• Enddreißiger ohne Führerschein, Auto und eigener Wohnung

    mal ne Fragen an die Damen hier könntet ihr euch eine Beziehung zu einem Mann vorstellen der mit Ende 30 in ner WG lebt und keinen Führerschein oder Auto hat, einen ehemaligen Dauerstudenten mit unsicheren Einkommen und fast mittellos ?
  • 164 Antworten
    Zitat

    Ich bin mit Mitte 20 für ein Jahr bei meiner Mutter eingezogen. Unter den obigen Verhältnissen wäre ich schon nach 3 Tagen wieder weg gewesen. :-p

    Aber wie denn dann? Ich meine, die wohnen dort ja und man nutzt ein gemeinsames Esszimmer. "Liebe Mama, wann genau esst ihr heute? Meine Freundin kommt und ich möchte bitte dann nach euch essen."


    Wäre ja auch skurril. Und kocht man dann zweimal oder stellt man das für die nächste Runde warm? Und während man mit Partner ist, sitzen die Eltern nebenan im Wohnzimmer?


    Seine Eltern sind allerdings auch wirklich sehr nett. Es hätte schlimmer kommen können.

    Ich finde es gut, dass hier aber wenigstens einige User zum Differenzieren in der Lage sind und sich die Umstände mal mit ansehen. :)


    Es gibt ja auch durchaus noch die Fraktion, die unverschuldet arbeitslos geworden ist und das im etwas höheren Alter. Nicht immer ist es so einfach, wieder in einen guten Job reinzukommen.


    Ansonsten denke ich, dass sich diese traditionellen Lebensvorstellungen doch ein wenig geändert haben. Viele leben auf Grund der finanziellen Situation, die sich ja auch verschlechtert hat gesamtgesellschaftlich, in WGs. Ich finde das ziemlich kurzsichtig bzw. die Realität ausblendend, jetzt zu sagen, dass jeder, der mit ab Ende 20 nicht dieses und jenes hat, lebt wie ein Teenager. So liest sich das hier im Thread und auch im med1 generell immer wieder. Das richtet sich jetzt natürlich nicht an alle, die hier was dazu geschrieben haben...


    Ich kenne Leute, die im Studium solche finanziellen Probleme bekommen haben, dass sie wieder bei den Eltern eingezogen sind. Dazu gehören auch einige Ältere, die ich so kenne.


    Manche sind studien- oder ausbildungsbedingt so hoch verschuldet, dass da ne teure Wohnung, 'n teures Auto usw. selbst mit hohem Verdienst nicht drin sind.


    Ich habe selbst auch fast 17.000 Schulden gehabt, obwohl ich nebenher noch arbeiten ging. Nen Teil dieser Schulden hat mir mein Vater bezahlt gerade.


    Wenn man mal schaut:


    ich wohne mit einem guten Freund von mir zusammen und wir haben alleine für unsere Wohnung, die einigermaßen zentral ist und sich in Düsseldorf befindet, fast 2200 Kaution bezahlen müssen.


    Das Leben ist teuer.


    So eine Wohnung dann sich alleine zu nehmen, finde ich schon krass in heutiger Zeit. Deshalb wohnen ja so viele auch in WGs.


    Mein Vater hat mir auch erst mal die Kaution bezahlt, weil ich das Geld nicht hatte.


    Dann kommt ja auch noch mal so n Aspekt wie Umzug, Anschaffung von Haushaltsgegenständen, Möbeln, berufliche Kosten (ich muss mir sehr viel fürs Lehramt ran kaufen) usw. Das geht ja nicht bloß mir so.


    Bei vielen Leuten müssen im Endeffekt auch erst mal die Eltern einspringen. Ist bei meinem Mitbewohner, der auch 28 ist, auch nicht anders...


    Gut, ich habe jetzt nen Schwank aus unserer Situation erzählt, aber ich finde, dass man das durchaus verallgemeinern kann, weil ja bald alle vor dem Problem stehen. Genossenschaftsanteile oder Kaution halt bezahlen, oft kommt auch eine Courtage hinzu... die hat man natürlich auf WG-Basis nicht.


    Wer nicht gerade n Nettoeinkommen von um die 2000 hat, was ich als Lehrer mal habe, der hat's natürlich erst mal schwer. Das muss man sich bitterlich ersparen, wenn man deutlich weniger Geld zur Verfügung hat!


    Und man will ja auch nicht alles nur gebraucht kaufen oder nur auf Schenkungsbasis seitens der Eltern schielen.

    Hilaria, ich habe nicht das Gefühl, dass das was du beschreibst hier im Forum in irgendeiner Form negativ gesehen wird.


    Eine WG finde ich als Single sogar sehr passend. Ich kenne einige gut verdienende Ingenieure die sich erstmal eine WG nehmen.


    Auch Arbeitslosigkeit und anderes sind in einem gewissen Zeitrahmen kein Problem.


    Aber der Mann muss halt grundsätzlich in meine Lebensplanung passen. Ich möchte ein Haus (ok, da hab ich schon gekauft, es reicht, wenn der Mann die Hälfte der NK zahlen kann), ein nettes Auto, Kinder, regelmäßige Urlaube und Sicherheit.


    Wer mir sagt dass er "irgendwie die letzten 15 Jahre arbeitslos war" oder "jetzt mal so 15 Jahre studiert hat" passt da nicht rein.


    Dazu kommt, dass es mich irre machen würde, wenn ich morgens das Haus verlasse, der Mann noch schläft und ich abends spät nach Arbeit und Sport nach hause komme und mein Mann "irgendwie mal bisschen in die Bücher geguckt hat" oder einfach nix gemacht hat.

    Klein_schlumpfine,


    ich weiß schon, was manche meinen. Auch du. @:) – mir ging es halt nur darum, dass sich viele mal Gedanken über die Hintergründe machen sollten.


    Das mit den 15 Jahren, wie du jetzt schreibst, finde ich natürlich auch heftig. Ich habe dabei jetzt nur an kürzere Zeitspannen gedacht.


    Beim TE weiß ich es jetzt nicht genau – ich habe nicht mehr alles gelesen im Thread – aber ich kenne einige, die feststellten, dass der Architektenjob doch nicht so viel abwirft, wie gewünscht oder dass man für bestimmte andere Berufe doch nicht so geeignet ist (kenne auch einige Lehrer in der Hinsicht), sodass sich natürlich das Berufsleben noch mal deutlich verändert. Das kann auch mit 30, 40, 50 der Fall sein. Aber es handelt sich dann natürlich nicht um 15-20 Jahre. Das ist schon richtig.


    Nur gibt es eben doch noch eine Vielzahl von Leuten, die erst im praktischen Berufsleben (BWL, Jura, Lehramt, Arzt usw.) mit einem Mal feststellt: nee, es geht irgendwie doch nicht. (bricht vor der Klasse zusammen, kann sich im Unternehmen null behaupten, Jura praktisch ist anders als theoretisch oder was weiß ich – alles schon mitbekommen).


    Wenn jemand dann noch mal nen neuen Ausbildungszweig ergreift, muss er natürlich Abstriche machen (WG, weniger Geld, vielleicht noch Schulden vom Erststudium, Nebenher schuften usw.). Daran liegt es dann aber auch, dass viele Leute irgendwie so ein Bild haben, dass manche Leute irgendwie dann mit Ende 30 immer noch leben, wie jemand mit Anfang 20. Die Alternative wäre aber sonst ja Hartz IV – was würde man demzufolge eher wählen? Lieber noch mal die Schulbank drücken, als arbeitslos, finde ich.


    Ich weiß, dass es auch zahllose Beispiele wohl gibt, wo jemand wirklich 20 Jahre studiert hat. Auch da kenne ich welche von. Aber nicht jeder, der mit Ende 30 oder Anfang 40 noch Studierender ist, muss zwingend ein Langzeitstudierender sein oder jemand, der das bloß mal aus Langeweile macht (habe da schon so viele Vorurteile bei meinen damals älteren Kommilitonen mitbekommen, dass man da schier nur den Kopf schütteln könnte).


    Im Grunde ähneln sich ja jetzt speziell unsere Ansichten.


    Wenn jetzt jemand für die berufliche Komponente jemand gar keinen Einsatz zeigen würde, wäre ich auch nicht gerade erfreut. :-/ Allerdings könnte ich damit leben, wenn mein Partner sagt: "Du, ich kann in meinem jetzigen Beruf nicht mehr weiter. Ich will jetzt doch irgendwas Anderes machen!" – man will ja auch, dass derjenige zufrieden ist, was sich ja auch auf einen selbst bzw. die Beziehung dann auswirkt. :)=


    Aber diese ganze Situation heutzutage... mit den immer steigenden Kosten. Ich muss nächstes Jahr quasi umziehen, weil wir beide jetzt einen befristeten Mietvertrag haben. Es wird bei mir auch auf eine andere Stadt hinauslaufen und dann auch unmöbliert, kleinere Wohnung minimal und ohne Courtage und mit hoffentlich geringerer Kaution. Ich muss auf die Dauer auch mal sehen, wo ich bleibe. Habe ja auch noch meine BAföG-Schulden...


    Ich werde mir das so versuchen einzurichten, dass ich meinen Vater nur noch 1x quasi beleihe und ihm dann im Laufe der Zeit wenigstens diese Kaution, die er mir jetzt gegeben hat (die ich für die neue Wohnung dann nehme) , mal zurückzahle. Weil irgendwann reicht's.


    Aber meine Entscheidung mit dem Studium, der Ausbildung usw. erfordert leider auch Kompromisse. Natürlich kann man zu mir sagen: "Du hast es dir ja ausgesucht!"


    Andererseits habe ich auch z.T. so Anfälle von: viele sind mit 30 an einer ganz anderen Stelle im Leben als ich.


    Okay, dafür kann ich aber sagen, dass ich diesen Beruf wirklich machen möchte. Selbst wenn sich das mit Auslandsaufenthalten, Privatunterricht während der Unizeit usw. alles so in die Länge gezogen hat. + dem Referendariat.


    Aber es ist ja wenigstens mal ein Ende in Sicht, ich habe ein Ziel vor Augen und ich habe auch noch ne ganze MEnge Dinge im Hinterkopf, die ich gerne mal machen möchte. Nur fehlt mir dazu momentan wirklich das Geld.


    Ich kann im ENdeffekt im Referendariat momentan auch nichts Anderes machen, als immer meine "kurzen Ferien" (verlängertes Wochenende) oder meine richtigen Ferien (2, 6 Wochen) bei meinem Vater in Hamburg zu verbringen. Zu mehr reicht das Geld einfach nicht.


    Ansonsten sehe ich eben zu, dass ich für Extra-Materialien für den Unterricht Geld übrig habe... und dass ich nächstes Jahr endlich mal ne eigene Wohnung habe.

    Zitat

    Die Aussicht, sowas nicht haben zu können und immer zu hoffen, dass man die Familie in bescheidenen Verhältnissen lebend bis zum Monatsende satt bekommt wäre für mich der absolute Liebeskiller.

    Wahnsinn!

    schlumpfine

    ich hoffe ja nur, dass du dies:

    Zitat

    Ich finde aber hier wird einiges vermischt. Nur weil ich für die Gleichberechtigung bin, muss ich doch nicht mit einem Mann zusammen sein, der mir nicht gefällt nur um auszugleichen, dass vergleichsweise mehr Frauen mit den Eckdaten eine Beziehung haben?

    nicht auf meinen beitrag bezogen hast ???

    Zitat

    Wenn Du unter "bemuttern" auch "verwöhnen" verstehst – das tue ich auch gerne.

    Sagen wir lieber so. "Bekocht werden" mag ich auch. Fürsorge halt.


    Ein guter Ehemann verwöhnt natürlich auch zurück. Wenn die Frau älter ist, gefällt mir das und man kann natürlich mit dem Altersunterschied ein wenig kokett spielen. Aber "Kind" möchte ich nicht sein. Dafür sind dann echte Kinder da, für die man als Mann dann ja verantwortlich ist (statt selber eins zu sein, das hat man ja schon hinter sich).

    Die Seherin


    Ich habe auch nicht ganz verstanden worauf sie sich da bezogen hat.... ":/


    Kleine_Schlumpfine

    Zitat

    Jetzt, zwei Jahre später, wohnen wir in unserem Eigenheim und das ist so wahnsinnig viel großartiger dass es gar nicht vergleichbar ist.


    Die Aussicht, sowas nicht haben zu können und immer zu hoffen, dass man die Familie in bescheidenen Verhältnissen lebend bis zum Monatsende satt bekommt wäre für mich der absolute Liebeskiller.

    Dass das kein Idealzustand ist, bzw. nicht wünschenswert und ebenso auch einen hohen Stressfaktor haben kann – ok, aber warum sollte das ein Liebeskiller sein?


    Gerade bei den heutigen Lohnverhältnissen ( – > Niedriglöhne) ist es nunmal leider oft so, dass selbst der Fleißigste da hineinrutschen kann. Man vielleicht in eine günstigere Wohnung ziehen muß oder auf's Auto verzichten. Das kann mehr oder weniger jedem passieren.


    Und dieser Umstand ist für Dich dann ein "Liebeskiller"?


    Für mich kann ein Liebeskiller nur sein, wie der Betroffene damit oder anderen Situationen/Umständen umgeht.


    Niemals aber ein Umstand als solches.

    Zitat

    Die Aussicht, sowas nicht haben zu können und immer zu hoffen, dass man die Familie in bescheidenen Verhältnissen lebend bis zum Monatsende satt bekommt wäre für mich der absolute Liebeskiller.

    mein mann und ich sind auch in einer lebenssituation zusammengekommen, in der wir beide so viele verpflichtungen hatten (und momentan auch immer noch haben), die unsere finanzielle lage nicht so wahnsinnig rosig sein lassen. aber damit haben wir kein problem. wenn wir es uns nicht leisten können essen zu gehen, dann kochen wir uns selber was leckeres und decken uns den tisch romanisch und edel. wenn wir keine kohle für einen kino-abend haben, machen wir daheim popcorn und schauen uns auf der leinwand was tolles an. wenn ich zu pleite bin mir klamotten zu kaufen, dann experimentiere ich mit neuen kombinationen aus den vorhandenen sachen... und das ist bei uns dann eher ein liebespusher, als denn ein liebeskiller.

    Gestern habe ich über Amazon Instant Video den Film "Die Affäre" gesehen mit Kristin Scott Thomas. Da verliebt sich eine "Trophy Wife" um die 40, Gattin eines reichen Arztes und Mutter von zwei Kindern, in einen Gelegenheitsarbeiter der gerade aus dem Knast kommt und schwarz für den Arzt arbeitet.


    Soviel zum Thema "etwas im Leben erreicht haben müssen um eine Frau halten zu können".


    Das ist alles sehr realistisch gespielt (auch wenn die Story gegen Ende eine abstruse Wendung nimmt) und zeigt, dass Frauen nicht nur Wert auf Status legen, sondern auf Eigenschaften. Der Gelegenheitsarbeiter wäre mit einer anderen Erziehung, einem anderen Umfeld und einer anderen Sozialisation heute vielleicht Anwalt. Die Frau spürt, dass er "tragfähig" ist obwohl er viel viel weniger hat und viel viel weiter unten in der Nahrungskette steht als ihr Mann, den sie für den Gelegenheitsarbeiter verlassen will.

    Gürteltier

    Zitat

    und zeigt, dass Frauen nicht nur Wert auf Status legen, sondern auf Eigenschaften. Der Gelegenheitsarbeiter wäre mit einer anderen Erziehung, einem anderen Umfeld und einer anderen Sozialisation heute vielleicht Anwalt. Die Frau spürt, dass er "tragfähig" ist obwohl er viel viel weniger hat und viel viel weiter unten in der Nahrungskette steht als ihr Mann, den sie für den Gelegenheitsarbeiter verlassen will.

    Irgendwie ist es ja traurig, dass Du einem Film mehr glaubst als uns Frauen (hier)....wir schreiben/sagen doch die ganze Zeit nix Anderes... :-p ;-D

    Zitat

    und mein Mann "irgendwie mal bisschen in die Bücher geguckt hat" oder einfach nix gemacht hat.

    Aber was, wenn du nach der Arbeit erschöpft nach Hause kommst – und das Haus ist aufgeräumt, blitzsauber, alles Benötigte wurde eingekauft und ein leckeres Essen steht fertig auf dem Tisch?


    Oder was, wenn die Hälfte des Haushalts erledigt ist und dem Mann raucht der Kopf, weil er 8 Stunden intensiv an seiner Dissertation geschrieben hat?

    Zitat

    Irgendwie ist es ja traurig, dass Du einem Film mehr glaubst als uns Frauen (hier)....wir schreiben/sagen doch die ganze Zeit nix Anderes... :-p ;-D

    Du, das war bei mir wirklich ein Problem. Mittlerweile verstehe ich, dass das Gute in der Realität wirklich da ist und nicht nur im Film. Frauen erwarten keinen Macker mit Benz und wenn so einer ankommt und Sex gegen Lifestyle/Geschenke/gute Gene anbietet, dann geht eine Frau auch nicht gleich fremd nur weil ihr Mann "kleiner" ist oder ärmer.


    Auch wenn es in sogenannten "Umfragen" immer heißt, 50% aller Frauen gehen fremd – das ist gar nicht so. Sonst hätte es mir öfter passieren müssen, sowohl als Täter wie auch als Opfer. Dass es dann nicht dazu kam, liegt nicht daran, dass ich zu hässlich, zu unattraktiv bin oder einen zu niedrigen Status habe, sondern daran, dass das Gute eben doch da ist und öfter gewinnt als man denkt in unserer materiellen, harten Welt wo kein Platz ist für Schwäche.


    Wir leben doch nicht im Sozialdarwinismus. Das Verhalten vieler Menschen ist gut und gütig, auch dann, wenn sie nicht beobachtet werden und daher so tun müssen, als verhielten sie sich moralisch offiziell korrekt während in Wirklichkeit nur das Recht des Stärkeren zählt. So ist es eben nicht. Moralische Maßstäbe wirken tatsächlich. Ein Mensch wird wirklich als wertvoll angesehen, auch wenn er nicht viel materiell Wertvolles besitzt oder verkörpert und zu so einem Menschen können Frauen freiwillig treu sein, obwohl es reiche und mächtige Menschen gibt, die gerne mit besagten Frauen ins Bett gehen würden.


    Diese Erkenntnis dämmert mir langsam und sie macht mich wirklich froh.

    Seherin, das war nicht konkret auf deinen Beitrag bezogen. Spielte bestimmt auch gerade der Thread über Gleichberechtigung mit hinein.

    Zitat

    Dass das kein Idealzustand ist, bzw. nicht wünschenswert und ebenso auch einen hohen Stressfaktor haben kann – ok, aber warum sollte das ein Liebeskiller sein?

    Weil nach einer gewissen Zeit der gemeinsame Alltag wichtig für die Gefühle wird.


    Wenn ich meine Lebensvorstellungen nicht umsetzen kann obwohl ich hart dafür arbeite, nur weil der Mann zu faul oder lethargisch ist, würde das meine Libido sicher auch nicht positiv beeinflussen.

    Zitat

    Gerade bei den heutigen Lohnverhältnissen ( – > Niedriglöhne) ist es nunmal leider oft so, dass selbst der Fleißigste da hineinrutschen kann. Man vielleicht in eine günstigere Wohnung ziehen muß oder auf's Auto verzichten. Das kann mehr oder weniger jedem passieren.

    Es geht hier ja aber nicht darum, das jemand nach Jahren plötzlich in einen schlechteren Job rutscht, sondern, dass seit Jahren vor sich hin studiert wird.

    Zitat

    Und dieser Umstand ist für Dich dann ein "Liebeskiller"?


    Für mich kann ein Liebeskiller nur sein, wie der Betroffene damit oder anderen Situationen/Umständen umgeht.


    Niemals aber ein Umstand als solches.

    Es wäre zumindest irgendwann ein Beziehungskiller. Ich möchte Familie und ich möchte die sorglos ernähren können. Das muss nicht der Mann übernehmen aber ich hätte auch kein Interesse ihn mit durchzufüttern.


    Wenn der Zustand irgendwann in der Zukunft eintritt durch unglückliche Umstände, dann ist das so. Eine Basis für eine Beziehung wäre das für mich aber nicht.

    Zitat

    mein mann und ich sind auch in einer lebenssituation zusammengekommen, in der wir beide so viele verpflichtungen hatten (und momentan auch immer noch haben), die unsere finanzielle lage nicht so wahnsinnig rosig sein lassen. aber damit haben wir kein problem. wenn wir es uns nicht leisten können essen zu gehen, dann kochen wir uns selber was leckeres und decken uns den tisch romanisch und edel. wenn wir keine kohle für einen kino-abend haben, machen wir daheim popcorn und schauen uns auf der leinwand was tolles an. wenn ich zu pleite bin mir klamotten zu kaufen, dann experimentiere ich mit neuen kombinationen aus den vorhandenen sachen... und das ist bei uns dann eher ein liebespusher, als denn ein liebeskiller.

    Ja, wie gesagt hätte ich damit auch keine Probleme, wenn das absehbar wäre dass sich das ändert und es nicht auf Faulheit beruht.


    Studenten an sich sind ja üblicher Weise auch nicht reich. Das hält ja trotzdem niemanden mit 22 ab aber mit 42 wär das halt nix mehr für mich.

    Zitat

    Aber was, wenn du nach der Arbeit erschöpft nach Hause kommst – und das Haus ist aufgeräumt, blitzsauber, alles Benötigte wurde eingekauft und ein leckeres Essen steht fertig auf dem Tisch?

    Könnte ich nicht viel mit anfangen. Ich will einen Partner und keine Haushaltshilfe.

    Zitat

    Oder was, wenn die Hälfte des Haushalts erledigt ist und dem Mann raucht der Kopf, weil er 8 Stunden intensiv an seiner Dissertation geschrieben hat?

    Dann käme es für mich drauf an, wie lange er schon daran schreibt, wie weit er ist... Und warum er nicht als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitet.