Ende einer Affäre

    Ich schreibe bewusst unter einem anderen Nickt, weil ich nicht erkannt werden möchte.


    Ach möchte ich bitte keinen shitstorm, wegen der Affäre ... ich möchte mich einfach mitteilen, wie es mir gerade geht ...


    Seit zwei Jahren gibt es also diesen Mann in meinem Leben. Ich war seine Affäre. Ich lebe mit meinem Kind alleine und bin Single. Anfänglich konnte ich mich mit dieser Affäre sehr gut arrangieren, weil er unter der Woche in meiner Stadt arbeitet und nur am Wochenende nach Hause fährt. Er hat hier eine Wohnung und alles war irgendwie gut und schön ...


    In den letzten Wochen hat diese Beziehung einen großen Riss bekommen. Und ich merkte, dass es mich zuviel war, wenn er jeden freien Abend unter der Woche bei mir zu Hause war. Mein Kind habe ich dann oft vor die Glotze gesetzt, damit wir in Ruhe reden konnten. Mein Kind ist ein ADHS Kind uns sehr anstrengend. Er findet schwer zu "fremden" Kontakt ...


    Ich hab nach langem innerlichen hin und her eine Entscheidung getroffen, die der Verstand gefällt hat.


    Ich mag nicht immer warten, ich mag nicht mehr an Feiertagen und Wochenenden alleine sein. Ich mag ihn nicht mehr jeden Abend unter der Woche in meiner Wohnung sitzen haben.


    Das habe ich ihm gestern so kommuniziert. Er war mehr als traurig. Er ist dann nach Hause gefahren und hat jetzt drei Wochen Urlaub. Er hat gesagt, ich soll schauen, wie es mir geht, wenn er die drei Wochen nicht hier ist und ihm dann meine endgültige Entscheidung mitteilen.


    Im Grunde steht die Entscheidung. Ich muss erstmal alleine in meinem Leben klarkommen, bis ein neuer Mann der eine aufrichtige Beziehung mit mir führen möchte. Wobei es diesen anderen potentiellen Mann in meinem Leben schon gibt. Aber wir kennen uns schon so lange - knapp 20 Jahre und wir waren eigentlich immer nur befreundet. Nun haben wir in letzter Zeit viel mehr Zeit an den Wochenenden verbracht, weil er ein frisch operiertes Knie hat und mich gefragt hat, ob ich ihm ab und an mal durch die Wohnung putzen kann, weil er gerade nicht so kann...


    Wir reden über alles. Verstehen uns blind. Lachen viel und ich kann sein wie ich bin. Nun hat er signalisiert, dass er gerne mehr möchte. Ich bin aber irgendwie nicht offen ... klar wie auch ...


    Ich bin innerlich total durcheinander ... sehr traurig ... die Affäre aus Vernunft aufgeben zu müssen, um eventl. einem anderen Mann eine Chance zu geben. Oder auch mir die Chance auf etwas Neues zu geben.


    Die Affäre war so unendlich schön ... ich hatte zum ersten Mal in meinem Leben unbeschwerten und unbeschreiblich schönen Sex. Ich habe mich mit knapp über 40 als Frau finden dürfen und er hat mir den Raum gegeben.


    Das passt prima - aber der Alltag passt nicht. Er kommt mit meinem Kind nicht klar - bzw. kann natürlich nicht die Position eines Partners bei mir zu Hause einnehmen, weil er das nicht ist.


    Gestern habe ich ihn mehrfach gefragt, was ich für ihn bin. Seine Antwort: Merkst du das nicht?


    Nein ich merke das nicht ... machmal muss Frau das einfach mal hören. Und seine Antwort war: nach unserem Gespräch ist es nicht gut, dir zu sagen, was ich empfinde. Treffe deinen Entscheidung und teile sie mir mit. Sei dir bewusst, dass es kein zurück mehr geben wird ...


    Er ging, drückte mich noch mal ... ich konnte die Umarmung kaum erwidern ... und lies ihn dann fahren ...


    Ich bin unglücklich und traurig. Wütend, dass ich alleine mit dem Kind bin und der Vater ihn nur an den Wochenenden nehmen kann und mit unter der Woche so wenig Zeit bleibt.


    Ich weiß nicht was ich von euch hören oder lesen möchte ... Ich musste meinen Gefühlen einfach mal Raum geben und sie in Worte fassen ... Danke fürs lesen ...


    UND NEIN: ER WIRD SICH NICHT VON SEINER FRAU UND FAMILIE TRENNEN ...

  • 48 Antworten

    du hast es probiert, als affärenfrau.


    es war eine schöne zeit, allerdings mit haken und ösen.


    dich entschieden, dass es nicht das ist was du möchtest..


    wenn du im schmerz bist, wird es schwer für dich sein,


    dich auf den neuen mann einzulassen.


    freu dich über eure gemeinsamen tage. schau nach vorn.

    Es ist schon "richtig" so, diese Affaire sausen zu lassen. Was soll denn da auch draus werden? Du hast den anfänglichen Rausch der Verliebtheit genossen und merkst nun, dass es für mehr nicht reichen kann.


    Klar, bist du erstmal traurig jetzt, aber da mußt du halt durch.


    Der andere Mann, den du schon 20 Jahre kennst, wäre da eine realistischere Option.


    Obwohl ich es auch nicht optimal fände, wenn diese beiden Männer sich die Klinke in die Hand gäben.

    Die beiden Männer werden sich nicht die Klinke in die Hand geben.


    Der andere Mann sagt ganz klar: wir können gerne Zeit miteinander verbringen, aber komm erstmal alleine klar ... ich schätze diese Freundschaft viel zu sehr, als das ich das aufs Spiel setzen würde.


    Ich weiß nicht, ob sich da aufrichtige Gefühle wie Liebe entwickeln könne. Dazu bin ich gerade noch viel zu dicht ... traurig und aufgewühlt ... Es braucht alles seine Zeit ... und wenn ich mit mir alleine glücklich und zufrieden bin und nicht mehr traurig bin, dann wird die Zeit sicherlich zeigen, ob es war wird oder nicht. Ich forciere da jetzt nichts an ...


    Wir sehen uns, wenn ich putze ... ab und an unternehmen wir was zusammen ... und gut ist ...


    Ich muss jetzt erstmal mit meiner Gefühlslage klar kommen. Es tut mir weh, dass ich einem Menschen verletzen muss, weil ich an mich und mein Kind denken muss. Damit komme ich überhaupt nicht klar..


    Er wird wieder Abend für Abend unter der Woche alleine in seiner Bude hocken - aber das sollte natürlich nicht mein Problem sein ...

    Zitat

    Ich muss jetzt erstmal mit meiner Gefühlslage klar kommen. Es tut mir weh, dass ich einem Menschen verletzen muss, weil ich an mich und mein Kind denken muss. Damit komme ich überhaupt nicht klar..

    Wen meinst du damit, den du traurig machst? Den Affärenmann? So wie ich dich verstanden habe, hast du dich ja nicht nur von ihm getrennt, weil er mit deinem Kind nicht klarkommt etc., sondern auch (oder vor allem?), weil er vergeben ist. Habe ich das richtig verstanden?


    Falls dem so ist, hätte er doch die Möglichkeit gehabt sich zu trennen, wenn duihm so wichtig wärst. (Ich hab gelesen, dass er es nicht tun wird/würde).


    Vielleicht tue ich ihm unrecht, ich kenne ihn ja nicht, aber wenn jemand auf die Frage, was ich für ihn bin, sowas sagt

    Zitat

    Gestern habe ich ihn mehrfach gefragt, was ich für ihn bin. Seine Antwort: Merkst du das nicht?

    kann ich nur noch mit den Augen rollen. Meiner Erfahrung nach lautet die eigentliche Antwort dahinter "Nicht genug".


    Er lässt dir den Spielraum für deine Interpretation, Wünsche, Hoffnungen, denn de facto hat er nichts dazu gesagt, was du für ihn bist. Und mir würden dazu einige Sache einfallen, die dir aber so gar nicht weiterhelfen. Jedenfalls glaube ich nicht daran, dass du die Frau für ihn bist, ihm wahnsinnig viel bedeutest blabla. Es macht mich richtig wütend, dass er dich mit solchem Gelaber noch in eine emotionale Bredouille bringt. >:(


    Und

    Zitat

    Treffe deinen Entscheidung und teile sie mir mit. Sei dir bewusst, dass es kein zurück mehr geben wird ...

    klingt für mich in dem Kontext auch nicht nach einer Person, die das sagt, weil sie gut auf sich achtet, sondern um dich unter Druck zu setzen.


    So. Auch wenn das Obige vielleicht hart klingt, kann ich gut verstehen, dass du traurig bist. Und ich finde, das darfst du auch sein. Nimm dir die Zeit, die du brauchst, um die Affäre zu verarbeiten, schau was du daraus für künftige Beziehungen mitnehmen willst und dass da dieser andere Mann ist, ist doch schön. Ob sich daraus was ergibt, findet sich zu gegebener Zeit @:)

    Zitat

    Gestern habe ich ihn mehrfach gefragt, was ich für ihn bin. Seine Antwort: Merkst du das nicht?

    Na, seine Affaire, bestenfalls Zweitfrau bist du, was sonst? Er will weiterhin mit seiner Frau zusammenbleiben, aber auch mit dir.

    Zitat

    Ich bin innerlich total durcheinander ... sehr traurig ... die Affäre aus Vernunft aufgeben zu müssen, um eventl. einem anderen Mann eine Chance zu geben.

    Wieso "Vernunft"? So wie du schreibst, geht es dir doch auf die Nerven, wenn er unter der Woche jeden Abend da ist.

    Zitat

    Nun haben wir in letzter Zeit viel mehr Zeit an den Wochenenden verbracht, weil er ein frisch operiertes Knie hat und mich gefragt hat, ob ich ihm ab und an mal durch die Wohnung putzen kann, weil er gerade nicht so kann...

    Das fänd ich aber einen eigenartigen Einstieg in eine Liebesbeziehung :-/

    Zitat

    Die Affäre war so unendlich schön ... ich hatte zum ersten Mal in meinem Leben unbeschwerten und unbeschreiblich schönen Sex. Ich habe mich mit knapp über 40 als Frau finden dürfen und er hat mir den Raum gegeben.

    Und das, liebe TE, wird dir niemand nehmen können. Und diese Erfahrung wirst du in deine nächste Beziehung tragen, egal mit wem.


    Du warst die heimliche Frau eines Mannes, der eben die Arbeitswoche über nicht einsam bleiben wollte. Er hat seine Familie damit hintergangen, würde sich nie trennen, und damit weißt du, was du für ihn warst: eine nette Freundin mit Vorzügen. Dadurch, dass du dich durch ihn sexuell begehrt fühltest, warst du dennoch zeitlich und emotional blockiert und hättest in diesem Zustand nie etwas "Festes" anfangen können. Jetzt bist du aber frei und hast die Erfahrung gemacht, was es heißt, Frau zu sein. Das wird dir sehr helfen, zukünftige Dates oder Beziehungsanbahnungen besser einschätzen zu können.


    Ich finde, dass du mit dieser Entscheidung den Weg frei gemacht hast und noch viel vor dir haben kannst. Nutze die 3 Wochen, wo du die Affäre definitiv nicht sehen wirst, für einen freien Kopf und emotionalen Abstand von ihm. Ob dein langjähriger Freund auch dein Partner werden kann, weiß natürlich niemand. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Aber auch da wirst du mit genügend Abstand zur Affäre auch klarer sehen.


    Nimm die Affäre bitte nicht zurück, wenn er wieder in die Stadt arbeiten kommt - sonst wirst du immer in diesem Zustand gefangen bleiben und dein Leben irgendwie in 70% einer "Beziehung" verbringen. Ich hoffe, dass du da stark bleiben kannst und in paar Monaten den Richtigen für dich finden kannst :)z :)^

    Ich sitzt hier und ich bin so unendlich traurig.


    Drei Wochen wird er weg sein ... und ich weiß, ich kann ihn nicht mehr sehen, um ihm zu sagen, dass es vorbei ist. Ich habe beschlossen ihm einen Brief zu schreiben. Aber die Zeilen die ich verfasse, sind zurzeit nur voller Emotionen ...


    Ich möchte nicht mehr am Wochenende alleine sein.


    Ich möchte nicht mehr auf dich warten müssen.


    Ich möchte nicht von Montag zu Montag leben müssen, um dich am Dienstagmorgen wieder gehen lassen zu müssen ...


    Ich möchte mich nicht mehr zwischen dir und meinem Kind entscheiden müssen.


    Ich möchte keine Zweitfrau, Freundin mit Vorzügen oder was auch immer sein.


    Wenn du zu ihr fährst tut es mir weh. Deine Erzählungen von Wochenenden mit deiner Familie tun mir noch viel mehr weh. Weil ich diese Familie eben nicht habe und auch nie haben werde.


    Wenn wir zusammen sind, vergesse ich meine Einsamkeit für ein paar schöne Stunden und dann holt sie mich mit volle Wucht wieder ein.


    Ich habe dich gefragt: ist es so schwer, mir zu sagen, dass du mich lieb hast. Und du hast es noch ins Lächerliche gezogen, aus Hilflosigkeit ... Ich weiß, was ich dir bedeute, aber es reicht einfach nicht aus für das zusammensein ... Eine Nacht in der Woche und ein paar Abende reichen nicht.


    Und doch vermisse ich meinen Gesprächspartner, die Schulter die da war, wenn ich weinen musste, die Hand die du mir gereicht hast ...


    Es ist eine absolute Vernuftsentscheidung. Es ist keine Entscheidung die das Herz trifft ...


    Meine Tränen werden trocknen, dankbare Erinnerung wird bleiben. Du wirst nicht um mich kämpfen. Weil das andere was du hast, viel stärker ist. Es tut weh - es macht traurig - und fühlt sich so hoffnungslos an ...


    Ich muss dich loslassen .. :°(

    Zitat

    Weil ich diese Familie eben nicht habe und auch nie haben werde.

    Im Gegenteil, das kannst du noch gar nicht wissen. Dadurch, dass du ihn gehen lässt, eröffnest du dir dir Chance, mehr im Beziehungsleben zu erreichen als jetzt. Vielleicht keine weiteren Kinder mehr ... aber alles, was du sonst in ihm siehst, wird dir ein fester und ehrlicher Partner an deiner Seite bieten können. Das war vorher nie möglich.


    Ansonsten fühl dich gedrückt :°_ . Du kommst darüber hinweg und wirst vermutlich diese Zeit schon in wenigen Wochen als wertvolle Erinnerung sehen, aus der du einige Dinge positiv für dein Leben mitnimmst. Aber du wirst auch nach vorn blicken können und ein anderes Leben führen. Wenn du stark bleibst und nicht wieder das bisschen, was du hattest, zurück nimmst.

    Ich werde das bisschen was ich hatte nicht zurück nehmen ... ganz bestimmt nicht ...


    Egal wie weh es jetzt tut ... ich habe A gesagt, und ziehe das jetzt Gnadenlos durch.


    Wenn ich weiß, dass er wieder in der Stadt ist, werde ich seinen Kram in ein Paket packen und ihm schicken. Und den Brief verfasse ich so, das ich sage das es vorbei ist. Email finde ich zu unpersönlich. Am Telefon kann ich das nicht, da ich weiß, dass bei mir Tränen fliessen werden und per whats app geht gar nicht.


    Also klassisch: ein Brief ...


    Diesen schreibe ich in meinem Herzen ständig. Und irgendwann werde ich so klar sein, dass ich ihn aufs Papier bringen werde.

    Ich kann ihn nicht mehr sehen, dann knicke ich ein und lass mich umgarnen ... das weiß ich.


    Ich schicke ihm den Brief an die Anschrift wo er hier wohnt, wenn er arbeitet - das ist sicher ... JA an die Arbeitswohnung ...

    Zitat

    Diesen schreibe ich in meinem Herzen ständig. Und irgendwann werde ich so klar sein, dass ich ihn aufs Papier bringen werde.

    Ich finde das was du heute um 16:29 hier geschrieben hast sehr klar und angemessen, irgendwie "schön", daher passt es auch zu deinen Gefühlen.

    Ich danke euch alle für eure Lieben und guten Worte.


    Gestern Abend hat mich dann der Kindesvater noch weinen gesehen und es hat ihn zerrissen. Er brachte das Kind nach Hause und kam dann noch mal, weil er was vergessen hatte.


    Ich wollte ihm aber nicht sagen, was los ist. Ich kann in meinem realen Leben mit niemanden darüber sprechen. Weil es ja niemand weiß. Niemand.


    Die Nächte sind schrecklich dunkel, kalt und einsam. Nicht enden wollend. Die Tränen rollen immer und immer wieder unkontrolliert.


    Wie ich den heutigen Arbeitstag überstehen soll, dass weiß ich nicht.


    Noch nie in meinem Leben habe ich so eine Entscheidung gegen mein Herz aus reinster Vernunft treffen müssen.


    Noch nie ... und ich hätte nie gedacht, dass es so schwer werden würde.


    Rückblickend finde ich es total scheiße, dass er mich in die Ecke gedrängt hat, so nach dem Motto: schau wie es dir dir die drei Wochen in meinem Urlaub geht und triff deine Entscheidung. Wenn es für dich nicht mehr geht, werde ich aus deinem Leben verschwinden und gut ist.


    Ich weiß, dass er viel aus dieser Beziehung gezogen hat. So habe ich ihm die Einsamkeit genommen, die er unter der Woche hatte ... und diese wird er wieder leben müssen ... Aber ich muss mir klar machen, dass dies nicht meine Baustelle ist.


    Ich muss auf mich schauen. Und mir immer wieder vor Augen halten, was ich alles nicht hatte.


    Im Grunde haben wir uns nur in meiner Wohnung aufgehalten. Sind selten in die Öffentlichkeit gegangen, und wenn ja, dann hätte man nie denken mögen, dass da mehr ist als eine lose Freundschaft.


    Sind wir zusammen einkaufen gegangen, hat man sich an der Kasse wieder getroffen.


    Sind wir zusammen spazieren gegangen, hat er nie meine Hand genommen.


    Habe ich ihn gebeten, mal ein Wochenende für mich da zu sein, ist er doch Heim gefahren.


    Hatte ich das Bedürfnis mit ihm zu reden, ging das immer nur in bestimmten Zeitfenstern.


    Wenn er zu Hause ist oder war, war kompletter Kontraktbruch.


    Aber wenn er da war, lies er meinen Alltag strahlen und machte soviel einfacher.


    Er war nach meiner Op da.


    Er war für mich da, als ich die Trennung aufarbeiten musste, als der Vater von meinem Kind gegangen ist.


    Er macht mir immer Mut. Lindert meine Ängste. Gibt Wärme und Zuversicht.


    Hat mir gezeigt, wie es sich anfühlt, wieder eine Frau zu sein. Sich begehrt zu fühlen.


    Durch ihn habe ich an mehr Selbstbewusstsein bekommen. Und ich habe meine Stärken wieder gefunden und fange an sie zu leben ...


    Und genau dieses Selbstbewusst sein, lässt mich diese Entscheidung treffen.


    Ich schaffe es, wirklich singel zu sein. Alleine zu sein.


    Ich habe keine Angst mehr - ohne Mann - zu sein.


    Es fühlt sich im Grunde warm und geborgen an.


    Wenn da auf der anderen Seite nicht der Schmerz wäre.


    Dieses Gefühlschaos kann ich so gar nicht nachvollziehen. Es macht mich durcheinander.


    Im Grunde müsste ich mich doch erleichtert und frei fühlen und nicht so unendlich traurig sein.


    Ja im Grunde ... und da ist es wieder ... Kopf oder Bauch?


    Ich muss den Kopf wählen, damit es mir irgendwann besser geht ...


    irgendwann, wenn die Tränen getrocknet sind - der Kummer verflogen ist.


    Und ich einfach nur noch Dankbar zurück blicken kann.


    Ich werde ihn als Mensch komplett verlieren. Er wird sich zurück ziehen und Nie wieder melden ...


    Ich schätze ihn als Mensch und ich weiß, es ist total bescheuert, zu sagen: lass uns Freund bleiben und einfach im losen Kontakt und einfach ab und an mal einen Kaffee zu trinken ...


    Auch das wird es nicht geben. Es muss ein radikaler Kontaktabbruch her ...

    Gestern gab es zwar tagsüber noch traurige Phasen, aber wenn ich beschäftigt war hat es sich gut angefühlt. Der Nachmittag war stressfrei und rund mit meinem Kind.


    Abends flossen zwar noch ein paar Tränen, als ich im Bett lag ... aber ich sage mir, nach zwei Jahren "Beziehung" steht mir das auch zu. Eine Phase in der ich um das was ich aufgebe trauern darf.


    In Gedanken schreibe ich immer und immer wieder die Zeilen für den Brief. Und sie werden klarer.


    Es wird in mir immer klarer. Ich möchte nicht mehr ständig warten und voller Sehnsucht sein.


    D.h. zum Schluss war es schon gar keine Sehnsucht mehr, sondern immer mehr und mehr Wut...


    Und heute habe ich wieder einen vollgepackten Tag und werde ihn angehen ... und schauen wie es mir geht. Wohlbedacht dessen, immer acht auf mich zu geben und mir kleine Inseln der Ruhe zu schaffen.


    Und es wird auch immer klarer - es wird keine letzte Aussprache geben. Ich schreibe den Brief. Im Grunde wollte ich das ganze schon am letzten Freitag beenden und da habe ich mich dann auch wieder breitschlagen lassen ... und das lasse ich nicht mehr zu ...


    Ich bin es mir selbst wert, dass ich aus dieser Konstellation ausbreche. Wegen mir. Raus aus der Endlosschleife ... rein in ein neues, selbstbestimmtes Leben ...

    Eins vorweg: Mein Mitgefühl hast Du nicht, weil Du Dich an einem verheirateten Mann (Familienvater?) bedient hast. Das find ich von ihm und von Dir :(v


    Und jetzt zu den anderen Sachen:


    Du hast möglicherweise etwas Probleme, was Beziehungen angeht.


    Der Kindsvater kommt nicht in Frage (warum auch immer).


    Dann der verheiratete Mann.


    Und dann erzählst Du von einem, der in Frage kommen würde, den Du aber schon seit 20 Jahren kennst und der nett ist, während Du ihm die Bude putzt.


    Sorry, ich glaube, Du solltest mal Dein Beuteschema prüfen.


    Du bist Anfang 40, wenn ich das richtig verstanden habe. Das ist nicht das Ende der Welt. Zwar ist es nicht mehr so einfach, in dieser Altersgruppe jemanden zu finden, der nicht gebunden ist, bei Mama wohnt oder anderweitig sehr schrullig ist. Trotzdem gibt es Männer wie Frauen in Deinem Alter, sie sind nur etwas rarer gesät und man muß evtl. Abstriche machen, dass man da auf keine unbeschriebenen Blätter mehr trifft, aber so ist es auch bei Dir.


    Also, auf gehts, halte die Augen offen nach jemandem, der wirklich für eine dauerhafte Beziehung taugt und nicht schon vergeben ist. Wäre auch für Deinen Sohn ganz gut, wenn eine echte Vaterfigur in sein Leben treten würde, Stabilität einzieht und Du glücklich bist.

    @ Louisiana

    Danke für deine netten Worte ...


    Zu Affären gehören immer zwei ... aber ich lass das mal so stehen und ich muss mich auch nicht dir gegenüber rechtfertigen.


    Der Vater des Kindes kommt nicht in Frage, weil ER sich getrennt hat.


    Der andere, den ich schon seit 20 Jahren kenne, kenne ich genau über diesen Zeitraum durch den Reitverein, in dem ich reite.


    Wir sind lange befreundet - (und zu deiner INFO: ER ist SINGEL !!), weil seinem Vater der Reitstall gehört. Und es ist eine Freundschaft ... und jetzt ist er am Knie operiert worden, bzw. hat ein neues Knie bekommen und hat mich eben gefragt, ob ich ihm etwas Hausarbeit abnehmen könnte, weil er nicht kann.


    Und ob sich da was draus entwickelt und ob ich das möchte - steht auf einem ganz anderen Platz. Und lasse ich auch offen ... da ich in diese Richtung eben nie gedacht habe, weil wir schon so lange befreundet sind. Übrigens im Gegenzug zu meiner bei ihm Putzerei hat er mir schon zig mal mein kaputtes Auto reparier und weiß ich was alles getan ... so wie man das eben in Freundschaften macht. Geben und nehmen!!


    Ich weiß nicht, was DU mit Beuteschema meinst?


    Ich bin nicht verzweifelt auf der Suche nach einem neuen MANN. Ich trenne mich aus genannten Beweggründen und brauche gerade nicht einen NEUEN Mann an meiner Seite.


    Und mein Kind benötigt auch keine Vaterfigur, weil er hat einen Vater ...


    Soviel dazu ... ]:D

    Liebe TE,


    ich finde du bist eine sehr starke Frau. Die Beziehung abzubrechen war ein sehr mutiger Schritt. Ich könnte mir vorstellen, dass viele Frauen in deiner Situation noch Jahre in dieser Affäre ausgeharrt hätten um nicht alleine sein zu müssen.


    Schau nach vorne @:) !