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    Meiner Ansicht nach braucht Dein Freund nicht DICH, sondern eine Mutter für seine Kinder.

    Dass er mich nicht braucht, ist absolut richtig. Sein Leben ist kunterbunt auch ohne mich. Aber das ist mir auch sehr recht so, ich finde unabhängige Männer sehr interessant (unabhängig von mir insbesondere). Und ja, er braucht ne Mutter für seine Kinder. Die Frage ist ja: sucht er NUR die in mir? Da wäre er definitiv an der falschen Adresse.


    Aber er hätte sicher jede Chance, eine andere zu finden, mit der er es leichter und sicher durchziehen könnte. Er ist schon nicht unbedingt der Typ "schwer vermittelbar" .Wollte er aber nicht...

    Linala


    Du schreibst das du unabhängige Männer interessant findest, wünscht dir aber zugleich ein total abhängiges Verhalten in dem der Mann ohne zu Zögern einen tollen Job aufgeben und einen schlechteren annehmen würde, nur um bei dir zu sein. Wie soll das zusammen gehen? Wie interessant wäre ein Mann noch, würde er sich wirklich so verhalten?


    Ich glaube du solltest das Kinderthema mal als einen Punkten unter vielen betrachten und einfach grundsätzlich Fragen an dich selbst stellen? Was ist mir wirklich wichtig in Beziehungen? Was ist notwendige Bedingung um mit einem Mann zusammen sein zu wollen, was hinreichend und damit verhandelbar?


    Und wie willst du in einer Beziehung sein? Wie willst du als Frau sein? Wo liegt deine Priorität, wo ist Linala Linala, in der Beziehung oder im Hobby oder der Arbeit? Wie muss die Mischung aussehen und wo liegt der Schwerpunkt deiner Selbstdefinition?


    Irgendwie wirkst du noch sehr unsicher und auch in dem was du von ihm willst und von dir selbst noch sehr unentschloßen, ambivalent. Finde ich normal, so frisch nach einer Scheidung, aber es ist auch eine schwere Hypothek für die neue Beziehung. Wie soll er wissen was von ihm erwartet wird, wenn du noch nicht weißt was du von ihm erwartest? Wie das berücksichtigen? Und wie willst du dich und deine Wünsche artikulieren und durchsetzen, wenn du dir nicht im Klaren darüber bist wie sie aussehen? Wie willst du entscheiden ob er der richtige Mann für deine Art zu Leben ist, wenn noch keine Klarheit darüber besteht, wie du überhaupt leben möchtest?

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    Was ist mir wirklich wichtig in Beziehungen?

    Das weiß ich eigentlich ziemlich genau. Wirklich wichtig ist, dass ich zu erst einmal verliebt bin. Wolke 4 klappt nicht. Habs probiert, kann ich nicht, bin hoffnungslos Romantisch. Ist hier der Fall.


    Dann ist mir wichtig, dem Partner voll und ganz vertrauen zu können und mich einlassen zu können, so dass ein "wir gegen den Rest der Welt" - Gefühl entsteht. Ist noch nicht ganz der Fall, was sicher auch mit der Erfahrung zusammen hängt, dass man genau das auch wieder verlieren kann.


    Und dann erwarte ich, dass mein Partner sein eigenes Leben führt und auch anerkennt, dass mein Beruf mich sehr fordert, er mich als Person aber ausmacht. Ist der Fall.


    Natürlich habe ich auch Freunde und Hobbies, die kommen aber erst "danach". Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil ich in den schweren Zeiten dieses Jahr festgestellt habe: Du musst allein da durch, egal wieviel Zuspruch du bekommst. Die Arbeit war aber immer eine Säule, die mich getragen hat und mir letztlich auch ermöglicht hat, aus einer finanziell absolut sicheren Situation ins Ungewisse und mein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.


    Deshalb: ich finde es grundsätzlich gut, dass er zu mir ziehen will. Die Motive sind halt nicht so romantisch wie sie in meinem Fall wären. Ich will halt hören: ich ziehe zu Dir weil ich es keinen Tag länger ohne Dich aushalte und nicht: mein Job ist eh scheisse und ich wollte immer schon in eine Grossstadt. Was wäre, wenn sein Job super wäre und ich in Niederpusemuckel wohnen würde? Dann würde er nicht zu mir ziehen, ganz klar. Ich andersrum schon (natürlich nicht ohne vorher einen Job zu haben).


    Naja, so ist das: ich bin einfach zu romantisch veranlagt😉. Muss ich mir vielleicht auch mal abgewöhnen. Aber will ich eigentlich gar nicht x:)

    Was soll denn dieses ganze Was Wäre Wenn?? Mir wäre der Mann viel zu irrational. Ein geradezu hysterischer Kinderwunsch, dann will er zu dir ziehen kaum dass ihr ein Paar seid, der Gedanke ob er dort nen passenden Job findet scheint sekundär, und nun wird noch in der frischen Verliebtheitsphase an einem Kind gebastelt. Absolut erschreckende Vorstellung(en) für mich, aber zu dir würd ich sagen: Passt doch!

    Also ich muss gestehen, dass ich Mühe habe, deine Situation einzuordnen. Du schwärmst von einer nahezu perfekten Beziehungskonstellation, wähnst dich auf Wolke 7, und sprichst gleichzeitig von einem Problem, dass dich "sehr bedrücken" würde, ja fühlst dich zeitweise sogar ungeliebt. Wenn User seine Haltung relativieren und dich ermutigen, dich auf ihn und seinen Kinderwunsch einzulassen, dann sprichst du von deinen guten Antennen, die dich vorwarnen würden. Sind die Stimmen kritisch, dann soll deine Beziehung wiederum perfekt sein. Ich verstehe nicht ganz, was du von den Lesern deines Fadens erwartest. ??mal abgesehen davon, dass hier eh niemand sagen kann, ob dein Freund dich nur auf seinen Kinderwunsch reduziert oder ob er dich auch ohne Kinder würde haben wollen??

    Ich sehe auch sehr viel Torschußpanik auf beiden Seiten. Klar, ihr könnt Kinder machen und dann feststellen, daß es zwischen euch garnicht funktioniert. Oder ihr prüft Beide für euch erstmal, ob ihr Paar sein könnt. Was nützt es, jetzt auf Deibel komm raus in die Produktion zu gehen, wenn man soviele Zweifel hat?

    Warum versucht ihr es nicht erst einmal mit den machbaren Schritten in Sachen gemeinsamen Zukunftsaufbau?


    Ihr zäumt das Pferd von hinten auf, und wundert euch, warum es rappelt im Getriebe. Über die grundsätzlichen Dinge und Entscheidungen seid ihr euch doch erfreulicher Weise einig.


    Es soll einen Ziel-Umzug geben, es gibt einen gleichermaßen starken Kinderwunsch auf beiden Seiten.


    Warum nicht erst mal die Schritte gehen, die für beide solide Sicherheit bringen? Das Risiko einer eher "notgedrungenen" Beziehung minimieren.


    Das könnte nämlich eintreten, wenn die Schwangerschaft früh eintritt, bevor Dein Freund den neuen Job hat, die gemeinsame Wohnung gesucht ist. Das Ganze unter dem Druck einer zunehmenden Schwangerschaft und des Geburtszeitpunktes durchgezogen werden "muss".


    Geht erst mal die wichtigen Schritt an. Erfolgreiche Jobsuche, passende Wohnung suchen, finden und beziehen. Daran lässt sich auf beiden Seiten bereits frühzeitig erkennen wie gut eure Teamfähigkeit für das spätere Familienleben ausgeprägt ist. Bsp. wer behält welche Möbel aus seiner Wohnung, wie richtet ihr das gemeinsame Nest für die Bedürfnisse beider Partner ein usw.


    Wie teilen sich die künftigen Kosten auf für neue Anschaffungen, Babyzimmer /Erstaustattung bzw. welche Vorstellungen gibt es dazu auf beiden Seiten. Mit schnell eingetretener Schwangerschaft müssen solche Themen prompt auf den Tisch des noch nicht vorhanden gemeinsamen Heimes. Denkt darüber vorher noch einmal in Ruhe nach. ;-)


    Statt sich völlig unnütze Gedanken darüber zu machen, wie schnell der Erfolg der Schwangerschaft umgesetzt wird und ob er aus rein romantischen Gründen zu Dir zieht oder um sich beruflich stabil zu verbessern, gibt es wichtigere Themen.


    Wichtig ist, dass er diesen Schritt überhaupt machen will und das nicht irgendwann, sondern in absehbarer Zeit im Sinne der räumlich engeren Paarbeziehung.


    Lebt erst unter Alltagsbedingungen zusammen, erprobt euch in dieser Konstellation statt völlig übereilt ein Projekt Kind anzuberaumen, dass euch zu Getriebenen der Situation macht, weil die Ereignisse euch zu sehr unter Druck setzt.


    Denn was passiert, wenn seine Jobsuche nicht so fix und erfolgreich ist? Du schwanger bist, die Schwangerschaft für Dich ungewollt schwieriger wird als gedacht, (Stichwort Risikoschwangerschaft) ihr dann zusätzlich Probleme bei Wohnungssuche auftauchen?


    Dann bist Du zwar erfolgreich schwanger, aber alles andere vor Ort sitzt Du vorerst allein aus, weil Dein Freund noch am alten Wohn- und Arbeitsort festsitzt. Oder würde er dann Knall auf Fall ohne materielle Sicherheit zu Dir ziehen und ihr würdet übergangsweise von einem Gehalt leben können?


    Das wären für mich die Themen die (mich) mehr beschäftigen würden als all das was Du bisher thematisiert hast. Die Schwangerschaft ist noch nicht euer größtes Problem. Da liegen noch andere Dinge auf dem Weg, die vorher zu lösen wären in meinem Empfinden.


    Dennoch drücke ich natürlich die Daumen für euren Weg. Aber überdenkt das Projekt Familie noch einmal mit anderen Blickwinkeln und stellt es auf reale Grundlagen und nicht wie bisher auf einen Haufen Wenn, Aber und Kann Gedanken. :)z @:)

    Linala will das mit der Schwangerschaft entspannt und eher nebenbei angehen, habe ich den Eindruck. Dazu würde es m.E. nicht passen wenn man ihr hier jetzt nahelegt, dass sie lieber vorher erstmal "die Umstände noch weiter perfektionieren" soll. Mit 36 und 40 trotz beiderseitigem Kinderwunsch jetzt noch Jobwechsel und Umzug abgeschlossen haben zu wollen, fände ich übertrieben. Was nützt es, jetzt aufzuschieben nur um dann später vielleicht fest zu stellen, dass man doch früher anfangen hätte sollen?


    Andere Leute werden von einem ONS schwanger und kriegen ihr Leben auch geregelt.


    Der Faden hier ist mal wieder das typische Beispiel für: Leute mit Verhütungspanne werden von allen Seiten ermutigt, aber wehe jemand will geplant Nachwuchs: Da wird dann von allen Seiten gefordert, dass man doch vorher bitteschön die Aspekte 1-205 sichergestellt haben sollte, weil es doch sonst quasi unverantwortlich wäre, ein Kind zu bekommen.

    LolaX5


    Richtig, die Sicherheit der Sicherheit gibt es nicht. Aber es ist auch Quatsch sich mit Eintritt der Schwangerschaft unter unnötigem Zeitdruck zu halbherzigen Entscheidungen durchringen zu müssen, die zu faulen Kompromissen führen könn(t)en.


    Es hält beide nichts ab, sofort mit den Schritten Wohnung und Job Nägel mit Köpfen zu beginnen. Statt dessen lieber erst mal Grübelorgien darüber starten, ob man als Frau nur Mittel zum Zweck ist?


    Finde ich ehrlich gesagt kontraproduktiver als die passenden Schritte gemeinsam zu gehen, sodass man nicht mit dickem Bauch noch einen Umzug stemmen muss. Wir reden hier doch nicht von einer Vertagung in Monaten oder Jahren, sondern nur davon den Weg für beide ruhig und stabil zielgerichtet zu gestalten. ;-)

    Zitat

    Wir reden hier doch nicht von einer Vertagung in Monaten oder Jahren, sondern nur davon den Weg für beide ruhig und stabil zielgerichtet zu gestalten. ;-)

    Klingt als hättest du immer sofort passende Wohnungen und Jobs gefunden. In meiner Welt dauert beides sehr wohl Monate bis Jahre.


    Außerdem spricht getrenntes Wohnen für mich nicht zwangsläufig gegen ein gemeinsames Kind.


    Mit den unnötigen Grübeleien gebe ich dir aber recht.

    LolaX5


    Natürlich spricht auch ein zunächst getrenntes Wohnen nicht grundsätzlich gegen eine Schwangerschaft und Geburt, richtig. Aber warum völlig konzeptionslos in eine Situation stürzen, die eine junge Beziehung zusätzlich belastet, zumal es bereits Zweifel am Tempo gibt wie es sich derzeit gestaltet?


    Ich denke der TE ginge (vielleicht) es um Längen besser, wenn sich einige ihrer Themen die sie (noch) in innerer Achtungshaltung hält bereits geklärt wären. Ich sehe die Grübelei auch in den noch nicht gelösten Fragen der Gesamtsituation wie sie gerade ist geschuldet. Kann aber dabei natürlich auch irren. Mein persönliches Empfinden muss sich nicht mit dem der TE decken. ;-)

    @ DieDosismachtdasGift

    Du rätst zu mehr zielgerichteten Handlungen. Mein Eindruck ist aber der, dass der TE jetzt schon unter ZUVIEL Zielgerichtetheit leidet. Ihr war ja sogar schon seine Überlegung, ob in einer Wohnung das Kinderzimmer wohl groß genug sei. Mein Eindruck ist eher der, dass sie ersteinmal entspannt die Beziehung genießen will. Alles Organisatorische kann man auch noch klären, sobald es tatsächlich erforderlich ist.

    Auch darüber sollte man sich einig sein, wenn das der Fall ist. Unter Druck Entscheidungen zu fällen ist selten der Idealfall und belastet mitunter mehr als das es lösungsorientiert ist.


    Auch hier kann es zum Handikap werden, wenn einer von beiden alles auf sich zukommen lassen möchte, während der Partner sich konkrete Gedanken über das Wie und Was macht. Liebe zeigt sich nicht nur in den Gefühlen füreinander, sondern der Fähigkeit gemeinsam in eine Richtung zu schauen, statt jeder für sich das Süppchen kochend. Auch hier ist das Zauberwort Kommunikation, sich einander richtig zuhörend und konstruktiv offen bleiben mit welcher Lösung beide am Besten klar kommen.

    Zitat

    Der Faden hier ist mal wieder das typische Beispiel für: Leute mit Verhütungspanne werden von allen Seiten ermutigt

    Leute mit Verhütungspannen zu entmutigen, bringt ja auch nichts. ":/

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    aber wehe jemand will geplant Nachwuchs: [...]

    Wenn die TE sich nun voller Zuversicht ins Abenteuer stürzen würde, fände ich das auch nicht weiter bedenkenswert, sie ist ja tatsächlich in einem Alter, in dem man den Entscheid nicht mehr auf die lange Bank schieben sollte. Mit den hier geäusserten Zweifel an dieser Partnerschaft finde ich einen kritischen Blick nicht übertrieben. Es sei denn, sie würde um jeden Preis Kinder wollen und der Erzeuger selbst wäre nicht so wichtig. Scheint aber nicht der Fall zu sein.

    Ich schließe mich "flo_eck" in vollem Umfang an. Mit 36 kannst Du noch lange genug Kinder bekommen. Zuerst solltest Du aber mit Dir ins Reine kommen, was mir überhaupt nicht ansatzweise gegeben scheint. Willst Du Kinder oder nicht? Ist es Dein Traummann oder bedrängt er Dich?


    Gleichzeitig erscheint mir aber auch sein dringender Kinderwunsch sogar mit Vitaminhilfe übertrieben bis unbegreiflich. Von den fruchtbaren Tagen meiner Frau wusste ich nichts und ihre Periode war auch oft genug ein Schock für mich - aber nur wenn sie sich verspätet hatte...


    Weder Dein Verhalten, noch das Verhalten Deines Freundes scheint mir klar und es drängt sich mir persönlich das Gefühl auf: irgendwas stimmt da nicht. Das ist kein guter Zustand, um es mit einem Kind zu "zementieren"!