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    Wäre ich TE, hätte ich irgendwie durchklingen lassen auf eine nette Art und Weise unter 4 Augen, dass es sich nur um reine Freundschaft handelt, aber ich hätte nie so ein Faß aufgemacht aus einem Poklatscher.

    Ist Dir entgangen, daß es offensichtlich nicht das erste Erlebnis war, was als übergriffig empfunden wurde, und daß der Herr offenbar nichts daraus gelernt hat? Ich habe das zumindest so herausgelesen. Es gab Situationen, die ihm zeigen konnten, daß ein Poklatscher nicht willkommen wäre.


    Die nette Art und Weise wurde schon mehrfach mit kindischem, eingeschnappten Verhalten beantwortet ubd dem Versuch, den Spieß herumzudrehen, also ihr jeweils die Schuld zu geben.


    Das waren niedrigerschwellige Konflikte, welche die TE damals noch nicht bewogen haben, sich eine dritte Meinung einzuholen.


    Die Beziehung wurde beendet, und es scheint mir müßig, die TE jetzt belehren zu wollen.

    Ich sage es mal ein bisschen platt: ich bin ein Anhänger von Versöhnungen zwischen Menschen, die vorher in Konflikt miteinander gekommen sind, gerade für solche eher leichten atmosphärischen Sachen wie hier von Danada geschildert. Wenn sich zwei viele Jahre befreundet fühlten, dann sollte da eine Basis da sein, sodass jeder für den anderen auch ein Stückweit Verständnis aufbringen kann. Vielleicht nicht gleich, aber dann später.


    Alles solche Worte wie Schuld, Unterordnung, 100% unterordnen, "fühlen müssen, wie er das möchte" trägt nicht im geringsten zu so einer Konfliktbewältigung bei. Im Gegenteil, es heizt den Konflikt noch an.

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    Was er im Grunde genommen von Dir verlangt ist, dass Du Dich seiner Bewertung der Situation 100 % unterordnest. Er meinte es nicht so und Du hast Dich jetzt gefälligst so zu fühlen wie er das möchte. Gehts noch?


    -- NotMichaelCaine

    Das empfinde ich einfach nur als überzogene Dramatisierung des beschriebenen. Mit zweifelhafter Rhetorik. Die Emotion der Verärgerung kommt mit den Sätzen sicherlich gut raus, aber nach dem "Druck ablassen" fehlt mir das konstruktive Element.

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    Wenn Du sowas häufiger mit ähnlichen Typen nachgibst, kannst Du Dich spätestens in 20 Jahren auf ne Therapiecouch legen, weil Du Dir zugunsten solcher Typen Dein eigenes Gefühlsleben gründlich verkorkst hast und das Tollste dabei ist - ein Typ wie er würde Dir sicher auch noch sagen: Meine Güte ist ja Deine Schuld wenn Du was mit Dir machen lässt was Du nicht willst. Um solche Typen macht frau am besten einen großen Bogen und privat kann man das ja zum Glück :)z


    -- NotMichaelCaine

    Und ich finde, hier machst du weiter mit dieser Dramatisierung und Eskalation, NotMichaelCaine. Denn "häufigeres Nachgeben mit ähnlichen Typen" stand doch gar nicht zur Diskussion. Bei mir kommt dein Vorschlag also an als "ruhig mal ein Exempel statuieren".


    Ich denke, man muss mal raus aus diesem Schwarz-Weiß-Denken:


    * 100% Unterordnung (den Begriff nimmst du oben selbst) vs. 100% Dominanz


    * 100% Nachgebender gegen 100% Sich-Durchsetzer


    * 100% Gewinner gegen 100% Verlierer


    * 100% Opfer gegen 100% Täter/Angreifer


    Sondern es gibt den Konflikt aus zwei Meinungen. Und dann mag ich Begriff wie Wehrhaftigkeit, Selbstvertrauen, Kritik, aber keine Begriffe, die so 100% auf eine Seite kippen.


    Ich habe bei solchen Verstimmungen wie hier so ein Bild im Kopf: es gibt ein dynamisches Gleichgewicht in solchen Freundschaftsbeziehungen. Wie eine Wippe, wo beide draufsitzen, die erst im Gleichgewicht war, dann stößt jemand dagegen oder einer bewegt sich, sie wackelt ein bisschen (oder auch mal kräftiger) hin und her, aber dann ergibt sich wieder ein Gleichgewicht, wenn sich beide zu diesem Ausbalancieren Mühe geben. Und klar: wenn einer absteigt oder abspringt, dann ist das Wippen vorbei und der andere plumpst unsanft nach unten. Wenn er/sie das Absteigen des anderen vorhersehen konnte, kann er/sie mit den Beinen abfangen, wenn nicht, ist das ein unangenehmes Gefühl. Ich finde auch, das Wippe-Bild zeigt schön, dass die beiden Konfliktparteien erstmal selbst agieren sollten, denn jemand, der von außen noch eingreifen will/soll, bringt dann schon einen dritten Einfluss da rein, den alle irgendwie ausgleichen müssen, wenn sich das System beruhigen soll.


    Und es gibt doch viel ernsthaftere Störungen/Konflikte im zwischenmenschlichen Kontakt, wo ich finde, dass es sich lohnt, das zu differenzieren und sich dafür noch ein paar Eskalationsstufen aufzuheben.


    Ich wünsche den beiden, dass sie zurück zu einer Kommunikation kommen und den Konflikt bearbeiten und dann ad acta legen können. Vielleicht mit 3-6 Monaten Abstand. Eine Kontaktunterbrechung statt des Abbruchs.

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    Ein Perspektivenwechsel und auch unterschiedliche Meinungen sind ganz bestimmt hilfreich, um ein Problem eingrenzen und um eine Frage beantworten zu können.

    Das freut mich.

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    Du bist nur leider erneut sehr weit von den geschilderten Fakten entfernt und entwirfst ein Bild dieses Vorfalls, das ich als sehr kritisch empfinde auch in seiner Außenwirkung.

    Dann hätte ich da einen Gegenentwurf erwartet, der aus deiner Sicht die geschilderten Fakten in die passende Reihenfolge und die Ursache-Wirkungs-Beziehungen bringt. Etwas konkretes.

    Zitat

    und zwar in einem Ausmaß, das mich nun veranlasst, dich zu bitten, dich von dieser Diskussion fernzuhalten.

    Das werde ich ab nun tun. *:)

    :)^ genau das.

    Danke dass ihr euch so viel Mühe gebt mir zu helfen! :)= Einige Posts waren zwar etwas irritierend, da ich nicht finde, dass man als Frau Verständnis aufbringen muss wenn man angetatscht wird, aber okay - ich respektiere andere Meinungen, aber ich erwarte auch dass man im Gegenzug meine Meinung respektiert. Nämlich dass ich nicht angetatscht werden möchte und dass man dies auch akzeptiert wenn ich es deutlich mache.


    Auf einige Posts habe ich auch gar nicht reagiert, da diese die Situation völlig verdreht und Tatsachen durcheinander gebracht haben und ehrlich gesagt sehe ich nicht ein immer wieder niederzuschreiben wie alles abgelaufen ist, wenn das dann doch nicht gelesen wird bzw. nach 2-3 Beiträgen dann genau die gleichen Fragen wieder geschrieben werden... Insbesondere die Posts von Phytonists fand ich etwas merkwürdig, denn diese handelnden eigentlich fast nur davon dass ich dem "Freund" doch Verständnis entgegen bringen soll, dass ich überreagiert habe weil ich kein Antatschen möchte, dass es nur eine "Kleinigkeit" war, dass der "Freund" das doch sicherlich nicht böse meinte, dass ich keine Empathie habe weil ich mich nicht einfach Antatschen lasse usw.


    Ich bin schon eine sehr tolerante Person, aber wenn erwartet wird dass ich mich von anderen Menschen anfassen lassen soll wenn mir das unangenehm ist und ich dann auch noch "Verständnis" aufbringen soll, dann geht das meiner Meinung nach einfach zu weit. Und ich habe es zwar schon mehrfach geschrieben aber ich schreibe es nun nochmal: der Grund für den Freundschaftsabbruch ist nicht im Wesentlichen der Poklatscher, sondern das Verhalten im Anschluss daran. Ich habe ihm ganz normal und ohne Vorwürfe oder Beschimpfungen mitgeteilt, dass ich das unangemessen und unangebracht fand. Er reagierte dann tagelang nicht darauf, sagte anderen Leuten dass er sauer auf mich ist und macht mir dann Vorwürfe, will mich dazu bringen mich bei ihm zu entschuldigen, widerspricht sich selber viele Male, sagt mehrmals wie enttäuscht er von mir als Menschen ist usw. Und zu guter letzt will er mir noch verbieten dass ich mich mit meiner besten Freundin unterhalte. Sorry, aber sowas muss ich nicht verstehen und ehrlich gesagt, wenn ich mich so verhalten hätte und mein Gegenüber dann sogar darauf anspringt und sich entschuldigt (obwohl er nichts getan hat), dann würde ich die Meinung und das Empfinden meines Gegenüber in Zukunft eher weniger respektieren als mehr.

    Da die Sache für mich nun - auch wenn es mir in emotionaler Hinsicht natürlich noch etwas nachhängt, da man Freundschaften ja nicht einfach von heute auf morgen ad acta legt - erledigt ist, werde ich mich aus diesem Thema zurückziehen.


    Ich will euch allen aber trotzdem nochmal für eure Hilfe danken! @:)


    *:)

    @ Elisada

    Zitat

    Auch an dich die Bitte, vor den nächsten Beiträgen noch mal zu überlegen, was du schreibst und ob das hilfreich ist.

    Ich habe es mir überlegt, und ich bin zu dem Ergebnis gekommen, es ist mir nicht möglich, der TE hilfreiche Beiträge zu schreiben. Deshalb hatte ich mich stillschweigend aus dem Faden verabschiedet.


    Nachdem sich die TE verabschiedet hat, würde ich gerne noch etwas zur Begründung schreiben. Denn meiner Meinung nach hatte ich einen grundsätzlich durchaus hilfreichen Ansatz.


    Ich meine nämlich, es gab ein Missverständnis zwischen der TE und dem Kollegen, das sich darin äußerte, dass er meinte, sie würde in ihm ein "Tier" oder einen "Perversen" sehen.


    Um dieses Missverständnis aufzuklären, hätte ich gerne von der TE gewusst, was sie in ihm sieht.


    Nur leider war sie bis zuletzt so emotionalisiert, dass ich mich außerstande sah, ihr die Frage in einer Form zu stellen, die sie auch annehmen kann.


    Es tut mir leid, wenn ich der TE deshalb nicht helfen konnte. @:)


    *:)

    mond+sterne und Pythonist

    Ich habe diesen Thread bisher passiv verfolgt und finde, wie manche andere hier auch, die von Pythonist und mond+sterne geäußerten Einstellungen zum Teil recht bedenklich. (Z.B. "Nein-heißt-Nein-Vereinfachung" -- Da ist nichts vereinfacht "Nein heißt Nein", auch wenn es manchen Herren offenbar nicht passt.)


    Insbesondere fände ich es unerträglich, wenn dieser Thread mit dem letzten Post von mond+sterne enden würde. Ich finde die Aussage:

    Zitat

    Nur leider war sie bis zuletzt so emotionalisiert, dass ich mich außerstande sah, ihr die Frage in einer Form zu stellen, die sie auch annehmen kann.

    im Kontext dieses Fadens extrem herablassend und unverschämt.


    Soweit ich das erkennen kann hat sich die TE sowohl in der von ihr geschilderten Situation als auch in der Kommunikation in diesen Thread sehr besonnen und korrekt verhalten. Da war nichts emotionalisiert.


    Der betreffende Bekannte hat eindeutig eine Grenze überschritten (ein Klaps auf den Po ist eindeutig sexuell konnotiert, oder fänden es Pythonist und mond+sterne ok, wenn ihre männlichen Kumpels ihnen einen Klaps auf den Po geben würden?). Die TE hat ihren Bekannten, nach allem was wir wissen, höflich aber bestimmt zu verstehen gegeben, dass eine Grenze überschritten wurde. Daraufhin hat der Bekannte (zumindest für eine Zeit) den Kontakt abgebrochen (NICHT die TE) und sich, statt sich direkt bei der TE zu entschuldigen, in den Sozialen Medien Luft gemacht. Damit und auch durch sein späteres Verhalten ist der Bekannte mMn alleine für das Ende der Freundschaft verantwortlich. Warum es zu einer "Fehleinschätzung" der Situation durch den Bekannten kam, ist vollkommen irrelevant. Das muss sich der Bekannte selber fragen. Mit über 60 Jahren sollte man alt genug sein, um zu wissen, dass sexuell konnotierte Advancen bei einer 30 Jahre jüngeren ehemaligen Arbeitskollegin nicht unbedingt gut ankommen. Hier der TE implizit eine Mitschuld an diesem "Missverständnis" zu geben, halte ich für sehr bedenklich.


    Dass mond+sterne jetzt in männlicher(?) Überheblichkeit der TE eine "Überemotionalisierung" unterstellt, nur weil sie sich seinem antiquierten Weltbild nicht anschließen will, ist einfach nur sexistisch und widerwärtig.


    Es tut mir leid, wenn ich das hier so deutlich schreibe, aber den letzten Post konnte ich einfach nicht unkommentiert lassen.

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