mnef


    Ja, das ist die erste Lage, aber darunter gibt es ja noch ein paar mehr Schichten. Die Frage ist an welchem Ende man Anfangen will und ob man vor allem die aktuelle Beziehung bearbeiten will oder ganz grundlegende Defizite bei sich sieht. Davon hängt ganz stark ab was man sucht, an Therapie und wo man am ehesten einen Zugang finden kann.

    Irgendwie schenkt ihr beiden euch nichts. Das wichtigste ist das Kind, es wird bald alles mitbekommen.


    Ein Kind sollte so nicht aufwachsen. (Spreche aus Erfahrung. Therapie half nichts, dann bin ich mit meinem Kind weggegangen)

    tiffy007

    Zitat

    Ein Kind sollte so nicht aufwachsen. (Spreche aus Erfahrung. Therapie half nichts, dann bin ich mit meinem Kind weggegangen)

    Und dann war gut?


    Dann lag es wohl an Deinem Partner und diese Kausalität sehe ich in o.g. Fall nicht unbedingt. Wäre wirklich interessant zu erfahren, ob diese Gewaltbereitschaft auch in den vorherigen Beziehungen von Little_Dove existiert haben.


    Aber sie schreibt ja nicht mehr. :-/

    Zitat

    mnef**


    Ja, das ist die erste Lage, aber darunter gibt es ja noch ein paar mehr Schichten. Die Frage ist an welchem Ende man Anfangen will und ob man vor allem die aktuelle Beziehung bearbeiten will oder ganz grundlegende Defizite bei sich sieht. Davon hängt ganz stark ab was man sucht, an Therapie und wo man am ehesten einen Zugang finden kann.

    Ja, sicher ist das so. Spätestens, wenn ein Kind mit im Spiel ist, sollte man aber mMn auch bei der ersten Lage anfangen und zwar pronto, um erstmal das Gröbste zu bereinigen und annehmbare Verhältnisse herzustellen. Was bringt es, erst die innersten Wurzeln der Probleme anzugehen, währenddessen aber äußerlich noch in so einem Beziehungsalltag zu verharren, in dem das Kind solche Szenerien mitbekommt? Meiner Meinung nach sollte das schnellstmöglich abgestellt werden, notfalls die Streithähne auseinander - dann die Feinheiten angehen.

    Zitat

    die aktuelle Beziehung bearbeiten will oder ganz grundlegende Defizite bei sich sieht.

    Das schließt sich beides nicht aus.

    Seh ich ja auch so, aber da wir da ja gar nichts machen kann und ich es überaus sinnvoll fände, wenn die Te an irgendeinem Ende anfinge, wollte ich nur wissen an welchem sie am ehesten bereit wäre anzufangen. Gar nichts tun ist meiner Meinung nach die schlecht möglichste aller Alternativen.

    Hi,


    gleich mal vorweg: Ich finde, die betreffenden Leute hier können sämtliche "Wie-kann-man-nur"-, "Selber-schuld"- und ähnliche Sprüche dieser Art stecken lassen - gehts eigentlich noch!?


    Wenn jemand eine Tür abschließt, steckt er damit eine Grenze, und wenn diese Grenze ohne Not gewaltsam durchbrochen wird (schließlich ging es nicht um Insulin, sondern um ein zusätzliches (!) Kleidungsstück), ist das, was es ist: Eine gewaltsame Grenzüberschreitung. Genau so hat er ja dann auch weitergemacht, Provokation hin oder her.


    Wie ich wohl handeln würde: Das Kind nehmen und nichts wie weg! Wenn nicht zu Familie oder Freunden, dann ins Frauenhaus. Jemand, der Dich würgt (!!!!), nimmt Deinen Tod in Kauf! Egal aus welchen Motiven! Hast Du schon Leute in Deinem Umfeld darüber informiert?


    LG

    Danke, Emotionale, du sprichst mir aus der Seele!


    Ich bin so fassungslos von diesem Faden, dass mir echt die Spucke weg bleibt!

    Zitat

    Es ist aber zu kurzfristig gedacht, wenn man glaubt das es nur am Partner liegt.


    Little_Dove provoziert auch ganz schön, da wird selbst dem friedfertigsten Partner irgendwann die Hutschnur reißen. Nur weil ihre Gewalt subtiler ist, kann man sie nicht wegdiskutieren.

    Bei sowas komme ich echt nicht mehr mit!


    Es ist also Provokation sich aus der Situation zu bewegen und aus dem Raum zu gehen und sich erst mal abzugrenzen? Nach allem was die TE danach noch geschrieben hat, ist es ja wohl reiner Selbstschutz sich erst mal einzusperren in der Hoffnung der Kerl beruhigt sich mal wieder....


    Die Freundin zu würgen ist eine verständliche Reaktion auf das Zuklappen des Laptops? Schließlich war das ja reine Provokation?


    Ich verstehe echt die Welt nicht mehr!


    Was ist denn noch alles angebracht?


    Vergewaltigung, weil sie ja ständig nicht will und ddamit die Männlichkeit verhöhnt?


    Verprügeln, weil sie unangebrachte Kritik geäußert hat?


    Mord bei Betrug?


    Sorry, aber ich glaub es hackt!

    Zitat

    Es ist also Provokation sich aus der Situation zu bewegen und aus dem Raum zu gehen und sich erst mal abzugrenzen?

    es ist eine provokation, sich mit seinem kind einzuschliessen, um seinem partner dessen falsches und provokatives verhalten zu spiegeln.

    Zitat

    Die Freundin zu würgen ist eine verständliche Reaktion auf das Zuklappen des Laptops? Schließlich war das ja reine Provokation?

    ich finde es in der konstellation - zwei partner, die beide auf krawall gebürstet sind und deren verhalten immer weiter eskaliert - zumindest nachvollziehbar, dass der eine auf eine eskalierende aktion des anderen eben eskalierender reagiert. heisst nicht, dass ich das gut heisse. aber es ist eben ein muster.


    sich jetzt rein auf die seite der TE zu stellen bringt ihr gar nix. dann hat sie hier ihren jammer-faden und lässt sich weiter schön von ihrem macker verprügeln.


    das einzige was hilft wäre eben eine räumliche trennung oder eine gemeinsame therapie. aber dazu müssen eben beide erstmal einsehen, dass bei beiden handlungsbedarf besteht. im moment ist die TE ja nach wie vor der meinung, alles richtig gemacht zu haben und sieht sich in der opferrolle. die sichtweise zu unterstützen ist meiner meinung nach kontraproduktiv.

    Zu entschuldigen ist ein solcher Gewaltausbruch nicht.


    Aber je nach Vorgeschichte ist die Fähigkeit zu einem solchen Handeln bekannt. Niemand lebt monatelang harmonisch und ohne jede Drohgebärde zusammen, und plötzlich entpuppt sich der Partner als gewalttätig.


    Wer also im Wissen um diesen Wesenszug (und dieses Wissen unterstelle ich Little_Dove) Situationen eskalieren lässt, nimmt damit in Kauf, dass genau dieser Wesenszug im Gegenüber wieder geweckt wird. Konsequenter wäre, eben nicht zusammen zu leben oder wenigstens Eskalationen zu vermeiden. Und wenn sich die TE im Schlafzimmer eingeschlossen hat, unterstelle ich mal, dass der Partner draußen pennen musste. Und ein Kissen und etwas zum Anziehen, wenn man nicht gerade in den Tagesklamotten aufs Sofa will, sehe ich schon als einen legitimen Wunsch an. Er wollte schließlich nicht zu ihr, er wollte was zum Pennen holen.


    Wenn man jetzt eine Fregatte vor Nordkorea herumfahren lässt, auf der alle Matrosen Kim Jong Un den blanken Hintern entgegenhalten, wird er vielleicht irgendwann auch eine Rakete abfeuern. Er ist damit zwar immer noch der Aggressor, aber die ganze Situation war unnötig und vermeidbar. So wie hier. Nur in einem anderen Maßstab. Bei allem Verständnis für das Opfer und Unverständnis für die Gewalt - ich finde, man darf das in einem Nebensatz ruhig erwähnen.

    Wenn zwei Erwachsene nicht in der Lage sind ihre Gefühlsausbrüche im Zaum zu halten und damit ein vier Wochen altes Baby gefährden, stellt sich mir nur eine Frage: wie löst man die Situation am besten um das Kind da raus zu bekommen? :|N

    Zitat

    Ach ja, du gehst dann auch zu der verprügelten Frau hin und sagt "selber Schuld", oder was?

    Komm mal runter. Das hat er nie gesagt und auch nicht gemeint. Madame hier hat schon einen ziemlich großen Anteil an der Eskalation, da haben sich echt zwei gefunden.


    Körperliche Gewalt geht gar nicht, natürlich nicht. Manchen Menschen sollte man das Kinderkriegen echt verbieten. >:(

    Zitat

    Ach ja, du gehst dann auch zu der verprügelten Frau hin und sagt "selber Schuld", oder was?


    Frauenhäuser sind damit dann auch überflüssig, ist ja alles völlig logisch... :-X :-X :-X

    nope, tu ich nicht.


    aber wenn frau erst mit einem offensichtlich unreifen, eskalierend eingestellten und cholerisch bis gewaltbereiten mann zusammen bleibt, ein kind mit ihm in die welt setzt, ihn dann auch noch bewusst und absichtlicht provoziert und total auf die palme bringt, dann sage ich ihr, dass es ihre eigene verantwortung ist.


    ist ja nicht so, dass er aus dem luftleeren raum heraus plötzlich und unerwartet gewalttätig geworden wäre. gewalt ist natürlich keine lösung, aber sie wird ihn doch kennen. man weiss doch in etwa, wie der partner auf gewisse situationen reagiert. mag sein, dass sie den starken und intensiven gewaltausbruch nicht erwartet hat, aber irgendeine art von gefühlsausbruch wird sie erwartet haben, eben weil es ihre beziehungsmuster erfüllt.


    und frauenhäuser halte ich generell für eine sinnvolle sache. allerdings finde ich es traurig und diskriminierend, dass es so wenig männerhäuser gibt. ist ja nicht so, dass nur frauen unter gewalttätigen, manipulativen oder cholerischen partnern leiden könnten. aber das ist eine ganz andere diskussion.


    allerdings finde ich es wichtig, dass frauenhäuser doch frauen vorenthalten bleiben, die an ihrer lage eben wirklich was ändern möchten. wenn die TE sich nun wirklich zu änderungen entscheidet, in ein frauenhaus geht und dort erstmal unterkommt, um von ihrem gewalttätigen partner los zu kommen - super! :)^


    aber ich würde ihr dann eben wünschen, dass sie in zukunft nicht wieder an einen ähnlichen partner gerät oder sich den nächsten partner durch ihr eigenverhalten zu einem choleriker erzieht. oder sie geht nach ein paar tagen wieder zu ihm zurück, weil wieder "alles in ordnung" ist und steht 2 wochen später wieder vor der tür des frauenhauses.


    ich denke, ihr wurden schon erschöpfende angebote gemacht, wohin sie sich wenden kann. und grade in zeiten des internets ist es ja auch keine zauberei mehr, eine hotline zu finden oder das nächste frauenhaus oder zur not eben auch per handy die polizei zu verständigen, wenn er sie wieder verprügelt.


    ich habe aus ihrem schreiben bisher aber nicht heraus gelesen, dass sie das wirklich will.

    Zitat

    allerdings finde ich es wichtig, dass frauenhäuser doch frauen vorenthalten bleiben, die an ihrer lage eben wirklich was ändern möchten.

    Tja, usus ist es aber, dass die meisten doch wieder zurückgehen.


    Wäre es so einfach, sich aus Mustern zu lösen, wäre die Welt allgemein ein wesentlich friedlicherer Ort, ist sie aber nicht.

    @ gauloise:

    also normalerweise schätze ich deine Beiträge ja wirklich sehr, aber ich vestehe beim allerbesten Willen nicht, was du für ein Problem mit der TE hast ???


    "Madame" ist ja schon mal sehr abwertend und ich sehe wirklich nicht, wo sie denn so wahnsinnig provoziert hätte, außer ihm ein T-Shirtnicht zu geben. Ich würde meinen Hintern drauf verwetten, hätte sie "nur so" die Türe nicht aufgemacht, wäre das selbe passiert.

    Zitat

    Bei allem Verständnis für das Opfer und Unverständnis für die Gewalt - ich finde, man darf das in einem Nebensatz ruhig erwähnen.

    Natürlich darf man im "Nebensatz" erwähnen, dass auch sie nicht alles richtig gemacht hat, hab ich übrigens auch ;-) , aber die allgemeine Stimmung hier ist doch, sie hat "provoziert" und er hat ja nur darauf reagiert und ihm auch noch Verständnis entgegengebracht wird. Also nach dem Motto, ein bißchen überzogen hat er schon reagiert, aber verständlich ist das schon.


    Und das alles ist genau das Muster, dass prügelnde Männer und natürlich auch Frauen, anfangmitfreunde, auch benutzen: sie/er hat das Essen anbrennen lassen, da hab ich ihr/ihm doch nur eine gescheuert.


    Sie hat ihn nach den Angaben in diesem Faden weder beschimpft noch mit Geschirr beworfen oder whatever, sondern eigentlich genau das gemacht, was Menschen in dieser Situation geraten wird: rausgehen und sich und das Baby erst mal in Sicherheit bringen.


    Ich verstehe es echt nicht.


    Vielleicht wisst ihr ja alle was, was ich nicht weiß, aber da ich nur diesen Thread kenne, finde ich das alles extrem strange.

    Zitat

    Vielleicht wisst ihr ja alle was, was ich nicht weiß, aber da ich nur diesen Thread kenne, finde ich das alles extrem strange.

    Vieles lässt sich auch in älteren Threads finden. Das war auch genau der Grund, warum ich ziemlich früh in diesem Faden hier die Frage gestellt habe, wie man seine Prägung von Kind auf erkennen und dagegen kämpfen kann. Warum landet man immer wieder in der gleichen Zwickmühle? Das mag vorrangig ein Faden über einen cholerischen Partner sein, der eine Tür eintritt. Aber in Wirklichkeit geht es auch darum, warum sie von solchen Situationen begleitet wird und wie sie das Muster erkennen kann.


    Ihr Schweigen in diesem Faden interpretiere ich mal so, dass über Dinge nachgedacht wird. Ich schließe aber nicht aus, dass sie keine Konsequenzen aus diesem Vorfall zieht und dass sich Dinge weiter wiederholen.

    Würgen ist lebensgefährlich.


    Für körperliche Gewalt gibt es keine Entschuldigung - außer in Notwehrsituationen.


    Wenn ein Streit kippt, muss es andere Möglichkeiten der Deeskalation geben.


    Man muss sich in einer Beziehung seiner körperlichen Unversehrtheit immer sicher sein können.


    Was ist das für ein Vorbild für die Tochter, wenn die Mutter vom Vater geschlagen wird?

    Zitat

    Für körperliche Gewalt gibt es keine Entschuldigung...

    Für Provokationen, sprich seelische Gewalt, auch nicht. Ich finde es menschlich, wenn einem da die Hand ausrutscht. Und ich denke, der Provozierende ist sich dessen bewusst, dass es auf diese Art eskalieren kann, einer Spirale geht ja immer eine längere Geschichte voraus, eine Entwicklung, in der die Grenzen des anderen getestet werden.