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    Würgen ist lebensgefährlich.


    Für körperliche Gewalt gibt es keine Entschuldigung - außer in Notwehrsituationen.

    Ich habe nicht gelesen, dass irgendjemand der Meinung ist, dass körperliche Gewalt in Ordnung wäre. Natürlich ist es ein no_go. Darüber gibt es auch nichts zu diskutieren.

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    Was ist das für ein Vorbild für die Tochter, wenn die Mutter vom Vater geschlagen wird?

    Nur nützt es nichts, sich hier auf den Vater zu konzentrieren, denn der hat nicht den Faden eröffnet, sondern die TE. Dass der Vater die Verantwortung dafür trägt, dass er die Tür eingetreten hat und die TE gewürgt, darüber gibt es auch keinen Zweifel. Sich selbst dieser Situation auszusetzen und das Kind, dafür trägt die TE die Verantwortung. Dass es für die TE schlimm und schockierend ist, hat sie ja geschrieben. Ich kann das alles ehr gut nachvollziehen. Meine Mutter hat so eine Beziehung geführt und ich sah hier nicht nur eine Verantwortlichkeit, sondern zwei - einen, der Zuschlug und eine, die sich schlagen ließ. Die Dynamik war auch völlig nachvollziehbar. Genauso wird es auch bei der TE sein.

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    Für Provokationen, sprich seelische Gewalt, auch nicht. Ich finde es menschlich, wenn einem da die Hand ausrutscht. Und ich denke, der Provozierende ist sich dessen bewusst, dass es auf diese Art eskalieren kann, einer Spirale geht ja immer eine längere Geschichte voraus, eine Entwicklung, in der die Grenzen des anderen getestet werden.

    Ich finde alles menschlich, was Menschen tun. Der Partner der TE hat sich seine aus seiner Sicht guten Gründe so zu handeln, wie er das tut, genauso die TE. Schwer nachvollziehbar ist es ja nicht, sowohl die TE zu verstehen als auch den Partner. Sie begeben sich in eine Beziehung, weil sie etwas in dieser Beziehung als Vorteil für sich sehen, Frauen oft aus Gewohnheit. Sie kennen keine anadere Art der Beziehung und haben Ängste aus dieser Beziehung auszusteigen bzw. solche Beziehungen gar nicht mehr einzugehen oder oft auch aus einem Verständnis von Liebe und Aufopferung. Sie haben ja oft schon im Elternhaus gelernt, dass das Liebe ist. Das Ergebnis ist die Frau, die sich oft zunehmender Gewalt aussetzt, der Mann (wobei es natürlich auch den umgekehrten Fall gibt, nur nicht so oft) der oft zunehmend gewalttätiger wird, sich seine Gewalt oft auch den Kindern gegenüber. Am Anfang ist die Frau noch schockiert, weil sie ja doch irgendwo die leiste Hoffnung hatte, dass Liebe vielleicht doch ein anderes Gesicht hat, aber auch daran gewöhnt sie sich. Rimboud schrib: Unterträglich ist, dass nichts unerträglich ist. Menschen ertragen weniger als sie glauben, aber auch mehr als sie glauben.

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    Rette sich wer kann! (Solange Du noch unverletzt davon kommst...)

    Ist sie ja nicht. Sie war im Krankenhaus.

    Alle mal Pause, die Te ist ja bereits ausgestiegen oder hoffentlich irgendwo untergekommen. Ich würde es ihr wünschen.


    Comran


    Ich möchte nur einen Punkt zum "nicht eskalativen Verhalten" sagen. Das ist oft nicht möglich, denn der cholerische Partner sucht einen Anlass um zuzuschlagen. Hab ich damals auch. Da reicht es schon zu lächeln oder nicht gelächelt zu haben, das Gegenüber ist bereits auf 180 und nimmt irgendwas zum Anlass. Das solche Beziehungen solange halten liegt oft an der, von den Geschlagenen selbst aufrecht erhaltenen, Illusion sie könnten sich in einer Art und Weise verhalten, die das Gegenüber nicht provoziert. Meiner Erfahrung nach ist das nicht möglich.

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    Ich möchte nur einen Punkt zum "nicht eskalativen Verhalten" sagen. Das ist oft nicht möglich, denn der cholerische Partner sucht einen Anlass um zuzuschlagen. Hab ich damals auch. Da reicht es schon zu lächeln oder nicht gelächelt zu haben, das Gegenüber ist bereits auf 180 und nimmt irgendwas zum Anlass. Das solche Beziehungen solange halten liegt oft an der, von den Geschlagenen selbst aufrecht erhaltenen, Illusion sie könnten sich in einer Art und Weise verhalten, die das Gegenüber nicht provoziert. Meiner Erfahrung nach ist das nicht möglich.

    Ich stimme dir zu.


    Findest du das für diesen Fall oder diese Situation hier zutreffend? Ich nicht, hier schliesse ich mich der Sichtweise an dass die TE durchaus dazu beigetragen hat dass der Streit eskaliert ist. Ich schreibe es gleich dazu obwohl mich das nervt dass man sich dazu gleich rechtfertigen muss: nein, ich entschuldige nicht die Gewaltausbrüche des Partners.


    Ich finde z.B. den Fadentitel an sich schon provokant: es ging ein ganzer Streit voraus und die Essenz vom Ganzen ist das der andere einen Fehler gemacht hat. Die TE nutzt meiner Meinung nach auch das extreme Verhalten des Partners um sich im Windschatten seines eskalierten Verhaltens zu verstecken. Es ist einfach zu sagen dass die Tür eintreten einen Schritt zu weit geht. Stimmt ja auch, deckt meiner Meinung nach nur die Hälfte der Geschichte. Den lauter cholerischen Partner der out of the blue zu jedem nichtigen (Nicht-)Anlass rot sieht, bezweifle ich hier.

    PeeKlee, ich bin zwar nicht angesprochen, aber ich finde deine These sehr gewagt. Keiner hier war dabei, niemand kann mit wirklicher Sicherheit sagen, wer wann wieviel dazu beigetragen hat, dass der Streit so eskaliert ist.


    Was die Überschrift angeht: Ich kann mir vorstellen (und das ist nur meine Theorie (!)), dass die TE einfach immer noch unter dem Eindruck des Gewaltausbruchs des Freundes stand, als sie hier geschrieben hat. Wenn ich mir einfach nur vorstelle, dass ich mich eingeschlossen hätte mit einem vier Wochen alten Säugling und mein Partner tritt die Tür ein, um rein zukommen, dann wäre ich ernsthaft erschrocken, ganz egal, was vorher alles schon gelaufen ist. Und unter einem solchen Eindruck ist es doch irgendwie naheliegend, dass man verblüfft und ängstlich und schockiert den erstbesten Titel wählt, der einem da so im Kopf rumspukt.


    Ich würde da mal nicht mehr reininterpreetieren als womöglich dahinter steckt. Und ganz abgesehen davon finde ich es ganz allgemein auch echt müßig und irgendwie auch daneben, dass hier jetzt in diesem Forum unter Fremden aufdröseln zu wollen, wer jetzt welchen Anteil trägt. Es ist doch viel wichtiger, dass diese Situation beendet wird. Vorallem im Sinne des Kindes.


    Ich fände es sinnvoller Tips zu geben, die der TE helfen, Abstand von der Situation zu bekommen, um Verantwortung für ihr Kind übernehmen zu können.

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    niemand kann mit wirklicher Sicherheit sagen, wer wann wieviel dazu beigetragen hat, dass der Streit so eskaliert ist.

    Ich habe den Eingangsbeitrag nicht mehr nachgelesen für meinen eigenen Beitrag. Ich erinnere mich dass es Streit gegeben hat. Ich gucke nochmal, vielleicht habe ich etwas falsch in Erinnerung.

    PeeKlee


    Ich war nicht dabei, ich weiß nicht ob es nach dem Streit (wie der zustande kam, worum es ging und wer da was gemacht hat wissen wir ja nichts) überhaupt noch eine Möglichkeit für die Te gab, eine weitere Eskalation zu vermeiden.


    Worauf ich hinaus wollte ist folgendes: Sie hatten Streit, sie schließt sich mit dem Kind ein, ein Verhalten dass er selbst praktiziert, also bei sich selbst total akzpetabel fand. In der Folge tritt er die Tür ein. Nun heißt es, ihr sich-einschließen sei eine Provokation gewesen.


    Was wäre denn gewesen, wenn sie im Streit geblieben wäre und sie hätte dann ein paar geknallt bekommen oder wäre gewürgt worden? Wieviele Leute hier, hätten ihr wohl gesagt, dass sie ihn ja auch weiter provozieren musste, statt einfach wegzugehen und sich, beispielsweise, im Schlafzimmer in Sicherheit zu bringen?


    Jemand der ernsthaft die Tür eintritt, weil er an ein Shirt will und darauf offenbar nicht warten kann, bis die Frau sich soweit beruhigt hat, dass sie die Tür erneut öffnet, ist offenbar auf 180. Das ist kein normales, beherrschtes Verhalten und steht in keinerlei Verhältnis zu dem Ziel, dass er zu erreichen wünschte. Wo hätte sich diese Wut entladen, wäre sie nicht rausgegangen? Oder hätte die Tür aufgemacht? Wäre sie dann auch wieder die Dumme, weil sie so doof ist den stinksauren Kerl reinzulassen?


    Ich weiß nicht ob sie ihn im Streit vorher provoziert hat, ob und wo da der Punkt of no return war, der die Gewaltspirale nicht erst in Gang gesetzt hätte. Keine Ahnung, aber ich bezweifle, dass sie an einem Punkt an dem er eine Tür für ein Shirt eintritt noch irgendeine Option hatte ihn nicht zu provozieren. Und ganz SICHER hätte er gehen können bevor er so provoziert wurde. Es gehören nicht nur zwei zur Prügel, Schlagender und sich schlagen Lassender, sondern auch vorher sind schon zwei dabei, einer der provoziert und einer der sich provozieren lässt. Meist ist das sogar wechselseitig. Aber beide können gehen. Ganz oder temporär. Niemand muss dem anderen gegenüber auf egal welcher Ebene gewalttätig werden.

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    Es gehören nicht nur zwei zur Prügel, Schlagender und sich schlagen Lassender, sondern auch vorher sind schon zwei dabei, einer der provoziert und einer der sich provozieren lässt. Meist ist das sogar wechselseitig. Aber beide können gehen. Ganz oder temporär. Niemand muss dem anderen gegenüber auf egal welcher Ebene gewalttätig werden.

    Das habe ich versucht zu sagen. Danke dass du das so in Worte gefasst hast!

    Klar, aber irgendwann ist der Zug halt abgefahren. Da ist einer dann schon so sauer, da bekommt man sich nicht mehr aus der Schußlinie, weil der andere einen gar nicht da raus haben will. Und genau das ist offenbar nach dem Streit schon der Fall gewesen und mit manchen Leuten kann man schlicht gar nicht streiten ohne die Person so aufzuregen, dass man in so eine Situation gerät. Das wollte ich sagen. ;-)

    Naja... kannn kann hier um Rat fragen...sowie ich es verstanden habe zieht sich der Faden schon lange durch und manche wollen es einfach nicht lernen auch wiederholt es sich zig-mal. Habe hier leider dann so das Gefühl das sie nichts ändern will.


    SEHR LEID TUT MIR MAL WIEDER DAS KIND! Si


    Ist schon so lange Zeit vergangen und immer wieder wiederholt es sich und ihr lernt nicht draus....Schnapp dein kind doch und hau ab! Oder ge zum Jugendamt und hol dir Hilfe. Jedes andere Wort hier finde ich überflüssig. Nach so langer Zeit