Zitat

    Auf der anderen Seite, hohe Ansprüche zu haben, muss ja nicht generell verkehrt sein. Aber da fehlt ihm manchmal das Mass bei gewissen Dingen.

    hoch ist gut, aber unerreichbar ist ganz ganz schlecht!

    Zitat

    Ist wohl so, auf der anderen Seite habe ich mich einbisschen an den Gedanken festgeklammert, wenn ich dass jetzt endlich hin bekomme, dann kann ich ihm ev etwas besser helfen. Aber ich glaube, ich darf das alles jetzt nicht zu persönlich nehmen.

    ach, ein wenig persönlich nehmen, bzw. dich selber motivieren, schadet bestimmt nicht! wenn er in diese klinik geht, dann schnapp dir alle freundinnen/mütter/putzfrau, macht einmal einen grundputz und dann schaust du "gefälligst", dass du den standard einigermaßen hältst - immer mit dem gedanken, dass das acuh deinem freund gut tut.

    Zitat

    Ist wohl so, auf der anderen Seite habe ich mich einbisschen an den Gedanken festgeklammert, wenn ich dass jetzt endlich hin bekomme, dann kann ich ihm ev etwas besser helfen.

    Gelle, so ein magisches Denken hat was. ;-) Ich empfehle loslassen. Bist du eventuell gläubig? Dann könntest du ihn einer höheren Macht überantworten - was sehr befreiend sein kann. Wir haben nicht alles selbst in der Hand, schon gar nicht, was andere betrifft, und sei es den liebsten Menschen ...

    Eine unordentliche Wohnung verursacht garantiert keine Depressionen. Das verspreche ich dir. Ein überzogener Anspruch an sich selbst und extremes Leistungsdenken hingegen kann da sicher mitursächlich sein.


    Ich will aber nicht in Abrede stellen, dass jemand, der Depressionen hat, zusätzlich belastet ist, wenn er sich zuhause nicht wohlfühlt, weil es zu chaotisch ist. Aber die Lösung dafür ist relativ einfach. Auch wenn ihr nicht super viel Geld habt, eine Putzfrau, die alle 1-2 Wochen kommt und euch massiv unterstützt, kostet sicher nicht viel mehr als 100-150 € im Monat. Dieses Geld kann man, auch wenn man von nur einem normalen Einkommen lebt, normlerweise aufbringen. Und wenn es für die psychische Gesundheit und die Beziehung eine große Rolle spielt wie bei euch, dann verstehe ich absolut nicht, wie man daran spart.

    Was genau hindert Dich daran, heute die erste Ecke der Wohnung zu säubern und die Waschmaschine anzustellen?


    Manche Sachen im Leben müssen einfach getan werden. Nimm Dir ein Zeitlimit, eine Stunde. Wenn Du allen Dreck siehst und Du ein Chaot bist, dann ist man mit der Gänze überfordert. Aber eine Ecke in einer Stunde ist übersichtlich, mehr muß nicht und hinterher ist man stolz, das genau gemacht zu haben.


    Und wenn man riesige Wäscheberge pflegt, muß man eigentlich viel Geld haben für Klamotten. Sonst hätte man ja nichts anzuziehen. Oder man stinkt eben vor sich hin...


    Ich gehe dann davon aus, man stinkt lieber nicht, aber Geld für Klamotten war/ist dann auch da.


    Bei seiner Position kann ich mir auch nicht vorstellen, studiert, höhere Stellung, dass man nicht das Geld hat, mal jemanden zu engagieren, der eine Grundreinigung macht. Laß 200 € springen und gut is. Bude wieder ok.


    Und ansonsten ist er selbst für sein Seelenheil zuständig, nicht Du. Du könntest im Gegenzug Dich erst mal um Dich selbst kümmern, dass es Dir gelingt Dich selbst in den Griff zu bekommen. Wie war die Frau, die er kennenlernte und wer bist Du heute? Welten entfernt? Welche Fröhlichkeit bietest Du???


    Bei Casablitzblanca gibt es für Chaoten im Haushalt genügend Tipps. Am glücklichsten wird man sie einhalten können nach einer Grundreinigung.


    Magic Cleaning von Marie Konto lesen, sich dort motivieren lassen.


    Er muß für sein Seelenheil selber sorgen. Da würde ich mich ganz gepflegt raushalten, aber trotzdem die Therapie in der Tagesklinik gut heißen.


    Und ich würde ihn dann auch nicht damit überfallen, was er da macht, und ob es ihm besser geht und mich mit Fragen ganz dezent im Hintergrund halten.


    Kümmer Dich ausschließlich zum Dich selbst. Mach Dich wieder attraktiv, jabbel nicht rum über das Chaos sondern beginne genau dort, Dich einzubringen. Wobei er an Wochenenden auch gerne mal die Küche feudeln darf oder so.


    Weißt Du, hier mit Inbrunst zu sagen, ich bin ein Chaot und bleibe es, welchen Eindruck willst Du da im Leben schinden? Es ist auch eine Art Protest. So nach dem Motto: so ein Scheiß. Hab keinen Bock drauf. Wozu machen? Nö. Was macht Die genau an an Spinnweben, Dreckecken?


    Das bist Du. Und nur Du kannst genau dies ändern. Mit kleinen Schritten, täglich ein oder zwei Stunden.


    Und das birgt auch eine eigene Zufriedenheit, die auf einen Partner und auch aufs Kind einen Einfluss haben.


    Wenn es Dir das wert ist, beginne bei Dir selbst, er kümmert sich um sich und dann muß man schauen.


    Es ist eine nutzbare Chance. Aber geh jetzt nicht auf Nebenkriegschauplätzen mit dem Anspruch, seine Dinge zu ordnen und sich gleichzeitig nicht um Deine Aufgaben zu kümmern. Nämlich ein Nest zu haben, wo alle Parteien sich wohlfühlen.


    Oder meinst Du im Ernst, der Mann sehnst sich nach dem, was Du (nicht) schaffst? :-X


    Fang bei Dir an. Und in der Wohnung.

    Ich kann ihren Mann da völlig verstehen. Als Person mit hohen Reinlichkeitsbedürfnis kommt mir fast das kotzen, wenn ich mich im Umgebungen aufhalten muss, die nicht mal annähernd meinen Ansprüchen entsprechen. Davon abgesehen arbeitet er ja vollzeit. Selbstverständlich kann man dann erwarten, dass die Gattin sich um den Haushalt kümmert. Und wenn man jemanden gern hat, dann versucht man es ihm eben auch Recht zu machen, und putzt etwas mehr als für das eigene Wohlbefinden notwendig.


    Was mich irritiert, ist das nicht 'wollen'.

    Naja, wenn ich sie richtig verstanden habe, dann ist sie in einer Ausbildung und kümmert sich hauptsächlich um die Tochter. Das scheint mir durchaus vom Aufwand her mit Vollzeit zu vergleichen zu sein. Warum sollte sich dann nur die "Gattin" um den Haushalt kümmern?

    Zitat

    Weißt Du, hier mit Inbrunst zu sagen, ich bin ein Chaot und bleibe es, welchen Eindruck willst Du da im Leben schinden? Es ist auch eine Art Protest. So nach dem Motto: so ein Scheiß. Hab keinen Bock drauf. Wozu machen? Nö. Was macht Die genau an an Spinnweben, Dreckecken?


    Das bist Du. Und nur Du kannst genau dies ändern. Mit kleinen Schritten, täglich ein oder zwei Stunden.

    :)^


    Ich denke, die Bereitschaft zu haben, etwas zu ändern, ist essentiell. Dann fühlt dein Mann sich auch ernstgenommen und wertgeschätzt.


    Ich würde grundsätzlich ein klärendes Gespräch suchen, bei euch scheint ja viel unausgesprochen zu bleiben.

    Man kann seine eigene hohe erwartung runterschrauben.


    Das geht.


    Meine mutter hats in der therapie gelernt. Früher hab ich eine woche lang die wohnung geputzt wie ne blöde und dann kam sie und fand trotzdem alles mögliche...


    Jetzt kommt sie gelassener in meine wohnung. Ich putze natürlich trotzdem, aber es brechen keine streits mehr darüber aus, weil sie gelernt hat es etwas gelassener zu sehen. Bzw gelassener damit umzugehen.


    Sie hat gelernt, dass man für sich und sein wohlergehen selbst zuständig ist und auf andre scheissen kann... ums mal hart auszudrücken.


    Somit hat sie auch gelernt, dass ich ein bisschen weniger reinigungsbedrüfnis hab als sie.


    Sie meckert nicht mehr darüber. Wenn sie etwas arg stört macht sie es, aber sie weiss dass es mir halt relativ schnuppe war und das auch ok ist.


    (Zbsp bin ich son mensch der nicht fenster putzt ausser man kann nimmer durchschauen. Früher hiess es dann "was sollen die leute denn denken" aber mir war es scheiss egal wad fie leute denn denken und ist es immernoch. Ich hab meine ansprüche an meine wohnung. Sie versteht nun dass es da eben unterschiedliche Standards gibt.)

    Ich bin doch immer zutiefst erstaunt, was da von Frauen so kommt:

    Zitat

    Davon abgesehen arbeitet er ja vollzeit. Selbstverständlich kann man dann erwarten, dass die Gattin sich um den Haushalt kümmert.

    Ach ja, kann man? Kindererziehung und Studium sind also keine gleichwertige Arbeit?


    Der Gatte kann also erwarten, in eine klinisch reine Wohnung zu kommen mit Essen auf dem Tisch und am besten noch den Pantoffeln hingerichtet, weil die Frau ja "nichts" macht? Interessant, echt!


    Und es ist ja nicht so, dass die TE nichts macht, ganz offensichtlich macht sie ja für ihre Verhältnisse total viel, sprich springt täglich für den Gatten über ihren Schatten.


    Und das sag ich, als Miss Etepetete! Aber mein Freund ist auch der totale Chaot, aber für seine Verhältnisse hat er sich echt gebessert, aber ich kann doch nicht erwarten, dass er zu Mr. Sagrotan mutiert!


    Da gibt es halt nur 3 Möglichkeiten: entweder daran verzweifeln, ständig darüber streiten oder eben einsehen, dass der eigene Standart nur durch Eigenarbeit erreicht werden kann.


    Sprich, nicht gelegentlich sich auch mal am Haushalt beteiligen, das kann man neben auch neben einem Vollzeitjob, müssen andere ja auch!


    Liebe TE: du bist mitnichten Schuld an der Verfassung deines Mannes!


    Sein Problem ist wohl eher, dass er generell schnell überfordert ist und/ oder dass er an seine eigenen Perfektionsansprüchen zu Grunde geht.


    Das ist aber allein SEIN Problem, da muss er daran arbeiten und hat NICHTS mit dir zu tun!


    Unterstütze ihn bei seiner Therapie, aber seh dich nicht als Ursache, daran gehst sonst du zu Grunde und das kann ja nicht der Sinn der Sache sein.

    Zitat

    Nein, Studium und Erziehung ist nicht mit einer Vollzeit-Arbeitsstelle vergleichbar.

    Und warum?


    Kommt ja wohl voll auf das Studium bzw. die Arbeit an!


    Also mein Studium hab ich z.B. damals auch einfach so nebebei gemacht, war aber eben nicht Jura oder Medizin, da sieht es schon ganz anders aus!


    Und wenn ich mir heute so ansehe, was manche Leute als "stressigen Vollzeitjob" bezichnen, dann lach ich mich schlapp! Ja, es gibt viele Jobs, da hat man nach 40 Stunden echt genug, aber auch genug andere, da hat man sich jetzt echt nicht überarbeitet um es mal freundlich auszudrücken. :p>

    Vor allem extrem witzig wenn so eine Aussage von jemandem kommt, der offensichtlich selber noch nicht arbeitet, sondern noch Schülerin ist.


    Also sorry, meist du nicht du solltest da evtl. mal den Ball etwas flachhalten mit solchen Aussagen?

    Natürlich hängt das immer von den Umständen ab. Aber grundsätzlich haben es Studenten wesentlich einfacher. Freie Zeiteinteilung, körperlich wenig anspruchsvolle Tätigkeiten, keine Verpflichtungen oder zwangsläufig großen Druck.


    Sie wird ja davon ausgegangen sein, dass ein Kind, Haushalt und Studium machbar ist.


    Ich bin keine Schülerin mehr. Davon abgesehen habe ich durchaus Einblicke in die Berufswelt.