• Er hatte einen Kurschatten, bin am Boden zerstört

    Hallo zusammen, ich hoffe ich bekomme hier Zuspruch und Tipps. Weiss echt nicht mehr weiter. Im Februar habe ich einen Mann kennengelernt. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht. Nach Wochen sind wir uns auch näher gekommen. Ich war wirklich mal wieder glücklich und zufrieden. Er war es begrenzt. So richtig verliebt schien er mir nicht. Aber…
  • 109 Antworten

    Kuddelmuddel, es herrschen unklare Verhältnisse bzw Du empfindest sie für unklar.

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    Ich habe sehr wohl bei ihm ein klares Ziel: ich möchte mit ihm zusammen sein. Klarer geht es doch nicht.

    Dir ist aber klar, dass er NICHT dieses Ziel hat und eine Beziehung, die nur einer will, keinerlei Wert hat?

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    Zeit zu verschenken hat wohl niemand.

    Du tust es aber.

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    Ich kann meine Gefühle einfach nicht herunterfahren.

    Das geht nicht von heute auf morgen, aber bei Dir würde ich sagen, Du willst es gar nicht. Du bist so mit Dir und Deinen Gefühlen beschäftigt, so fixiert auf Deine Wünsche, dass Dir anscheinend völlig entgeht, was der andere möchte. Alles wird so zurechtgebogen, dass es passt, alles wird so interpretiert, dass Du Dir noch Hoffnungen machen kannst, alles wird ignoriert, was nicht in diese Schublade passt. Hier sagt Dir jeder, dass das nichts ist und nichts wird, aber Du willst es nicht glauben.

    Zitat

    ich bin aber immer noch der Meinung, um jemanden zu kämpfen. Manchmal lohnt sich das dann auch.

    Scheint sich bei Dir noch nicht gelohnt zu haben bei Deinen Auserwählten, denn Du bist geschieden und hast noch immer nicht den Mann fürs Leben gefunden. Das soll jetzt nicht gemein klingen, aber Deine Klammerei, Deine Ignoranz der Tatsachen, Deine Mißachtung des anderen und Dein enger Blick haben nichts mit Kämpfen zu tun sondern haben irgendetwas an sich, was in einer Therapie gut aufgehoben ist.

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    Wenn mir Jemand sagt "Ich fühle nichts für Dich, also lass' uns auf Distanz gehen" – Hey! Ich bin die Erste die weg ist!

    Ginge mir absolut genauso.

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    Aber was, wenn er sagt "Ich habe noch keine solche Gefühle, ich will aber...."? Und weiter den sehr nahen Kontakt sucht?

    Das ist ungleich schwerer und käme auf die Situation an. Aber im Laufe der Zeit sammelt man Lebenserfahrung und ich bin der Meinung, dass das gewisse Etwas entweder da ist oder nie kommt. Man kann versuchen es zu "züchten", aber es wird immer eine schwächliche Pflanze bleiben. Und wenn die Person dann zufällig mal an jemanden gerät, wo der Blitz dann richtig einschlägt, hat es sich auf der Stelle erledigt. Ich würde NIE auf solche Beziehungen setzen, denn irgendwann kommt dann der/die Richtige, und dann hat man nicht selten Jahre oder gar Jahrzehnte in den Sand gesetzt. Liebe lässt sich nicht erzwingen.

    Smaragdauge


    Sehe ich 100prozentig genauso wie Du :)^ – und das habe ich schon vor dieser Beziehung damals getan (jetzt natürlich erst recht ;-)) und trotzdem bin ich reingeschlittert....


    Ich will damit ja auch nur ein klitzekleines Verständnis für schnitte einholen @:).

    schnitte123

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    Ich hätte mich so sehr darauf eingelassen, mit ihm zusammen zu sein. Auch mit seinen Problemen. Damit habe ich mich längst arrangiert gehabt und auch viel darüber gelesen. Und das weiss er auch.

    Er hat sich aber nie auf dich ganz eingelassen. Ein Jein ist kein Ja - für mich auch kein Wort.

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    Was soll ich denn jetzt machen.

    Diese Entscheidung kann Dir keiner abnehmen. Was willst Du denn? Was brauchst Du in einer Beziehung?

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    Ich habe so viel Pech mit Männern. Mein Selbstbewusstsein leidet extrem. Ich habe solche Verlassensängste. Das ich in ein tiefes Loch falle.

    Arbeitest Du daran?

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    Habt ihr ähnliche Erfahrungen? Könnt ihr mir Ratschläge geben.

    Ja, ich habe mal so einen Mann kennen gelernt und nachdem ich nie das Gefühl hatte, dass er irgendwann ja zur Beziehung gesagt hat, habe ich es sein lassen. Eine Beziehung war es ja nie. Ich hatte kein Interesse an einem Mann, der nicht wusste, was er wollte. Es stand sicher auch im Zusammenhang mit seiner Depression, aber was auch der Grund seiner Beziehungsunfähigkeit war, so war er das für mich und damit kein potentieller Partner für mich.

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    Er bedeutet mir so viel. Und ich kann ja meine Gefühle nicht abstellen oder auslöschen.

    Das ist ja schön und gut, aber ist so ein Mann der Traum Deiner schlaflosen Nächte?

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    Oder sollte ich es ihm sagen? Was sagt ihr. Klar, habe ich ein schlechtes Gewissen. Aber er vertraut mir doch dann auch nicht mehr wenn ich es ihm beichte.

    Weiß nicht – ich würde mich jemandem nicht verpflichtet fühlen, der zu mir unaufrichtig ist.

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    ich möchte garkeinen anderen Mann. Es ist mir egal ob er Probleme hat. ich würde mich damit arrangieren und könnte damit auch umgehen. Hat ja nicht mit Therapeut-sein zu tun.

    Aus meiner Sicht schon.

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    Wenn ich nun abrupt den Kontakt abbrechen würde, was würde passieren? Wenn er merkt, dass ich ihm fehle. Und das glaube ich auch. Entwickeln sich da vielleicht mehr Gefühle? Wird er sich vielleicht bewusst was er an mir hat und wie schön unsere Zeit war?

    Ja, Du machst Dich ganz schön abhängig. Meinst Du, dass Du beziehungsfähig bist?

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    Klar haben wir beide Defizite. aber das finde ich nicht schlimm. Haben andere auch.

    Ja, wo liegt dann das Problem? Dann klammerst Du Dich so lange an ihn so lange es Dir nicht zu blöd wird oder ihm.

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    Ja, Du machst Dich ganz schön abhängig. Meinst Du, dass Du beziehungsfähig bist?

    Eine interessante Frage. Kommt darauf an, was man unter beziehungsfähig versteht. Wenn es bedeutet, sich an jemanden zu klammern, dann ja. Wenn es bedeutet, dass man in der Lage ist, eine gesunde Beziehung in Augenhöhe zu führen, dann nein.

    Smaragdauge


    Kann es sein, dass Du gerade die Begriffe "beziehungsfähig" und "beziehungsunfähig" durcheinandergewürfelt hast? ":/ @:)

    schnitte

    Dass du den sogenannten Kurschatten so leicht nimmst, versteh ich weniger. Immerhin hat er von Gefühlen ihr gegenüber berichtet, die er ja anscheinend für dich nicht empfindet. Gut, er hat sich von ihr getrennt, aber wenn er sich von jemandem trennt, für den er solche Gefühle hat, würde ich davon ausgehen, dass er mit dir erst recht keine längere Zukunft hat.


    Ganz abgesehen von der Tatsache, dass er sich dir gegenüber nicht im geringsten zur Treue verpflichtet gefühlt hat in der Kur, das zeigt ja auch, wie er denkt und fühlt. Und er hat dir das auch postwendend mitgeteilt.


    Auf mich wirkt es so, dass du an dem Wochenende die treibende Kraft warst. Ich denke auch, dass er Aspekte an dir schätzt, das Freundschaftliche, zum Beispiel.

    Hallo @ Isabell,

    Du hast meine Aussage etwas missverstanden. Ich schrieb zu diesem Satz, dass es Menschen gibt, die "wahre" Liebe nur als solche anerkennen, wenn sie Opfer fordert, seelische Schmerzen und Pein erzeugt. Dies ist nicht meine Meinung dazu.


    Habe aber langjährige Freundschaften zu Frauen/Männern, in denen ich genau diese Einstellung für den Beziehungsalltag erlebt habe. Männer wie Frauen erkennen für sich als Beziehungsmuster nur dieses Gefühl an. Sie verbinden gelebte Liebe mit Leiden. Bei einigen, hab ich durch intensive Gespräche raus finden können, dass es u.al mit gelebten Defiziten der Kindheit zu tun hatte. Das kann u.a. eine fehlende Vater/Mutter-Kindbeziehung sein, oder ein generell fehlender Elternteil sein. Es können aber auch völlig andere Gründe sein.


    Es sind jedoch häufiger Gefühle, die man aus der Vergangenheit bereits "erlernt" hat, diese dadurch "bekannt und vertraut" sind. Es gibt Menschen, die daraus ihr Ego ziehen, dass sie sich intensiv um die Zuwendung eines Menschen bemühen. Dabei spielt es dann gar nicht mehr die Rolle, ob der bevorzugte Schwarm/Partner dies auch wünscht oder zulässt.


    Der gewollte Partner wird in all seinen Defiziten idealisiert, und das was der andere nicht fühlt, nicht fühlen kann – wird versucht mit eigenen Liebesgefühlen zu kompeniseren. Die TE hat mehrfach betont in ihren Beiträgen, dass ihr eigenes Glücksgefühl sehr stark davon abhängt, ob sie eine Beziehung führt oder nicht.


    Das macht es erklärlicher, warum sie sie so um diese Liebe kämpfen will, egal wie aussichtsreich das ist. Das Gefährliche daran ist, dass sie bereit ist jedes Risiko dafür zu übernehmen, auch auf die Gefahr hin sich selbst zu verletzen.


    Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass ihr der Preis dafür egal ist. Die Angst vor der eigenen Einsamkeit, nicht gewollt und gebraucht zu werden, ist einfach stärker. Meist steht dahinter emotionale Abhängigkeit. Es gibt Menschen, die in ihrer Persönlichkeitsstruktur so sehr darauf angewiesen sind, jemand an der Seite zu haben, dass darüber hinaus – das Leben für sie als Sackgasse empfunden wird, sich das eigene Wohlbefinden sogar körperlich stark einschränkt, wenn der Wunsch nach erfüllter Beziehung nicht stattfindet.


    Es kann Sinn machen für eine gelebte Partnerschaft Opfer einzugehen, selbstlos Kompromisse zu schließen. ABER nie um den Preis sich dabei selbst nicht mehr wahrzunehmen und die gewollte Meinung des Gegenübers auszublenden.


    Dies sehe ich aus den Schilderungen der TE jedoch als gravierende Gefahr. Deshalb sehe ich ihre jetzt begonnene Therapie als Chance, aus diesem Kreislauf heraus zufinden, wenn sie sich darauf einlässt nach den Ursachen zu forschen für diese Abhängigkeit im Wunsch nach einer Partnerschaft. Es wird jedoch ein längerer Prozess der Erkenntnis sein. Lange gelebte Beziehungsmuster lösen sich nicht über Nacht im Nichts auf. Deshalb wünsche ich der TE sehr viel Kraft, Mut und genug Vertrauen für diesen Weg.

    Monika

    Zitat

    Dass du den sogenannten Kurschatten so leicht nimmst, versteh ich weniger. ....(...)....

    Genau das ist für mich auch der Knackpunkt. :)z


    DieDosismachtdasGift


    Ich entschuldige mich – ich habe einfach diese Aussage zu isoliert gesehen. Zu dem Rest Deines Beitrages/Deiner Beiträge muß ich ehrlicherweise sagen: Es ist mir zu analytisch.

    Isabell,


    die Frage war ja, ob die TE sich selbst beziehungsfähig einschätzt.


    Und ich habe dazu gemeint, dass, wenn man unter Beziehungsfähigkeit lediglich das Klammern versteht, dann wäre sie wohl beziehungsfähig, wenn man aber etwas mehr unter Beziehungsfähigkeit versteht als das Suchen von Nähe um jeden Preis, dann bin ich mir nicht sicher. Beziehungsfähigkeit im weiteren Sinne bedeutet für mich, dass man in der Lage ist, eine gesunde und stabile Beziehung dauerhaft zu führen, und das ist bei der TE möglicherweise nicht der Fall.

    Zitat

    Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass ihr der Preis dafür egal ist. Die Angst vor der eigenen Einsamkeit, nicht gewollt und gebraucht zu werden, ist einfach stärker. Meist steht dahinter emotionale Abhängigkeit. Es gibt Menschen, die in ihrer Persönlichkeitsstruktur so sehr darauf angewiesen sind, jemand an der Seite zu haben, dass darüber hinaus – das Leben für sie als Sackgasse empfunden wird, sich das eigene Wohlbefinden sogar körperlich stark einschränkt, wenn der Wunsch nach erfüllter Beziehung nicht stattfindet.

    Die Frage ist, ob das aber überhaupt noch Liebe ist. Denn die Liebe hat ja den anderen genauso wie sich selbst im Blick, bei dem, was Du hier beschreibst, hat die Person aber primär nur sich selbst im Blick, und wenn sie den anderen dennoch im Blick hat, dann auch nur aus sehr eigennützigen Interessen. Den anderen so nehmen zu können wie er ist, ist die eine Seite, nur sein Ideal zu vergöttern, die andere.

    Smaragdauge


    Ah..ok... ;-).


    Wäre vielleicht für mich besser verständlich gewesen wenn Du geschrieben hättest -siehe Fettgeschriebenes-:

    Zitat

    Wenn es (für Dich) bedeutet, sich an jemanden zu klammern, dann ja. Wenn es (für Dich) bedeutet, dass man in der Lage ist, eine gesunde Beziehung in Augenhöhe zu führen, dann nein.

    ;-)

    Smaragdauge

    Zitat

    Die Frage ist, ob das aber überhaupt noch Liebe ist.

    :)^


    Das meinte ich ja auch in meinem Bezug auf die Aussage von DieDosismachtdasGift:

    Zitat

    Wenn Liebe wehtut, dann ist sie echt.

    Ok, sie bezieht es darauf, dass eben "echte" Liebe wehtut. Nun tut aber "unechte" Liebe genauso weh.


    Jetzt kommen wir natürlich in einen sehr philosophischen Bereich ;-).


    Grundsätzlich ist das was ich fühle natürlich immer echt. Nur, ist die Interpretation in der Begrifflichkeit meiner Gefühle auch immer an dem Bereich der "Liebe" festzumachen?


    Wieviel davon ist Interpretation, Wuschdenken, Bedürfnisse, nicht zuletzt einer eigens erschaffenen Abhängigkeit? Ab wann liebe ich einen Menschen ganz individuell?

    Zitat

    Ich habe so viel Pech mit Männern. Mein Selbstbewusstsein leidet extrem. Ich habe solche Verlassensängste. Das ich in ein tiefes Loch falle.

    Das liegt daran, das DU dich vollkommen verloren hast...wo bist du?! Wo ist die schnitte, die weiss was gut für sie ist? Wo ist DEIN Gefühl dazu...wo snd deine Bedürfnisse? Du hast di ganze Zeit immer nur von ihm geschrieben, er hat Beziehungsprobleme, er will dies, er will das! Hey schnitte...du bist auch ein vollwertiger Mensch, setz dich jetzt mal hin und schau mal ob du so etwas haben willst! Du willst eine Beziehung? Dann suche dir einen Mann der eine Beziehung führen will und nicht beziehungsgestört ist. Arbeite erst einmal an dir, bevor du andere glücklich machen willst! Wenn du glücklich sein willst, dann suche dir auch etwas zum glücklich sein und nicht zum Unglücklich sein!


    :)*