• Er hatte einen Kurschatten, bin am Boden zerstört

    Hallo zusammen, ich hoffe ich bekomme hier Zuspruch und Tipps. Weiss echt nicht mehr weiter. Im Februar habe ich einen Mann kennengelernt. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht. Nach Wochen sind wir uns auch näher gekommen. Ich war wirklich mal wieder glücklich und zufrieden. Er war es begrenzt. So richtig verliebt schien er mir nicht. Aber…
  • 109 Antworten

    Smaragdauge

    Zitat

    Ich hab mich auf den Beitrag von Kleio bezogen, weil ich diesen Ansatz durchaus bedenkenswert finde.

    Ich weiß – und so sehe ich es ja auch ;-)


    Phoebe


    :)z :)_

    Scheint bei der TE tiefer zu sitzen, weil erstaunlich resistent gegen andere Sichtweisen … Das Hinterherlaufen bei einer solchen Konstellation kann daher rühren, dass Du, Schnitte123, schon als Kind ein derartiges Muster kennengelernt hast.


    War Dein Vater beispielsweise ein unzugänglicher Mann, den Du von Dir erst "überzeugen" musstest?

    Puh, ich war jetzt eine Std off und viele neue Nachrichten von euch.


    Muss jetzt erst mal sammeln.


    Beziehungsunfähig? Mittlerweile glaube ich es, dass es bei mir zutrifft. Um das aber genau raus zu finden, habe ich ja auch therapeutische Hilfe in Anspruch genommen.


    Gerade weil mich ein Abweisen oder Trennung so runter zieht das ich jedesmal glaube, nie wieder jemanden haben zu können.


    Ihr habt Recht. Ich sehe nur mich, wie es mir geht, was ich will. Bei meinem "Freund" will ich, das er genauso das Gleiche will.

    Resistent gegen andere Sichtweisen bin ich nicht. Mache mir sehr wohl viele Gedanken darüber.


    Dann denke ich mir widerum, das die Leute, denen ich es erzählt habe, natürlich nicht alles wissen. Kleinigkeiten, Reaktionen, die ganzen Nachrichten zwischen ihm und mir.


    Und ich bin absolut ein Herzmensch.Mein Herz sagt aber gerade das ich kämpfen soll.

    Wenn man jemanden idealisiert, dann nimmt man jemanden schon so wie er ist, man sieht auch die Fehler und Schwächen, aber diese werden gleich mit idealisiert, um zu bekommen, was man in sich selbst vermisst. So kenne ich es von vielen und die DosismachtdasGift hat das, wie ich finde, gut rübergebracht.


    Manchmal haben auch beide die gleiche Schwäche. Und wer weiß, vielleicht kann er sich nur ganz auf jemanden einlassen, wenn diejenige vergeben ist, dann fällt jede Verantwortung jede Bindungsmöglichkeit von vornherein weg und seine Gefühle haben dann mal freie Fahrt. Aber das ist natürlich nur Spekulation. ;-)

    Zitat

    Und ich bin absolut ein Herzmensch.Mein Herz sagt aber gerade das ich kämpfen soll.

    Ich fürchte, das ist nicht (nur) das Herz sondern auch ein Defizit, eine Angst. Angst vorm Verlassenwerden kann Menschen zu Furien machen die mit Zähnen und Klauen um jemanden kämpfen, aber das hat dann nichts mehr mit Leidenschaft zu tun oder gar Liebe sondern mit Defiziten. Das zu unterscheiden ist für den Betreffenden sicherlich nicht einfach, aber hier schreibt Dir jeder, dass da eigentlich nichts ist, worum es zu kämpfen gilt, und wenn Du es tust, dann ist das genaugenommen respektlos gegenüber dem Anderen, der einfach nicht will. Nur, weil Du ein Bedürfnis hast, hast Du noch lange nicht das Recht. Das ist eine kindliche Haltung, ich will das aber haben, und weil ich es so dringend will, muss ich es auch haben.


    Es ist gut, dass Du eine Therapie machst - was sagt denn der/die Thera zu der Geschichte mit dem Mann?

    Zitat

    Mein Herz sagt aber gerade das ich kämpfen soll.

    Es kann aber auch ein uraltes Muster sein, das Dir das sagt; darauf bist Du leider nicht eingegangen ...

    Wollte eben schon antworten - war aber noch unterwegs.


    Zum uralten Muster


    darüber habe ich eben intensiv nachgedacht. Meine jüngere Schwester und ich sind behütet aufgewachsen. Allerdings, und das hält bis heute noch an, existiert imner ein Konkurrenzkampf zwischen uns. Und mein Vater vergleicht uns beide immer. Was nicht gut ist.


    Wir sind komplett unterschiedlich im Charakter wie auch in Lebensform etc.

    Ich habe einen Therapeuten. War aber erst einmal dort zum Vorgespräch. Genaueres über mein Leben weiss er noch nicht.


    In zwei Wochen habe ich erst den nächsten Termin.


    Wie der Kampf aussehen soll? Ich dachte eigentlich an weiterhin Kontakt. Vielleicht auf Freundschaftsebene. Genau weiss ich es aber nicht. Ich muss erst mal nachdenken ob es überhaupt alles Sinn macht. Ich kann keine Gefühle erzwingen.


    Aber ich kann vielleicht meine Gefühle zurück stellen und mit ihm befreundet sein. Vielleicht klappt das ja auch


    Eure Beiträge werden mir sicher helfen.

    Zitat

    imner ein Konkurrenzkampf zwischen uns. Und mein Vater vergleicht uns beide immer.

    Das bedeutet in der Tat, dass Du Dich schon damals anstrengen musstest, um Deinen Vater von Dir zu überzeugen; darin liegt vermutlich dann auch Deine heutige "Geduld" mit dem Mann begründet.


    Und auch der "Vergleich" mit dem Kurschatten war Dir gewissermaßen bekannt, und Du hast scheinbar gesiegt.


    Es kann durchaus sein, dass Du derzeit diesen Kampf weiterkämpfst.

    Das weiss ich nicht ob ich diesen Kampf bzgl Familie weiter kämpfe. Das hat ja nicht zwingend mit meinem Beitrag zu tun.


    Damit werde ich mich sicherlich mit dem Therapeuten unterhalten.


    Der Vergleich mit dem Kurschatten den ich gesiegt habe? Versteh ich jetzt nicht.


    Gesiegt habe ich ja nicht. Der Kurschatten ist zwar nicht mehr in seinem Leben. Aber seine Gefühle sind ja noch da.

    Zitat

    Wie der Kampf aussehen soll? Ich dachte eigentlich an weiterhin Kontakt. Vielleicht auf Freundschaftsebene. Genau weiss ich es aber nicht. Ich muss erst mal nachdenken ob es überhaupt alles Sinn macht. Ich kann keine Gefühle erzwingen.

    Ganz ehrlich: ein Mann, der eine Frau haben will, weil er sich in sie verschossen hat, handelt und gibt sich ganz anders.


    Da muß man nicht drum kämpfen. Krieg endet immer mit Verlust auf beiden Seiten.


    Und genau das muß das Ziel sein. Es paßt einfach. So. Da muß man nicht kämpfen.


    Warum Du solch einen Hickhack hier nötig hast, das solltest Du mal überdenken. Verantwortung: Du hast schon eine Antwort auf die Sache, woraufhin Du auch noch kämpfen willst....


    Würdest Du einsehen (den einen Blick auf das lenken, was Du wirklich willst, nämlich geliebt werden), wäre dieser Mann längst ausgeschieden. Dann hättest Du Verantwortung für das wirkliche Lebensziel schon mal angepeilt und irgendwann würde die Richtige Antwort schon ins Leben spazieren.


    Du hast gar nicht die Überzeugung, es könnte so einen Mann geben, der Dich wirklich liebt, Du fühlst Dich so minderwertig, dass jeder willkommen ist, weshalb "ich habe immer solch Pech mit Männern" automatisch zur sich selbsterfüllenden Prophezeiung wird.