• Er muss sich an meine Liebe gewöhnen

    Hallo liebe Forumsmitglieder, Ich bin total durcheinander und hoffe auf euren Rat. Ich bin mit meinem Freund seit 6 Monaten zusammen. Er war vorher lange alleine (die letzten acht Jahre Single), ich in zwei langjährigen Beziehungen (fünf und zwei Jahre). Im Grunde ist er sehr anhänglich, legt seinen Kopf auf meinen Schoß, möchte gestreichelt werden… …
  • 32 Antworten

    @ Dumal

    Das ist eine gute Frage. Leider lässt mich meine Erfahrung dahingehend im Stich, weil ich sowas noch nie erlebt habe. Und wir sind schon ziemlich unterschiedlich, da kann ich nicht unbedingt meine 'alten' Erfahrungen zu Rate ziehen.


    Und wie verlässlich ist ein Bauchgefühl, wenn man verliebt ist ;-)


    Aber du hast recht, ich werde das mal beobachten.

    Zitat

    Er sagt, wenn er abends aus der Arbeit kommt, dann ist er einfach fertig und kann nichts mehr machen. Dann schmiert er sich noch ein Brot und legt sich auf's Sofa (auf dem er dann oft genug einschläft).


    Damit bleibt ja nur das Wochenende für alles andere was er im Kopf hat. Und die freie Zeit die er hat, verbringt er zu 50% mit mir.


    Und nur weil ich meinen Job, mein Ehrenamt, meinen Sport und ihm unter einen Hut bekomme, muss das bei ihm eben nicht zwangsläufig so sein.

    Ich finde, das hoert sich an sich sinnvoll an. Und ehrlichgesagt nicht nach etwasem, dass er sich mit der Zeit automatisch abgewoehnen wird :-/

    Wenn ich ihn richtig verstanden habe, versucht er sich daran zu gewöhnen, dass er nicht mehr nur machen kann, was und wann er will.


    Er will sich daran gewöhnen, mich als festen Bestandteil seines Lebens zu sehen und wenn er bei mir ist, dann auch mit dem Kopf da zu sein ?!


    Die Zeit ist auch nicht mein großes Problem. Klar sehe ich ihn gerne, aber wenn es nicht geht kann man auch nichts machen. Ich bin nur verunsichert, wenn er sich überfordert fühlt wenn ich ihm begeistert um den Hals falle.


    Ich hab gerade das Gefühl, ich schreibe unverständliches Zeug, aber ich bin gerade selber so verwirrt.

    Zitat

    Wenn ich ihn richtig verstanden habe, versucht er sich daran zu gewöhnen, dass er nicht mehr nur machen kann, was und wann er will.

    Naja, ganz ehrlich, dass faende ich schon ziemlich krass. Es fallen mir sehr sehr wenige Dinge ein, die ich einer Beziehung "nicht mehr nur mache was und wann ich will" :-/ Ich WILL ja Zeit mit meinem Freund verbringen. Die wenigen Dinge sind andere Maenner aufreissen ;-) und Geburtstage etc. in seiner Familie. :-/

    Zitat

    Ich hab gerade das Gefühl, ich schreibe unverständliches Zeug, aber ich bin gerade selber so verwirrt.

    Ich finde dein Zeugs eigentlich ziemlich verstaendlich. Du magst die evtl. Konsequenzen nur einfach nicht sonderlich ;-)

    Er will sich (freiwillig) daran gewöhnen. Das sagt doch zumindest einiges darüber aus, dass ihm wohl ziemlich viel an dir liegt. Auch wenn er das wohl nicht so zeigen kann, zumindest nicht so, wie du es dir vielleicht wünschst. Warum sollte er sonst diesen Wunsch haben bzw. äußern?


    Aber ob du ihm diese "Gewöhnungszeit" geben willst oder nicht, ob du auch damit leben kannst, wenn eure Vorstellungen von Nähe evtl. auf Dauer unterschiedlich bleiben, das kannst nur du für dich selber entscheiden.

    @ Flip_Flop

    Ich verstehe das ja eben vom Herzen her auch nicht. Wenn ich verliebt bin, setze ich meine Prioritäten automatisch anders. Da schiebe ich die Steuererklärung (die ich auch nicht ausstehen kann) irgendwo rein, damit ich am Wochenende Zeit für ihn habe. Und dann denke ich auch an nichts anderes.


    Eigentlich ist es mir auch ziemlich egal, was wir dann machen. Rausgehen, Freunde treffen, in's Kino oder einfach nur auf dem Sofa liegen, ich genieße es einfach, die Zeit mit ihm zu verbringen.


    Und deswegen verstehe ich die Erklärung nicht, dass er das einfach anders gewohnt ist. Er meint ich müsste verstehen, dass er jetzt nicht ruhig auf dem Sofa sitzen kann, er hätte eben die letzten acht Jahre von Morgens bis Abends etwas gemacht.


    Er findet das aber schön und will sich daran gewöhnen. Da ich das automatisch wollen würde, kann ich mir nun mal nicht vorstellen wie es ist, wenn man das nicht will, sondern nur will, dass man will.


    So, jetzt wird es aber echt wirr ;-)


    Aber wenn ich ihn dann frage, ob er etwas anderes machen möchte und ich später wiederkommen soll, ist er ganz unglücklich und meint nein.

    @ sympathy

    Ich glaube ihm auch, dass ihm viel an mir liegt. Wir kommunizieren das offensichtlich nur völlig anders. Und dadurch fühle ich mich öfter mal ungeliebt.


    Das Gefühl, von der Liebe, die er sich immer gewünscht hat, jetzt erdrückt zu werden, versteht er (laut seinen Aussagen) ja selber nicht. Wie soll ich das dann verstehen?


    Ich habe jetzt nicht vor, die Flinte gleich in's Korn zu werfen, aber ich hoffe ganz ehrlich, dass sich da was ändert.


    ??und halte das gleichzeitig für keine gute Basis. Warum kann ich ihn nicht einfach nehmen, wie er ist??

    Zitat

    Wie soll ich das dann verstehen?

    Du musst es ja nicht verstehen, sondern nur akzeptieren, dass es so ist. Ich verstehe sogar irgendwie, was er meint. Ich persoenlich wuerde mit so jemandem aber ganz klar keine Beziehung fuehren wollen. Liebe hin oder her. Andere haben damit wohl weniger Probleme.


    Eigentlich moechte ich ganz grundsaetzlich keine Beziehung fuehren, in der etwas besteht, von dem ich nicht damit leben koennte, wenn es sich nicht aendern wuerde.. (ausser, wenn ganz konkret klar ist wann und wieso sich das aendern wuerde.. z.B. wenn ich meinen Partner die naechsten 3 Monate nur selten sehen kann, weil er gerade seine Diplomarbeit schreibt und deswegen keine Zeit hat oder sowas)


    Aber eben, du musst fuer dich selber entscheiden.

    Zitat

    Ich persoenlich wuerde mit so jemandem aber ganz klar keine Beziehung fuehren wollen.

    so sehe ich das auch, aber da fehlt dir die Erfahrung ... hoffen auf Veränderung bis zum Schluss ... aber wann kommt der Schluss? Ich würde mir und ihm ein Zeitlimit setzen, also beispielsweise 3 Monate ... und danach würde ich handeln, erfahrungsgemäß ändert sich nichts ... er bleibt wie er ist, eben so unverbnindlich und verunsichert, dem kannst du nicht helfen ... überlass ihn dann seinem Schicksal oder spiele die Samariterin, die ihr Leben für ihn aufgibt ... es ist dein Leben ... damit kannst du machen was du willst ...

    Zitat

    Ich verstehe sogar irgendwie, was er meint

    Kannst du es mir dann erklären? ;-D


    Ich weiss schon, dass mir die Entscheidung niemand abnehmen kann. Es ist nur leider nicht einfach. Es gibt für mich ein paar absolute No Go's, da wäre ich sofort weg. Aber das ist so im Grenzbereich und ich habe die Grenze noch nicht klar gezogen.


    Er ist ein sehr wertvoller, liebeswerter Mensch abgesehen von dieser, zugegebener Maßen (für mich) nicht Kleinigkeit.

    Zitat

    abgesehen von dieser, zugegebener Maßen (für mich) nicht Kleinigkeit.

    ja und was dann noch ? Also sag an was Sache ist und gib ihm Bedenkzeit und dann weiter ... verschwende deine Zeit nicht mit Jungs wo es "offensichtlich" nicht passt ...

    @ Artus

    Ja ja, alles hat ein Ende... ;-D


    Ich glaube, mein Entscheidungskriterium wird sein: Bin ich glücklich oder bin ich weniger glücklich.


    Aber man (ich) hofft eben doch.


    Laut seinen Aussagen arbeitet er ja sehr an sich. Und wenn ich das dann nicht wahrnehme ist er totunglücklich :-(

    Nachtrag:


    Den perfekten Partner gibt es nicht. Genauso wenig wie ich die perfekte Partnerin für jemanden sein kann. Irgendwas passt immer nicht.


    Und jetzt stehe ich vor der Frage, ob ich die 10% die nicht passen lieber konzentriert in einem Problem haben möchte oder ob ich mir jemanden suchen soll, wo sich die 10% auf mehrere Kleinigkeiten verteilen.


    Verstehst du, was ich meine?

    Zitat

    Aber man (ich) hofft eben doch.

    klar da spricht auch nichts dagegen ... nur meine unwesentliche Meinung dazu ist ... es wird sich nichts ändern, denn er ist nun mal so. Er verbiegt sich jetzt ein bisschen für dich und dann fällt er zurück in alte Verhaltensmuster ... bei 99,95% ist das so.


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    Laut seinen Aussagen arbeitet er ja sehr an sich. Und wenn ich das dann nicht wahrnehme ist er totunglücklich

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    nimmst du es denn wahr und sind es wesentliche Veränderungen? Also Veränderungen, die eigentlich nicht seinem Wesen entsprechen ?