Wenn das passiert, was du schreibst, ZEIGE IHN AN. SOFORT.


    Auch wenn er dir 'nur' auflauert, dir nichts tut, dich nicht anspricht, macht er dich fertig. Versuche ihn nicht zu verstehen. Das gelingt nicht.


    ANZEIGEN und wenn er trotzdem auftaucht, POLIZEI RUFEN.


    Bis er es kapiert hat - es geht nicht anders!

    Was für armselige Gestalten es gibt. Normalerweise hilft gegen solche Versager nur eine ordentliche Abreibung, nur wird dann am Ende noch das eigentliche Opfer oder dessen Helfer bestraft, daher ist das nicht die beste Option.


    Taser/E-Schocker/Pfefferspray ist eine gute Idee, alleine schon für dein Sicherheitsgefühl. Allerdings muss der Einsatz wohlüberlegt sein, schließlich ist er bislang nicht handgreiflich geworden. Ihn zu tasern, nur weil er hinter dir steht könnte also auch Probleme für dich geben ??(wobei natürlich fraglich ist, inwieweit er dich anzeigen wird, schließlich gibt es bereits mehrere Zeugen seiner Nachstellungen - andererseits ist auch das möglich, da dies ihm ja wieder eine Möglichkeit eröffnet, in dein Leben zu gelangen)??. ":/


    So oder so, geh zur Polizei. Behalte alle Mails, Briefe und sonstiges, gerade die mit den Beschimpfungen.


    Wenn er gerade da ist und andere Menschen in der Nähe sind, Öffentlichkeit herstellen. Aber nicht an ihn gewandt, also nicht ihn anbrüllen "Lass mich in Ruhe", sondern eher Passanten aufmerksam machen "Helfen Sie mir bitte, ich werde bedrängt". Ihn dabei nicht ansehen oder ansprechen. Nie antworten, nie bitten, nicht mit ihm kommunizieren, auf keine Art und Weise.

    Zitat

    Versuche ihn nicht zu verstehen. Das gelingt nicht.

    This!

    Zitat

    Versuche ihn nicht zu verstehen. Das gelingt nicht.

    !!! Kein einziges Wort mehr an ihn, keine Briefe, keinen Augenkontakt. Komplettes Ignorieren! Jedes Gespräch davor war eins zuviel.


    Und auch von mir nochmal:


    Geh zur Polizei. Beantrage parallel dazu eine einstweilige Verfügung bei Gericht (ist kein großer Aufwand). Wenn er sich dennoch nachweisbar nähert, drohen empfindliche Strafen. Schreckt nicht jeden Stalker ab, aber einige eben doch.


    Eine neue Handynummer, die wirklich nur die engsten Vertrauten kennen, würde ich mir auch zulegen. Bis dahin bei jedem Anruf, wo Du nicht sicher bist, einen Mitbewohner/Kollegen/Freund dran gehen lassen.


    Sieh zu, dass Du - wann immer möglich - nicht alleine oder gar Nachts unterwegs bist. Auch wenn das für Dich erst einmal Mehraufwand bzw. Umständlichkeiten bedeutet.


    Nach allem was Du schreibst: Hoffe nicht, dass er einfach so wieder verschwindet, weil er irgendwann irgendwas einsieht. Das wird nicht passieren. Daher ist jetzt ein kühler Kopf (leicht gesagt, hm?) und planvolles Vorgehen wichtig.

    Heute Nacht war es noch mal richtig schlimm.


    Er hat wohl auf der Arbeit nach mir gefragt und die Kollegin hatte ihm dann mitgeteilt, dass ich erst nachts wieder arbeite. Ich bin mir zwar sicher, dass ich ihm nicht gesagt habe, in welchem Krankenhaus ich arbeite, aber da es davon nicht so furchtbar viele gibt, war das wohl nicht schwierig herauszufinden.


    Hab den Kollegen davon erzählt und die wollen das auch an das restliche Team weitergeben, damit dort alle Bescheid wissen.


    Als ich um halb drei von der Arbeit nach Hause wollte, waren die Reifen von meinem Rad kaputt. Und auf einmal stand er wieder hinter mir, hat mir erzählt, dass es sowieso viel zu gefährlich wäre nachts alleine mit dem Fahrrad durch die Gegend zu fahren, man wüsste ja nie wer einem was böses will, aber er könnte mich ja jetzt nach Hause begleiten, wenn ich endlich ein Einsehen hätte.


    Ich bin dann total panisch zurück ins Krankenhaus, hab dem Pförtner gesagt, er soll die Polizei rufen und dann so lange in der Notaufnahme auf die Polizei gewartet.


    Denen habe ich alles erzählt, die haben sich auch das kaputte Rad angeguckt und erst einmal eine Anzeige wegen Sachbeschädigung und Nötigung aufgenommen. Und mir auch dazu geraten dringend eine einstweilige Verfügung zu beantragen.


    Ich war vollkommen fertig mit den Nerven, hab nur noch geweint. Die Polizisten haben auch angeboten mich nach Hause zu bringen, aber ich wäre alleine da gewesen, mein Mitbewohner arbeitet auch nachts und ich wäre total durchgedreht. Also hab ich den Rest der Nacht im Krankenhaus verbracht und hab mich heute morgen von einem Kollegen hier abliefern lassen.


    Jetzt hab ich ein bisschen geschlafen, fahre gleich noch mal zur Polizei, weil ich denen noch ein paar Angaben machen soll und danach ins Gericht. Ich wohne mitten in der Innenstadt, das alles ist nicht weit weg, es ist heller Tag, mir kann nichts passieren, weil draußen so viele Leute unterwegs sind. Aber ich hab so schlimme Panik wenn ich daran denke, das Haus zu verlassen.


    Danke für eure Ratschläge, werde gleich direkt ein Pfefferspray kaufen und eine neue Prepaid-SIM-Karte.

    Whoar ist das heftig. Lass dich mal drücken :)_


    Du hast das alles vollkommen richtig gemacht. :)^


    Hast du keine Freundin oder so, die dich momentan begleiten kann? Einfach, damit du dich gerade nicht allein fühlst?

    Zitat

    werde gleich direkt ein Pfefferspray kaufen und eine neue Prepaid-SIM-Karte

    Ja mach das auf jeden Fall. Nach der letzten Nacht ist es wichtig, dass du das Gefühl von Sicherheit wieder erlangst. :)* :)*

    Doch man kann diese Typen verstehen. Das sind Menschen, die ihre guten Gefühle nur über andere erfahren können und dafür ist ihnen jedes Mittel recht. Sie brauchen dringend jemanden, bevorzugt vom anderen Geschlecht, der "persönlich" für sie da ist und über den sie dann leben können, denn aus sich selbst heraus können sie kaum leben. Diese Form der Bedürfnisbefriedigung haben nicht wenige Menschen an sich, aber bei diesen Menschen ist es nochmal extremer und sie scheuen evt. sogar vor Gewalt (emotionaler Erpressung) nicht zurück.


    Im Grunde gehören sie in Behandlung und was noch besser wäre, wenn sie selbst erkennen würden, dass sie aus eigenen seelischen Defiziten heraus handeln.

    Zitat

    Für Notwehrsituationen ist übrigens auch Tierabwehrspray okay.

    Verzeihung, aber davon würde ich abraten. Bei Abwehrsprays, egal, wie sie heißen und wozu sie angeblich dienen, ist man nie sicher, ob sie nicht doch dauerhafte Schäden zurücklassen (Verletzungen an den Augen, Lungenverätzung etc.), die dann eine Anzeige wegen Körperverletzung und Schmerzensgeld zur Folge haben. Zudem bekommt man das Zeug, je nach Windrichtung und Handgemenge, auch schnell mal selbst ab.


    MissTolstoi, bitte kauf dir einen Taser, und zwar schnell, das ist ein ernsthafter Rat. Die Taser haben einen Überspannungsschutz und sind so geschaltet, dass sie tatsächlich nur ihn elektrisieren, selbst dann, wenn er dich eng umschlungen hält.


    Ansonsten würde ich die plattgestochenen Reifen, dass Anrufen auf Arbeit und die indirekte Drohung (nachts ist es gefährlich) sofort zur Anzeige bringen. Nicht Morgen, nicht nächste Woche, HEUTE!!! Wenn Du jetzt nicht massiv reagierst, steigert er sich in eine Spirale rein, die böse endet.

    @ Caramala2

    Du hast natürlich Recht mit deinen Ausführungen - er braucht professionelle Hilfe, möglichst rasch.


    Aber das ist nicht Thema dieses Fadens und da muss sich die Schreiberin natürlich nicht drum sorgen. Sie muss psychischen Schaden von sich abwenden und das SOFORT.

    Ich war heute morgen noch mal bei der Polizei und werde jetzt auch eine einstweilige Verfügung erwirken, aber das dauert offensichtlich etwas, bis das alles geprüft ist, usw. Es wiehert der Beamtenschimmel.


    Der Beamte war sehr nett und geduldig mit mir, obwohl es bestimmt anstrengend war, mit mir zu sprechen. Zu Beginn war ich noch relativ gefasst, aber spätestens als ich von letzte Nacht erzählen sollte war dann diese Fassung auch wieder vorbei.


    Vorhin wurde auch mein Mitbewohner und die Jungs von oben als Zeugen vernommen.


    Außerdem wurde mir gesagt, man würde versuchen ihn zu Hause anzutreffen und mit ihm sprechen (Gefährdungsansprache? heißt das so?).


    Auf der einen Seite finde ich das total beruhigend, weil ich das Gefühl habe ernst genommen zu werden und dass sich jemand kümmert, auf der anderen Seite, macht das die Angst, dass es dann noch mehr eskaliert noch größer.


    Mein Chef hat mich angerufen und mir für diese Woche frei gegeben, weil er davon gehört hat und versprochen mich umzuplanen, so dass ich tagsüber kommen kann.


    Ich hab danach das Haus nicht mehr verlassen und den ganzen Tag im dunklen Zimmer gesessen, konnte weder lernen noch schlafen und jedes Geräusch im Treppenhaus oder jeder Nachrichteneingang auf dem Telefon verursacht mir Übelkeit.

    Zitat

    Auf der einen Seite finde ich das total beruhigend, weil ich das Gefühl habe ernst genommen zu werden und dass sich jemand kümmert, auf der anderen Seite, macht das die Angst, dass es dann noch mehr eskaliert noch größer.

    Da Du seinem Begehren nicht nachkommen wirst, wird es so oder so weiter eskalieren. Es klingt nicht nach einer Person, die sich so leicht abschrecken lässt. Leider. Nur ist jetzt endlich alles offiziell und es drohen tatsächlich empfindliche Strafen bei Nichteinhaltung der Anordnung in der einstweiligen Verfügung.


    Mit ganz viel Glück ist wenigstens der Besuch der Beamten ein Warnschuss, der seine Wirkung nicht verfehlt.

    Zitat

    werde jetzt auch eine einstweilige Verfügung erwirken, aber das dauert offensichtlich etwas, bis das alles geprüft ist

    Eigentlich ist ja die einstweilige Verfügung bereits das Eilverfahren gegenüber der Anzeige und all dem, was dieser folgt. Bei einer Bekannten von mir ging das sehr zügig. Deshalb ja 'einstweilig', weil die Prüfung beschleunigt stattfindet und alles andere folgt, um erst mal möglichst Gefahr abzuwenden.


    Wenn Du jetzt sowieso erst mal frei hast, würde ich an Deiner Stelle auch wegfahren. Schon allein, um dem inneren eigenen Psychoterror zu entgehen, den er durch seine Aktionen bei Dir ausgelöst hat.


    Ob nun zu Freunden oder Familie. Hauptsache ein Stück weg und nicht auffindbar. All Deine näheren Kontakte sollten informiert sein, damit niemand Deinen Aufenthalt aus Unwissen preisgibt. Wenn Post vom Gericht kommt oder Anrufe, können das doch Deine Mitbewohner an Dich weiterleiten.

    Zitat

    (Gefährdungsansprache? heißt das so?)

    GefährdERansprache. :-) Vielleicht hilft das ja schon was.


    Ansonsten natürlich gut, dass die Polizei gleich so aktiv wurde, Zeugen befragt hat; und dass dein Chef auch sensibel reagiert ist doch bestens.


    Zieh dich jetzt nicht allzusehr zurück. Gib ihm diese Macht nicht. Bei o2 kann man übrigens ohne SIM-Karten-Wechsel sehr leicht die Nummer ändern. Anruf bei der Hotline genügt, und die Angst vor eingehenden Nachrichten ist vorbei! :)^

    Kauf dir Pfefferspray und Hau ihm das beim nächsten mal ungefragt ins Gesicht.


    Für Anrufe Kauf dir eine Trillerpfeife und quietsch ihn damit voll ins Ohr wenn er nochmal anruft. Und: UNBEDINGT ZUR POLiZEI!!!